Wie jedes Jahr: Stadt spricht wieder ein Böllerverbot aus. Wo wird bestimmt trotzdem geböllert? In Aachen.

Alle Jahre wieder . . . spricht die Stadtverwaltung ein Feuerwerksverbot aus. Das soll an Silvester gelten, nur: Es hält sich nie jemand dran. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt. Prognose: Klappt nicht.

Da hatte man gedacht, die „Verbotspartei“ hat im Rathaus die Mehrheit verloren und es sitzt keine Grüne mehr im Chefsessel vom Rathaus, da macht die CDU einfach weiter mit Verbotspolitik. Foto: AachenNews Archiv

Der alte Brauch, das neue Jahr mit Donnerschlägen und Leuchtgeschossen zu begrüßen ist nicht totzukriegen. Über 50 Organisationen haben sich bundesweit zusammengetan, um der Silvesterknallerei ein Ende zu bereiten. Man wendet sich an die Innenminister-Konferenz. Motto: „Böller Ciao“.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von den Innenminister*innen der Länder sowie vom Bundesinnenminister ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller und -raketen. Die Niederlande hätten bereits erkannt, dass die verheerenden Folgen von privatem Silvesterfeuerwerk „nur durch ein flächendeckendes Verbot gestoppt werden könnten,“ so wurde mitgeteilt. Innenminister Alexander Dobrindt weigere sich jedoch, Konsequenzen zu ziehen.

Silvester, das bedeutet leider auch: Einsatzkräfte werden mit Raketen attackiert, Millionen Haus-, Nutz- und Wildtiere geraten in panische Angst, und an keinem Tag des Jahres ist die Luft so stark mit Feinstaub belastet wie in der Silvesternacht. Hinzu kommt, dass sich an Böllern viele schwer verletzen.

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt in Aachen ab dem 31. Dezember 2025 um 0 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Nicht mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem angezeigten Bereich (s. unten) ab dem 31. Dezember 2025  um 18 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist hier:  aachen.de/ohnefeuerwerk

Zusätzlich weist die Stadt Aachen darauf hin, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen grundsätzlich verboten ist. Dies gilt auch für alle Bereiche außerhalb des Grabenrings. Somit dürfen zum Beispiel in Kornelimünster oder Burtscheid auch nur eingeschränkt Feuerwerkskörper gezündet werden. 

Das Verbot betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz. Foto: Stadt Aachen

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Regionale Wirtschaft und Politik planen den Wiederaufbau der Ukraine

Seit rund 46 Monaten tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Dennoch bereiten viele Menschen bereits den Wiederaufbau des Landes vor und planen künftige Projekte zur Infrastruktur, Energieversorgung oder für neue Technologielösungen. Welche Chancen ergeben sich dabei für Unternehmen aus der Region Aachen? Wie lassen sich Risiken absichern? Und welche Rolle spielen bestehende Partnerschaften zwischen der Region Aachen und der Ukraine?

Antworten auf diese Fragen gibt eine gemeinsame Informations- und Networking-Veranstaltung der Stadt Aachen, StädteRegion Aachen und Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen am Dienstag, 9. Dezember, von 16 bis 19 Uhr im Centre Charlemagne.

Unter dem Titel „Zukunftsperspektive Ukraine – Erste Schritte zur Marktsondierung“ werden Unternehmer*innen Möglichkeiten aufgezeigt, in der Ukraine aktiv zu werden. Reiner Perau, Geschäftsführer der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer in Kiew, gibt aktuelle Einblicke in die Lage vor Ort und zeigt wirtschaftliche Perspektiven auf. Mit seiner fundierten Kenntnis des ukrainischen Marktes und als direkter Ansprechpartner für deutsche Firmen vor Ort wird er aus erster Hand berichten, welche Branchen in der Ukraine besonders gefragt sind, welche Rahmenbedingungen aktuell vorherrschen und wo konkrete Einstiegsmöglichkeiten bestehen. Im Anschluss stellt Matthias Koster, Manager der Unternehmensberatung PwC, die derzeitigen Investitionsgarantien des Bundes vor und erläutert deren praktische Anwendung anhand erster Projekte in der Ukraine.

