Die einen malen mit Spraydosen, die anderen pflanzen (Folge 4)

Bunkerbemalung (mit Spraydosen) in Unterforst. s. dazu auch Folge 3, Folge 2 und Folge 1. Könnte Insta- (früher: Postkarten-)Kulisse werden.

In einer Straße, die nach dem berühmten Bildhauer und Maler Ewald Mataré benannt ist, sollte es unbedingt Bilder geben. Mataré wurde übrigens 1887 in Burtscheid geboren, als Burtscheid noch eine selbstständige Stadt war. Er ist einer der wichtigsten Künstler der Klassischen Moderne in Deutschland.

Der Bunker ist nicht die einzige Attraktion in der Mataréstraße, Es gibt auch einen Gemeinschaftsgarten – unmittelbar neben der Kirche St. Bonifatius. Aus diesem Gelände musste zunächst eine Menge Müll rausgeholt werden, z. B. halbe Fahrräder und viele Flaschen. Wie das Bunkerbild so verändert sich auch der Garten ständig, es werden Beeren und Gemüse angepflanzt.

Der neue Gemeinschaftsgarten. Wer gern gärtnert, ist dort willkommen.
Gewissermaßen ebenfalls für alle da ist das Lastenrad, das in der Mataréstraße steht und kostenlos ausgeliehen werden kann. Im Schaukasten der Montessori Schule steht, wie das geht.

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Zum Start der Saison: Alemannia ist jetzt auf Trainersuche

Während über den plötzlich verschwundenen Cheftrainer ein Shitstorm im Internet niedergeht, wird in Eilendorf schon der Platz bearbeitet für das erste Training nach der Sommerpause. Ganz ohne Cheftrainer steht die Alemannia da, ein Neuer muss jetzt gefunden werden.

Eine Aufgabe, die auf Kaderplaner Erdal Celik zukommt. Eine von vielen zusätzlichen, kann man wohl sagen. Dabei hatte Backhaus quasi bei jeder Gelegenheit hoch und heilig versichert, er werde in Aachen bleiben „am liebsten noch 10 Jahre“. Dazu hatte er immer von Demut und Ehrlichkeit und Werten geredet, die angeblich zum Fußball dazugehören. Alles Geschwafel, das in Aachen leider jede/r geglaubt hatte. – Backhaus war schneller in Braunschweig bei der Eintracht als man gucken konnte.

Das Gelände des SV 1914 Eilendorf in der Halfenstraße.

Die neue Saison beginnt für die Alemannia am kommenden Sonntag, 22. Juni. Trainiert wird am Sonntag auf dem Platz an der Halfenstraße ab 16 Uhr. Die Leitung übernehmen dann Ilyas Trenz und A-Jugend Trainer Carsten Wissing. Die Mannschaft ist noch nicht komplett, es werden wohl noch neue Spieler hinzukommen.

Heiner Backhaus hatte übrigens schon früher kein Problem damit, Vereine überraschend und entgegen allen Abmachungen zu verlassen* und die Leute mitten in den Vorbereitungen für eine neue Saison ins Chaos zu stürzen. Der Shitstorm aus Aachen führt hoffentlich dazu, dass er sich derartiges asoziales Verhalten abgewöhnt. 

* https://www.wn.de/sport/lokalsport/lengerich/paukenschlag-heiner-backhaus-nicht-mehr-trainer-in-lotte-2582698

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Aachen bald wieder 10 Tage im CHIO-Fieber

Eine Szene aus dem letzten Jahr, als die USA Partnerland waren. Die tolle Show der Amerikaner kam gut an. Foto AachenNews Archiv

In einer Woche beginnt die schöne Zeit des CHIO, die ganze Stadt ist 10 Tage lang auf Reitturnier eingestellt. Partnerland ist dieses Jahr Spanien, iberisches Lebensgefühl macht sich in der Innenstadt breit. 350.000 Menschen werden bei den Wettkämpfen dabei sein. Mehrere Millionen Euro Preisgelder werden verteilt.

Wer einen der beiden Abende mit „Pferd & Sinfonie“ erleben kann, hat Glück. Am Freitag und Samstag, 27. und 28. Juni, geht es im Dressurstadion jeweils um 20.20 Uhr los. Es gibt unter freiem Himmel Live-Musik mit Pferdechoreografien, ein Erlebnis für alle Sinne, ziemlich emotional das ganze. 

