Jetzt haben die Bürger das Wort (Achtung: Termin-Korrektur)

Die Aachener Altstadt rund um Antoniusstraße und Parkhaus Büchel wird ganz und gar neu bebaut. Sogar neue Straßen werden angelegt. Gut, wann das sein wird, steht noch in den Sternen, aber die Planung läuft auf Hochtouren,  und bei den Diskussionen hängt mal der Polizeipräsident vor Empörung quer unter der Decke, mal der Bürger oder seine Gattin.

Es wird, wie in Aachen üblich, heftig diskutiert. Jede/r redet mit, und leider begegnet  man allgemein – wie immer in Aachen – dem Neuen mit riesengroßer Skepsis. Der Aachener lehnt nämlich alles Neue erst mal ab, freut sich aber gewaltig, wenn es dann vollendet ist. Ihr kennt das.

Worum geht es? Im Herzen der Innenstadt und somit in direkter Nähe zum Rathaus und zum UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom, soll ein attraktives Viertel mit hoher Lebensqualität entstehen. Aus einem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2015 ist das renommierte Büro Chapman Taylor mit seinem Entwurf als Sieger hervorgegangen. Informiert wird über die Pläne erst am kommenden Montag, 3. Juli,  10. Juli, von 18 bis 19 Uhr in der Citykirche in Aachen, Großkölnstraße. 

Der Sieger-Entwurf sieht vor, dass der Bereich zwischen Büchel, Kleinkölnstraße, Großkölnstraße und Mefferdatisstraße in vier Baublöcken – mit einem hohen Anteil an  Wohnungen entwickelt werden soll. Und das natürlich in mehreren Abschnitten.

Die Öffentlichkeit soll nun an den Planungsschritten beteiligt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger haben – zusätzlich zur Infoveranstaltung – die Gelegenheit, die Pläne in der Zeit vom 3. bis zum 14 Juli einzusehen und zwar im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Infos zu diesem Verfahren gibt es (während der Beteiligungsphase) auf der Internetseite www.aachen.de/bauleitplanung.

Die Ziele des für Aachener Verhältnisse ziemlich großen Bauprojekts sind u.a.: 

Der Abriss  des Parkhaus Büchel 

• Die Bündelung des Rotlichtbezirks in einem zentralen Bordellgebäude im östlichen Bereich der Antoniusstraße

• Die Realisierung von mindestens 50 Prozent Wohnanteil, davon 30 Prozent geförderter Wohnungsbau

• Ein hoher Anteil (15 bis 30 Prozent) von Begrünung im Quartier ist ebenso vorgesehen wie die Schaffung von neuen öffentlichen Wegeverbindungen inklusive eines Platzes mit einer hohen Aufenthaltsqualität

• Die Errichtung einer Kindertagesstätte im Viertel 

Polizeipräsident und Oberbürgermeister wollen den Puff am liebsten in ein anderes Stadtviertel verlegen. Wohin? Das ist völlig unklar. Die Ratspolitiker (CDU, SPD, Grüne, Die Linke und Piraten) (außer der FDP) wollen den Puff (arg verkleinert) in der Antoniusstraße belassen. Die Investoren wollen die meisten neuen Häuser gern eine Etage höher bauen als vorgesehen, die Stadtverwaltung sagt dazu: no. 

Leider habe ich von dem gesamten Areal nur Luftbilder, die ich nicht selbst geschossen habe. Die will ich hier lieber nicht veröffentlichen, es könnte teuer werden. Bei der Infoveranstaltung in der Citykirche wird es aber sicher Tafeln geben, auf denen ihr mittels Bildmaterial euch die Situation vor Augen führen könnt.

Also dann, bis Montag, 10. Juli, 18 Uhr. Man sieht sich.

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Politik: Endspurt vor den Sommerferien

Bevor es los geht mit den politischen Terminen der Woche, hier ein Hinweis:

Zwei Stunden lang (von 11 bis 13 Uhr) heißt es am kommenden Samstag, 1. Juli, im Foyer der Nadelfabrik:  „Am Puls der Demokratie – Politik und Wissenschaft im Gespräch mit Aachener BürgerInnen“. Professor Dr. phil. Martin Spetsmann-Kunkel von der Katholischen Fachhochschule Aachen wird eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme vortragen. Moderiert wird alles vom Aachener Journalist Gabor Baksay.

