Jetzt geht’s los: Die einen werden Erzieher*innen, die anderen Polizist*innen

Sie alle haben sich für einen Job entschieden, der in den vergangenen Jahren immer größere Bedeutung bekommen hat: Erzieher*in oder Kinderpfleger*in in einer Kindertagesstätte. Foto: StadtAachen/Heike Lachmann

49 junge Menschen sind in Aachen als Nachwuchskräfte in den städtischen Kitas gestartet. Sie haben sich dafür entschieden, in den kommenden Jahren die Betreuung der Kleinen und Kleinsten von der Pike auf zu lernen und so wichtige frühkindliche Bildung zu vermitteln und zugleich die Familien zu entlasten.

André Kaldenbach, Leiter des städtischen Fachbereichs Kita und Kindertagespflege, hat dieser Tage die Nachwuchskräfte persönlich im Krönungssaal des Aachener Rathauses begrüßt.

Gestartet sind zehn PiA-Kinderpfleger*innen und 31 PiA-Erzieher*innen. PiA steht in diesem Fall für „Praxisintegrierte Ausbildung“ und bedeutet, dass die Kräfte von Beginn an auch schon in den Kindertagesstätten eingesetzt werden. Dabei sinkt der Stundenanteil des theoretischen Unterrichts an der Fachschule von Jahr zu Jahr, und die Praxisstunden mehr werden. Hinzu kommen noch acht sogenannte Berufspraktikant*innen, die den Weg über eine zweijährige Fachschulausbildung und über das einjährige Praktikum gewählt haben.

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Der 1. September ist jedes Jahr ein wichtiger Tag bei der Polizei NRW: Neue Mitarbeitende kommen, einige gehen, es gibt zahlreiche Ernennungen und Versetzungen.

Für sie alle beginnt die berufliche Laufbahn bei der Polizei. Foto: Polizei Aachen

Jüngst hat Aachens stellvertretender Polizeipräsident Andreas Bollenbach 231 junge Leute offiziell im Präsidium begrüßt. Sie wurden nach erfolgreichem Einstellungsverfahren zu Kommissaranwärterinnen und -anwärtern am Ausbildungsstandort Aachen ernannt. Nach ihrer Ernennung und einer anschließenden Orientierungswoche werden sie den ersten theoretischen Ausbildungsabschnitt an der Hochschule für Polizei und Verwaltung (HSPV) beginnen.

Ein Teil von ihnen wird bei der Polizei in Düren, Heinsberg oder im Rhein-Erft-Kreis sein Praktikum im Streifendienst oder in einem Kommissariat ableisten.

Neben den neuen Kommissaranwärterinnen und -anwärtern beginnen auch fünf Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter ihr Bachelorstudium bei der Polizei Aachen, zwei davon mit dem Schwerpunkt IT. Nach einem dreijährigen Studium mit Theorie- und Praxisinhalten werden sie ihren Dienst im Polizeipräsidium Aachen aufnehmen.

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„Open Bridge Day“ war ein voller Erfolg

Im Januar 2024 war Baubeginn, jetzt ist sie fertig: die neue Haarbachtalbrücke, die zur A544 gehört. Am Sonntag haben sich mehrere 10.000 Aachener*innen das neue Bauwerk mal aus der Nähe angesehen, es herrschte eine fröhliche Stimmung.

Es gab Speis und Trank und Eis für alle, einjeder genoss das Gefühl, einmal über die Autobahn spazieren zu dürfen.

Die neue Brücke ist breiter als die alte, die am 30. Januar 2024 gesprengt wurde. Auch dieser Vorgang hatte schon viele Zuschauer angelockt. Die Sprengung und die Baufortschritte konnte man gestern an einer Bilderwand nacherleben. Die Menschen kamen vom Europaplatz aus zu Fuß und auf Rädern, auf Rollern und im Rollstuhl, aber auch im Pkw und bevölkerten die Fahrbahn in Richtung Köln.

Eine Bilder-Stellwand rief die Baufortschritte in Erinnerung.

