Alemannia: Klubführung räumt Fehler ein

Die Alemannia-Spitze, also zumindest die Herren Eller und Moberz, versuchen, die Kuh vom Eis zu kriegen. Es hat viel Ärger gegeben, weil man sich mit Leuten freundschaftlich verbunden gezeigt hat, die Gewalt verherrlichten, krass frauenfeindliche Sprüche vom Stapel ließen („Frauen haben im Fußball nichts zu suchen“) und die sich mit rechtsradikalen Tattoos hervortaten. Noch dazu wurde die Polizei auf Aufklebern beschimpft und was nicht noch alles.

Damit ist jetzt Schluss. Das legt das Video nahe, das auf YouTube zu sehen ist. Sascha Eller und Marcel Moberz reden Tacheles.

Es ist eine ausführliche Stellungnahme von Alemannia Aachen, sinngemäß: Wir haben Fehler gemacht, wird haben uns nicht klar genug abgegrenzt. Wir waren blauäugig. Wir hätten entschiedener eingreifen müssen, das haben wir nicht getan.

Man stellt sich schützend vor Mika Hanraths (der für Chemo spendete). Das ist gut. „Das ist unsere Schuld“, so wird erklärt. Man soll nicht ihn beschimpfen sondern Eller und Moberz. Verbotene Tattoos seien nicht in Ordnung. usw.usw.usw.

Hier klicken.

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Sehr interessant auch dieser Bericht, dem man entnehmen kann, dass die Polizei verlangt hat, dass die erste Stellungnahme des Vereins aus dem Netz genommen wurde, weil sich nämlich die Polizei in der Stellungnahme der Alemannia falsch wiedergegeben sieht.

https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga3/polizei-bringt-alemannia-aachen-in-erklaerungsnot,alemannia-aachen-rechtsextreme-fans-100.html

Man blickt bald nicht mehr durch, insbesondere, wenn man erst jetzt in das Debakel einsteigt und nicht mitbekommen hat, wie alles anfing. Insofern wäre es schön, damit Fans und Sponsoren sich wieder auf den Sport konzentrieren können, wenn jetzt wieder vom nächsten Spiel die Rede ist.

Am Samstag kommt der Spitzenreiter der 3. Liga, Erzgebirge Aue, nach Aachen. Und für die Zukunft: Es fehlt dem Verein ein erstklassiger, gestandener Pressesprecher mit passendem Moralkompass. Tipp: Vielleicht mal in den Sportredaktionen nachfragen, ob eine/r Lust hat, die Seite zu wechseln, bei Alemannia Öffentlichkeitsarbeit zu machen und zu helfen.

Für Fußball-Fans erklärt: Die Presse ist in der Gesellschaft, was der Schiedsrichter auf dem Platz ist. Wenn man anfängt, die Presse (den Schiedsrichter) zu beschimpfen, das endet nie gut. Und wem dieser Vergleich komisch vorkommt (sollte Witz sein), soll sich anhören, was Zeigler & Köster in ihrem Fußball-Podcast ab etwa Mitte über Alemannia und die Stadt Aachen sagen, Folge „Don’t look back on the 1. Spieltag with anger“.


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1 Response to Alemannia: Klubführung räumt Fehler ein

  1. Anonymous sagt:

    Sorry, „die Presse“ ist nicht „der Schiedsrichter“, das paßt nicht. Geht´s noch?

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