„Der Wiederaufbau der Ukraine bietet erhebliche Potenziale für Unternehmen aus unserer Region“, ist Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, überzeugt. „Wir unterstützen deshalb unsere Mitglieder mit fundierter Beratung und dem starken Netzwerk der Auslandshandelskammern. Diese Veranstaltung ist der ideale Ausgangspunkt für eine erste Marktsondierung.“

Die Veranstaltung baut auf den bestehenden Partnerschaften der Region mit der Ukraine auf: Die Stadt Aachen ist seit Jahren mit der Stadt Chernihiv verbunden, die Städteregion pflegt eine Partnerschaft mit dem Kreis Lwiw. „Die Partnerschaft zwischen Aachen und Chernihiv ist mehr als ein Beispiel für Solidarität: Wir wollen den Menschen und Unternehmen aktiv dabei helfen, die Herausforderungen des Wiederaufbaus zu bewältigen“, sagt Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir Unternehmen aus unserer Region ermutigen, wirtschaftliche Brücken in die Ukraine zu schlagen und damit einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und zu nachhaltigen Perspektiven für die Menschen vor Ort zu leisten.“

Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier unterstreicht die Bedeutung wirtschaftlicher Zusammenarbeit: „Die Partnerschaft mit dem Landkreis Lwiw in der Ukraine umfasst nicht nur karitative Unterstützung. Das Ziel besteht darin, einen Beitrag zum Wiederaufbau, zur Stabilisierung und zu den wirtschaftlichen Zukunftspotenzialen eines souveränen Landes zu leisten und Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen.“

Die Informations- und Networking-Veranstaltung richtet sich an Unternehmen aller Branchen, die sich über Marktchancen in der Ukraine informieren und erste Kontakte knüpfen möchten. Nach den Fachvorträgen besteht die Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten und Vertretern der ukrainischen Partnerregionen. Eine kostenfreie Anmeldung ist ab sofort über die Website der Stadt Aachen unter Zukunftsperspektive Ukraine | Beteiligung NRW Stadt Aachen möglich.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Neu am Büchel: Feine Bettwäsche und mehr

Aachens Geschäftswelt ist um eine Attraktion reicher: In der Innenstadt hat das Unternehmen „N&K Bielefelder Wäsche“ neue Räume bezogen. Wo zuvor „Harris & Schirp“ luxuriöse Mode für Damen verkauften, geht jetzt hochwertige Bettwäsche über die Theke. Es gibt außerdem Handtücher (u. a. aus Biobaumwolle) und Schlafanzüge, die man am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte (selbst erlebt). 

Am Büchel gibt es neuerdings Bettwäsche in besonderer Qualität und in ganz wunderbaren Designs und Farben.

Das Unternehmen war am Kapuzinergraben ansässig, es ist erst kürzlich zum Büchel umgezogen. Nordmeyer & Kortmann in Bielefeld, das war 1862 eine typische Aussteuerfirma. In Aachen kann man die Textilen für Bett, Tisch und Bad seit mehr als 60 Jahren kaufen, übrigens auch online https://nk-bielefelderwaesche.de/

Superweich, aufwendig gewebt und auch nach jahrzehntelangem Gebrauch noch wie neu: Wer läge nicht gerne gelegentlich in Mako-Satin und 100 Prozent Baumwolle? Warnung: So viel Luxus hat seinen Preis. Wenn man allerdings die Langlebigkeit der Teile bedenkt, kommt man ins Grübeln. – Während nun am Büchel kein Leerstand zu beklagen ist, sieht es in der Adalbertstraße anders aus.

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Gut 50 Jahre war es in Aachen in der Adalbertstraße zu finden: das Schuhhaus Kämpgen. Dort arbeitet jetzt alles auf die Schließung hin. Grellrot beklebte Schaufensterscheiben machen klar: Dort ist vielleicht noch ein Schnäppchen drin und dann gar nichts mehr. Ein großer Laden auf 2 Etagen steht bald leer.

Schon wieder ein Aachener Schuhgeschäft: Räumungsverkauf.

