Bei einem Unfall auf der Oppenhoffallee ist am Mittwoch (2. April) ein Fahrradfahrer schwer verletzt worden. Tipp von AachenNews: Die Oppenhoffallee sollten Radler*innen unbedingt meiden, die parkenden Pkw dort sind ein Quell unglaublich gefährlicher Unfälle. Wer aber doch da langfahren muss, sollte immer in der Mitte der Straße fahren, ganz wie die Pkw.
Die Polizei teilt mit: Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann in Richtung Zollernstraße auf dem Fahrradschutzstreifen unterwegs, als der Fahrer eines geparkten Lieferwagens von innen die Fahrertüre öffnete. Der Fahrradfahrer (50) aus Aachen kollidierte mit der Tür und stürzte. Dabei verletzte er sich schwer. Lebensgefahr konnte erst später ausgeschlossen werden. (Der Unfallbereich war mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt.)
In diesem Zusammenhang weist die Polizei mal wieder auf die Gefahr des sogenannten „Dooring“ hin. Ein „Dooring“-Unfall ist ein Unfall, bei dem ein Radfahrer/eine Radfahrerin von einer geöffneten Tür eines Fahrzeugs erfasst wird. Für mehr Sicherheit könnte der sogenannte „holländische Griff“ sorgen, doch den kennen nicht alle, oder vergessen ihn, wenn sie in Eile sind.
Sofort: Weg mit dem Parkstreifen
Der ADFC ist anlässlich dieses neuen Dooring-Unfalls auf der Oppenhoffallee verständlicherweise auf der Palme. Die Radler*innen-Organisation warnte ja schon oft vor der gefährlichen Situation in der Oppenhoffallee.
Ben Jansen, in Aachen ADFC-Vorsitzender, wendet sich an die Straßenverkehrsbehörde: „Wie Sie sehen, passieren Dooring-Unfälle plötzlich und unregelmäßig, haben dann aber schwere Folgen. Wie von uns in vergangenen Gesprächen mehrfach betont, treten sie gerade dort auf, wo die vorgeschriebenen Sicherheitstrennstreifen fehlen.“
Außerdem wird die Polizei kritisiert: „Die ständige Missachtung des Überholverbots auf der Oppenhoffallee wird seitens der Polizei so gut wie gar nicht sanktioniert.“ Zur Erinnerung – auf der Oppenhoffallee ist es Autos verboten, Radfahrer zu überholen. Kaum ein Mensch hält sich dran.

Ben Jansen fordert im Namen des ADFC, eine sofortige Reaktion zur Umleitungsroute an der Oppenhoffallee im Zuge des Umbaus der Bismarckstraße. „Aus unserer Sicht ist für die Radvorrangroute Brand/Eilendorf die Führung über die Oppenhoffallee im Bestand absolut unzureichend. Aus diesem Grund sollte ein Parkstreifen entfernt und stattdessen eine Protected Bike Lane eingerichtet werden.“
Foto: AachenNews Archiv
Gerade vor dem Hintergrund des Baustarts der Maßnahme Bismarckstraße gibt es eine besondere Dringlichkeit. Ab Montag, 7. April, wird 3.000 Radler*innen täglich die gefährliche Umleitung über die Oppenhoffallee empfohlen. Keine gute Idee, findet der ADFC.
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