Heute (07. 06.) lohnte sich ein Besuch der Aachener Innenstadt: Dort wurde die große Vielfalt des Lebens gefeiert. Die Stadt war bunt und ist es gerade noch. Die Szene der queeren und queerfreundlichen Menschen beherrscht am Aachener Christopher Street Day (CSD) das Bild rund um Dom und Rathaus.
Die Diversität wurde mit viel Musik gefeiert, man tauschte sich aus, tanzte und demonstrierte für mehr Toleranz und Teilhabechancen.
Mehrere tausend Personen zogen vom Bahnhof aus durch die Stadt. Von Regen und Sturm ließ sich niemand abschrecken.
Das Motto lautete in diesem Jahr „Nie wieder still – Wir sind queer und wir sind laut, weil man uns die Rechte klaut“. Im Kopf hat bei diesem Motto wohl jede/r die Rede von US-Präsident Trump, der meint, es gebe auf der Welt nur zwei Geschlechter: männlich und weiblich. Welch ein Irrtum!
Wie kann man 2025 noch eine so eingeschränkte Perspektive haben!
Foto: Gut gelaunt beim CSD, Aachener Mitglieder von VOLT, die im September in den Rat der Stadt gewählt werden wollen.
Gefeiert wurde tagsüber auf dem Markt und auf dem Katschhof. Abends ab 22 Uhr geht es im Musikbunker, Goffardstraße, weiter. Auf dem Markt sieht man verschiedene Gruppen/Parteien, die der queren Lebensrealität mit Wertschätzung begegnen und die Forderungen der Szene zu ihren eigenen gemacht haben, ob sie nun die Gesundheit betreffen, die Bildung samt Fortbildung für das Personal in den Schulen oder die Durchsetzung der Menschenrechte.
Eindeutig der bunteste Stand beim CSD (und bei der Kommunalwahl ebenfalls wählbar): die Unabhängige Wählergemeinschaft Aachen (UWG). Foto: Christoph Allemand
Pride-Festival-Atmosphäre gab es schon zur Eröffnung am Freitag. DJs, Bands und Solokünstler traten auf dem Katschhof auf. Mehr Infos: hier
Dass Aachener*innen gern singen, das kann man bei jedem Heimspiel der Alemannia erleben. Manch einer singt im Chor so inbrünstig und laut die Hymne (oder das Lied von der Alemannia, die nicht untergeht) mit, dass man schon denkt: „Der kommt bestimmt nur zum Singen ins Stadion.“
Für diese Menschen ist die Internationale Chorbiennale wie geschaffen, und nicht nur Festivalleitung, Künstlerische Leitung, Organisationsteam und die vielen Chöre können den Start kaum erwarten. Fans und Freunde der Chorbiennale fiebern dem Auftakt am Freitag, 13. Juni, entgegen.
In diesem Jahr können sich die Besucher*innen wieder auf ein vielfältiges Programm freuen, das teilt die Stadtverwaltung mit. Regionale und internationale Chöre der Breiten- und der Spitzenkultur werden bei der Veranstaltungsreihe miteinander verbunden. Die Chorbiennale ist auch in der 8. Ausgabe ein Zuschauermagnet, die Kartennachfrage ist groß. Restkarten können online unter https://chorbiennale.de/tickets/ und vor Ort an der Theaterkasse im Theater Aachen gekauft werden. Geöffnet ist die Theaterkasse dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr.
Bei manchen Auftritten ist für die Zuschauer*innen mitsingen erwünscht (und hier). Zum Beispiel beim Farewell – beim traditionellen gemeinsamen Abschluss der Langen Chornacht auf dem Aachener Markt (am Samstag, 21. Juni, um 24 Uhr). Gesungen werden 6 Volkslieder, das irische Traditional „An Irish Blessing“, „Gott hat seinen Engeln befohlen“ von Wolfram Menschik, „Peace, I leave with you“ von Amy Beach, das lettische Volkslied „Pūt vejini“ (zu Deutsch: Macht’s gut), „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy und – natürlich – „Der Mond ist aufgegangen“, Melodie von Johann Abraham Peter Schulz. Der Text wurde von Matthias Claudius geschrieben.