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Nächste Info aus Aachens Geschäftswelt: Intersport Plum – bekannt aus Roetgen – übernimmt zum 1. Dezember alle sechs Standorte des Aachener Sporthaus Drucks. Das teilte das Unternehmen mit. Drucks und Plum gehören beide zum Sportfachhandelsverbund der Intersport Deutschland eG.

Ändern wird sich für die Kundschaft so gut wie nichts: Das gewohnte Sortiment bleibt erhalten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze.

Drucks in Aachen: Dort gibt es von Outdoor über Running und Fitness bis zu Teamsport, Bademode, Ski alles was Sportler*innen brauchen.

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Schön präsentiert: der Karlspreis und seine Geschichte

Genau das hat in Aachen gefehlt: Eine Ausstellung, ganzjährig geöffnet und kostenlos einsehbar, die einem – durchaus unterhaltsam – den Karlspreis erklärt. Wer waren die Karlspreisträger und die sehr wenigen Karlspreisträgerinnen? Wofür wurden sie ausgezeichnet und was soll das alles überhaupt?

Im Grashaus gibt es jetzt eine multimediale Dauerausstellung, die sich mit Geschichte, Bedeutung und den Preisträger*innen des Karlspreises befasst.

In einem der ältesten Gebäude Aachens, im sogenannten Grashaus und dort in einem wunderbaren Raum, findet man jetzt jede Menge Infos zum Internationalen Karlspreis. Der feiert seit 75 Jahren immer im Mai die Einheit Europas. Aber mit dem Karlspreis feiert sich auch Aachen selbst – einmal im Jahr kommt die Stadt Karls des Großen in der politischen Sphäre ganz groß raus.

Mit seinen 65 Quadratmetern ist der Ausstellungsraum nicht gerade groß und entsprechend vollgepackt. Mit dem alten Parkettboden und dem in freundlichen Farben ausgemalten Gewölbe hat der Raum etwas Feierliches. Früher befand sich dort das Stadtarchiv.

Man sieht in der Ausstellung die große, golden glänzende Medaille am schwarzgelben Band und die rote Urkunde – mal aus der Nähe. Dazu Bilder von fröhlichen Menschen und Preisträgern im Rathaus und auf dem Katschhof. Und: Man darf auch selbst einen Preisträger/Preisträgerin vorschlagen, wie wäre es mal mit einem Künstler oder einem Sportler? Der britische Musiker, Sänger und Songwriter Mick Jagger zum Beispiel hat auf seine Art mit seiner Kunst die Menschen Europas ja ebenfalls vereint.

Das Dokumentationszentrum im Grashaus, Fischmarkt 3, ist geöffnet: donnerstags und freitags von 12 bis 17 Uhr, samstags und sonntag von 11 bis 16 Uhr, Infos: www.karlspreis.de/de/der-karlspreis/ausstellung.

Noch mehr Infos über das neue Dokumentationszentrum: hier zu finden

Ein beliebter Podcast informiert auf unterhaltsame Weise über Karl den Großen

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Neu im Stadtbild: Rot/weiße Sperren an jeder Ecke

Kommen Sie mal zum Weihnachtsmarkt, „der hat wirklich viel zu bieten“, so fordert Oberbürgermeister Ziemons in einem Video-Post bei Facebook die Aachener*innen auf. Wir haben das dieser Tage gern gemacht und sind dabei auf viele Sperren gestoßen, ohne die offenbar heutzutage ein derartiges Ereignis (über eine Million Besucher werden erwartet) nicht mehr auskommt. Für Sicherheit muss eben gesorgt werden.

Insbesondere Lkw sollen den Markt nicht mehr erreichen können. Diese Sperre steht am Wohngebäude des Aachener Bischofs, Ritter-Chorus-Straße.

Was man vorfindet, sind sogenannte Herner Truck Sperren (HTS). Sie stehen – immer bewacht von zwei Personen – z. B. in der Hartmannstraße, in der Schmiedstraße, Ursulinerstraße, Rethelstraße und natürlich am Holzgraben. Der Weihnachtsmarkt selbst hat wieder mehrere Standorte: u. a. Markt, Katschhof und Elisenbrunnen.