Dann ist es auch schon Sonntag, 29. Juni, und es beginnt der „Soerser Sonntag“. Bei freien Eintritt lohnt sich ein Besuch des Turniergeländes, allerdings ist man da nicht allein, im Gegenteil. – Es gibt Schaubilder, Pferdesport, Blicke hinter die Kulissen sind möglich. Ab 13 Uhr mit bunten Shows überall auf dem Gelände. 

Montag, 30. Juni, versammelt sich alles, was Pferde mag um 18 Uhr vor dem Aachener Rathaus. Da kommen die Spanier mit ihren Pferden und zeigen ein bisschen von ihrer Lebensart. Es ist immer ein imposanter Aufzug, hunderte zücken ihre Handys und man muss hoffen, dass es nicht regnet. 

Jetzt muss nur noch die wunderbare Eröffnungsfeier erwähnt werden. 40.000 Aachener*innen feiern dabei im Hauptstadion das Leben, den Pferdesport und den Sport überhaupt. Spanien stellt sich ab 20.15 Uhr vor, farbenfroh und mit spektakulären Schaubildern. Eine große Fiesta wird es geben mit dem Auftritt eines spanischen Musikstars. 

Es folgen die Wettkämpfe in fünf Disziplinen. Soweit zu sehen sind alle Tickets schon verkauft, es gibt nur noch Restkarten. Aber: die Aachener lieben das Gespannfahren und auch AachenNews wird sich die wilde Geländefahrt der Vierspänner ansehen. Am Samstag, 5. Juni, auf der Marathonstrecke Soers. Los geht es um 14 Uhr (bis 16.35 Uhr). Eintritt ist frei. Wo? Auf den Soerser Wiesen.

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Umbau-Gegner weiter auf der Palme

Der fahrradfreundliche Umbau der Kreuzung Vaalser Straße/Amsterdamer Ring wird unverdrossen von der Stadt und der Mehrheit der Politik gewünscht und geplant, allerdings nicht unbedingt zur Freude derjenigen, die die Kreuzung einmal nutzen sollen. (s. Protest)

Erstens haben die Menschen in Aachen von Baustellen total die Nase voll, zweitens ist nicht ersichtlich, ob nach dem Umbau irgendetwas besser wird und für wen. Die Anzahl der Pkw-Spuren soll – soweit ersichtlich – verringert werden, wobei man bezweifeln kann, ob das bei dem gewöhnlich starken Aufkommen von Autoverkehr aus Richtung Klinikum und Holland eine gute Maßnahme ist. Die Niederländer kommen schließlich nicht alle mit dem Fahrrad nach Aachen.

Für den Umbau müssen sodann 15 kerngesunde Bäume einfach abgeholzt werden, ein Umstand, der wahrscheinlich noch die wenigsten zum Widerstand gegen den Kreuzungsumbau motiviert. Dass das Umbau aber „teuer“ wird (2,9 Millionen Euro), das regt dagegen die Leute richtig auf.

Foto: AachenNews Archiv

Um es kurz zu machen: Es gibt eine öffentliche Petition bei openPetition.de – das ist eine Unterschriften-Sammlung, die ein halbes Jahr laufen soll. Am Donnerstag (Fronleichnam) hatten vormittags bereits 792 Personen abgestimmt. Warum das Ziel 1600 Unterschriften sind, für die jetzt noch 162 Tage bleiben ist hier nicht ersichtlich.

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Demografie in Aachen: Wir sind jetzt 261.472

Wer weiß aus dem Kopf, wie viele Einwohner*innen Aachen hat? Oder wie alt die Aachener*innen im Durchschnitt sind? Die Bevölkerung einer Stadt entwickelt sich ständig. Deshalb gibt die städtische Statistikstelle für jedes Jahr ein Demografiemonitoring heraus. Die aktuelle Ausgabe für 2024 liefert alle Fakten, Daten und Vergleiche zu den Vorjahren.

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 betrug die Zahl der Einwohner*innen in der Stadt Aachen übrigens 261.472 Personen. Diese sind im Durchschnitt 40,9 Jahre alt. Für das Jahr 2024 lässt sich allgemein festhalten, dass es in Aachen etwas ruhiger zuging als noch im Vorjahr. Die 261.472 Einwohner*innen verteilen sich auf knapp 152.000 Haushalte – ein leichter Rückgang.