100 Jahre werde die Brücke nun halten, versprach einer der Facharbeiter. Die ausführende Firma war mit viel Personal vor Ort, alle neugierigen Fragen wurden beantwortet. Das nächste Brückenbauwerk, das die Männer in Angriff nehmen, sei „bestimmt 10 mal so groß wie diese Aachener Brücke“, erzählte einer. Es soll sich um ein Autobahnkreuz im Ruhrgebiet handeln.

Unter der Brücke (Maximalhöhe: 20 Meter) liegt ein Landschaftsschutzgebiet, das jetzt natürlich arg ramponiert aussieht. Das Haarbachtal ist kaum wiederzuerkennen. Man konnte zwar nur zu einer Seite von der Brücke runterschauen, doch das reichte.

Blick runter von der Brücke.
Blick in die Tiefe.

Auf der Brücke konnte man gestern Baufahrzeuge und einen Schneepflug besichtigen, auch Polizei und Feuerwehr gewährten Einblicke in ihre exzellent ausgestatteten Fahrzeuge. Das war bestimmt für alle, die da ununterbrochen Fragen von Kindern und Erwachsenen beantworten mussten ein anstrengender Tag in sengender Hitze.

Die Haarbachtalbrücke ist deutlich früher fertig geworden, als zunächst prognostiziert wurde. Am Montag, 8. September, gibt es noch eine offizielle Eröffnung mit Prominenz und dann kann am Abend der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen. Sehr zur Freude der Menschen im Ortsteil Haaren, die während der Bauzeit durch den Umleitungsverkehr erheblichen Störungen ausgesetzt waren.

Sehr schöne Fotos von den Massen, die die Brücke am Sonntag von 11 bis 16 Uhr bevölkerten gibt es hier.

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Unfall: Ein Auto knallt auf zwei Radfahrer

Am Dienstagnachmittag (2. September) kam es gegen 17.25 Uhr zu einem Verkehrsunfall in der Kreuzung Borngasse/Theaterstraße. Zahllose Menschen waren in der Theaterstraße unterwegs und wurden so Zeuge, wie ein Radfahrer regelrecht durch die Luft gewirbelt wurde. Die Polizei teilt mit: Zur Unfallzeit hätten ein Autofahrer (72) und ein Radfahrer (60) hintereinander an der roten Ampel gestanden, um – von der Borngasse aus kommend – in den Kreuzungsbereich zu fahren.

Vermutlich aufgrund eines medizinischen Notfalls“, so steht es im Polizeibericht, sei der Autofahrer plötzlich losgefahren und mit dem vor ihm befindlichen Fahrradfahrer zusammengestoßen. Der stürzte. Das Auto sei (auffallend schnell, wie Beobachter der Szene sagten) in den Kreuzungsbereich eingefahren, wo ein anderer Fahrradfahrer (49) gerade von rechts die Theaterstraße entlangfuhr. Es kam zum Zusammenstoß.

Der Fahrradfahrer (49) wurde auf die Motorhaube aufgeladen. Das Auto kam erst an der Häuserecke zum Stehen, das Fahrrad (ganz rechts im Bild) wurde gegen die Hauswand gedrückt. Foto: Polizei Aachen

Der 60-jährige Radfahrer aus Aachen wurde leicht verletzt. Der 49-jährige Radfahrer wurde schwer verletzt mit Schulterverletzungen und Schürfwunden ins Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer wurde ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Subjektiver Eindruck:

Viele Passanten sahen den Unfall und waren schockiert. Etliche tauschten sich aus und meinten, sie müssten nun Zeugenaussagen machen. Die Polizei fürchtete Gaffer und stellte für die Unfallaufnahme sicherheitshalber einen Sichtschutz auf. Soweit AachenNews beobachten konnte, zückten nur sehr, sehr wenige ihre Handys und fotografierten die Szene.

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Thema im Film: Die Stadt von morgen

Am kommenden Montag, 8. September, von 18 bis etwa 20.30 Uhr im Apollo Kino in Aachen, Pontstraße 141-149, Filmvorführung mit anschließenden Gesprächen. Es geht bei Green City Life um die Frage: „Wie gestalten wir unsere Stadt von morgen?“ 

Geboten wird eine hoffnungsvolle Inspiration in eine zukünftig lebendigere und grünere Stadt. Behandelt werden Themen von der Stadtbaumbegrünung, über Dach- und Fassadenbegrünung und Tiny Forests, urbane Landwirtschaft bis hin zur Verwertung von Bioabfällen.