Die Sicherung ist insgesamt ein kostspieliges Unterfangen, allein die Kosten für den Personaleinsatz dürften in die Hunderttausende gehen. Das kann sich in diesem Jahr nicht mehr jede Stadt leisten.

Terrorsperren – selbst auf dem Bürgersteig. Hier: Hartmannstraße.

Wie eine Herner Truck Sperre funktioniert, das kann man hier sehen. Diese Sperren kamen auch zur Karlspreisverleihung auf die Straße. Jetzt geht es nicht darum, die Prominenz zu schützen, sondern mit Weihnachtszeug prallvolle 125 Buden sowie Einheimische und Touristen.

Der MAC als Veranstalter des Weihnachtsmarkt wird unterstützt von der Stadt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Stadtverwaltung treffen sich „mindestens einmal täglich“, so wurde mitgeteilt, um über die Sicherheit zu sprechen. Die Polizei macht stichprobenartig Taschenkontrollen, es gilt ein Messerverbot, die Einhaltung wird kontrolliert.

Direkt vor Weyers Kaatzer, Kleinmarschierstraße.
Nicht zu übersehen: Herner Truck Sperren auch am Elisenbrunnen. Das war vor 10 Jahren noch kein Thema, aber so ändern sich die Zeiten. Die Bestimmungen wurden verschärft, nachdem es 2016 in Berlin und 2024 in Magdeburg Anschläge gegeben hat.

Wer wissen will, wie sehr allein schon das Ansehen eines solchen Anschlags, also wenn man nur Zeugin/Zeuge ist und nicht mal verletzt, traumatisieren und das Leben verändern kann, muss sich mit der Reportage in der ZEIT befassen. Dort schildern Betroffene, wie es ihnen heute geht. Spoiler: schlecht.

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Bunker bekommt eine grüne Fassade. Freitag wird gefeiert.

Der Bunker Zeppelinstraße ist keine Schönheit. Und doch ist er im Laufe der vergangenen Monate zu einer Attraktion geworden. Anwohner*innen und Mitarbeiter*innen mehrerer Abteilungen der Aachener Stadtverwaltung haben sich ins Zeug gelegt: Der Bunker hat an einer Seite ein meterhohes Wandbild bekommen und an der anderen eine Platzgestaltung mit viel Grün, das an der Bunkerwand hochwachsen darf.

Rechts die Bunkerwand (90 cm Wandstärke). Endlich mal eine Wand, die durch Bewuchs sicher keinen Schaden nimmt. Wilder Wein und Kletterhortensie werden sich hier – wenn alles gut geht – mit ihren Haftfüßchen festklammern. Foto: Stadt Aachen/Antonia Knop

Der neue Platz hat einen Stromanschluss, Licht (dank der Unterstützung des Fördervereins Lichtprojekt Aachen) und Bänke, hier kann man sich treffen und feiern. Letzteres geschieht am kommenden Freitag, 28. November, ab 15 Uhr. Der neue Oberbürgermeister Michael Ziemons hat sein Kommen zugesagt. Es gibt ein kleines Programm sowie Waffeln und Kinderpunsch.

Vor nicht allzu langer Zeit gab es auf dem Platz nur Flaschencontainer und bergeweise das, was sich um solche Container herum ansammelt: wilder Müll. Dann begann ein Stadtentwicklungsprozess in Forst, und die Anwohner konnten Wünsche äußern, damit ihr Stadtteil attraktiver und lebenswerter wird. Gesagt getan – bzw. viel in den letzten zwei Jahren auf den Weg gebracht. Zuletzt die Aufwertung des Bunkerumfeldes, die die Vertreter der Stadtverwaltung jetzt der Presse vorstellten.

Zur Erinnerung: Forst umfasst das Aachener Stadtgebiet von Rothe Erde bis einschließlich Driescher Hof, dort wohnen gut 22.000 Menschen, so viele wie in Laurensberg. Forst gehört zu Aachen-Mitte, es sind im Grunde sechs sehr unterschiedliche Quartiere. Der Stadtteil wird dominiert durch die Trierer Straße, er wird als eine Art Transit-Bereich zwischen Brand und der Stadtmitte empfunden. Keines der sechs Quartiere hat eine funktionierende Mitte. Die sollen in den nächsten Jahren entwickelt werden.