Die Zahl der 18- bis 24-jährigen ist gesunken, aber der Geburtenrückgang hat sich im Vergleich zu 2023 zumindest verlangsamt. Doch neben den klaren Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen zu entdecken. Das aktuelle Demografiemonitoring ist unter www.aachen.de/statistik abrufbar. Dort findet man außerdem alle vergangenen Berichte bis ins Jahr 2013 zum Download.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Über Alemannia

Lange sah es so aus, als könnte diese Mannschaft uns 2025/26 glücklich machen, jedenfalls so, wie man beim Fußball glücklich werden kann. Daran zweifeln jetzt viele, weil „Entertrainer“ Backhaus* den Verein verlassen hat. 14 Unentschieden in einer Session spielen keine Rolle, und dass außer pressing, pressing, pressing nicht viel mehr vermittelt wurde, auch nicht.

Es ist ein seltsamer Widerspruch, dass man auf der Suche nach Unterhaltung in ein Stadion geht, Eintritt zahlt, um sich dann eine dicke Portion Fußballkummer abzuholen. Und das mehrmals im Jahr. 

Viele Fans lassen jetzt ihrer Wut freien Lauf – echte, fluchende, schmutzige Weißglut, die von der Trauer kommt. Es ist ja normal, sich eine Weile im Schmerz zu suhlen, aber nach einer Woche ungefähr muss es dann auch mal wieder gut sein. Man tritt einen Schritt zurück, schaut, sagt laut „so“, und fängt wieder neu an. 

Fußball ist mehr als eine amüsante Unterhaltung. Aber wenn einer lieber Braunschweig trainiert als Alemannia Aachen, Braunschweig, das kürzlich nur mit Hängen und Würgen in der Relegation die Klasse halten konnte, dann ist es eben so. Wir schauen auf was wir haben: Unser wundervolles Stadion, tolle Fans und Ultras, darauf, den Aufstieg in die 3. Liga und zuletzt einen guten Platz in der Tabelle geschafft zu haben. Von einer einigermaßen vollen Kasse gar nicht zu reden. 

Denkt nicht ständig über Backhaus nach, freut euch, dass ihr nicht quasi heimatlos ständig durch die Vereine hetzen müsst. 40 Arbeitgeber in 3 Jahren oder so – wer braucht denn sowas? Viele, die eine Heimat haben, wissen deren Wert gar nicht zu schätzen. Die denken, das ist doch nichts Besonderes. Von wegen!

Wir sehen uns im Stadion. Ach ja, noch was: Schimpft nicht über die Presse. Sportreporter sind auch nur Fans, die es über die Absperrung geschafft haben. Foto: AachenNews Archiv

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* Hat kein Problem damit, Vereine überraschend zu verlassen und die Leute mitten in den Vorbereitungen für eine neue Saison ins vollkommene Chaos zu stürzen: Heiner Backhaus. Der Shitstorm aus Aachen führt hoffentlich dazu, dass er sich derartiges asoziales Verhalten abgewöhnt. 

Ein Beispiel, in welche Zustände Backhaus die Vereine versetzt, denen er damit schadet s. unten. Die Berliner vom BFC Dynamo haben ähnliches erlebt und übrigens gewarnt, auf sie wurde in Aachen nicht gehört.

https://www.wn.de/sport/lokalsport/lengerich/paukenschlag-heiner-backhaus-nicht-mehr-trainer-in-lotte-2582698

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Neue Pflanzenwelt auf alter Bunkerwand (Folge 3)

Jagama nennt sich der Künstler, der in der Mataréstraße in Aachen eine Bunkerwand einfärbt. Oben sind schon die ersten Pflanzen abgebildet. Es geht voran.

Die Wirkung von etwas Farbe ist enorm, der ganze Straßenabschnitt vermittelt eine neue Stimmung.

Die Anwohner und die Kinder einer Grundschule konnten bei einem Street-Art-Wetttbewerb zwischen vier Motiven/Künstlern wählen. Sie entschieden sich für das Motiv „Wald mit Fuchs“, das derzeit aufgetragen wird. Die anderen Künstler waren  @aphenoah @philip_wallisfurth und @w.trashh Auch deren Bilder hatten viele Fans.