Der Film verknüpft die Lösungen miteinander und bietet die Vision, wie die grüne Stadt von morgen aussehen könnte. Zusätzlich werden auch realutopische  Bildsequenzen von Aachen gezeigt und es gibt Gespräche mit Fachleuten zu obigen Themen. Weitere Infos über den Link unten.

Mehr Infos hier

Veranstalter ist das Netzwerk Nachhaltiges Aachen (NeNA). Das ist ein Netzwerk von etwa 41 Vereinen, Organisationen, Initiativen und Institutionen der Region. Alle sind im Bereich Umwelt- und Klima- und Naturschutz aktiv. Gemeinsam zeigt das Netzwerk die Filmreihe: „Global hingeschaut“.

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Die Krachparade braucht dich (jetzt mit UPDATE)

Das Oberverwaltungsgericht hat mittlerweile (am 04. 09.) entschieden: Die Krachparade darf nicht als Versammlung stattfinden. Nachdem Polizei und Verwaltungsgericht entschieden haben, dass die Parade nur ein Fun-Projekt sei, und sie nicht (mehr) als Versammlung anerkannt haben, folgt das Oberverwaltungsgericht in Münster dieser Einschätzung. Urteil hier.

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Vor der endgültigen Entscheidung:

Die Krachparade braucht rechtlichen Beistand, der nicht kostenlos ist. Es wird zu Spenden aufgerufen.

Die Parade war für Samstag, 6. September, fest eingeplant. Wagen sind gemietet, Musikanlagen desgleichen, 3500 Personen wurden erwartet. Dann verweigerten Polizei und danach ein Gericht der Parade die Anerkennung als Versammlung mit politischem Anliegen.

Eine Demonstration ist gewissermaßen eine Meinungsäußerung, hierzulande erlaubt/erwünscht und kann nur untersagt werden, wenn Gefahr im Verzug ist. In welcher Form eine Meinung geäußert oder eine Forderung erhoben wird, das ist nicht vorgeschrieben. Man kann tanzend, singend, schweigend, Sprüche skandierend demonstrieren, man kann zu Fuß, auf Fahrrädern, Skateboards, Rollschuhen, Skiern usw. demonstrieren. Eine jugendliche Subkultur, die darauf hinweisen will, dass es sie gibt, dass sie existiert, sollte von Polizei, Gerichten und einer Stadtgesellschaft insgesamt ernst genommen werden.

Die Veranstalter sind positiv gestimmt, dass man in der nächst höheren Rechtsinstanz das Urteil noch kippen kann und die Demo am Samstag doch noch stattfinden kann. Bei der Krachparade hat man allerdings jetzt das Problem, dass Gerichts- und Anwaltskosten anfallen, es wurde um Unterstützung gebeten. „Also bitte unterstützt die Krachparade und teilt das Crowdfunding“, so Marc Teuku von VOLT gegenüber AachenNews. Hier klicken.

Die Forderungen

Die Krachparade ist eine Demonstration mit viel Musik, die sich für kulturelle Vielfalt einsetzt. Es ist nicht bloß ein Fun-Projekt, obwohl es natürlich Spaß macht, bei der Parade mitzulaufen bzw. zu tanzen. Die Teilnehmer fordern Räume für ihre Subkultur, sie wünschen sich Anerkennung. Sie möchten leerstehende Flächen und Räume zwischennutzen ohne großen bürokratischen Aufwand betreiben zu müssen. Eine weitere Forderung: Kioske sollen sonntags wieder öffnen. Die Büdchenkultur soll erhalten werden, denn Sonntagskioske sind Stadtkultur. Sie demonstrieren sodann dafür, Nachtkultur zu ermöglichen (weg mit der Sperrstunde), konkret werden „sichere und freie Orte für eine lebendige Nachtkultur“ gefordert. Hier: Link zu den Forderungen.

