
Ein Kollege steht vor Gericht. Freiwillig. Wegen eines Rotlichtverstoßes, wie das so schön heißt. Mit dem Fahrrad war er auf dem Adalbertsteinweg unterwegs, als ihn die Polizei kontaktierte. Es geht um den Journalisten Bernd Müllender, bekannt aus TAZ, ZEIT, WDR-Hörfunk, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel. Er ist auch Autor mehrerer lesenswerter Texte und Bücher über Belgien, insbesondere Ostbelgien usw. Er lebt in Aachen und teilt zu dem angeblichen Unrecht, das geschehen ist, mit:
„Ich sollte 60 Euro zzgl. Gebühren zahlen, weil eine Polizeistreife meinte, das Rollen über die Haltelinie um wenige Meter (um auf mich aufmerksam zu machen vor den Autofahrern an der Ampel) sei ahndungswürdig. Selbstschutz ohne Gefährdung anderer, umsichtig und ohnehin ohne Zeitvorteil darf nicht bestraft werden. Deshalb habe ich mich geweigert zu zahlen.“
Die Verhandlung (20. 01.) ist öffentlich, und wer Bernd Müllender kennt, weiß: Das wird sehr lehrreich, radpolitisch spannend und bestimmt auch unterhaltsam.
Vielleicht habt ihr tatsächlich Zeit und Lust, dem Event beizuwohnen? Das wäre schön. Rocken wir die Autoverkehrsordnung! Termin: Montag, 20. Januar, 13.30 Uhr, Amtsgericht Aachen, Adalbertsteinweg 92, Sitzungssaal A 2.003 (Achtung, die üblichen Einlasskontrollen können 10-15 Minuten dauern).

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Klar, wir sind in Aachen und Radfahrer dürfen sich hier grundsätzlich alles leisten.
Wenn sie sich jetzt auch noch weigern dürfen, Bußgelder zu bezahlen, haben sie ab sofort absolute Narrenfreiheit.
Würde aber vor dem Verfassungsgericht scheitern, weil sich dann auch Autofahrer weigern dürften (Diskriminierung) und die Polizei würde noch mehr zum „Hampelmann“ degradiert.
Bea
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