Die Nadelfabrik ist in Aachen, Reichsweg 30. Veranstalter ist die „Werkstatt der Kulturen“.

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Und jetzt zu den Ausschüssen: Los geht es mit Theater und VHS am Dienstag, 27. Juni, ab 17 Uhr in der Volkshochschule (VHS), Peterstraße. Spannend dürfte der Punkt werden, wo es um die zukünftige Finanzausstattung von Stadttheater und Musikdirektion geht. Allerdings ist es auch gut möglich, dass man nur einen Termin für eine Arbeitsgruppe verabredet. Die Vorlage gibt dazu nichts her.

Mit dem Geld aller Bürgerinnen und Bürger wird zu – schätzungsweise – 90 Prozent nur das finanziert, was Bildungsbürger unter „Hochkultur“ verstehen: z. B. ein Theater, in dem sich der Bildungsbürger unterhalten, moderat kritisieren und aufklären lässt.

So ist es nun mal. Rund 20 Millionen kostet das Stadttheater mit allem drum und dran. Und alle paar Jahre reicht das Geld nicht mehr, und die Summe wird erhöht. Derzeit fragt man sich aber, ob es nicht möglich wäre, dass das Theater mit seiner Musikdirektion deutlich unter 20 Millionen Euro bleiben könnte. Ende offen . . .

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Parallel zu diesem Ausschuss tagt am Dienstag ab 17 Uhr der Naturschutzbeirat – der frühere Landschaftsbeirat – im Sitzungssaal des Fachbereichs Umwelt an der Reumontstraße. Thema unter anderem der „Radschnellweg Euregio“. Es werden Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt und die weitere Vorgehensweise festgelegt.

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Der Sitzungsmittwoch (28. Juni) startet mit dem Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft im Sitzungssaal des Haus Löwenstein am Markt (Beginn: 17 Uhr).

Hier interessiert besonders der Tagesordnungspunkt 3: „Handlungsfelder Digitalisierung“. Die Digitalisierung scheint in der Stadtverwaltung leider oft totales Neuland zu sein, neurer gehts kaum. Man hat den Eindruck, dass es in der Verwaltung an der Weiterbildung im technischem Bereich hapert. Seltsam ahnungslos erscheinen manchmal die Befragten. Das müsste auch im Interesse des Oberbürgermeisters liegen, dass seine Leute fit sind, wenn es um das Internet geht.

In der Vorlage zur Sitzung schreibt die Verwaltung: „Seit 2015 häufen sich die Anfragen der lokalen Wirtschaft beim Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa zu Themen der Digitalisierung. Viele Unternehmen stehen vor der Frage, was etwa Open Data, Industrie 4.0, Internet of Things oder disruptive Geschäftsmodelle für den eigenen Geschäftsbereich bedeuten.“

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Am Donnerstag, 29. Juni, ab 17 Uhr tagt der Rechnungsprüfungsausschuss im Verwaltungsgebäude Mozartstraße. Allerdings sind alle Tagesordnungspunkte nicht-öffentlich. Denn, merke: Es wird auch vieles, was die Bürgerinnen und Bürger betrifft, hinter verschlossenen Türen verhandelt. Man bekommt durchaus nicht alles mit. Zum Glück gibt es Politiker, die gleichwohl für Transparenz sorgen. Verständlicherweise möchten die dann nicht in der Presse zitiert werden.

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Den letzten Termin der Woche hat am Donnerstag der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie. Um 17 Uhr tritt er im Ratssaal des Rathauses am Markt zusammen. Themen sind unter anderem ein Greenspot am Übergangsheim Robert-Koch-Straße im Rahmen des Projekts BIWAQ, ein Sachstandsbericht zum Integrationskonzept  und einer zum WLAN in städtischen Übergangswohnheimen.

Die Lokalpolitik steht im Mittelpunkt. Und wenn noch Freizeit bleibt, geht es um die Vorbereitung für den Bundestagswahlkampf, der nach den Sommerferien so richtig explodiert. Kandidat ist Matthias Achilles, der hier gerade fotografiert wird. Fraktionschef Udo Pütz leuchtet ihn aus.