Der Bunker auf der Ecke Zeppelinstraße/Mataréstraße soll an einer Außenwand ein großes Bild bekommen. Die Anwohner und die Kinder der dortigen Grundschule konnten zwischen vier Motiven/Künstlern auswählen, sie entschieden sich für das Motiv „Wald mit Fuchs“ von Alex Shifferaw (alias „Jagama“).
Jetzt steht schon das Gerüst. Die Bunkerwand muss zunächst gründlich gesäubert werden. Im Sommer soll das Kunstwerk fertig sein.
Die Vorarbeiten für die Bemalung sind in vollem Gange. Die naheliegende Idee zur Bunkerverschönerung kam aus einer Gruppe, die sich im Rahmen eines ISEK zusammengefunden hat.ISEK ist die Abkürzung für den großen Plan, nach dem ganz Forst schöner werden soll.
Außen ein Urban-Art-Kunstwerk, innen befindet sich eine Schlagzeugschule. Die übenden Musiker hört man fast täglich bis draußen, die Töne dringen durch die Lüftungsschächte des Bunkers nach außen, nicht gerade zur Freude der Nachbarschaft.
Zusätzlich zum Bunker-Bild ist eine Fassadenbegrünung entlang der Zeppelinstraße und die Errichtung von Hochbeeten und Sitzgelegenheiten auf dem Vorplatz geplant. Ab Herbst 2025 soll daran gearbeitet werden.
Dieser Tage wurde uns von einem Vorgang berichtet, den einige Menschen in Aachen für einen Skandal halten. Und die örtliche Presse verfasste mit leichter Empörung in Print die Schlagzeile: „150 Jobs rollen an Aachen vorbei“. Hier
Vorbei, vorbei? Etwa wieder eine Firma, die China gegenüber unserem schönen Deutschland den Vorzug gibt? Die im Ausland expandiert? „Wie ärgerlich“, war der erste Gedanke. Aber dann? Falsch gedacht, zwei Unternehmen – mit ihren 150 neuen Arbeitsplätzen – bauen statt in Aachen im nahen Stolberg und zwar zwei riesige Produktionshallen – die eine 220 Meter und die zweite 75 Meter lang. Sie benötigen dazu ein Areal von 50.000 Quadratmetern. Die wurden zunächst im extrem eng bebauten Aachen gesucht . . . und nicht gefunden. Wohl aber auf Camp Astrid.
Wenn Unternehmen Stolberg statt Aachen wählen. . . das soll eine Art Katastrophe sein? Wohl kaum. Da kann man vielmehr lernen, was Kirchturmdenken ist. Kirchturmdenken/Kirchturmpolitik nennt man es, wenn nur so weit gedacht wird, wie der eigene Kirchturm reicht. Wenn also im politischen Handeln nicht etwa die StädteRegion mit in den Blick genommen wird, sondern allein Aachen mit seiner Begrenzung Richtung Belgien und die Niederlande. – Kirchturmpolitik sollte es in der Europastadt Aachen nicht geben.
Bei den „abwandernden“ Unternehmen handelt es sich um das Traditionsunternehmen Talbot und um Aixrail. 45 Millionen Euro wollen beide zusammen investieren. Ein 35.000 Quadratmeter Gelände braucht Talbot und ein 15.000 Quadratmeter großes Aixrail – mitsamt Bahnanschluss. Güterzüge will man warten und instand setzen und möglicherweise sogar bauen.
In die Modernisierung von Bahnen muss investiert werden. Die Auftragslage für die entsprechenden Aachener Unternehmen ist gut. Sie wollen expandieren.
