Eine ganze Baumreihe ist vor dem Aachener Klinikum gefällt worden – vor etwa einen Jahr muss das geschehen sein und war höchstwahrscheinlich völlig überflüssig, wie sich neulich herausstellte: Die Erweiterungspläne des Klinikums sind nämlich mittlerweile mit einem dicken Fragezeichen versehen worden.
Vor dem Klinikum konnte man im Sommer im Schatten sitzen. Es ist voreilig eine große Wüste geschaffen worden, das Klinikum-Erweiterungsprojekt muss neu geplant werden.
Vor dem Klinikum, das unter Denkmalschutz steht, sollten tief unter der Erde neue Operationssäle entstehen. Zu immensen Kosten. Von einer halben Milliarde war die Rede, wobei man schon hätte froh sein können, wenn sich die Summe am Ende „nur“ verdoppelt haben würde. Dem zuständigen Landesministerium fiel aber nach Ende jahrelanger Planung auf, dass der Neubau sehr, sehr teuer werden würde und dass die Kasse der Landes überfordert sein würde.
Vor dem Klinikum selbst darf, weil es unter Denkmalschutz steht, eigentlich nicht hoch gebaut werden; der Blick auf das Denkmal darf nicht zugebaut sein. Deshalb blieb nur die unterirdische Lösung. Bis zur Planänderung.
Wie dem auch sei: Die Bäume wurden zur Vorbereitung der unterirdischen OP-Säle schon mal gefällt. „Die Bäume, zumeist schöne Eichen und andere Gehölze, gehörten als Ersatz für die Grünflächenopfer durch den Klinikbau mit zum Ensemble des Gesamtdenkmals“, so erinnert sich Hans Falk vom Aachener Baumschutzbund. Die gefällten Bäume sollten ihrerseits wiederum in Form einer modellierten Landschaft – angelegt über den unterirdischen Neubauten –ersetzt werden. „Ersatz für Ersatz“, bringt Falk die Sache auf den Punkt.
Damit nicht genug. Statt visionär blühender Landschaften „dürfen wir uns demnächst über noch mehr häßliche Klötze freuen, bei neuen stadtökologischen und -klimatischen Schädigungen“. Gleich gegenüber (an der Kullenhofstraße) seien ebenso Neubaumaßnahmen mit weiteren umfangreichen Grünzerstörungen geplant, weiß der Baumschützer. Wo wohl all die Ersatzpflanzungen hin sollen? Bestimmt an den Stadtrand Richtung Eifel, wo es sowieso genug Grün gibt.
Unglaubliche 95 Mio sollen Planung und Bauvorbereitungen schon gekostet haben. Unwiederbringlich verloren, so weiß man jetzt. Für nichts, außer der angerichteten Zerstörung der Grünstrukturen.
Montag ist es soweit: Schräg gegenüber vom Elisenbrunnen wird in Kürze die komplett neugestaltete Filiale der Aachener Traditionsfirma Lambertz eröffnet.
Lambertz-Veranstaltungen gehören zu den bei allerlei A-, B- und C-Promis angesagtesten Partys in Deutschland. Auch beim CHIO ist Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker immer prominent vertreten. Jetzt gibt es eine repräsentative Verkaufs-Zentrale für den internationalen Gebäckkonzern.
„Mit insgesamt neun Werken machte Lambertz im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 666 Millionen Euro bei Investitionen in Höhe von 18,5 Millionen Euro.“ Das erfährt man auf der Homepage des Unternehmens. Außerdem, dass die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co.KG als älteste süße Marke Deutschlands seit 1688 für Genussmomente sorgt.
Die Confiserie Lambertz am Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz 9-10.
Armin Laschet war CDU-Kanzlerkandidat und viele haben es angesichts von Olaf „nö“ Scholz (SPD) als Bundeskanzler bereut, ihn nicht gewählt zu haben. Er war auch Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und natürlich viele Jahre Ratspolitiker in Aachen. Jetzt ist er gerüchteweise als neuer Außenminister im Gespräch.