 

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Paier: „Unser Museum ist die Stadt“

1989 hielt Klaus Paier im Neuen Aachener Kunstverein einen Vortrag über seine Wandbilder. Der Vortrag mit dem Titel „Unser Museum ist die Stadt“ ist im Nachlass des Künstlers vollständig dokumentiert und wird am Donnerstag, 29. Juni, im Ludwig Forum (LuFo), Jülicher Straße 97 –  109, von seinem Bruder Thomas Paier als Reenactment erneut gehalten.

Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag, 6. Juli, gibt es eine Stadtführung zu den Werken von Klaus Paier im Rahmen der derzeitigen LuFo-Ausstellung. Mit dabei ist unter anderen Regina Weinkauf, eine ausgewiesene Expertin in Sachen Streetart.

Einzelheiten zu der Führung werden noch mitgeteilt.

In keinem guten Zustand: Das Bild „Der Große Krieg“ von Klaus Paier. Der Künstler wurden einst im Neuen Aachener Kunstverein ausgezeichnet und hielt dort eine Ansprache. Die bemerkenswerte Rede wird sein Bruder Thomas Paier jetzt wieder halten. Und zwar im Ludwig Forum.

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Politik in dieser Woche: Bauen, Kultur, Parken und vieles mehr

Schon heute Abend (19.06) gibt es einen interessanten Gesprächstermin: Das Stadttheater lädt in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) in seine Räume ein zur Diskussion über die Krise in Europa, ab 20 Uhr im Spiegelfoyer. Das Gespräch wird moderiert von der Journalistin Bascha Mika, vielen vielleicht bekannt von ihren kenntnisreichen Wortbeiträgen im sonntäglichen ARD-Presseclub. Auf dem Podium: David Engels (Althistoriker) und Emanuel Richter (RWTH-Politik-Professor). Eintritt frei. 

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag finden unterdessen 5 Sitzungen statt, in denen die Dinge geregelt werden, die so oder so alle Menschen in Aachen betreffen, also die Politik. Drei Arbeitskreise (genannt: Ausschüsse, alle sind öffentlich) sollen hier erwähnt werden.

Mittwoch, 21. Juni, treffen sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (17 Uhr, Haus Löwenstein, Markt).

Dort gibt es einen mündlichen Bericht zur Aufstellung eines Pavillon im Westpark. Weitere Tagesordnungspunkte sind: Bewohnerparken. Hier: Aufnahme der Bewohnerparkzone „Ost 1“ in die Prioritätenliste (Bürgerantrag vom 22.12.2016). Die  Leute, die dort leben, hatten sich zuvor schon im Bürgerforum zu Wort gemeldet, sie können in ihrem Viertel nicht mehr parken, weil Ortsfremde ihnen die Parkplätze vollstellen.

Außerdem geht es um die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und Festlegung der weiteren Vorgehensweise beim Radschnellweg Euregio. Nehmt euch Zeit zum Lesen, es ist eine längliche Vorlage, aber von großer Wichtigkeit.

Nächster Tagesordnungspunkt: Benennung des Parks zwischen Goethestraße, Schillerstraße, Maria-Theresia-Allee und Anton-Kurze-Allee (Park am Alten Klinikum). Vorgeschlagen ist Nelson Mandela Park.

Die Verwaltung schreibt: „Nelson Mandela . . .  der erste schwarze Präsident seines Landes“ (Fettung von mir). Wir „Weißen“ nennen die Menschen mit einer bestimmten Hautpigmentierung „Schwarze“ und uns selbst „Weiße“. Dabei, wenn ich in den Spiegel sehe, bin ich z. B. im Sommer an manchen Stellen hellbraun und im Winter wie Kalk-mit-Käse. Das Konzept Schwarze/Weiße bekommt für mich immer mehr Fragezeichen. Die Menschheit in Schwarze und Weiße aufzuteilen ist ein soziales Konstrukt. Was soll man machen?

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Der Betriebsausschuss Kultur trifft sich Donnerstag, 22. Juni, 17 Uhr, Raum 207/208 im Verwaltungsgebäude, Mozartstraße.