Beide Bahndienstleister haben volle Auftragsbücher, Talbot könne sich vor Aufträgen kaum retten, so wird mitgeteilt. Beide Unternehmen ergänzen sich, sie haben in Stolberg (auf dem ehemaligen Belgier-Camp-Gelände Camp Astrid direkt an der Bahnlinie) noch jede Menge Platz um mit ihren Industriearbeitsplätzen noch weiter zu expandieren. (Erster Spatenstich soll dieses Jahr sein.)
Klar, dass man sich in Stolberg freut, für Industrieansiedlungen ist diese Stadt bekannt. Aber: In Aachen alles an sich zu reißen und dem Umland die Ansiedlung nicht zu gönnen . . . kann man machen. Besser ist es, das Umland im Blick zu behalten. Zu einer blühenden Stadt gehört schließlich ein blühendes und kein heruntergekommenes Umland.
Die Grenzen der Bewohnerparkzonen innerhalb des Alleenrings sind in den vergangenen Wochen verändert worden. Seit Anfang Juni gibt es in diesem Gebiet sechs statt bislang neun Zonen. Weggefallen sind die Zonen G+L, B und F. „Die sechs neuen Zonen sind größer, und die Flexibilität der Bewohner*innen beim Parken steigt dadurch“, teilte das Pressebüro der Stadtverwaltung mit.
Und weiter: Die Straßen innerhalb des Grabenrings in der bisherigen Zone G+L sind den Zonen D, H, P und R zugewiesen worden. Die Straßen der Zone B werden in die Zonen P und H überführt. Die gesamte Zone F wurde der Zone R zugeschlagen.
Wer darf wo parken, zu welchem Preis und wie lange? Fragen, die in Aachen teils heiß diskutiert werden. Die Zonen innerhalb des Alleenrings sind neu geordnet worden. Foto: AachenNews Archiv
Kleinere Anpassungen erfolgten in der Zone A im Bereich Franzstraße zwischen Borngasse und Alexianergraben sowie in der Zone D im Bereich Vaalser Straße zwischen Jakobstraße und Junkerstraße.
Wer einen gültigen Bewohnerparkausweis für die bisherigen Zonen A, B, D, F, H, G+L, P, R und S hatte, müsste von der Stadt einen neuen Ausweis kostenfrei zugeschickt bekommen haben, sofern sich die bisherige Zonenzugehörigkeit verändert hat.
Einen Übersichtsplan und die ausführliche Straßenliste, nach Zonen und alphabetisch nach Straßennamen sortiert, findet ihr auf www.aachen.de/bewohnerparken.
Anlässlich des bundesweiten „Hitzeaktionstags“ am Mittwoch, 4. Juni, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) jetzt mehr Hitzeschutz in Deutschland – insbesondere in den Städten.
Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Menschen an den Folgen extremer Hitze – eine Zahl, die mit der fortschreitenden Klimakrise immer weiter ansteigt.
Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen ohne festen Wohnsitz. Trotz dieser alarmierenden Entwicklung würden in vielen Städten wirksame Schutzmaßnahmen fehlen. Die bestehenden Hitzeaktionspläne auf kommunaler und nationaler Ebene beschränken sich – soweit bekannt – im Wesentlichen auf Sensibilisierung und Verhaltenstipps.
Doch Informationen allein reichen nicht aus, um die Bevölkerung vor Überhitzung zu schützen. Barbara Metz sagt: „Wir fordern verbindliche Maßnahmen, die die Städte widerstandsfähiger gegen Hitzeperioden machen. Dazu gehören verpflichtende Anteile grüner und blauer Infrastruktur – etwa schattenspendende Bäume, grüne Dächer und Wasserflächen – die in der Stadtplanung fest verankert werden müssen.“
Gerade in der dichten Bebauung von Aachen heizen sich im Sommer die Temperaturen auf, und es kühlt sich nachts nur wenig ab. Menschen spannen Sonnensegel auf. Foto: AachenNews Archiv
Besonders vulnerable Gruppen wie Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen, Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in Kitas, benötigen gezielten Schutz vor Hitze. Die Städte müssten, so Metz weiter, jetzt aktiv werden – und die neue Bundesregierung müsse sie entschlossen mit klaren Vorgaben, Fördermitteln und einem echten Masterplan für den Hitzeschutz unterstützen.
