Was wird aus Burtscheid? Etliche Bäume sind im Kerngebiet gefällt worden, neue werden seit Jahren nicht mehr gepflanzt. Was hat der neue, mächtige Player im bundesweiten und im Burtscheider Kurwesen, die „Alexianer GmbH“ mit den Grundstücken vor, die er gekauft hat? Was darf diese GmbH dort – mit den Stimmen der Mehrheit im Rat der Stadt – einmal bauen?
Es steht nicht nur die Zukunft des Burtscheider Klostergartens auf dem Spiel. Alles zusammengerechnet (Burtscheider Kurpark und Planungsumgebung) wird wahrscheinlich eine weitere, fast ebenso große Fläche bebaut.
Aber wen man auch fragt in Burtscheid, immer hört man: „Wir wissen nicht genau, was eigentlich geplant ist, wir fürchten das Schlimmste!“ Eins sei klar: Die „Alexianer GmbH“ (nicht verwechseln mit dem Aachener Alexianer Krankenhaus am Alexianergraben) ist eine Riese (Umsatz 2021: 1,7 Milliarden Euro), und der will bauen, bauen und noch mal bauen.



Die Planer haben Visionen, der Kern von Burtscheid soll „ein modernes Gesicht“ bekommen. Burtscheid sei im Aufbruch, und es fällt der Ausdruck „Gesundheitscampus“, dieser soll errichtet werden. Ein Campus? Wir dachen bisher, wir wüssten, was ein Campus ist, nämlich ein Komplex von Gebäuden, die zur Hochschule gehören. Bekommt da in Burtscheid eine überdimensionale, umfassende Neu- und Zubebauung einen wohlklingenden Namen verpasst?
Vieles ist unklar, viele Fragen gibt es. So wie im Baugebiet „Luisenhöfe“ und in anderen Gebieten in Aachen, wo Grünflächen, die im Sommer die Innenstadt mit kühlen Temperaturen und einem frischem Lüftchen versorgen möglicherweise zugebaut werden. Möglicherweise aber auch nicht. Gut wäre es, wenn sich die von solchen Maßnahmen Betroffenen zusammenfinden würden. Auch mit Menschen aus der Innenstadt.
Denn wenn in Burtscheid großflächig gebaut wird, dann verliert nicht nur Burtscheid, es leidet die Innenstadt, die heißer und heißer wird in den Sommern, die noch vor uns liegen.

Studierende der Fachhochschule haben sich schon mal den Kurgarten vorgeknöpft und mit dem Mut und der Verwegenheit junger Menschen offene Thermalwasser-Badebrunnen vorgeschlagen, wo sich dann jede*r offen ins Thermalwasser setzen kann. Der Kurgarten zwischen Dammstraße und Michaelsbergstraße soll schließlich ebenfalls vollkommen neu gestaltet werden. Ein Stück vom jetzigen Schulhof bebaut, sowieso.
Wie dem auch sei: Wir werden die Veränderungen in Burtscheid beobachten. Bleibt dran und empfehlt AachenNews.org weiter.
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Zum Weiterlesen: hier klicken und wegen der Bäume hier. Angeblich waren da 171 Bäume vorhanden. Das kann jedoch schwerlich stimmen, es sei denn, man zählt auch Büsche mit oder z.B. den Stumpf des gefällten Silberahorns. Die Baumzählung im Kurpark und wie sie erfolgt ist, ist leider undurchsichtig.
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Es gab Anfang des Jahres mal eine Veranstaltung der Stadt in den Kurparkterrassen in dem Stil „Bürger der Stadt beteiligt euch. Danach war mir im Prinzip klar, dass die Alexianer GmbH das baut, was ihr vorschwebt. Burtscheid wird ziemlich zugebaut, der Kurpark soll zwar irgendwie erhalten bleiben, aber welche der 4 Ideen der FH Studierenden Realität werden, ist offenbar noch nicht beschlossen.
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