Was Jagama sonst noch mit Spraydosen malt, kann man hier sehen. Zum Vergleich: Bunkerfoto aus Folge 1 anschauen. Da sieht man den Bunker auf der Ecke Zeppelinstraße/Mataréstraße rumstehen und schlechte Stimmung verbreiten. Innen befindet sich übrigens eine Schlagzeugschule.

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Warum wollten die Pferde nach Verlautenheide?

Am vergangenen Samstag (14. Juni) sind mehrere Pferde von ihrer Koppel an Gut Schwarzenbruch weggelaufen. Der Autoverkehr kam in dem Bereich kurzzeitig zum Erliegen. Zahlreiche Menschen hätten sich daraufhin bei der Polizei gemeldet, so steht es im Polizeibericht. Um es vorweg zu nehmen: Letztlich gab es ein Happy End.

Hatten offenbar dringende Termine in Verlautenheide: Pferde, die sich befreien konnten. Foto: Polizei Aachen

Die Pferde (mehr als ein halbes Dutzend) seien kurz vor 17 Uhr über die Würselener Straße in Richtung Verlautenheide gelaufen. Warum? Als die Polizei vor Ort eintraf, hätten Spaziergänger die Tiere bereits auf dem Parkplatz einer Firma gesichert. Eine Frau habe sogar ihren Gürtel kurzerhand umfunktioniert, ein Mann schnell Stricke besorgt, um die Pferde führen zu können. Aus dem Ausflug der Tiere nach Verlautenheide wurde nichts.

In der Zwischenzeit konnte die Polizei die Besitzerin der Tiere ausfindig machen. Gemeinsam brachte man – mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger – die Pferde zum Hof zurück, der anderthalb Kilometer entfernt lag. Zwei Streifenwagen sicherten währenddessen die „Pferde-Karawane“. Kurzzeitig musste aus Sicherheitsgründen auch die Fahrbahn gesperrt werden.

„Der Einsatz war bereits eine Stunde später beendet. Niemand wurde verletzt“, teilt die Polizei mit und bedankt sich im übrigen bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Hilfsbereitschaft.

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Erstmals in Aachen: Hofkulturtage. Neuer Verein bringt noch mehr Musik in die Stadt

Das Wochenende liegt hinter uns und sofort steuern wir (via Brückentag) auf ein weiteres langes Wochenende zu. Die passende Musik zum Feiern in Aachen – open-air und kostenlos –  schafft uns ein neuer Verein herbei: der Hofkultur e. V. 

Kaum gegründet lädt der Verein schon zu Hofkulturtagen ein, die – wenig überraschend – im Hof stattfinden. Los geht es übermorgen, Mittwoch, um 17 Uhr mit dem Schlagsaiten Quantett. Wir wagen die Prognose: Die Akustik-Live-Band aus Aachen wird im Hof noch den traurigsten Alemannia-Fan in Feierstimmung versetzen. Die Band spielt Gypsy-Swing, Latino-Rhythmen, Balkan Beats, Flamenco & Rock. 

Danach kommt, denn es handelt sich um eine Fête de la musique, ein Duo aus der Bretagne auf die Bühne: Naowel. Der Programmzettel gibt an: Urbaner Akustik-Elektro-Mix mit Beatboxing, Banjo und Stepptanz. Weiter gehts mit Rasga Rasga, das sind 6 Musiker*innen mit 12 Instrumenten. Und das alles im Hof, der ja für Open-air-Konzerte so gut geeignet ist wie sonst kein Platz in Aachen.

Die Gesellschaft ist gespalten und spaltet sich noch ohne Ende weiter. Selbst den Menschen, die besonders Unterschiede mögen, geht das langsam auf den Kecks. Was könnte uns noch zusammenbringen? Die Kunst? Milos Sous, der Vorsitzende von Hofkultur e. V. und Chef im Domkeller, rät, es mit Musik zu versuchen.

Arndt Lorenz, Virginie Crossouard, Milos Sous, Jörg Stanzick und Ramon Creutzer (v.r.).