Zum Hintergrund
Der bundesweite Hitzeaktionstag wurde 2023 von der Bundesärztekammer und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) initiiert, um auf die unzureichende Vorsorge für extreme Hitzeereignisse aufmerksam zu machen. Mittlerweile wird der Aktionstag von einem Bündnis aus über 80 Partnern getragen, darunter ist auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH).
Bürger*innen können die Hitzewarnungen des DWD direkt über einen Newsletter abonnieren: www.dwd.de/hitzewarnungen
Es mehren sich die Hinweise, dass auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof Rothe Erde kein Fahrrad-Parkhaus errichtet wird. Eine Info, die AachenNews gar nicht unglücklich macht.
Auf dem Platz (auf dem Foto hinten, wo die Autos stehen) wird also kein Gebäude hochgezogen. In dem Quartier ist ja ohnehin alles schon so voll- und zugebaut, dass man sich über den Erhalt einer nicht-bebauten Flächenur noch freuen kann. Ein weiter Blick bleibt weiter möglich, ein frischer Luftstrom desgleichen. Die Bäume werden stehen bleiben.
Der Platz vor dem Bahnhof Rothe Erde. Dort wird wohl kein Fahrrad-Parkhaus gebaut. Foto AachenNews Archiv
Zur Erinnerung: Hier hatten wir berichtet, dass ein Fahrradparkhaus geplant ist und gebaut werden soll. Aachens damalige SPD-Abgeordnete Ye-One Rhie hatte dafür in Berlin schon über die Hälfte der voraussichtlichen Kosten (1.856.250,00 Euro) locker gemacht.
Das Geld muss nun wohl, falls es überhaupt schon in Aachen angekommen ist, zurückgeschickt werden. Der Grund: Die Verwaltung (Bereich Planung) kann erkennen, dass sie das Gebäude – wegen der vielen sonstigen Aufgaben – nicht pünktlich, also in der vorgeschrieben Frist, wird fertig bekommen. Der Zeitplan ist nicht einzuhalten. Wir lernen, was wir eigentlich schon wussten: Es ist keine gute Idee, die Verwaltung mit zu vielen Aufgaben anhaltend zu überfordern.
In dem neuen Gebäude sollte unten ein Pkw-Parkplatz eingerichtet werden, oben (!) sollte es sichere Parkplätze für 472 Drahtesel geben. Im Sommer 2023 hatte man dem Projekt noch viel Positives abgewinnen können. Doch jetzt – nach umfangreicher Arbeit und genauer Inspektion des Quartiers im Rahmen von ISEK sind längst Zweifel aufgekommen. Muss man wirklich jeden Flecken mit einem mehrstöckigen Gebäude zuknallen, auch wenn es dafür Geld aus Berlin oder Düsseldorf gibt?
Fehlt hier wirklich ein Parkhaus für Fahrräder? Was meint ihr? Foto: AachenNews Archiv
Es ist zwar keine Statistik erhoben worden, aber vom anekdotischen Erleben her bleibt zu sagen, dass niemals 472 Menschen mit ihren Rädern das neue Parkhaus füllen würden. Es wäre zu groß dimensioniert und würde zu zwei Dritteln ständig leer sein. Wie die schwarzen Kästen, die in der Stadt stehen, die sind ja auch meistens leer.
Viel dringender wird am Hauptbahnhof von Aachen ein Fahrrad-Parkhaus benötigt. Aber das ist eine andere (traurige) Geschichte.
Heute, am 31. Mai, feiert das Straßenoratorium »Place Publique« von und mit Punk-Legende Schorsch Kamerun und mit der Chormusik von Sebastian Schwab auf dem Vorplatz vom Stadttheater Premiere. Los geht es um 17 Uhr.