Etwas Musik: Ava Fina, No money

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Starkes Signal – Fortsetzung der Mobilitätswende dringend erwünscht

2.000 sollen es gewesen sein, die am Samstag – auf Rädern – für die Mobilitätswende in Aachen demonstrierten. Langsam – fast ständig im Schritttempo – bewegte sich die gigantische Kolonne durch Aachen, gelangte vom Hauptbahnhof über 8 Kilometer zum Westpark und wurde von Passanten und aus den Häusern umfassend gefilmt, wie es schien.

Vor dem Hauptgebäude der RWTH. Foto: Uni.Urban.Mobil und VCD

Der britische DJ Dom Whiting war als besondere Attraktion angekündigt, sein Musikgeschmack war allerdings nicht ganz der Geschmack der Demo-Teilnehmer. Er fuhr auf seinem Lastenrad vorneweg. Darauf hatte er sein Mischpult montiert, mit dem er mit Drum and Bass für Stimmung sorgte.

„Wir sind überglücklich. Wir hatten zwar mit vielen Teilnehmenden gerechnet, diese Resonanz übertrifft aber bei Weitem unsere Erwartungen“, freute sich Joshua Noeske von Uni.Urban.Mobil (UUM). VCD und UUM haben die Demonstration im Rahmen der Kampagne „Aachen mach weiter“ organisiert.

Die Ziele

Sie forderten die konsequente Fortsetzung der Mobilitätswende. Dazu zählen die Beschleunigung und der Ausbau des ÖPNV, gute Fußwege, der lückenlose Ausbau des Radverkehrsnetzes nach Radentscheid und mehr Grün in der ganzen Stadt.

Die Diskussion um die Mobilitätswende werde „teilweise ziemlich verbissen geführt“, so wurde mitgeteilt. Dabei gehe das Ziel manchmal etwas unter: Aachen lebenswerter und grüner machen und mehr Miteinander in die Stadt bringen. Die Mobilitätswende biete dafür eine große Chance, denn eine konsequente Umsetzung erhöhe die Aufenthaltsqualität in der Stadt und sorgt für mehr soziale Gerechtigkeit.

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Aachen feiert und demonstriert

Ein Samstag im Leben einer kleinen Großstadt (Aachen): Es wird demonstriert, es wird gefeiert, es wird diskutiert, besonders über Fußball.

Zwischen Dom und Rathaus spielte sich (heute, Samstag) mal wieder das pralle Leben ab. Manche halten den Katschhof für ein tot aussehendes Areal, das dringend eine Belebung (z. B. mehr Gastronomie) erfahren müsste. Von wegen tot: Dort finden im Jahr rund 120 Veranstaltungen statt, soll es auf dem Katschhof zugehen wie auf dem Bahnhofsvorplatz? Bitte nochmal überlegen, ob Aachen das wirklich braucht, oder sich einen Platz gönnen kann, auf dem es manchmal richtig ruhig ist.

Es gab Taiko Trommeln, eine Hip-Hop Tanz-Performance und weitere Musikbeiträge.

Heute erlebte der Katschhof ein Festival der Vielfalt mit einer langen Tafel und Musik auf einer Bühne. Geworben wurde bei dem Festival für ein respektvolles Miteinander, für gelebte Vielfalt und für den guten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch die im Rat vertretenen Parteien waren dabei.

Wollen bei der Kommunalwahl am 14. September gewählt werden: die sympathischen Kandidaten von VOLT. Dazu etwas Musik: Happy Together
https://share.google/Z0y1Qqr5i6kEwlWXx

Nachdem schon die Krachparade per Gerichtsbeschluss nicht als „richtige“ Demonstration durchgeht, fragte man sich, ob eine Fahrraddemo nicht vielleicht neuerdings das gleiche Schicksal ereilt. Wenn ein paar Leute mal mit dem Rad ein bisschen durch die Stadt fahren, könnte das Gericht meinen – dann ist das eine Spazierfahrt und keine Demo.

