
Zwischen Weberstraße, Hohenstaufenallee und Mariabrunnstraße gab es einmal schöne und auch ökologisch wertvolle Schrebergärten. Dieses ganze Stadtgrün wurde entfernt, jetzt gibt es dort eine große Grünfläche mit Wildwuchs, auch wertvoll. Ein Aachener Investor (Landmarken) möchte dort Wohnungen bauen.
Das Gelände gehörte mal der Bahn (also dem Bund), die Stadt Aachen kann dort über die Bauplanung Einfluss nehmen. Was das Gelände besonders wertvoll macht: Es soll sich um eine sogenannte Kaltluftbahn handeln. Über solche Bahnen wird das angrenzende Viertel und wird auch die Innenstadt mit frischer Luft versorgt. Es wäre eventuell töricht, Kaltluftbahnen mit Bauwerken zuzustellen.
Wer kennt das nicht: im Sommer „steht“ die Luft in der Stadt, tags und nachts bewegt sich im Talkessel kein Lüftchen, das kann dauern. Einige Aachener Stadtteile sind nämlich stadtklimatisch durch einen flächenhaft ungünstigen Luftaustausch gekennzeichnet. „Den zahlreichen Kaltluftschneisen, die stadtplanerisch möglichst frei von Bebauung bleiben sollen, kommt daher eine wichtige Bedeutung für das Stadtklima zu“, so bei Wikipedia nachzulesen.
Und weiter: Die Talkessellage der Aachener Innenstadt, der dortige starke Verkehr und die fortschreitende Bebauung von Freiflächen „wirken sich negativ auf die Lufthygiene aus“. Es drohen eine Zunahme von Allergien, Atemwegsinfekten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein Anstieg der Sterblichkeit. Besonders betroffen sind vorgeschädigte Personen z. B. mit Asthma sowie Kinder und Jugendliche.
Dieses private Bauprojekt würde, sollte es realisiert werden, Einfluss auf die Aufheizung der Stadt haben. Ist eigentlich eine Bürgerbeteiligung geplant, bzw. ist diese bei dem Projekt überhaupt erforderlich? Es wurde schon ein Gutachten erstellt, das die Versorgung mit Frischluft zum Thema hat. Was steht da drin, wird das noch veröffentlicht?
Insgesamt hatte man in Aachen die Ansicht vertreten, dass Schrebergärten von ökologischem Wert für die Stadt sind und gefördert werden müssen. Diese Gärten (Mariabrunnstraße) gibt es nun nicht mehr (wie auch die Gärten der Anlage „Eifelbahn“ am Eisenbahnweg. Die Kleingartenanlage „Eifelbahn“ soll einem Gewerbegebiet weichen).

Wer Natur und insbesondere Bäume schützen will, kann sich in Aachen an den Baumschutzbund wenden. Man trifft sich dort einmal im Monat. Hier klicken.
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