Fans stehen treu zu ihrer Alemannia und zu Trainer Heiner Backhaus

Wer wissen will, wie die Stimmung am Tivoli war, muss sich nur dieses Video anschauen. Es lohnt sich: https://www.youtube.com/watch?v=p-0YNkhxktE

Über 24.000 sollen es gewesen sein, die sich vergangenen Freitag das Spiel gegen Energie Cottbus angesehen haben.

Das Alemannia-Schiff ist zur Zeit in schweren Gewässern. Nicht sportlich, sportlich läuft es gerade gar nicht schlecht: Fast nie kommt es zu einer Niederlage, dafür zu vielen Unentschieden. Der Aufsteiger behauptet sich im Mittelfeld. 

Zuletzt gab es am vergangenen Freitag ein phänomenales Spiel gegen Liga-Spitzenreiter Cottbus. Besonderes die 2. Halbzeit war ein Erlebnis, kämpferisch das Beste, was man in der Liga zu sehen bekommt. Das Spiel ging 0:0 aus, aber man hatte immer den Eindruck: Gleich ist es soweit, gleich steht es 1:0 für Aachen. 

Energie Cottbus feierte Geburtstag, am 31. Januar 1966 wurde der Verein gegründet. Zur Feier des Tages gab es im Gäste-Block eine kleine Pyro-Vorführung. Die Aachener antworteten mit einer Choreo (im Netz vielfach abgebildet).

Probleme gibt es zur Zeit wegen eines schwerkriminellen Fans (Türsteher in der Antoniusstraße), der einen Mann fast totgeschlagen und -getreten haben soll, davon ein Gewaltvideo machte und u. a. an Trainer Heiner Backhaus verschickte, seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt und dem in wenigen Tagen (am 13. Februar) der Prozess gemacht wird. So einer kann einem echt das Lebenslicht auspusten. Hoffentlich gibt es für diesen Hooligan (38), der mal Anführer der früheren Hooligan-Gruppe Boxstaffel 520 war, nach der Haft noch Sicherheitsverwahrung. Allerdings: Mehrtägige Verhandlung vor dem Landgericht und Urteil abwarten.

Unterdessen hat die Alemannia alles, was ultrarechte Gewalttäter so an sich tragen, verboten.

Nicht gestattet und nicht erwünscht.
Der Rasen in Aachen (hier ist leider nur ein kleines Stück zu sehen) ist schwer und kaputt. Eine Katastrophe, wie der Trainer von Energie Cottbus in einer Pressekonferenz sagte. Es bestehe Verletzungsgefahr, so der Trainer sinngemäß, und man müsse sich wundern, dass die Spieler beider Mannschaften sich nicht weigern, auf diesem Boden zu spielen.


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