Protest: „Wir gehen unter“

Wenig Personal, große Belastungen im sozialen und erzieherischen Bereich, die nicht mehr zu schaffen sind: Mit Transparenten und Grableuchten wurde Aufmerksamkeit erreicht.
Vor der Sitzung der Politiker*innen: Eltern und Fachkräfte demonstrierten im Verwaltungsgebäude.

Gedränge auf dem Flur des Verwaltungsgebäudes in der Mozartstraße. Vor der Sitzung des Kinder- und Jugendausschuss machten dort Eltern und Fachkräfte des sozialen Bereichs auf die lückenhafte Betreuung von Kindern aufmerksam. Wegen Personalmangel müssen z. B. in verschiedenen Kitas Betreuungszeiten und -tage reduziert werden. Das bringt vor allem berufstätige Mütter (und Väter) zur Verzweiflung. Arbeitgeber sind ebenfalls nicht erfreut, drohen mit Kündigung.

Was ist zu tun, wenn vor etwa 15 Jahren von Land und Bund versäumt worden ist, mehr Erzieher*innen auszubilden? Jetzt fehlen sie.

Die schwierige Lage verärgert Eltern, macht sie manchmal wütend. Dann bekommt das überforderte Personal auch noch die Wut der Eltern ab. Kein Wunder, dass sich da die Betroffenen an ihren Arbeitgeber, die Stadt Aachen bzw. die Politik wenden und um Hilfe bitten. Es war gestern nicht der erste Protest dieser Art. Und weil in den kommenden Jahren viele Erzieherinnen in Rente gehen, wird sich die Situation vermutlich noch verschärfen.

Mit weiteren Protesten muss gerechnet werden. Am Mittwoch, 13. Dezember, um 11.30 Uhr wollen sich Erzieher*innen, Eltern und Kinder im Rathaus versammeln und dort ihr Anliegen vortragen. Sie wollen „Wunschzettel“ mitbringen und an einen Baum hängen.


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1 Response to Protest: „Wir gehen unter“

  1. Anonymous sagt:

    Es werden jedes Jahr mehr Erzieher ausgebildet. Ob der Zuwachs aber dem Bedarf entspricht, ist leider fraglich.

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