Jüngst hat er schon die scheidende Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) nach Syrien begleitet, wo eine deutsche Botschaft eröffnet wurde. Laschet habe sich gut vorbereitet gezeigt und auch Hintergrundgespräche mit Journalisten geführt, so berichtet der Spiegel.
Der Aachener (korrekt: Burtscheider) versteht sich ziemlich gut mit Friedrich Merz. Auf seine Initiative hin soll Merz 2009 Vorsitzender der Atlantik Brücke geworden sein.
Foto: AachenNews Archiv
Laschet war schon mehrfach Gegenstand von Hohn und Spott im Internet, hat derartiges aber immer gut weggesteckt, was gewissermaßen auf einen starken Charakter schließen lässt. Die neue Bundesregierung muss mit brandgefährlichen, rücksichtslosen und unzuverlässigen Typen wie Trump, Putin, Erdogan, Orban usw. verhandeln. Dazu ist nicht jede/r geeignet.
Man kann sich nur wünschen, dass Deutschland in Zukunft von Menschen regiert wird, die sich die Politik und das öffentliche Auftreten von Kanada zum Vorbild nehmen. Sie sollten mit dem Selbstbewusstsein auftreten, das hinsichtlich der Potentiale der EU auch realistisch ist und den Autokraten rhetorisch den Mittelfinger zeigen und nicht immer nur ängstlich und verdruckst in Richtung Trump schauen.
Der Aachener Stadtbetrieb lässt im Rahmen der Jahresunterhaltung den Gehweg am Brüssler Ring sanieren. Dies betrifft den Bereich von der Maria-Theresia-Allee in Richtung Kaiser-Friedrich-Allee. Das teilt die Verwaltung mit. Die Arbeiten beginnen heute, sie werden im Zeitraum bis Freitag, 18. April, umgesetzt, so ist es geplant.
Die Sanierung des Pflasterbelags zum jetzigen Zeitpunkt ist angesichts des schlechten Zustands der Oberfläche zwingend erforderlich und nicht aufschiebbar. Nur so sei zu garantieren, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen erhalten bleibt.
Auch im Bereich der Bushaltestellt werde die Fläche saniert. Daher richtet die ASEAG für den Zeitraum der Arbeiten eine Ersatzhaltestelle in Höhe der Ampelanlage am Ronheider Berg ein. An der Kaiser-Friedrich-Allee in Fahrtrichtung Ronheider Berg bleibt die Nebenanlage für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen weiter befahrbar.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Das Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen, die Gemeinde St. Hubertus, Greenpeace Aachen und die Stadtteilkonferenz Kronenberg laden am Samstag, 5. April, von 14 bis 17 Uhr zur Kleidertauschbörse „Stoffwechsel“ im Kinder- und Jugendzentrum St. Hubertus, Händelstraße 6, ein.
Die Abgabe von Kleidung ist an diesem Tag bis 16.30 Uhr möglich.
Alle sind herzlich willkommen! Die Devise lautet: Bring fünf Teile – nimm fünf Teile. Das bedeutet, nachdem man am Eingang bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben hat, erhält man die Möglichkeit, durch das Gesamtsortiment zu stöbern und sich bis zu fünf neue Lieblingsstücke mitzunehmen, die von anderen Besucher*innen mitgebracht wurden. Es wird gebeten, die Kleidung vorher zu waschen sowie Unterwäsche und Schuhe zuhause zu lassen.
Für die Stöberpausen gibt es die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit anderen Besucher*innen und den Veranstalter*innen ins Gespräch zu kommen. Greenpeace wird zudem über die Entsorgung von Textilmüll sowie deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt beraten.
Der Eintritt zur Kleidertauschbörse ist frei. Informationen gibt es bei Xenia Frolova vom Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen. Telefonnummer 0241-432 56317, stb-kronenberg-kullen@mail.aachen.de .
Enge Straßen und Hitzebelastungen schreien nach Beschattung und mehr Bäumen in der Stadt. Aber in den verdichteten Innenstadtlagen wird die Pflanzung von Stadtbäumen zunehmend zur Herausforderung. Konflikte gibt es bei der Nutzung der Flächen. Mal geht es um Radwege, dann stört die unterirdische Infrastruktur oder Parkplätze sollen unbedingt erhalten bleiben. So erschweren und verteuern schwierige Situationen die Baumpflanzungen enorm.