Ein Bild aus längst vergangenen Tagen. Gleichwohl: Auf dem Theatervorplatz gibt es heute, am 31. Mai, um 17 Uhr eine ganz besondere Vorstellung. Foto: AachenNews Archiv
Das Theater feiert Geburtstag und möchte dem Publikum ein Stück schenken! Gemeinsam mit Schorsch Kamerun, Sänger der Hamburger Punkband „Die Goldenen Zitronen“, der als Regisseur, Autor und Performer an allen großen deutschsprachigen Bühnen inszeniert, werden drängende Fragen gestellt: Wem gehört die Stadt und wie werden ihre Erzählungen gedeutet?
Dafür kommen die Künstler in den Stadtraum – mit einem musiktheatralen Straßenoratorium auf drei Aachener Plätzen. Ein Community Chor aus Aachener Bürger*innen erzählt in eigens neu geschaffenen Liedern des Komponisten Sebastian Schwab von absurden Ereignissen und verborgenen Oecher Geschichten. Schorsch Kamerun eröffnet so mit zwei Schauspieler*innen, einer Sopranistin und dem Chor das „Aachen History Land“.
Place Publique, Ein Straßenoratorium von und mit Schorsch Kamerun mit Chormusik von Sebastian Schwab. Komposition Chormusik:Sebastian Schwab. Choreinstudierung: Mirja Betzer. Regie und Performance: Schorsch Kamerun. Bühne und Kostüm:Katja Eichbaum. Live-Musik: Schorsch Kamerun / PC Nackt. Dramaturgie: Isabelle Becker / Lucien Strauch. Mit: Stefanie Rösner, Philipp Manuel Rothkopf, Evelyn Grünwald und einem Chor aus Bürger*innen der Stadt.
Premiere: 31. Mai 2025 // 17:00 Uhr // Theaterplatz. Weitere Vorstellungstermine: 06.06.25 // 16:00 Uhr // Elisengarten. 13.06.25 // 16:00 Uhr // Driescher Hof (Danziger Str. 2-8)
Die sogenannten 3RIDES-Radrennen waren voriges Jahr eine richtige Katastrophe. Es gab einen Unfall, ein prominenter Radler stürzte schwer, weil ihm plötzlich ein Pkw entgegen kam, und viele Menschen konnten stundenlang nicht aus ihren Häusern raus. Sie wussten nichts von dem Rennen, hatten sich natürlich für den Feiertag (Muttertag) verabredet. Es war alles unübersichtlich und ziemlich schrecklich. Dieses Jahr will man es besser machen.
Wenn ihr an der Strecke wohnt, solltet ihr euch darauf einstellen. Wo die Radfahrer entlang fahren, ist auf einem Flyer nachzulesen. Bitte unbedingt anschauen. Stellt euch darauf ein, dass ihr für eine gewisse Zeit nicht über die Straße könnt und eventuell auch euren Freunden und Verwandten nicht den üblichen Wochenend-Besuch abstatten könnt. Schon gar nicht mit dem Bus.
Auf dem Privatgelände der Firma Schumag AG, Nerscheider Weg in Schleckheim befindet sich der Start- und der Zielbereich der Radrennen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am kommenden Wochenende stehen neben dem Eventprogramm die beiden Radrennen 3RIDES Gravel Race und 3RIDES Gran Fondo.
Was passiert am Samstag?
Am Samstag, 31. Mai, startet ab 15 Uhr das UCI 3RIDES Gravel Race, das über Straßen, Wald- und Forstwege im südlichen Aachener Stadtgebiet, in der Gemeinde Roetgen und der Stadt Stolberg führt. Die Teilnehmer*innen fahren in einem Rundkurs zwei Durchläufe durch die Gebiete Nütheim, Schleckheim, Oberforstbach, Brand, Hahn, Rotterdell, Roetgen, Schmithof und Sief.