Die Gestaltung des Bunkers sei ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel zwischen Bürgerschaft und Verwaltung, ziehen Frauke Burgdorff und Heiko Thomas von der Stadtverwaltung eine positive Bilanz. Sie nehmen das gelungene Projekt zugleich als Auftrag mit, dass die Stadt in Forst am Ball bleibt.

Rund 560 Pflanzen und 15 verschiedene Pflanzenarten wurden gepflanzt. Es handelt sich um bodengebundene Selbstklimmer (Kletterhortensie und Wilder Wein) für die Fassadenbegrünung sowie bodendeckende Stauden am Fuß der Kletterpflanzen und sogenannte Solitärgehölze (Kupfer-Felsenbirne, Schneeball, Blutpflaume) und Staudenbepflanzung im Hochbeet (unter anderem Salbei, Sonnenhut und Herbst-Anemone).

Derzeit arbeitet die Verwaltung daran, im kommenden Jahr bei Landesbehörden Städtebaufördermittel für Forst zu beantragen. Frauke Burgdorff weiß: „Städtebauförderung ist ein wirksamer, aber langwieriger Prozess. Von der Idee bis zur Umsetzung braucht es einen langen Atem.“

Weitere Infos: www.aachen.de/zukunft-forst

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Im Stadion: Gedenken und Protest

Das Spiel gegen SSV Jahn Regensburg ging leider verloren, aber es gab gestern trotzdem einen Höhepunkt. Wir erlebten ein Gedenken, das einen nicht bereuen lässt, bei so einem Verein Mitglied geworden zu sein. Fans von Alemannia Aachen gedachten der Alemannen jüdischen Glaubens, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. Dies geschah anläßlich des ersten Heimspiels nach dem 9. November, dem Tag der Reichspogromnacht.

Auf großen Transparenten konnte man die Namen von fünf Alemannia-Spielern lesen, die in der NS-Zeit umgebracht wurden. Die Kurve hatte sich dunkel eingefärbt. Stadionsprecher Robert Moonen verlas sieben Namen und mit bewegenden Worten eine Distanzierung von Hass, Rassismus und Diskriminierung.

Dagobert Pintus und die Spieler und Fans von Alemannia, die ermordet wurden: Ihr und euer schreckliches Schicksal seid nicht vergessen.

Der Club äußerte sich auf seiner Seite in der Vergangenheit u.a. wie folgt: „Zu den wichtigsten und bekanntesten Spielern der Alemannia gehörte bis 1933 Max Salomon, der 1924 als 18-Jähriger den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hatte. Fast ein Jahrzehnt gehörte er zu den herausragenden Spielerpersönlichkeiten der Schwarz-Gelben.“

Neben ihm sind vier weitere Alemannia-Mitglieder bekannt, die im Holocaust ermordet wurden: Erich AndréJosef KeuschFritz Moses und Max Salomons Bruder Robert.

Akustischer Boykott

21.257 Zuschauer*innen besuchten das Spiel. Sie waren nach dem Anstoß zunächst ziemlich leise – aus Protest gegen anstehende Beschlüsse der Innenminister aller Bundesländer, die für eine KI-Überwachung in den Stadien plädieren. Außerdem will die Politik personalisierte Eintrittskarten einführen (kein Mensch weiß, wie das realisiert werden soll) und mehr Stadionverbote (quasi auf Verdacht) durchsetzen. Ziemlich drastisch.

Tatsächlich wollen sie vermutlich die vielköpfigen und teuren Polizeieinsätze einsparen/reduzieren. Es geht um Geld, nicht in erster Linie um Sicherheit von Fans, die sich im übrigen gar nicht bedroht fühlen, wie schon bei der Demonstration in Leibzig (mit Aachener Beteiligung) mitgeteilt wurde.

