In größter Not: Zwei Eier für jedes Kind

Das Aachener Stadtarchiv stellt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats vor. Im April 2025 zeigt das Archivale des Monats eine Bekanntmachung des städtischen Ernährungsamtes vom 17. März 1945 zur Sonderausgabe von Eiern. Dazu erreichte AachenNews folgender Text:

Während in Teilen des Deutschen Reiches noch gekämpft wurde, kümmerte sich die Zivilverwaltung der Stadt Aachen im März 1945 um die Versorgung der nach Aachen zurückkehrenden Bevölkerung. Aufgrund der allgemeinen Mangellage wurden weiter Lebensmittel zugeteilt, hierzu war mit dem Ernährungsamt eine Sonderverwaltung eingerichtet worden. 

Die umliegenden Bauernhöfe wurden in ein Bewirtschaftungssystem eingebunden, das die Produktion, den Einkauf durch öffentliche Stellen und die Verteilung regelte und steuerte. Es wurden zum Beispiel Bezugsmengen der Lebensmittel für Kinder und Erwachsene festgelegt; so hatten seit Dezember 1944 Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr Anspruch auf dreiviertel Liter Milch täglich, drei- bis sechsjährige auf einen halben Liter, Menschen ab 65 Jahren auf ein viertel Liter, Kranke je nach Attest auf einen halben bis einen Liter sowie Schwangere und stillende Mütter auf einen halben Liter Milch täglich. Verteilt wurde die Milch nur an den Wochentagen.

Für das erste Osterfest nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Aachen sollten zumindest die Kinder und Jugendlichen eine spürbare und mit dem Osterfest verbundene Gabe erhalten, die die Feierlichkeiten aufwerten sollte. Der Ostersonntag fiel 1945 auf den 1. April. So konnten alle Aachener Kinder bis 14 Jahre, wie eine Bekanntmachung verkündete, in der Karwoche in zehn ausgewiesenen Geschäften einmalig zwei zusätzliche Eier abholen.

Die Abholung wurde auf der „Kindersonderkarte 2“, einer Lebensmittelkarte, vermerkt, um Mehrfachabholungen zu vermeiden. Den Aushang hatte ein Offizier der US-Besatzungstruppen im Vorfeld genehmigt.

Quelle: Stadtarchiv Aachen, NRW 4-94

Eine Erinnerung an Zeiten, als es den Menschen am Nötigsten mangelte. Der Krieg war zu Ende, die Bevölkerung, die nach Aachen zurückkam, musste mit Lebensmitteln versorgt werden.

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Driescher Hof: Bis zu 300 zusätzliche Wohnungen geplant

Zwischen Grauenhofer Weg und Stettiner Straße, auf einer Weide, die zum Driescher Hof gehört, sollen Wohnungen gebaut werden: 280 bis 300 Stück. Das ist eine Menge. Mindestens 600 Personen zusätzlich – wenn nicht mehr – würden die Infrastruktur vom Driescher Hof zusätzlich nutzen. Verkraftet das Viertel das?

Die Anwohner von Driescher Hof, die sich über die Pläne schon umfassend informiert haben, sind nicht gerade glücklich über das Vorhaben. Sie befürchten, dass das Projekt die Probleme im Viertel noch verschärft. Verwaltung und Politik in Aachen haben gleichwohl ein seriöses Anliegen: Sie wollen die Wohnungsnot lindern. Ein Kölner Investor möchte bauen.

Absolut ländlich fühlt man sich am Grauenhofer Weg. Dort sollen bis zu 300 Wohnungen errichtet werden. Die Neubauten werden die Versorgung mit Kaltluft beeinflussen.

Mindestens 600 Menschen – das ist andernorts ein veritables Dorf, was da neu entsteht. Gut 30.000 Quadratmeter umfasst das Planungsgebiet, und wie die Gebäude darauf angeordnet sein werden, steht auch schon fest. Außerdem: dass zu dem Gelände eine große Tiefgarage für alle und eine 4-gruppige Kita dazugehören werden. Im Planungsausschuss hat man sich im März mit der Angelegenheit befasst, Skizzen sollten hier zu sehen sein.