Andererseits gibt es mit Stadtwäldern auch in Großstädten bereits Grüne Lungen, die wir dringend brauchen und stärken sollten. Ein Stadtwaldkonzept wie es sich in Aachen bereits in Umsetzung befindet, sind hierbei ein wichtiger Schritt.
Die Grüne Wald AG NRW und der Grüne OV Aachen laden zu einer regionalen Waldkonferenz zum Thema Stadtbäume und Stadtwälder ein.
Wann? Am 12. April von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Treffpunkt zur Exkursion im Frankenberger Viertel ist um 10.30 Uhr die Burg Frankenberg, ab 12.30 Uhr das Centre Charlemagne. Mit dabei sind u.a. Heiko Thomas (Dezernent), Jutta Velte, Adrian Mork, Astrid Vogelheim (MdL), Dr. Gregor Kaiser (MdL).
Supermärkte machen viel Umsatz mit dem Verkauf von Elektrogeräten. Deshalb müssen sie Verantwortung für die sachgerechte Entsorgung der von ihnen verkauften Produkte übernehmen.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) teilt mit, sie hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz einen wichtigen Erfolg für den Umwelt- und Verbraucherschutz erzielt. Lidl muss ausgediente Elektrokleingeräte unentgeltlich zurücknehmen (AZ 9 U 1090/24).
Bei Testbesuchen der DUH habe der Discounter die seit mehreren Jahren gesetzlich vorgeschriebene Rücknahme verweigert. Vor Gericht habe Lidl versucht, die geltende Rücknahmepflicht von alten Elektrokleingeräten für den Lebensmittelhandel im Elektrogesetz als verfassungswidrig einstufen zu lassen. Das OLG Koblenz stellte in seinem Urteil fest, dass es sich bei der gesetzlichen Rücknahmepflicht ausgedienter Elektrokleingeräte durch Unternehmen wie Lidl „nicht um eine willkürliche Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen Handelsunternehmen handele“.
Stattdessen sei die Rücknahmepflicht durch das Europarecht in der Richtlinie 2012/19/EU gedeckt. Ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes könne nicht festgestellt werden. Eine Revision gegen das Urteil des OLG Koblenz wurde nicht zugelassen. Deswegen kann Lidl noch eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung beim Bundesgerichtshof einlegen.
Jedes fachgerecht gesammelte und recycelte Elektrogerät spart Ressourcen ein, verhindert die Freisetzung von Schadstoffen und verringert Brandrisiken durch leicht entzündbare Akkus.
Im Presseraum der Alemannia gab es dieser Tage mal wieder ein Treffen von mehreren Dutzend Fans mit Teilen der Spitze des Vereins samt Trainer Heiner Backhaus. Knapp zweieinhalb Stunden dauerte die Zusammenkunft, die allseits von großer Offenheit geprägt war.
„Wir sind mit dem Verein durch alle Höllen und Tiefen, die man sich nur vorstellen kann, gegangen“, sagte im Verlauf der Versammlung ein Fan und erinnerte an 11 Jahre Regionalliga, 2 Insolvenzen usw. Was man jetzt an fußballerischer Leistung geboten bekomme, sei gegenüber früher „Weltklasse“, so der Fan weiter. Etliche Anwesende applaudierten, sie waren ebenfalls dieser Ansicht.
Viele Fans richteten sich an den Trainer, der auf jede noch so spezielle Frage ausführlich einging, dabei auch witzige Bemerkungen machte, die einen zum Lachen brachten.
Klar, dass die Choreo beim Spiel gegen Hansa Rostock diskutiert wurde. Besonders natürlich lang und breit die Pyro-Show, die den Verein teuer zu stehen kommt. Eine dicke 5-stellige Summe werde als Strafe fällig, teilte Geschäftsführer Sascha Eller mit. Es wurde überlegt, wie man es erreichen könne, dass die (unvermeidlichen) Pyro-Shows endlich mal legal über die Bühne gehen können. Dass der DFB dabei in irgendeiner Form hilfreich sein könnte, davon ging niemand aus, im Gegenteil. Der DFB helfe nicht, er verdiene an den Strafen Millionen.