Hier die Tagesordnung: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3688

Im Ausschuss geht es um die Zukunft der Barockfabrik als Kulturhaus. Die Linke schreibt: „Auf der Webseite der Barockfabrik mussten wir erfahren, dass das Kinderkulturangebot zum 30. Juni 2017 in den entsprechenden Räumlichkeiten beendet wird. Wir möchten daher erfahren, wie es mit der Kinderkulturarbeit in Aachen und den Mitarbeiterinnen weitergeht und welche Pläne zur Nutzung der Barockfabrik bestehen.“

Ja, das wüsste ich auch mal gern, was in diesem wunderbaren, zentral gelegenen Gebäude in Zukunft stattfinden wird. Nichts? Das wäre schade.

Für mich hochinteressant ist der Punkt: „Freies WLAN in städtischen Kultureinrichtungen. Antrag der Fraktion GRÜNE vom 30.06.2016“. Aber für das freie WLAN ist kein Geld da, bzw. es kommt die Stadt ANGEBLICH zu teuer. Es ist so furchtbar falsch was in der Vorlage steht, man möchte schreiend aus dem Fenster springen. Lest es bitte selber, ich will das hier nicht zitieren.

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Den Schlusspunkt setzt am Donnerstag, 22. Juni, um 17 Uhr der Planungsausschuss im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor an der Lagerhausstraße.

Über diesen wichtigen Ausschuss wird immer umfassend in den Aachener Tageszeitungen informiert. Bestimmt auch über die Ergebnisse eines Architekten-Wettbewerbs (Schlauns-Wettbewerb)  zu Aachen-Nord. Es gibt sehr interessante Ideen und Vorschläge. Schaut hier und klickt auf Dokumentation:

http://www.schlaun-wettbewerb.de/der-schlaun-wettbewerb/2016-2017/die-preistrager-dokumentation

Mit dem Schlaun-Wettbewerbe soll die bundesdeutsche Baukultur angehoben werden. Gegenstand der Aufgabenstellungen für die drei Kategorien Architektur, Städtebau, Bauingenieurwesen war diesmal kein Gelände in Köln, Leipzig, Dresden oder Berlin. Nein, es war das das Areal zwischen Gut Kalkofen und Grünem Weg in Aachen Nord.

Weiter in der Tagesordnung: Die Grünen schlagen vor, dass sich der komplette Planungsausschuss mal sämtliche Wohngebiete anschaut, die in den letzten 10 Jahren neu entstanden sind. Der Grund: Evaluierung von Planungsbeschlüssen. d.h. Wie sieht denn nun die Wirklichkeit aus, nachdem man in den Arbeitsgruppen so viel Energie und Zeit verwendet hat, die Planung für gute und nachhaltige Architektur auf die Beine zu stellen. Die Grünen nennen in ihrem sehr sinnvollen Antrag acht (8) Neubau-Projekte, denen ich gern noch das Bauwerk Mataréstraße/Bonifatiusweg hinzufügen würde.

Was außerdem noch von großem öffentlichen Interesse sein müsste, ist der Erlass einer Grün- und Gestaltungssatzung für die Stadt Aachen, die zum Ziel hat, Aachen grüner zu machen und damit mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

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Bleibt nur noch zu sagen:

Am Samstag, 10. Juni 2017, haben die Aachener Piraten ihre Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Für den Wahlkreis 87 (Aachen I, Stadt Aachen) tritt Matthias Achilles an. Matthias ist Sachkundiger Bürger der Piraten im Aachener Mobilitätsausschuss und hat dort die hohe Qualität seiner Arbeit in der Aachener Verkehrspolitik zeigen können.

Für den Wahlkreis 88 (Aachen II, StädteRegion Aachen) tritt Maximilian Möhring an. Max ist Geschäftsführer der Gruppe Piraten/UFW in der StädteRegion Aachen. Seine Kernthemen sind Bildung und der öffentliche Nahverkehr.

Die Chancen sind natürlich nicht gerade groß, aber beide möchten gern die Gelegenheit nutzen, um piratige Ideen in die Diskussion zu bringen. Und das ist bei Wahlkämpfen nur dann möglich, wenn man auch eigene Kandidaten aufstellt.

Matthias Achilles und Max Möhring (v.l.). Beide sind Studenten und seit vielen Jahren Mitglieder der Piratenpartei.