Driescher Hof ist ein Quartier, das mit Problemen zu kämpfen hat. Dort leben deutlich mehr Menschen mit Migrationshintergrund als anderswo in Aachen. Es wohnen dort außerdem viele alte und arme Menschen. Driescher Hof gehört zu Forst, was ja ohnehin ein Stadtteil ist, der von Seiten der Politik eine liebevollere Beachtung verdient hätte. Eine besondere Anstrengung unternimmt die Stadt glücklicherweise mit dem ISEK, damit auch ganz Forst sich – wie andere Stadtviertel – positiv entwickeln kann.

Das neue „Dorf“ zwischen Stettiner Straße und Grauenhofer Weg liegt in Autobahnnähe (Lärm). Es soll, so ist es geplant, ideal für junge Familien sein, denn ein Drittel der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Man träumt von „qualitätvoller Stadterweiterung“.

Die Anwohner von Driescher Hof kennen ihr Viertel, sie wünschen sich für das neue Wohngebiet z. B. einen großen Spielplatz (ist nicht vorgesehen). Die Offene Tür in Driescher Hof und die Grundschule sind – gelinde gesagt – extrem gut besucht (überlaufen), die Versorgung mit Geschäften, Ärzten, Post und Sparkasse ist gar nicht gut, manche sagen „mangelhaft“.

Foto: Die Wiese, auf der gebaut werden soll, steht bisweilen unter Wasser. Ob es sinnvoll ist, dort Boden zu versiegeln, wissen wir zur Zeit noch nicht.

Wichtig wäre es, die Pläne für die neue Wohnsiedlung den Menschen dort nochmals bekannt zu machen und sie vor Ort nach ihrer Meinung zu fragen. Es wäre für die Leute eine relativ neue Erfahrung. Dass man Einfluss nehmen kann auf seine Umgebung, auf die Gestaltung des Quartiers, in dem man wohnt, das gehört in Driescher Hof nicht gerade zum Alltag. Soziologen meinen, wer diese Erfahrung niemals macht, wird wütend und wählt am Ende noch die AfD.

Weiter Infos auch hier: https://beteiligung.nrw.de/portal/aachen/beteiligung/themen/1013602

Und: https://www.aachen.de/de/stadt_buerger/planen_bauen/bauleitplanung/verfahren/Grauenhofer-Weg_Stettiner-Strasse_Bp_1012/index.html

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In Forst: Die Mitte zu einem lebendigen Zentrum für alle machen

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Zweiräder unter dem Hammer

Mitte Juni findet im Aachener Polizeipräsidium an der Trierer Straße wieder eine Versteigerung von Zweirädern statt: Darunter sind Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter, Kleinkrafträder und ähnliche Fahrzeuge.

Am 13. Juni um 9.30 Uhr geht es los. (Eine halbe Stunde vorher könnt ihr euch die Zweiräder bereits ansehen.) Abgegeben werden sie „gekauft wie gesehen“. Es wird nur Barzahlung akzeptiert. Der Versteigerungsort ist vor dem Lieferanteneingang, der sich an der Trierer Straße befindet.

Die Polizei bittet euch, unbedingt zu beachten: Es gibt keine Parkmöglichkeiten auf dem Gelände des Präsidiums. Bringt einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit. Die ersteigerten Fahrzeuge müssen sofort nach der Versteigerung mitgenommen werden. (sk)

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Stadt berät und verteilt Saatgut: Mach dir eine Blumen-Wiese

„Wer ein Stück Rasen in eine Wildblumenwiese verwandelt, kann viel für das Stadtklima und die Artenvielfalt tun“, schreibt uns die Presseabteilung der Stadtverwaltung. Ob 10 oder 100 Quadratmeter – wichtig sei, dass die Fläche nicht genutzt wird, mäßig bis voll besonnt und frei von Bäumen und Sträuchern ist. Noch bis Ende April könne eine Wildblumenwiese eingesät werden. 

Aber welche Flächen eignen sich und wie geht das? Die Stadt Aachen bietet im Rahmen des Projekts FLIP (Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten), das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird, in diesem Jahr noch kostenfrei Beratung und hochwertiges, regionaltypisches Wildpflanzensaatgut an. 

Bei Interesse gibt es Infos bei Anika Au vom Fachbereich Klima und Umwelt unter flip@mail.aachen.de oder unter Telefon 0241-43236113. Eine zweite Chance für eine spätere Ansaat in diesem Jahr gibt es nochmals von Mitte August bis Ende September, dann endet das Projekt. 

Weitere Informationen rund um das Projekt und um Wiesen findet man unter www.flip-wiesen.de.

