Was passiert eigentlich am 14. 9.?

Schock am 14. 9. in der Wahlkabine: Ihr müsst nicht ein, nicht zwei, nicht drei Kreuzchen machen. Ihr müsst fünf Kreuze machen, so ist es auf jeden Fall in Aachen.

Ihr bekommt an dem Tag genau 5 Zettel, und dürft auf jeden Zettel nur ein Kreuz machen. Das wird schwer, denn die Zettel sind voller Namen und Abkürzungen, da verliert man sofort den Überblick.

Wer Briefwahl macht, bekommt die 5 Stimmzettel mit der Post und kann sich zu Hause in Ruhe die Namen und Abkürzungen ansehen, tagelang überlegen.

Geht es ans Ankreuzen, dann erhebt sich eine Frage. Auf dem rosa Zettel steht „Bezirksvertretung“ wählen. Was zur Hölle ist eine Bezirksvertretung?

Bezirksvertretungen gibt es nur in Großstädten, Aachen hat davon 7 (sieben). Das sind: Aachen-Mitte, Laurensberg, Richterich, Haaren, Eilendorf, Brand und Kornelimüster/Walheim. Diese Stadtteile haben jeweils auch ihre (Mini)Parlamente, die kümmern sich nur um die Stadtteile.

Der Stadtrat (grüner Zettel) trifft Entscheidungen für die ganze Stadt. AachenNews.org hofft z. B., dass der Stadtrat sich für viele neue Wohnungen und gut ausgebaute Radwege in ganz Aachen einsetzt.

Wer steht noch zur Wahl? Sage und schreibe 11 (elf) Personen, die alle Oberbürgermeister*in werden wollen (gelber Zettel). Vorneweg Os Billa (Sibylle Keupen, Grüne), Michael Ziemons (CDU, ihm ist sein Z wichtig) und Michael Servos (SPD). Das sind die drei Personen mit den echten Chancen. Als beim Wahlforum der Aachener Zeitung das zahlreich erschienene Publikum – nach zwei Stunden munterer Kandidatenbefragung – angeben sollte, wer denn nun am meisten überzeugt hat, entschied sich eine große Mehrheit für Michael Servos. Eine Vorentscheidung?

Weiter gehts. Für euch wird auch im Parlament der StädteRegion gekämpft. StädteRegion, was war das jetzt wieder? Die StädteRegion – das sind Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Stolberg, Würselen sowie Simmerath und Roetgen. Und Aachen gehört natürlich auch dazu.

Mit dem grauen Zettel könnt ihr die Mitglieder von diesem Parlament wählen, das sich um die ganze StädteRegion kümmert. Und mit dem letzten Zettel (blau) auch dessen Chef, also den StädteRegionsrat. Das ist zur Zeit der Tim Grüttemeier (CDU). Aber Janine Köster (SPD) und Karin Schmitt-Promny (Grüne) meinen, sie könnten dessen Job viel besser machen.

Wer darf wählen?

Es gibt in Aachen etwa 186.000 Wahlberechtigte, davon sagen etwa die Hälfte: „Mir ist alles egal, ich bin mit allem einverstanden.“ Sie gehen am 14. 9. nicht ins Wahllokal bei sich zu Hause um die Ecke. Schade eigentlich. Wählen dürfen alle ab 16, die Deutsche oder EU-Bürger*innen sind und den Hauptwohnsitz in Aachen haben.

Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Liste aller 162 Wahllokale findet ihr hier aachen.de/wahlen. Nach 18 Uhr legen die Wahlhelfer los und zählen die Stimmen. Die Zahlen werden an die Leute im Krönungssaal weiterleitet, und noch am selben Abend steht fest, wer gewonnen hat und noch bis 2030 Oberbürgermeister*in von Aachen ist.

Im Krönungssaal ist an dem Abend immer viel los, da darf jede/r dabei sein. Bierchen und andere Getränke gibt es auch.

*

Viele versuchen, das Wesentliche zum Thema Wahlen zu erklären, z. B. die WAZ auf Instagram. Hier ein unkonventioneller Versuch.

Wer seine Standpunkte mit denen der Parteien vergleichen will, sollte hier klicken. Der Lokal-o-mat hilft, sich zu entscheiden.


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1 Response to Was passiert eigentlich am 14. 9.?

  1. Anonymous sagt:

    Für manche gibt es noch einen weiteren Stimmzettel für die Wahl zum Integrationsrat.

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