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Sehenswert: „Kanal Trivial“ mal wieder

Wer sich für Aachen (mal aus der Sicht der Stadtverwaltung gesehen) interessiert, sollte sich dieses Video ansehen. Es ist nicht langweilig. Dezernentin Susanne Schwier schildert im „Kanal Trivial“ ihren riesigen Arbeitsbereich, wo sich mehr als anderswo die Stadtverwaltung direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern konfrontiert sieht.

Krass. Marc Teuku und Andreas Müller haben wieder eine Super-Arbeit abgeliefert.

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Trekking in der Eifel

Dieses Foto steht in keinerlei Zusammenhang mit dem untenstehenden Text. Kein Trekking-Netzwerk führt daran vorbei. Die Abbildung ist vielmehr in der Zeppelinstraße in Aachen zu sehen. Schön, nee?

Wandern und in der freien Natur, gänzlich abseits von jeglicher Zivilisation, allein sein und im Zelt übernachten? Reisen nach Schweden, Island oder Kanada werden bald durch Eifeler Angebote ergänzt, denn in der Eifel wird ein Trekkingnetzwerk aufgebaut.

Einzige Bedingung, und die ist durch die Vorentscheidung im Tourismus- und Kulturausschuss der Städteregion schon so gut wie erfüllt: Der Städteregionsausschuss muss zustimmen, nicht zuletzt der Zahlung von rund 16.500 Euro.

Jüngst wurde den Kommunalpolitikern in Wort und Bild vorgeführt, wie Trekking funktioniert und wie beliebt es insbesondere bei Menschen unter 35 ist. Mit dem Zelt auf dem Rücken wandern und in der Natur übernachten, wo man ganz allein sein kann . . . danach sehnen sich nicht wenige Menschen.

Von „erlebnisorientierten Wanderungen“ war im Ausschuss die Rede. Man zieht weiter und weiter, kommt am Ende nicht mehr an den Ausgangsort zurück und übernachtet in der Natur. Erst bei der Anmeldung erfährt man, wo man übernachten darf, denn die Natur will geschützt und pfleglich behandelt sein.

Mit dem Trekking werden natürlich nicht Heerscharen von Touristen in die Eifel kommen. Im Gegenteil: Es kommen Menschen, die die Einsamkeit suchen. Eine Wirtschaftsförderung im üblichen Sinne ist das Projekt ganz sicher nicht.

Eine Trekking-Möglichkeit gibt es bereits und die muss als Erfolg verbucht werden. Wer sich dafür interessiert, schaue hier: www.trekking-eifel.de 

Am 29. Juni soll die Sache im Städteregionsausschuss beschlossen werden.

Die Vorlage aus dem Tourismus- und Kulturausschuss ist hier: http://gremieninfo.staedteregion-aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=8581

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Aachen MitteMitte: Ziemlich hoch und dunkel

„Aachen MitteMitte“heißt ein neues Wohnquartier mit der Adresse Kasernenstraße und „An den Frauenbrüdern“, an dem ich Anfang Mai – auf dem Weg zu einer Veranstaltung – zufällig vorbeiging. „Ziemlich hoch und dunkel“, dachte ich. Und: „Ob das wohl so bleibt?“ Die Bäume  hatten noch keine Blätter, jetzt, ein paar Wochen später, schau ich mir den Gebäudekomplex einfach noch mal an.

Mal sehen, wie sich die Anlage jetzt präsentiert. Ich rate zu  hellgelben oder pinken Streifen auf der Fassade – wie bei dem neuen Hotel an der Krefelder Straße.

Hier sieht man das Objekt: http://www.aachen-mitte-mitte.de/de/objekt/

Falls jemand eine Wohnung kaufen will: Es ist offenbar noch eine zu haben. https://www.immobilienscout24.de/expose/82296450

 

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Ohne jede Erfahrung rein in die Politik? Das kann nicht gutgehen

Wer fotografiert, sollte sich vorher kundig machen und üben, üben üben. Dann gelingen noch viel bessere Fotos vom Kennedypark als hier. Auch wer sich in der Politik für seine Mitmenschen engagiert, sollte dies nicht gänzlich uninformiert und unerfahren machen.

Mit Freude wird in diesen Tagen in den Medien vermerkt, dass Frankreichs neuer Staatschef Emmanuel Macron viele Politik-Neulinge in die Nationalversammlung bringen wird. Alles, Leute, die noch nie ein politisches Amt innehatten, und die den Politikbetrieb nicht von innen kennen. 