Soweit kam es zum Glück nicht und wir wollen die Roben-tragende Zunft nicht auf Ideen bringen. Die Räder rollten heute für die Mobilitätswende. Der international bekannte britische Fahrrad-DJ Dom Whiting begleitete die Demo auf seinem Lastenrad mit Drum and Bass. Veranstalter waren der VCD Aachen-Düren und Uni.Urban.Mobil.

Das Netz ist vermutlich voll mit Bildern und Videos von der Rollenden Demo für die Mobilitätswende. Die Kolonne wurde von Zuschauern umfassend gefilmt. Hier ein Foto vom Start auf dem Vorplatz vom Bahnhof.

Zum Fußball: Aachen tritt am Sonntag, 31. August, ab 19.30 Uhr in Essen gegen Rot-Weiss Essen an.

Die Alemannia geht durch eine schwere Zeit. Von Trainer Backhaus im Stich gelassen (der kennt gar keine Moral mehr und nimmt Aachen auch noch einen erstklassigen Spieler weg), muss der Verein mit einem reduzierten Kader und vielen Verletzten klarkommen. Das wird sich alles im Laufe der Saison zurechtruckeln. Prognose: Am Ende landen wir wieder im Mittelfeld der Tabelle.

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Wie weit soll hier möbliert werden?

Ein Gastronom möchte in der kleinen Straße am Rand des Katschhof Tische und Stühle hinstellen. Quasi neben die Mülleimer. Ob das passt?

Immer mal wieder meinen Leute, auf den krass leeren Katschhof müsste dringend was drauf. Und wenn nicht auf den Platz, dann wenigstens an den Rand.

Ein leerer Platz ist für manch eine/n schwer erträglich. Wie auch zu Hause alle Räume mit Möbeln vollgestellt sind, so bitte auch die Stadt. Leere Plätze? Da müssen wenigstens Kübel mit Blumen, Tische und Stühle, Kunstwerke und so Sachen hin.

Kann man machen. Und Gastwirte muss man verstehen: Sie sehen die Chance, ein paar Euro umzusetzen, das ist ja ihre Natur. Es sind Menschen, die rechnen müssen. Und wenn innen nicht so viel Geld zu machen ist, dann vielleicht draußen.

So wird jetzt einem Gastwirt aus der Krämerstraße gestattet, zwischen Mäuerchen und Hauswand Tische und Stühle aufzustellen, nachdem die Stadtverwaltung das lange Zeit untersagt hatte. Mal sehen, wie das aussieht und mal sehen, ob das die erwarteten Mehreinnahmen bringt, so dass sich der Betrieb der winzigen Mini-Gaststätte in der Krämerstraße rentiert. Was aber den Katschhof insgesamt betrifft, die Fläche zwischen Dom und Rathaus (einer der schönsten Plätze Europas), so möchte man sich doch wünschen, dass er nicht weiter möbliert wird.

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Was passiert eigentlich am 14. 9.?

Schock am 14. 9. in der Wahlkabine: Ihr müsst nicht ein, nicht zwei, nicht drei Kreuzchen machen. Ihr müsst fünf Kreuze machen, so ist es auf jeden Fall in Aachen.

Ihr bekommt an dem Tag genau 5 Zettel, und dürft auf jeden Zettel nur ein Kreuz machen. Das wird schwer, denn die Zettel sind voller Namen und Abkürzungen, da verliert man sofort den Überblick.

Wer Briefwahl macht, bekommt die 5 Stimmzettel mit der Post und kann sich zu Hause in Ruhe die Namen und Abkürzungen ansehen, tagelang überlegen.

Geht es ans Ankreuzen, dann erhebt sich eine Frage. Auf dem rosa Zettel steht „Bezirksvertretung“ wählen. Was zur Hölle ist eine Bezirksvertretung?

Bezirksvertretungen gibt es nur in Großstädten, Aachen hat davon 7 (sieben). Das sind: Aachen-Mitte, Laurensberg, Richterich, Haaren, Eilendorf, Brand und Kornelimüster/Walheim. Diese Stadtteile haben jeweils auch ihre (Mini)Parlamente, die kümmern sich nur um die Stadtteile.

Der Stadtrat (grüner Zettel) trifft Entscheidungen für die ganze Stadt. AachenNews.org hofft z. B., dass der Stadtrat sich für viele neue Wohnungen und gut ausgebaute Radwege in ganz Aachen einsetzt.