Nächstes zentrales Thema: der katastrophale Zustand des Rasens im Stadion, „unser Arbeitsplatz“, wie Backhaus sagte. Dass dieser Rasen so nicht bleiben kann, wenn die Mannschaft erfolgreicher sein soll, das ist wohl jedem klar. Zu welchen Leistungen die Alemannia auf einem guten Rasen fähig ist, hat sich zuletzt in Ingolstadt gezeigt. s. „Auf dem Golfrasen kehrt auch die . . . “
Ein weiteres Thema, das die Fans und natürlich auch den Trainer beschäftigt: Welche Spieler-Typen müssen unbedingt noch nach Aachen kommen und was dürfen sie kosten? Die Konkurrenz mit Vereinen, die z. B. von Audi oder VW gesponsert werden, wird Aachen verlieren. Die 30.000 im Stadion sind allerdings auch ein Pfund, hinter dem andere Vereine weit, weit zurückbleiben. Außerdem faire Fans, die bei eventl. schwachen Leistungen nicht gleich das Pfeifen anfangen.
Von den Vorgängen bezüglich „Chemo“ war noch die Rede, von Wünschen bezüglich des Sicherheitspersonals und dem immer mal wieder schleppend organisierten Einlass, vom Verbleib des Torwarts in Aachen (ja oder nein oder wie?) und wie überhaupt jetzt die Stimmung in der Führungsetage des Vereins sei. Und schließlich: Ob Soufiane El-Faouzi (22) in Aachen bleibt oder nicht. Backhaus, mit dem der Erfolg nach Aachen kam, musste wieder einmal alle beruhigen und versichern, dass er sich in Aachen wohlfühlt. Wörtlich: „Ich würde am liebsten für immer in Aachen bleiben.“ Lachen, Applaus.
„Was ist Ihr Thema?“, das fragt man in Aachen die Bürgerinnen und Bürger und möchte mit einem Bürgerrat das ausleuchten, was den Menschen jenseits der Ratspolitik auch sonst noch auf den Nägeln brennt. Jetzt entschied man sich für ein Thema, das sowieso in Aachen schon von morgens bis abends diskutiert wird: die Mobilität.
Genauer: „Ausgewogene Mobilität in Aachen: Wie gelingt es, bei verkehrspolitischen Entscheidungen alle Bedarfe der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen zu betrachten? Welche konkreten Maßnahmen sind zielführend, um ein ausgewogenes Miteinander herzustellen?“
Ein Dauerthema in Aachen, zu dem, so könnte man meinen, bereits restlos alles gesagt ist, und zwar von jedem.
Die Stadtverwaltung gibt sich jede Mühe, herauszufinden, welches (bisher möglicherweise vernachlässigte) Thema die Menschen breiter diskutieren möchten und der Politik als Aufgabe vor die Füße legen möchten. Foto: AachenNews Archiv
Hans Falkist Mitglied vom Aachener Baumschutzbund und hat als Zuschauer an der Sitzung des Bürgerforums teilgenommen. Er schickte folgenden, sehr umfangreichen Bericht, der hier leicht gekürzt wiedergegeben wird:
Vor dem 17-köpfigen Gremium des Bürgerforums waren am 25. März 2025 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen.
Von einem Gremium des Bürgerrats waren aus 28 Vorschlägen 5 ausgewählt worden. Von den 5 sollte nun ein Thema ausgewählt werden, womit sich intensiv befasst werden sollte. Die Themen lauteten:
1) Mehr Bürgerpartizipation in Bezirken und Quartieren (Pos 28) mit 243 Stimmen
2) Ausgewogene Mobilität aller Verkehrsteilnehmer (Pos 6) als Verwaltungsvorschlag
3) Klimaneutrales Aachen 2030. Wie kann die Bürgerschaft mit einbezogen werden? (Pos 15) mit 287 Stimmen
4) Mehr Sauberkeit und Aufenthaltsqualität (Pos 23) mit 402 Stimmen
5) Wie kann Aachen umweltfreundlicher werden (Pos 17) mit 150 Stimmen
Zum Thema 1) sprach sich ein junger Mann mit der Begründung aus, das Stadtgebiet sei sehr heterogen mit Außen- und Innenbezirken und entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen, weshalb Bürgerbeteiligungen eher ortsbezogen sein sollten.