 
Wenn das mal gutgeht . . . zweifle ich. Und frage mich: „Woher kommt eigentlich der Eindruck, dass ausgerechnet die Politik ein Arbeitsfeld ist, das man ohne lange Ausbildung und praktisches Üben einfach so kann?“
 
Für alles braucht man eine mehrjährige Ausbildung: Um jemand die Haare gut zu schneiden, um ein Abwasserrohr zu verlegen und richtig anzuschließen oder eine schöne Webseite zu bauen . . . immer würde man diese Aufgaben am liebsten jemand übertragen, der das schon zwei, drei Jahre theoretisch und praktisch geübt hat. 
 
Von heute auf morgen, ohne lange Lernphase, Politiker zu werden, das ist wie von heute auf morgen Chirurg zu werden oder Lehrer oder Ingenieur. Warum denken viele, es könnte bei Politikern klappen, was bei Arzt, Lehrer und Ingenieur garantiert in die Hose geht? 
 
Politik in einem Stadtrat, im NRW-Landtag, im Bundestag „das kann doch jeder“. Tja, bei den Piraten ist das gründlich schief gegangen. Sie hatten keine Ahnung vom Politikbetrieb und sind auf der ganzen Linie gescheitert. (Nicht in Aachen, wo sie nach einer jahrelangen Lernphase jetzt erstmals als Fraktion arbeiten.)
 
NRW-Piraten hatten keine Ahnung von Teamarbeit auf dem politischen Feld, wie man sich Mehrheiten, die auch halten, zusammensucht. Wie man Kompromisse schließt und wie man mit der Presse umgeht. Ja, sie wussten nicht mal und wissen es bis heute nicht, was das Interesse der Presse ist. Das konnte ich sehr gut beobachten. 
 
Bei den Piraten ist noch interessant, dass sie selbst in fünf Jahren nicht fähig waren, das alles zu lernen. Bis zum Schluss nicht. Das könnte bei Macrons Truppe anders sein, möglicherweise lernen diese Leute schneller. Es ist zu hoffen.
 
Und noch etwas unterscheidet die französischen Newcomer (hoffentlich) von den Piraten: Wenn man etwas nicht kann und nicht weiß, muss man sich unverzüglich professionelle Hilfe holen. Das ist teuer, aber eine Spitzenkraft ist 1000 mal effektiver als vier oder fünf studentische 450-Euro-Kräfte, die ebenfalls keine 20 Jahre Erfahrung haben im Politikgeschäft, noch nicht mal fünf Jahre. 
 
Macron wird von seinen „Politik-Neulingen“ keine Unterstützung erfahren, das sehe ich kommen. Die Presse wird ihre persönlichen Lebensumstände ausleuchten, mit verheerenden Ergebnissen. Die Herrschaften werden übertrieben idealistisch handeln, intern streiten und über diese Streite in der Öffentlichkeit quatschen. Sie werden sich selbst eitel überschätzen und lächerlich wirken. Und sie werden Dinge sagen und tun, über die man nur lachen kann. Wetten? 
 
Neulinge in der Politik werden grotesk überschätzt. Die Wähler haben die etablierten, professionellen Politiker, deren  Unehrenhaftigkeit und Verlogenheit so satt, dass sie jeden wählen, der mit angeblich „unvorbelasteten“, „neuen“, „frischen“ Kandidaten ankommt. Die aber leider null Ahnung vom Fach haben, das kann nicht gutgehen. Politik ist eine hochspezialisierte Sache. 
 
Oder sie wählen gleich einen kompletten Idioten, weil der erst  mal alles kaputt haut, und danach kann man ja dann mal sehen, was sich machen lässt. Das fällt doch jedem auf, dass sich derzeit die Vollidioten übergroßer Beliebtheit erfreuen: Donald Trump, Alexander Gauland, Marine Le Pen, Boris Johnson, Nigel Farage . . . um nur die zu nennen, die gestern wieder im TV zitiert wurden. Und denen läuft das Volk nur hinterher, weil es sich von den etablierten Demokraten a la Schulz und Maas betrogen fühlt. 
 
Macron wird „Frankreichs Kennedy“ genannt. Das Präsidentenlager kann am kommenden Sonntag mehr als 400 der 577 Abgeordnetenmandate erobern. Davon mehr als die Hälfte der Abgeordneten: komplett unerfahren. 
 
