Neu im Stadtbild: Rot/weiße Sperren an jeder Ecke

Kommen Sie mal zum Weihnachtsmarkt, „der hat wirklich viel zu bieten“, so fordert Oberbürgermeister Ziemons in einem Video-Post bei Facebook die Aachener*innen auf. Wir haben das dieser Tage gern gemacht und sind dabei auf viele Sperren gestoßen, ohne die offenbar heutzutage ein derartiges Ereignis (über eine Million Besucher werden erwartet) nicht mehr auskommt. Für Sicherheit muss eben gesorgt werden.

Insbesondere Lkw sollen den Markt nicht mehr erreichen können. Diese Sperre steht am Wohngebäude des Aachener Bischofs, Ritter-Chorus-Straße.

Was man vorfindet, sind sogenannte Herner Truck Sperren (HTS). Sie stehen – immer bewacht von zwei Personen – z. B. in der Hartmannstraße, in der Schmiedstraße, Ursulinerstraße, Rethelstraße und natürlich am Holzgraben. Der Weihnachtsmarkt selbst hat wieder mehrere Standorte: u. a. Markt, Katschhof und Elisenbrunnen.

Die Sicherung ist insgesamt ein kostspieliges Unterfangen, allein die Kosten für den Personaleinsatz dürften in die Hunderttausende gehen. Das kann sich in diesem Jahr nicht mehr jede Stadt leisten.

Terrorsperren – selbst auf dem Bürgersteig. Hier: Hartmannstraße.

Wie eine Herner Truck Sperre funktioniert, das kann man hier sehen. Diese Sperren kamen auch zur Karlspreisverleihung auf die Straße. Jetzt geht es nicht darum, die Prominenz zu schützen, sondern mit Weihnachtszeug prallvolle 125 Buden sowie Einheimische und Touristen.

Der MAC als Veranstalter des Weihnachtsmarkt wird unterstützt von der Stadt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Stadtverwaltung treffen sich „mindestens einmal täglich“, so wurde mitgeteilt, um über die Sicherheit zu sprechen. Die Polizei macht stichprobenartig Taschenkontrollen, es gilt ein Messerverbot, die Einhaltung wird kontrolliert.

Direkt vor Weyers Kaatzer, Kleinmarschierstraße.
Nicht zu übersehen: Herner Truck Sperren auch am Elisenbrunnen. Das war vor 10 Jahren noch kein Thema, aber so ändern sich die Zeiten. Die Bestimmungen wurden verschärft, nachdem es 2016 in Berlin und 2024 in Magdeburg Anschläge gegeben hat.

Wer wissen will, wie sehr allein schon das Ansehen eines solchen Anschlags, also wenn man nur Zeugin/Zeuge ist und nicht mal verletzt, traumatisieren und das Leben verändern kann, muss sich mit der Reportage in der ZEIT befassen. Dort schildern Betroffene, wie es ihnen heute geht. Spoiler: schlecht.


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1 Response to Neu im Stadtbild: Rot/weiße Sperren an jeder Ecke

  1. Anonymous sagt:

    Fürchterliche Sache. Wenn mich der Weihnachtsmarkt nicht eh schon kaltlassen würde, würde ich jetzt nicht mehr hingehen. Fühlt sich an, als würde man auf ein Sperrgebiet gehen. Wundert mich fast, dass keine Soldaten im Flecktarn und MG im Anschlag hinter den Absperrungen stehen. Sehr Weihnachtlich

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