Zu 2) gab es keine nähere Begründung, da der Vorschlag von der Verwaltung und nicht aus der Bürgerschaft direkt kam.
Zu 3) referierte Gangolf Ehlen von der Initiative Klimaentscheid und verwies auf die beschlossenen Vorgaben „Aachen klimaneutral 2030“, IKSK 2.0, Klimastadtvertrag. Dabei wurde in die Runde gefragt, wer das Vorhaben „Aachen klimaneutral 2030“ kenne, wobei sich mehr Zuschauer, aber relativ wenige Politiker meldeten!
Zu 4) sprach sich eine Dame zur Müllproblematik, Sauberkeit und mehr Aufenthaltsqualität aus, was um die Graffiti-Problematik erweitert werden sollte.
Zu 5) bezog sich Frau Flachskampf auf die Club-of-Rome-Prognosen, um ein weites Feld an Umweltthemen aufzuspannen, die für sich genommen schon Einzelthemen hätten sein können wie Schulhof-, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen, Blühwiesen, Stopp von Lichtverschmutzung und darunter auch konkret die Forderung einer positiven Baumbilanz.
Zu jeder dieser Ausführung gab es Wortbeiträge aus dem Publikum. Das Ganze zog sich also schon wie vermutet in die Länge, wobei Mathias Dopatka (SPD) als Vorsitzender des Bürgerforums alles sehr locker und lebendig zu moderieren suchte.
Die allgemeine Irritation bezüglich Thema 2) und der unterschiedlichen Positionierungen unabhängig von der Stimmenzahl wurde von der verwaltungsseitigen Begleitung des Bürgerrates mit der Auswahl der Jury des Bürgerrates begründet. Diese Jury setze sich wirklich nur aus Bürgerinnen und Bürgern, nämlich aus einigen des vorangegangen Bürgerrates neben Neugewählten zusammen.
Zudem würde nach 3 Runden eine Evaluation stattfinden, um beim „Wie weiter?“ Verbesserungen vorzunehmen.
Anschließend bewerteten die politischen Vertreterinnen und Vertreter die Vorschläge lobend als wichtige Beiträge, dankten allen Repräsentierenden und votierten für ihren Favoriten, wobei sich nebenbei offenbarte, dass deren Entscheidungen bereits fraktionsintern vorher gefallen waren.
Außer Die Zukunft und Die Linke mit 2 Stimmen für Thema 1), die FDP mit 1 Stimme für Thema 4), gab es von CDU, SPD, Die Grüne und AfD 14 Stimmen für Thema 2), das damit als klarer Sieger (wie zu erwarten) hervorgegangen war.
Während das Publikum etwas ratlos dasaß, insistierte Christa Kerinnis (Seniorenrat) als Mitglied des Bürgerforums mehrfach auf eine detailliertere Antwort, warum eine Verwaltungsvorlage ohne Bürgervotum durchgedrungen sei. Das fragte dann auch Leo Deumens von Die Linke.
Mathias Dopatka versuchte plausibel zu machen, dass die Jury des Bürgerrats das zugelassen hätte. Denn die Verwaltung wollte das seinerzeit nur zweitfavorisierte Thema vom vorherigen Bürgerrat nochmal aufgreifen. Das sei doch auch ein von der Bürgerschaft gewähltes, eben nur zusammengefasstes Thema.
Auch Gereon Hermens, einer der Mitbegründer des Bürgerrates, merkte leise Kritik an dem Prozess an und sah Verbesserungsbedarf, damit, wie von der Politik behauptet, mit dem Bürgerrat ein Brückenbau geschaffen werde.
Mathias Dopatka relativiert die Kritiken damit, dass die Politik unabhängig sei und auch schon mal zu anderer Meinung kommen könne.
