Aachen spendet. Bundeskanzler zögert.

Die Ukraine ist nicht vergessen: Als eine Anfrage des Deutsch-Ukrainischen-Vereins Blau-Gelbes-Kreuz den Aachener Stadtbetrieb erreichte, ob Fahrzeuge gespendet werden können, kam direkt eine Zusage. Die Wahl fiel auf ein Abfallsammelfahrzeug und einen Radlader, beides Fahrzeuge, die nach zehn Jahren Einsatz im Stadtbetrieb ausgemustert worden waren. Diese Woche bringt der Verein das Abfallsammelfahrzeug mit einem Hilfskonvoi an die polnisch-ukrainische Grenze. 

Hilfskonvoi ab Köln

Am Donnerstag startet ein nächster Hilfskonvoi des Blau-Gelbes-Kreuzes mit vier Fahrzeugen und einem Begleitfahrzeug in Köln. Voraussichtlich am Freitagabend wird die polnisch-ukrainische Grenze erreicht. Das Abfallsammelfahrzeug aus Aachen wird künftig in Aachens Solidaritätspartnerschaftsstadt Chernihiv eingesetzt – ebenso der Radlader, der bei einem der nächsten Hilfskonvois in die Ukraine gebracht wird. 

Weitere Spenden geplant

In den vergangenen Wochen waren die Fahrzeuge in der Werkstatt des Stadtbetriebs intensiv geprüft worden. Die aktuellen Spenden sollen einen Auftakt markieren: Perspektivisch ist geplant, weitere Fahrzeugspenden mit Unterstützung des Blau-Gelbes-Kreuzes nach Chernihiv zu bringen. Eine konkrete Spende ist schon in Vorbereitung: ein Bodenbearbeitungsgerät soll bald in die Ukraine gebracht werden. (Infos: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing)

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Meinung: Vielen Menschen ist nicht bewußt, dass – sollte Russland diesen Krieg gewinnen – die Kosten für Deutschland und Europa gigantisch sein werden. Dann wird man sich wünschen, im Vorfeld dieses russischen Sieges mehr getan zu haben: Hätten wir doch mehr geholfen und die Ukraine in die Lage versetzt, den Krieg zu gewinnen. Die Zögerlichkeit der Sozialdemokraten in Berlin ist ein unverzeihlicher, schwerer Fehler. Es werden der Ukraine immer nur so viele Waffen und so viel Munition geliefert, dass sie nicht verliert, aber auch nicht gewinnen kann.

Der Bundeskanzler als Hauptzögerer lädt gerade eine schwere Schuld auf sich. Seine Berater ebenfalls. Sie haben nicht erfasst, worum es in Wirklichkeit geht beim Krieg Russlands gegen die Ukraine. Podcast zur Ukraine hier.

(s. dazu unten den Kommentar)

Dr. Kateryna Kravchenko (3.v.l.) freute sich über die Unterstützung. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (3.v.r.) bedankte sich ebenso wie Dezernent Heiko Thomas (2.v.r.) und Luise Clemens, Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung (2.v.l.) bei Martin Bergen, Bereichsleiter Innovations- und Mobilitätsmanagement des Stadtbetriebs(l.), und Marlon Knops, Ressortleiter Zentrale Dienste des Stadtbetriebs (r.). Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

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2 Responses to Aachen spendet. Bundeskanzler zögert.

  1. Anonymous sagt:

    Diesen Blog mag und lese und bewerte ich immer gerne. Diesesmal gefällt mir wohl etwas garnicht, das als „Meinung“ gekennzeichnet ist. Da heißt es etwa: „Die Zögerlichkeit der Sozialdemokraten in Berlin ist ein unverzeihlicher, schwerer Fehler. Es werden der Ukraine immer nur so viele Waffen und so viel Munition geliefert, dass sie nicht verliert, aber auch nicht gewinnen kann…“ und im weiteren „Der Bundeskanzler als Hauptzögerer lädt gerade eine schwere Schuld auf sich. Seine Berater ebenfalls…“
    Das kann man/fau auch anders sehen. Die hier schwer Beschuldigten gehören m.E. zu den besonnenen Stimmen, die sich bislang gerade bei der Lieferung von Waffensystemen gut beraten und sicher u.a. auch im Hintergrund koordiniert haben. Ich bin froh, das Deutschland fest an der Seite der Ukraine steht, und trotzdem keine kriegstreibende oder aktiv kämpfende Kriegspartei ist.
    Schuldspruch vom Katheder? Was oder wer verleiht Dir die Informationssicherheit, Rechtschaffenheit und Autorität, Menschen derart mit Schuld zu beladen? Die Äußerungen im Blog empfinde ich als sehr anmaßend und überdies als selbstgerecht. Kann man/frau so machen, ist das dann aber gut?

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    • Der Bundeskanzler weigert sich, der Ukraine die Luft-Boden-Rakete Taurus zu überlassen. Warum wohl? Und Jens Plötner, der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz soll gesagt haben: „Boah, die Alte nervt“. Über Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die das Wischi-Waschi, das Ungefähre, das Zögerliche in der Scholzschen Ukraine-Politik benennt. Der „Tagesspiegel“ schreibt und hat Recht: „Sie will Antworten, keine Ausflüchte, die resolute Streiterin verlangt eine glasklare Unterstützung Deutschlands im Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine. Strack-Zimmermann ging und geht voran.“ Sie erinnert an Frauen wie Hildegard Hamm-Brücher (FDP).

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