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Bewohnerparken: Höhere Gebühren ab 1. Mai

Ab dem 1. Mai erhebt die Stadt höhere Gebühren für neu ausgestellte und geänderte Bewohnerparkausweise. 

Die fällige Gebühr wird ab Anfang Mai nach der Fläche berechnet, die ein Kraftfahrzeug im Straßenraum belegt, also nach Länge und Breite. Für jeden belegten Quadratmeter wird eine Gebühr von 30 Euro fällig. Hinzu kommt eine Verwaltungsgebühr für den Antrag in Höhe von 15 Euro. Die Kosten orientieren sich zukünftig am wirtschaftlichen Wert der Parkflächen im öffentlichen Raum und an den Herstellungs- und Unterhaltungskosten für Parkplätze. 

Wer kann Ausweise beantragen?

Mit der neuen Verordnung und Gebührensatzung für das Bewohnerparken wird auch der Kreis der Personen vergrößert, der Bewohnerparkausweise in Aachen erhalten kann. Zum Berechtigtenkreis gehören alle Personen, die in einer Bewohnerparkzone in Aachen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind und dort auch wohnen. 

Die Antragsteller müssen Halter des angegebenen Kraftfahrzeugs sein oder dieses nachweislich dauerhaft nutzen. Somit können nun auch Auszubildende ohne zusätzliches ÖPNV-Abonnement, Auto-Abonnement-Nutzende und Zweitwohnsitzler*innen einen Bewohnerparkausweis beantragen, wenn sie nachweisen können, dass sie ihr Kraftfahrzeug dauerhaft nutzen. 

Der neue Ausweis kann online nun für drei, sechs oder zwölf Monate über das Serviceportal der Stadt Aachen beantragt werden. Falls Bürger*innen Unterstützung bei der Onlinebeantragung und bei der Anmeldung über BundID benötigen, steht das Servicecenter Call Aachen unter der Behördenrufnummer 115 zur Verfügung. Darüber hinaus kann der Bewohnerparkausweis persönlich im Bürger*innen-Service erworben werden.

Alle bereits ausgegebenen Bewohnerparkausweise bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit gültig. Eine Nachforderung von Gebühren auf Grundlage der neuen Gebührenrechnung wird es nicht geben. Bei einer Änderung des aktuell gültigen Bewohnerparkausweises ab 1. Mai 2025 greift aber die neue Regelung. Einen neuen Ausweis können Berechtigte frühestens einen Monat vor Ablauf des bisherigen Ausweises beantragen.

Mehr Infos hier: www.aachen.de/bewohnerparken

AachenNews erinnert sich: Im Parkhaus der Arkaden einen Pkw-Platz zu mieten, das kostet auch nicht mehr als 80 Euro im Monat.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Chaostag am Tivoli. Aber Hauptsache: Aachen gewinnt

Was für ein Chaostag auf dem Tivoli. Aachen gegen den SV Sandhaus, da mussten die 3 Punkte in Aachen bleiben.

Doch kaum kommen wir in die Nähe vom Tivoli wird klar: Es stimmt gewaltig was nicht, es gibt keinen Einlass, es gibt nur jede Menge Polizei. Eine Hundertschaft musste kommen um wen zur Räson zu bringen? Wir wissen es sogar jetzt noch nicht.*

Gegen wen oder was muss sich der Beamte in der Mitte so dermaßen schützen? Ziemlich übertrieben, die Montur.

Unterdessen schwitzen wir Fans (mit Kind und Kegel und Opa) an drei Seiten vom Stadion in der Sonne. Sehr ungesund. Eine Zumutung und schon fast ein Wunder, dass sich die Fans so geduldig verhalten. Man hört die übliche Musik, die den Beginn des Spiels einläutet und die Hymne. Dann nicht reinzukommen, das ist unvorstellbar traurig.

Es bewegte sich nichts. Innen sollen da Gert Kempf und Andreas Goertges den Fans (und besonders den Ultras) erklärt haben, dass der Anpfiff verschoben wird. Es habe einen Zwischenfall gegeben.
Es ging einfach nicht weiter, man suchte auf Facebook und in den Soz.Medien, was denn eigentlich los war. Allein: Es klärte sich nichts.

Mal hieß es, es sei zu wenig Sicherheitspersonal da, mal hieß es, es habe eine Schlägerei gegeben, dann wieder war der Zoll schuld, dass niemand rein durfte, dann hatte sich angeblich das Ordnungsamt quer gestellt, dann soll eine Polizistin geschlagen und verletzt worden sein. – Was für ein Tag!

