Mit Wind die Kasse klingeln lassen

Wer den Strom für Handys und Rechner, Lampen, Kühlschrank, Spülmaschine, die Waschmaschine usw. von der Stawag bezieht, darf sich in Kürze mit bis zu 5000 Euro am Windpark Münsterwald beteiligen. „Über eine Laufzeit von 5 Jahren erhalten Sie dafür zwei Prozent Zinsen im Jahr“, teilt der Aachener Energieversorger mit, und das ist kein schlechter Deal.

Die Stawag schreibt mir. Ich darf „aktiv zur Energiewende beitragen“.

Infos gibt es hier. Die Beteiligung kann man ausschließlich online zeichnen. Dabei muss jede/r wissen, welche Art von Stromvertrag er/sie hat. Und das kann man natürlich in seinen Vertragsunterlagen nachlesen oder hier.

Sollten mich aber das Fernweh packen, dann kündige ich natürlich meinen Vertrag bei der Stawag, erhalte aber „weiterhin den vereinbarten Zinssatz über die gesamte Laufzeit“. So steht es jedenfalls in dem Infobrief.

Wer von Monschau nach Aachen fährt kann rechts und links von der Himmelsleiter die großen Windräder (140 m hoch/Rotorendurchmesser 112 m) sehen. Dort befindet sich der Windpark Münsterwald. Sehr zum Verdruss der Roetgener, denn die Windräder stehen hart an der Grenze von Aachen mit Blick auf Roetgen. Dort gab es 2019 quasi immer viel Wind. (Weitere Stawag-Windräder stehen u. a. am Rande des Dorfes Höfen, wo ich noch von keinen Beschwerden gehört habe, und in Simmerath und Linnich.

(Raeren in Belgien möchte laut WDR auch Windräder aufstellen und den Strom nach Aachen verkaufen. Dies auch nicht gerade zur Freude der Roetgener, die quasi von zwei Seiten mit Rädern zugestellt werden, ohne selbst etwas davon zu haben.)

Für die Windräder an der Himmelsleiter mussten viele Bäume gefällt werden. Dagegen wurde und wird heftig protestiert/geklagt, angeblich wurden an anderer Stelle in Aachen Ersatzpflanzungen vorgenommen. Diese Ersatzpflanzungen (im Bereich Entenpfuhl) geh ich mir demnächst mal ansehen, ob es die überhaupt gibt? Man soll ja nicht leichtgläubig sein.

Der guten Ordnung halber, so scheint mir, weist die Stawag deutlich auf Folgendes hin: „Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.“

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Der Aachener Energieversorger: die Stawag. Die Leitung befindet sich in der Lombardenstraße in Aachen. Foto: Archiv (2015)

Windkraftanlagen in der StädteRegion Aachen gibt es (nicht zu knapp) in: Würselen, Stolberg-Werth, Oidtweiler, Höfen, Strauch, Lammersdorf, Merkstein, Dürwiß, Baesweiler, Würselen, Setterich, Merzbrück, Imgenbroich, Weisweiler, Orsbach, Vetschau/Horbach, Kornelimünster/Walheim, Laurensberg. – Angesichts so vieler Windräder sollte man – bei aller Sympathie für diese wunderbare Energiequelle – versuchen, Verständnis zu haben für Menschen, die sich gegen die Neuaufstellung weiterer Anlagen wehren.

Mehr Infos zu den Windrädern in NRW gibt es hier

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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