Das gibt eine Enttäuschung und ein Reinfall! Oh mein Gott. 
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Lindt, der Bend, die Polizei: Wer zieht wohin?

Der Neubau des Polizeipräsidiums an der Trierer Straße kommt zügig voran. Bauherr: Hochtief PPP Solutions GmbH, Mieter: das Land NRW. Als Architekten zeichnet die HahnHelten und ASS Architekten GmbH aus Aachen verantwortlich.

Die Kommunalpolitik bewegt sich nur langsam vom Fleck. In der neuen Woche tagen – bedingt durch den Feiertag – lediglich zwei Gremien, die von Interesse sind: der Sportausschuss und der Rat der Stadt. 

Im Sportausschuss (Die., 13. Juni, 17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt) geht es um das Drama, zu dem sich ein möglicher Standort für die neue Tennishalle des Tennisclub Blau-Weiss gerade entwickelt. Der Verein (761 Mitglieder, darunter über 210 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre) braucht eine neue Halle. Zwei Standorte kommen infrage, sind im Grunde beide geeignet und stehen parat. Nämlich das Gelände Kornelimünsterweg/Waldfriedhof und der Sportplatz Robert-Schuman-Straße/Siegelallee.

Der Sportplatz Robert-Schuman-Straße wird hauptsächlich vom Burtscheider Turnverein 1873 und den Schulen Einhard-Gymnasium, Hauptschule Burtscheid und der Käthe-Kollwitz-Schule genutzt. Diese Nutzer sollten nun im Zuge der Überlegungen, den Sportplatz Robert-Schuman-Straße aufzugeben, zu dem Vorhaben befragt werden. Insofern war auch der Schulausschuss mit der Angelegenheit befasst, dort kam die Sache aber vorerst nicht weiter. 

Der Tennisklub Blau-Weiss besitzt am Luxemburger Ring eine vereinseigene Tennisanlage mit 8 Plätzen und einem Clubheim. Dort kann keine Halle gebaut werden. Die wird aber gebraucht, damit auch in den Wintermonaten – unter anderem in der Bundesliga – Tennis gespielt werden kann. 

Mal sehen, ob der Rat der Sache neuen Schwung verpasst. 

Mehr Infos: Hier http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=16846

Außerdem werden im Sportausschuss behandelt: die Analyse der wirtschaftlichen Situation der städtischen Schwimmbäder und der Winterdienst an Gymnastik-, Turn- und Sporthallen städtischer Schulen.

***

Der Rat der Stadt tagt einen Tag später, am Mittwoch, 14. Juni, um 17 Uhr im Rathaus. Dort muss man sich wohl oder übel mit den Einwänden des Polizeipräsidenten befassen, der aus heiterem Himmel jetzt plötzlich meint, die Bebauung des Büchel (insbesondere der Antoniusstraße) könne nie und nimmer so erfolgen, wie die Stadtverwaltung und die Politik sich das vorstellen. Die Polizeipräsident sieht die Arbeit seiner Beamten stark behindert, das neue Bordell sei quasi nicht zu kontrollieren.

Das heißt: Eigentlich müssten die gut durchdiskutierten Pläne in die Tonne gekloppt werden, und man müsste mit der Planung quasi noch mal von

Hinweisschild vor dem neuen Polizeipräsidium. Auf den ersten Blick scheint das neue Präsidium doppelt so groß zu werden, wie das alte.

vorne beginnen. Eine in Aachen beliebte Vorgehensweise, weshalb manche Projekte Jahre und Jahrzehnte brauchen, ehe sie realisiert werden. Diesmal aber sind die Parteien wild entschlossen, die einmal gefassten Pläne auch durchzusetzen. Auf die Diskussion bin ich gespannt.

Hier die Tagesordnung der Sitzung des Rates.  http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3598 

Der Polizeipräsident wird übrigens in nicht allzu ferner Zeit umziehen nach Brand, an die Ecke Trierer Straße/Debyestraße (s. Foto oben). Der Neubau des Polizeipräsidiums schreitet zügig voran. Nach dem Umzug könnte der Bend (die örtliche Kirmes) auf dem Gelände des dann abgerissenen alten Polizeipräsidiums an der Krefelder Straße stattfinden, und die Schokoladen-Firma Lindt könnte auf dem Bendplatz an der Roermonderstraße eine neue Produktionsstätte errichten. So stellen sich manche das vor, und so wird es zur Zeit diskutiert.