Draußen hörte man innen Torjubel, und die Sicherheitskräfte ließen jetzt doch sehr zügig die Leute rein. Der Gegner hatte schon in den ersten Minuten ein Eigentor fabriziert. 1:0 für Aachen.

Von unseren Plätzen konnten wir wenig später mit Entsetzen erkennen: Der Schiedsrichter gab einen Elfmeter für Sandhausen, was gar kein Foul gewesen war. Aber: Elfmeterkiller bei der Arbeit, Aachens Torwart Elias Bördner hielt. Das Stadion tobte. Beim Stand von 2:1 ging es in die Pause.

Das Spiel endete 2: 1 für Aachen, Bördner wehrte in der 2. Halbzeit noch geradezu grandios einen gegnerischen Kopfball ab.

Endstand 2:1, in der 2. Halbzeit fiel kein Tor mehr. Sandhausen spielte teils so, als hätten sie sich mit dem Abstieg schon abgefunden. Nur in den letzten 10 Minuten des Spiels drehte die Mannschaft noch einmal richtig auf.
Gezählt wurde natürlich auch wieder.

Am Ende war alle Warterei vergessen, es zählte nur der Sieg. Der rückt die Mannschaft jetzt wieder ein gutes Stück aus dem Abstiegsbereich raus (Tabelle: Platz 11). Das machte alle froh, man konnte es den Spielern und dem Trainer, die nach dem Spiel immer noch den Kontakt zu den Fans und Ultras suchen, vom Gesicht ablesen.

*Unterdessen hat die Vereinsspitze eine Stellungnahme herausgebracht. Hier klicken. Einträgen bei Facebook ist zu entnehmen, dass die Not der Menschen, die mehrere Stunden in der sengenden Sonne standen, teils groß gewesen ist. Es soll zu Kreislaufzusammenbrüchen gekommen sein.

Resümee: Einen Verein zu führen ist schwer. Besonders, wenn der Verein mehrmals im Monat Großveranstaltungen mit über 26.000 Personen bewältigen muss. Ein umfangreiches Studium an einer Fachhochschule (Veranstaltungsmanagement) scheint erforderlich. Reibungslosigkeit funktioniert nicht von alleine.

Bei verspätetem Spielbeginn ist wahrscheinlich eine weitere DFB-Strafe fällig. Zusammen mit den hohen Strafen wegen Pyro und Becherwerfen ergibt sich eine Summe, für die man besser Personal einstellen würde.

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Es geht los: Waldbrand

Foto: Polizei Aachen

Die Polizei teilte am Samstag, 12. April, nachmittags mit:

„Aktuell ist die B266 ab Ortsausgang Kesternich in Fahrtrichtung Einruhr und ab dem Abzweig zur L106 gesperrt. Die Polizei bittet darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.“

Für die Dauer der Löscharbeiten werde die Sperrung aufrechterhalten. Der Abschluss der Löscharbeiten war nachmittags nicht absehbar.

Der März 2025 war ein extrem trockener Monat, im April hat es bisher im Raum Aachen nicht geregnet. Es ist in Waldgebieten größte Vorsicht geboten und sollte durch menschliches Einwirken bei korrektem Verhalten eigentlich nicht zu Bänden kommen.

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Kostenlos frisches Trinkwasser

Insgesamt gibt es mehrere öffentliche Trinkwasser-Stellen im Stadtgebiet. Neben dem neuen Standort in der Stadtbibliothek (Couvenstraße) finden sich weitere Trinkwasserspender in folgenden städtischen Verwaltungsgebäuden (zu den jeweiligen Öffnungszeiten):

·          Verwaltungsgebäude Katschhof (Johannes-Paul-II.-Straße 1) 

·          Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße 20 

·          Verwaltungsgebäude Hackländerstraße 1 

·          Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10

Schon seit längerer Zeit bietet die Stadt vier netzgebundene Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum an. Sie sind rund um die Uhr verfügbar. Die Brunnen mit sauberem Trinkwasser finden Menschen an folgenden Orten:

·          Münsterplatz (der sogenannte Möschebrunnen) 

·          Heinrich-Holland-Straße in Aachen-Nord 

·          Alexanderstraße am Hotmannspiefbrunnen 

·          Eingang vom Elisengarten in der Ursulinerstraße.

