Irre laut: Westpark musste phasenweise täglich geräumt werden

Es ist derzeit wieder abends warm und es regnet nicht. Da sind der Westpark, der Moltkepark und der Frankenberger Park abends zum chillen sehr beliebt. Mit der Konsequenz, dass es laut wird und viele Anwohner*innen sich beim Ordnungsamt beschweren.

Diesbezüglich gibt es Probleme, die Stadtverwaltung teilt mit, man habe ohne jeden Erfolg über die Nachtruheregelung ab 22 Uhr informiert und um Rücksichtnahme gebeten. So musste der Ordnungs- und Sicherheitsdienst den Westpark aufgrund der anhaltenden Ruhestörungen in letzter Konsequenz mehrmals abends räumen

Auch Schilder in den Parks und Infos in der örtlichen Presse und in den Sozialen Medien („Psssst“) hätten nicht zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme geführt und hätten nicht für Ruhe in den Abend- und Nachtstunden gesorgt. Das ist ganz schön blöd für Leute, die nachts kein Auge zutun und morgens früh wegen Arbeit nicht lange schlafen können.

Schließung droht

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen meint, die Situation sei belastend für alle Beteiligten, auch für die Einsatzkräfte vom Ordnungsamt, die so oft (mit Unterstützung der Polizei) für Ruhe sorgen mussten. Sie hätten sich dadurch nicht auf die dringenden Aufgaben in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der Hochwasserkrise konzentrieren können. 

Keupen teilte jüngst mit: „Die Kolleg*innen des Ordnungsamts weisen in einem dringenden Appell noch einmal auf die gesetzlichen Spielregeln hin, in der Hoffnung, dass es bei den Verursachenden ein Einsehen gibt und weitere Maßnahmen nicht erforderlich werden. Eine Schließung des Westparks wäre auch zum Nachteil der vielen Menschen, die sich an die Regeln halten und den Park als Entspannungsort zu schätzen wissen und kann daher nur das letzte Mittel sein.“ 

Und wer jetzt (zu Recht) sagt, die Bürgermeisterin und die Politik sollten sich mal lieber um den Krach kümmern, der durch immer mehr Frachtflugverkehr über Aachen in Richtung Lüttich-Bierset die Menschen nachts nicht schlafen lässt, der/die kann sicher sein: Die Sache ist kompliziert, aber die Politik ist dran. Die Kontrahenten sind sich derzeit noch nicht mal darüber einig, ob Aachen überhaupt in der Einflugschneise zu Lüttich liegt. Und auch nicht darüber, wie tief die Flugzeuge tatsächlich fliegen, also ob die Mindestflughöhen eingehalten werden oder nicht.

Es könnte so schön sein: im Westpark. Foto: Stadt Aachen/ahu

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