Mein Fazit:
Die Angelegenheit hatte mal wieder (wie ich schon ahnte) ein „Geschmäckle“.
Vier Vortragende hatten sich gut vorbereitet und ihre Themen also ins Leere präsentiert. Gewählt wurde das Thema, das von niemandem aus der Bürgerschaft vertreten wurde. Mühe und Aufwand waren dabei sowieso vergebens, weil die Entscheidungen schon vor dem Bürgerforum gefallen waren.
So war auch die gesamte Zuhörerschaft mit ihren Diskussionsbeiträgen und Kommentaren eigentlich überflüssig. Man hat einen Hinterzimmerbeschluss quasi nur als öffentlichen Live-Auftritt inszeniert. Das kann nur frustrierend sein für alle Teilnehmenden, die das Spiel durchschauten.
Wie Hohn scheint es da, wenn Bürgerengagement – gerne hochgelobt – als willkommene und mutmachende Bereicherung geheißen wird. Statt zuckersüßer Rhetorik bleibt da eher ein bitterer Geschmack zurück.
Inhaltlich ist nichts gegen Thema 2) einzuwenden, im Gegenteil, ist es aktuell angesichts des polarisierenden Streits durchaus notwendig. Allein der Prozess des Zustandekommens zieht alles herunter.
(. . . )
Das aktuell vorgebrachte Argument, man wollte das zweitplatzierte Bürgerwunschthema extra für den Bürger nochmal aufgreifen, sieht nur vordergründig bürgernah aus.
Statt Bürgernähe und Mitbestimmung, wie plakativ vorgehalten, erscheint das ganze Verfahren sehr willkürlich, weniger von Bürgerinnen und Bürgern als mehr von der Politik bestimmt. Abgesehen davon, dass Bürgerratsvorschläge nur Empfehlungen sind und die Politik sowieso am Ende entscheidet.
Trotzdem macht der Bürgerrat einstweilen weiter, vermutlich zähneknirschend und es bleibt zu wünschen, dass die Initiatoren und Engagierten dafür weiterhin Kraft und die nötige Ausdauer aufbringen.
2008 übernahm Botschafter Prof. Wolfgang Ischinger den Vorsitz der Münchner Sicherheitskonferenz, die unter seiner Führung zu einer weltweit beachteten Plattform der Außen- und Sicherheitspolitik wurde. Am 22. April ab 19 Uhr spricht er im Aachener Dom über eine Welt im Umbruch, das zunehmend schwierigere transatlantische Verhältnis und die Notwendigkeit eines starken Europas. Anmeldung erforderlich.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Baden für 1 Euro
Bis Freitag, 24. April, erhalten alle Studierenden gegen Vorlage ihres Studierendenausweises für nur 1 Euro während der regulären Öffnungszeiten Eintritt in die Elisabethhalle. Dort können sie sich vom einmaligen Flair dieses Kleinods der Badkultur im Jugendstil verzaubern lassen. Die aktuellen Öffnungszeiten sind unter www.aachen.de/schwimmen abrufbar.
Critical Mass
Die Critical Mass fährt am Freitag, 24. April, eine lockere Runde durch Aachen: friedlich und verkehrskonform aus Freude am Radfahren. Treffpunkt 18 Uhr, los geht es um 18.15 Uhr ab Elisenbrunnen. EIN Radfahrer fällt kaum auf, einhundert RadfahrerInnen dagegen schon. Egal, ob du das Fahrrad als Fahrzeug, Sportgerät, Lebensweise, Transportgerät oder ähnliches siehst, bist du eingeladen, mitzufahren.
Bücherschrank
Mit gemeinsamer Anstrengung und Förderung durch Caritas Aachen, das Café4you, Stadtteilkonferenz Kullen/Steppenberg/Vaalserquartier und der Bezirksvertretung Laurensberg ist es gelungen: In Laurensberg wurde nun der bereits dritte Bücherschrank errichtet. Zur Eröffnung kommt es am Mittwoch, 22. April, um 17 Uhr, Philipp-Neri-Weg, gegenüber der Hausnummer 9 in der dortigen Grünanlage.
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.