Was passiert am Sonntag? UPDATE: Dieses Rennen fällt aus
Am Sonntag, 1. Juni, fndet ab 7 Uhr das Straßenrennen UCI 3RIDES Gran Fondo mit einer 140 Kilometer langen Strecke durch die nördliche Eifel zum Rursee und zurück nach Aachen statt. Das Straßenrennen führt über Oberforstbach nach Walheim, Breinig, durch den Kreis Düren und die Gemeinde Simmerath und von dort zurück zum Veranstaltungsgelände in Aachen.
Der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung teilt mit, man habe als Genehmigungsbehörde gemeinsam mit den betroffenen Kommunen, dem Kreis Düren und der StädteRegion Aachen umfassende, restriktive Auflagen und Bedingungen erarbeitet, die insbesondere die zulässigen Sperrzeiten konkret definieren.
Foto AachenNews Archiv: Zur Erinnerung. So wurde im letzten Jahr für 3RIDES in der Öffentlichkeit geworben.
Die Freigabe der Straße für den Individualverkehr soll bei beiden Radrennen spätestens nach einer Sperrzeit von 60 Minuten erfolgen (ungefähr 15 Minuten-Sperrzeit, die notwendig ist, damit die Straßen frei von Individualverkehr sind sowie maximal 45 Minuten nach dem ersten Radfahrer). Teilnehmende, die hinter das Schlussfahrzeug gelangen, seien „nicht mehr Teil des Rennens und unterliegen den Regelungen der Straßenverkehrsordnung“, so wird mitgeteilt.
Weitere Infos, Streckenverlaufspläne sowie die eingerichteten Querungspositionen findet man in einem Flyer auf der Homepage des Veranstalters. Während des Rennens ist eine Hotline des Veranstalters unter der Rufnummer 0521/73 06 99 37 zu erreichen.
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Achtung. Die Problematik, die mit dieser Art Rennen verbunden ist, wird hier sehr gut dargestellt. Es geht um Pflegekräfte, die befürchten, bedürftige Personen nicht erreichen zu können.
Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, die Ursula von der Leyen am Himmelfahrtstag, 29. Mai, entgegennahm, stand unter besonderen Vorzeichen. Die akuten und anhaltenden Bedrohungen der europäischen Gemeinschaft – durch Krisen, Krieg, Klimawandel, durch Aggression und Desinformation von innen und außen – zogen sich wie ein roter Faden durch die Verleihung, die Veranstaltungen und Gespräche im Umfeld. Gleichzeitig war aber auch von der daraus resultierenden Chance, von Aufbruch und Verantwortung die Rede.
Lächeln und winken: Die neue Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen mit der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl
Der Tenor: Nur gemeinsam können die großen Herausforderungen bewältigt, können Demokratie und Freiheit in Europa bewahrt und verteidigt werden. Nur ein eigenständiges, vereintes Europa der Stärke kann demokratisch, wirtschaftlich und diplomatisch gestärkt aus den Krisen hervorgehen.
„Europa ist mein Leben. Und es ist die größte Ehre meines Lebens, heute hier vor Ihnen allen zu stehen“, sagte die frisch gekürte Preisträgerin, als sie im Krönungssaal ans Rednerpult trat. Dieser Preis, diese Stadt seien das Symbol für ein vereintes Europa. Das Wunder Europa – die Wiedervereinigung von Völkern, Geschichte und Schicksal – seien „in dieser Stadt festgeschrieben“.
Die Preisträgerin sprach von drei bedeutenden Denkmälern in Aachen, die von der Geschichte und Bedeutung Europas zeugen. Zunächst der Aachener Dom, ein einzigartiges Zeugnis der geistigen, kulturellen und politischen Renaissance Europas, angestoßen durch die Vision Karls des Großen. Seine Idee für Europa sei es gewesen, einen Raum zu schaffen, in dem sich Wissenschaft und Kultur, Bildung und Rechtstaatlichkeit entfalten können.