Der neue Verein, das sind Arndt Lorenz, Virginie Crossouard, Milos Sous, Jörg Stanzick und Ramon Creutzer. Sie machen Aachen ein Angebot – in Kooperation mit dem Institut Français übrigens, unterstützt von Stadt Aachen, Sparkasse Aachen und weiteren Sponsoren und laden für Donnerstag (Fronleichnam, viele haben frei) ein: ab 12 Uhr, „Audio im Alltag“, Radiojournalisten und Medienschaffende erzählen über ihre Arbeit (mit musikalischer Begleitung).

Sinn und Zweck journalistischer Arbeit müssten in Aachen tatsächlich öfter mal näher erklärt werden. Seufz. Wie könnte es sonst sein, dass der Traditionsverein Alemannia Aachen sich mit Mehrheit dafür entscheidet, bei seiner Hauptversammlung im Tivoli die Presse rauszuschmeißen? Klar, die Fans haben die Presse mit ihren ganzen schlechten Nachrichten so was von satt, es gab ja in der vergangenen Saison jede Woche einen handfesten Skandal. Aber Leute, so ist das eben. Das Leben ist kein 2 : 0 Heimsieg gegen den Tabellenführer nach einer leckeren Portion Pommes und Bierchen mit Freunden im Wandelgang des Stadions.

Ein Straßentheater für Kinder, das auch Erwachsene faszinieren wird, steht bei den Hofkulturtagen am Donnerstag ab 15 Uhr auf dem Programm. Tarantatá macht gute Laune. Zum Schluss, um 17 Uhr gibt es noch einen Song Slam – das ist ein Wettbewerb – mit Publikumsvotum für den Preis „Song Slam Hofkulturtage“.

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163 Wohnungen quasi neu und frei – Ist auch eine für den Jugendtreff dabei?

In der Zeppelinstraße wird totalsaniert und aufgestockt. Zuletzt wurde dort 1980 modernisiert.

In Unterforst zu wohnen, das ist schön und wird noch immer schöner – nicht zuletzt, weil Nachbarn sich kennen lernen und angefangen haben, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen (Stichwort: ISEK, Gemeinschaftsgarten). Was eindeutig fehlt, ist ein Raum für Kinder und Jugendliche von 12 bis 18 Jahren.

Nachmittags und abends im nahen Parkhaus der Arkaden seine Freizeit zu verbringen, wie das immer wieder Jugendliche tun, das kann auf die Dauer nicht die Lösung sein. Es gibt eine andere Lösung.

Derzeit werden nach einem jahrelangen Planungsprozess in der Zeppelinstraße 128 Wohnungen in mehreren Gebäudekomplexen totalsaniert. Seit Ende 2022 geht es rund in den Gebäuden aus dem Jahr 1929. Sie gehören der Stadt Aachen, werden von der GeWoGe verwaltet und werden eines Tages zu erschwinglichen Mieten vermietet. 35 weitere Wohnungen sind obendrauf neu gebaut worden.

Wie also wäre es, eine dieser Wohnungen – am besten eine im Parterre – für Jugendliche zu reservieren, dort einen Jugendtreff einzurichten? Diesen Vorschlag machte jetzt eine Nachbarin, auch ihr war aufgefallen, dass die Jugendlichen im Quartier nichts dergleichen nutzen können.

Alles neu: Dach, Keller, Fassaden, Treppenhäuser, Elektroinstallationen, Wand- und Bodenbeläge, alle Türen, Fenster, Bäder usw. usw. Soweit bekannt für 34 Millionen Euro.

Im ländlichen Raum (Düren, Erkelenz) gibt es Dörfer, die haben eine Kita und jeweils eine Wohnung (angemietet von der Gemeinde) reserviert als Treff für die örtlichen Jugendlichen. In Aachen ließe sich das vielleicht mal in einem Wohnquartier umsetzen, zwei große Räume und ein kleiner Raum (für ein Büro) würden schon reichen. Erfreulicherweise hat die Politik in Aachen schon 2023 zusätzlich zwei halbe Stellen für Sozialpädagogen für ganz Forst genehmigt und auch installiert. Mit Erfolg, die Stellen wurden verlängert.

Jugendtreffs sind für Jugendliche enorm wichtig. Die Einrichtungen fangen sie auf, wenn es zu Hause oder anderswo Probleme gibt. Es wird dort nicht nur gespielt oder geplaudert, es wird dort auch erlernt, was im weiteren Leben wichtig sein könnte, etwa Resilienz und Selbstwirksamkeit.

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