Wer steht noch zur Wahl? Sage und schreibe 11 (elf) Personen, die alle Oberbürgermeister*in werden wollen (gelber Zettel). Vorneweg Os Billa (Sibylle Keupen, Grüne), Michael Ziemons (CDU, ihm ist sein Z wichtig) und Michael Servos (SPD). Das sind die drei Personen mit den echten Chancen. Als beim Wahlforum der Aachener Zeitung das zahlreich erschienene Publikum – nach zwei Stunden munterer Kandidatenbefragung – angeben sollte, wer denn nun am meisten überzeugt hat, entschied sich eine große Mehrheit für Michael Servos. Eine Vorentscheidung?

Weiter gehts. Für euch wird auch im Parlament der StädteRegion gekämpft. StädteRegion, was war das jetzt wieder? Die StädteRegion – das sind Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Stolberg, Würselen sowie Simmerath und Roetgen. Und Aachen gehört natürlich auch dazu.

Mit dem grauen Zettel könnt ihr die Mitglieder von diesem Parlament wählen, das sich um die ganze StädteRegion kümmert. Und mit dem letzten Zettel (blau) auch dessen Chef, also den StädteRegionsrat. Das ist zur Zeit der Tim Grüttemeier (CDU). Aber Janine Köster (SPD) und Karin Schmitt-Promny (Grüne) meinen, sie könnten dessen Job viel besser machen.

Wer darf wählen?

Es gibt in Aachen etwa 186.000 Wahlberechtigte, davon sagen etwa die Hälfte: „Mir ist alles egal, ich bin mit allem einverstanden.“ Sie gehen am 14. 9. nicht ins Wahllokal bei sich zu Hause um die Ecke. Schade eigentlich. Wählen dürfen alle ab 16, die Deutsche oder EU-Bürger*innen sind und den Hauptwohnsitz in Aachen haben.

Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Liste aller 162 Wahllokale findet ihr hier aachen.de/wahlen. Nach 18 Uhr legen die Wahlhelfer los und zählen die Stimmen. Die Zahlen werden an die Leute im Krönungssaal weiterleitet, und noch am selben Abend steht fest, wer gewonnen hat und noch bis 2030 Oberbürgermeister*in von Aachen ist.

Im Krönungssaal ist an dem Abend immer viel los, da darf jede/r dabei sein. Bierchen und andere Getränke gibt es auch.

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Viele versuchen, das Wesentliche zum Thema Wahlen zu erklären, z. B. die WAZ auf Instagram. Hier ein unkonventioneller Versuch.

Wer seine Standpunkte mit denen der Parteien vergleichen will, sollte hier klicken. Der Lokal-o-mat hilft, sich zu entscheiden.

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Verwaltungsgericht: Aus für Krachparade

Schwerer Schlag gegen eine Form der Meinungsäußerung, die hauptsächlich von jungen Menschen und einer Kulturszene in Aachen genutzt wird, jedenfalls bisher seit 2019 jedes Jahr. Unfassbar.

Die Krachparade Aachen ist keine Versammlung. Das meint jedenfalls das Verwaltungsgericht Aachen in seinem Beschluss vom 26. August 2025. Die Krachparade sei keine Versammlung, die unter dem Schutz des Grundgesetzes steht. (Aktenzeichen 6 L 722/25)

Damit kann die Demo für kulturelle Freiräume nicht wie bislang stattfinden. Erwartet wurden etwa 3500 Personen, die mit zahlreichen Lautsprecherwagen etwa 10 Kilometer durch Aachen ziehen. Abschlußveranstaltung vor dem Tivoli. Die Parade war dieses Jahr eigentlich für den 6. September geplant.

Foto: AachenNews Archiv

Die Polizei hatte im Vorfeld gemeint, die Parade sei vom Versammlungsrecht nicht betroffen. Es sei hauptsächlich eine Art Tanz- und Spaßveranstaltung. Die Veranstalter hatten sofort gegen die Einschätzung der Polizei geklagt. Vor-Bericht dazu: hier.

s. dazu Justizportal

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