Als zweiten Ort wählte von der Leyen die von den Nationalsozialisten zerstörte alte Synagoge und schlug eine Brücke zur Aachenerin Edith Holländer und ihrer Tochter Anne Frank, deren Ausspruch heute noch beeindruckt: „Und doch, wenn ich zum Himmel schaue, denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte aufhören wird, dass wieder Ruhe und Frieden in die Weltordnung kommen werden. Inzwischen muss ich meine Ideale hochhalten, in den Zeiten, die kommen, sind sie vielleicht doch noch auszuführen.“ Die neue Synagoge in Aachen ist für von der Leyen ein Symbol der Wiedergeburt, aber auch der Erinnerung.
Als dritten Ort nannte von der Leyen das Aachener Rathaus, wo vor 75 Jahren der europäische Vordenker Richard Coudenhove-Kalergi als Karlspreisträger ausgezeichnet wurde. Auch er habe eine Vision für Europa gehabt: ein Europa, in dem Menschen dank gemeinsamer Kultur und Werte, Freiheit und dem Respekt vor der Menschenwürde zusammenkommen, sagte von der Leyen.
In einem der schönsten Säle Europas ist heute wieder eine Politikerin mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden: Ursula von der Leyen Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl
Europa könne nicht tatenlos den Umwälzungen zusehen, sagte von der Leyen. Sie forderte, nicht einem falschen Irrglauben zu verfallen, dass der Sturm einfach vorbeiziehen werde, und mahnte, Europa stünde vor einer grundlegenden Entscheidung: „Warten wir ab und reagieren wir nur auf die unmittelbare Krise? Akzeptieren wir ein vermeintliches Schicksal? Oder nehmen wir die Dinge selbst in die Hand und entscheiden selbst über unsere Zukunft?“ Es sei nötig „unsere Fesseln abzuwerfen“, um ein unabhängiges Europa aufzubauen.
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Mehr als 100 Medienvertreter*innen hatten sich für die Karlspreisverleihung 2025 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, POLITICO, Nachrichtenagentur Reuters, Television Espanola, Süddeutsche Zeitung, FAZ, efe press agency, DPA, Deutsche Welle, Funke-Mediengruppe, BILD, Euractiv, Börsen-Zeitung, AFP, Spiegel, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
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Die Verleihung des Karlspreises ist störungsfrei verlaufen. Das Sicherheitskonzept der Polizei Aachen sei umfassend aufgegangen. Das teilte die Polizei mit. Sieben Kundgebungen und Demonstrationen seien friedlich verlaufen. Die Einsatzkräfte sorgten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der nationalen und internationalen Gäste. Dazu mussten im Vorfeld – wie bereits in den Jahren zuvor – Sperrungen und Sicherheitszonen eingerichtet werden.
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Formvollendet in jeder Hinsicht und wie immer: der spanische König Felipe VI. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steind
Dieser Tage jährt sich der Überfall zum vierten Mal. 1460 Tage, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
Olympiain Aachen?
Soll sich Aachen an der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele beteiligen? Das entscheidet die Bevölkerung mit einem Ratsbürgerentscheid. Die Abstimmung erfolgt ausschließlich per Brief. Alle Abstimmungsberechtigten erhalten ihre Benachrichtigungen und die Unterlagen zwischen dem 9. und 29. März. Ihre Stimme können sie bis zum 19. April abgeben. An diesem Tag wird das Ergebnis dann ausgezählt. s. hier
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
In Kornelimünster
Seit dem 23. Februar gibt es dringende Verkehrssicherungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Frankenwald in Kornelimünster. Dies betrifft vor allem den Bereich an der Grundschule. Im Rahmen der Maßnahmen werden Bäume gefällt. Der Fußweg an der Inde muss in dieser Zeit gesperrt werden und kann nicht genutzt werden. Quelle: Presseamt
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Bürger*innen können damit die Entsorgung von Wertstoffen bequem mit dem Einkauf verbinden. Hier findet man Infos zu den Standorten, Terminen und Wertstoffen, Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.