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Spaziergang im Hohen Venn

Foto: Henning Brinkmann

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Die einen fällen die Bäume, die anderen fordern zur vierten Baumpflanzaktion auf

Die einen fällen mal eben hunderte Bäume, weil eine kleine Autobahnbrücke abgerissen und neu gebaut werden muss, die anderen rufen quasi gleichzeitig die Bürgerinnen und Bürger zu Baumpflanzaktionen auf. Man fragt sich, in welchem Tollhaus das alles – quasi gleichzeitig – stattfindet.

Ein kleiner Teil all der Bäume, die bei Lichtenbusch gefällt wurden. Warum? Für die Zeit der Bauarbeiten an der Brücke muss eine Behelfsbrücke errichten werden. Die braucht Platz.

Ungeachtet der Rodungen – ein Umwelt-Skandal, der bisher nicht mal die Grünen bekümmerte – bietet das Gemeindeforstamt Aachen auch in diesem Jahr wieder einen Termin für eine Baumpflanzaktion an: Am Samstag, 29. November, von 9 bis 14 Uhr, findet im Stadtwald die vierte derartige Aktion statt. Angesichts der Fällungen in Lichtenbusch sind die Leute bestimmt hochmotiviert (Ironie aus).

In den letzten Jahren wurde der Aachener Wald durch Trockenheit, Klimawandel, Schäden durch Borkenkäfer oder Stürme stark in Mitleidenschaft gezogen. Überflüssig erscheinende Fällungen nicht mitgerechnet. Zum Aufbau eines für die Zukunft besser angepassteren Walds werden Laubbäume gepflanzt, und zwar auf Freiflächen und auch unter älteren Fichten und Kiefern. „Dies verspricht einen nahtlosen Übergang in die nächste Waldgeneration“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Bei der Aktion am 29. November haben Bürger*innen die Möglichkeit, „Bäume gegen eine Spende von 10 Euro pro Baum für den Aachener Wald selbst zu pflanzen“. Dieser Betrag diene, so wird mitgeteilt, der Pflanzenbeschaffung und der anschließenden Pflege. Grundsätzlich würden ausschließlich Pflanzen aus kontrollierter Herkunft und speziellen Forstbaumschulen im Aachener Wald verwendet.

Die Pflanzung wird vom Forstpersonal der Stadt Aachen begleitet und findet im Stadtwald/Revier Grüne Eiche statt. Es stehen noch Plätze in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Wer mitmachen möchte, sollte sich bis spätestens Mittwoch, 26. November, per Mail unter nick.vondenhoff@mail.aachen.de anmelden. Die Mail sollte eine Ansprechperson, die Personenanzahl, die Anzahl der Baumspenden sowie eine Telefonnummer enthalten.

Hier mehr über die Rodung, über die bisher AachenNews exklusiv berichtete.

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Quartierspark Kronenberg: Eure Ideen sind gefragt und sollen realisiert werden

Der Quartierspark am Kronenberg verfügt über weitläufige Grünflächen und Spiel- und Sportflächen. Da gibt es an verschiedenen Stellen „Handlungsbedarf“, das haben Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung festgestellt. Der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen lädt nun dazu ein, dass ihr eure Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen für ein Entwicklungskonzept und eine Überplanung einbringt.

Dazu findet ein Workshop statt: am Montag, 24. November, um 17 Uhr im Begegnungszentrum St. Hubertus am Kronenberg 127. Da hinzugehen, das lohnt sich, denn seine eigene Umgebung mitplanen und -gestalten zu können, das macht mehr Spaß, als man zunächst denkt.

Alle, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, können ihre Hinweise und Anregungen dem Fachbereich per Mail zuschicken: gruenplanung@mail.aachen.de. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein eigenes Treffen zum Mitmachen am Mittwoch, 26. November, um 15 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum St. Hubertus an der Händelstraße 6. 

Vom 27. November an können Kinder, Jugendliche und Erwachsene an einer Online-Umfrage zum Quartierspark Kronenberg über das Beteiligungsportal NRW teilnehmen. Das Beteiligungsportal ist über folgende Adresse erreichbar: hier klicken

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