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Nicht mehr auszuhalten: Betreuungs-Krise in den Kitas

Ein Treffen, das es so auch noch nicht gegeben hat, fand jetzt in der Maria Montessori Gesamtschule statt. Die Personalnot in den Kitas war schuld daran. Eingeladen hatten 14 Träger von Kindertageseinrichtungen, die in Summe über 100 Kitas in der Stadt repräsentieren. Einzelne Eltern sowie Vertreter*innen von etwa 70 Elternbeiräten nahmen teil.

Die Träger würden gern viel mehr Erzieher*innen einstellen, doch die gibt es nicht. Es gibt einfach kein Fachpersonal mehr, obwohl so viel ausgebildet wird wie noch nie.

Thema war also die miserable Personalsituation in den Kitas. Diskutiert wurde, wie Personalmangel, Ausfallzeiten und Einschränkungen der Betreuungsumfänge zusammenhängen. Alles sei kein Aachener, sondern ein landesweites, strukturelles Problem, das die Träger von Kindertageseinrichtungen unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen aktuell schlichtweg nicht lösen können. Es leidet das Kita-Personal, es verzweifeln die Eltern und es wirkt verstörend auf die Kinder.

Beim Treffen von Eltern und Kita-Trägern war sogar von einer „Wutwelle“ die Rede, die sich wegen der schwierigen Personalsituation gerade aufbaut. Foto: Studierendenwerk Aachen/Carmen Reiß-Frings

Die Träger versuchten zu erklären, wie es zu der Betreuungs-Krise kommen konnte und was diese Krise tatsächlich für Träger, Kitas, Politik, Familien und besonders für die Kinder bedeute. „Das chancengerechte Aufwachsen für die Kinder wird damit eingeschränkt“ war eine der Aussagen, die dabei immer wieder geäußert wurde.

Die Eltern hatten zahlreiche Fragen an die Vortragenden. In vielen Aussagen kam die Frustration, die Wut und manchmal auch die Verzweiflung der Eltern zum Ausdruck, mit einer nicht gesicherten Kinderbetreuung den Alltag und die Vereinbarung von Familie und Beruf gestalten zu müssen. Es wurden zahlreiche kreative Vorschläge geäußert, wie innerhalb und außerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Unterstützung durch Eltern in den Kitas aussehen könnte.

Vertreter des Jugendamtselternbeirats warben darum, dass sich Eltern bei Demonstrationen mehr engagieren. Eltern müssten als Interessensvertretung in Richtung Landespolitik öfter und deutlicher auf die schlimme und unhaltbare Situation der Familien hinweisen. Es sollten die Eltern gesetzliche Änderungen und Verbesserungen einfordern. Außerdem wurde appelliert, man möge in dieser Krise nicht vergessen, wertschätzend miteinander umzugehen. Das Personal in den Kitas ist tatsächlich am allerwenigsten schuld an der schwierigen Lage.

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Freiwillige sammeln 8,3 Tonnen Wilden Müll

Matratzen und alte Reifen, Holzpaneele, insbesondere aber Zigarettenkippen und Plastikverpackungen seien unter den Funden gewesen, schreibt die Verwaltung. Das ganze Zeug wurde während des 11. Aachener Frühjahrsputzes von fleißigen Menschen zusammengetragen.

4.650 Aachener*innen – darunter Familien, Vereine und Gruppen aus Unternehmen, sowie zahlreiche Kinder und Jugendliche – waren in der vergangenen Woche im Stadtgebiet unterwegs, um wilden Müll zu sammeln.

Foto: AachenNews Archiv

Insgesamt 8,3 Tonnen kamen so in den sechs Tagen zusammen. „Wir freuen uns, dass die Gemeinschaftsaktion wieder so gut angenommen wurde“, sagt Manuela Wolf vom Team Entsorgungsmanagement des Aachener Stadtbetriebs.

Wichtiger Hinweis:

Privatpersonen, Vereine, Kitas und Schulen, die ehrenamtlich Abfall sammeln und sich gemeinsam mit dem Aachener Stadtbetrieb für ein sauberes Aachen einsetzen wollen, können das ganzjährig tun: Der Stadtbetrieb unterstützt private Müllsammelaktionen. Er stellt analog zum Frühjahrsputz Abfallsäcke und Handschuhe bereit. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf aachener-stadtbetrieb.de zusammengefasst.

Mit Infos von Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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