Der Bendplatz ist ein Gelände, wo auch Zirkusse ihr Können präsentieren und wo in Weihnachtsmarkt-Zeiten die Busse parken. Das Gelände ist, wenn es denn schon einer anderen Nutzung zugeführt werden muss, viel eher als Bauplatz für eine Wohnanlage wie gemacht. Für eine Produktionsstätte ist es viel zu schade. Lindt sollte sich besser in genau die andere Richtung ausdehnen. Dorthin, wo jetzt noch ein Baumarkt ist, der seinerzeit sowieso gemeint hatte, man werden an der Roermonderstraße nicht ewig bleiben, sondern von dort weggehen nach Brand. Und in Brand (Debyestraße) ist der Baumarkt mittlerweile angekommen.

Der Bendplatz mit den Türmen im Hintergrund. Hier möchte Lindt eine neue Produktionsstätte errichten und 1000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Falls es für Lindt keinen zusätzlichen Platz gibt, muss das Unternehmen Aachen verlassen, so wurde unmissverständlich signalisiert.

Der Bendplatz, vom Haupteingang aus fotografiert. Ganz hinten produziert das Schoko-Unternehmen wahrscheinlich jetzt schon die ersten Schoko-Weihnachtsmänner.

 

Update: Aus dem Polizeibericht

Aachen (ots) – Ein eher ungewöhnliches Bild bot sich heute Morgen (12. Juni) auf dem Weg zum Kindergarten einer Mutter mit ihren Kindern auf der Beverstraße.

Mann hängt im Container fest. Beweisfoto: Polizei Aachen

Man kann viel erzählen und schreiben, aber der Notruf der besorgten Frau bei der Polizei gibt es am besten wieder:

Frau: „Hier aus dem Kleidercontainer ragen zwei Füße!“

Polizei: „Wo ist das“?

Frau: „Beverstraße, am Bahnhof…..die Füße bewegen sich!“

Polizei: „Wir kommen!“

Die Ordnungshüter standen in der Nähe und waren schnell da. Schnell strampelten auch die Beine, die aus dem Container herausragten und signalisierten, dass reges Leben im halb verschwundenen, offensichtlich männlichen Körper herrschte.

Erste Versuche, per festem Klopfen am Container die Aufmerksamkeit des Mannes zu erlangen, schlugen fehl. Offensichtlich hatte sich der Betroffene beim Hineinklettern in den Container und beim Berechnen der Schwerkraft verschätzt. Jedenfalls war ersichtlich, dass ein eigenständiges Vor- oder Zurück ausweglos erschien. Folglich packten die Beamten herzhaft zu und zogen den Mann mit einem gehörigen Kraftaufwand aus dem Container.

Bei freier Sicht auf die obere Hälfte des Mannes, erkannten sie in ihm einen alten Bekannten. Einen mehrfach vorbestraften Dieb. Wie manches Mal zuvor, hatte er schon Sachen aus dem Kleidercontainer um die Ecke genommen um sie später zu verkaufen.

Nicht weniger interessant als der gesamte Vorfall war die Aussage des 22-jährigen Mannes: „Ich hab`Sachen in den Container geworfen. Dabei ist mein Portemonnaie da hineingefallen. Das suche ich jetzt. Um besser dran zu kommen, habe ich die Sachen nach draußen geworfen. Jetzt kam ich nur selber nicht mehr raus.“

Der 22-Jährige bekam den hoheitlichen Auftrag, die Sachen wieder in den Container zu werfen und drumherum aufzuräumen. Das machte er auch.

Sein Portemonnaie fand der Mann wenig später übrigens auch…allerdings nicht im Container…wer hätte es gedacht…

Wie die Frau ihren Kindern den Vorfall erklärte, ist nicht überliefert.

 

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Im Vorbeigehen gesehen: Neues Dach

Huch, die Turpinstraße im Frankenberger Viertel hat auf einmal ein Dach bekommen, ein grünes Dach aus Blättern, sozusagen.

Merke: Wer öfter mal zu Fuß geht, sieht mehr von Aachen.

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