Unterwegs im Frankenberger Viertel

Charlottenstraße: Graffiti gibt es im Frankenberger Viertel und in Aachen-Ost auch Bilder von Schülerinnen und Schülern.

Streetart-Workshops in Aachen: Kreativität vor Ort

Vor Politiker*innen hat Schulsozialarbeiter Jan Bernhardt jüngst das Projekt „Kunst im Viertel“, das er selbst konzipiert hat, vorgestellt. Er arbeitet daran seit 2022. Dabei erhalten Jugendliche die Möglichkeit mit vier Graffiti-Künstlern den Schulweg, ihren Sozialraum und das Schulumfeld zu verändern.

Das Projekt „Kunst im Viertel“ ist Bestandteil der Schulsozialarbeit und wird mit Schüler*innen der Schulen des Schulverbands Aachen Ost (Hauptschule Aretzstraße, Hugo-Junkers-Realschule und Geschwister-Scholl-Gymnasium) umgesetzt. Das Besondere ist: Die Arbeit bezieht sich genau auf das Umfeld der drei genannten Schulen. Mehr als 2000 Jugendliche aus über 20 Nationen besuchen diese weiterführenden Schulen in Aachen-Ost.

Foto: Schüler*innen-Arbeit in der Beverstraße am neuen Spielplatz

In Streetart-Workshops werden bei Spaziergängen Orte für die spätere Realisierung erkundet (z.B. Verteilerkästen/ Wände/ Spielplätze/ Baumscheiben/ Angsträume). Die Ideen werden in der Werkstatt im Depot Talstraße ausgearbeitet. Sog. hässliche Ecken im Viertel oder auch Angsträume können durch die Ideen und Projekte kontinuierlich verändert werden.

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Charlottenstraße/Ecke Sophienstraße. Trauriger Anblick.
Eine Wand in der Luisenstraße. Davon wünscht man sich im Viertel noch viel mehr.
Ein Schloss und ein altes, schmiedeeisernes Gitter in der Brabantstraße. Dahinter gibt es den Schwedenpark, der allerdings auf einen kleinen Teil seiner selbst reduziert wurde. Der Park musste teilweise den vier großen Wohnanlagen weichen. s. auch hier
Bauarbeiten in der Beverstraße/Ecke Turpinstraße. Dort soll ein Gebäude mit 64 kleinen Wohnungen (für Studierende) gebaut werden. Das waren jedenfalls die Pläne im Sommer 2021.
Hinter der Häuserfront in der Luisenstraße: Standen da nicht mal Bäume? Werden dort Luxuswohnungen gebaut?
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Ecken als soziale Oasen. Und für mehr Büdchen

Isolation und Einsamkeit greifen um sich, da muss nun überlegt werden, wie dem Einhalt geboten werden kann. Schön wäre, wenn es Stellen und Plätze gäbe, wo man sowieso hingeht, wo man ganz ungezwungen und unverbindlich auftauchen und plaudern kann.

Diese Stellen gibt es, sie sind auf und an den Ecken im Stadtgefüge. Da wo sich Menschen aus zwei Richtungen treffen, steht vielleicht eine Bank, ein Kaffeewagen oder ist ein Kiosk, eine Imbissbude oder sogar eine kleine Kneipe mit ein paar Stühlen davor.

Gemeinschaftsleben entwickelt sich besonders leicht an den Straßenecken, wo es Stühle oder eine Bank gibt, vielleicht sogar vor einer kleinen Kneipe oder einem Café. (Viktoriastraße/Ecke Sophienstraße)

Wer durch Aachen spaziert, dem fällt auf, dass Gemeinschaftsleben oft da stattfindet, wo Kreuzungen und Kurven nicht zu 100 Prozent dem Pkw-Verkehr überlassen wurden. Ein Kiosk auf einer Ecke (z. B. das Habibi-Büdchen, Talstraße) kann manchmal – ohne das ausdrücklich anzustreben, quasi nebenbei – mehr Gemeinschaft produzieren als ein nagelneues Bürgerzentrum. Leute holen sich in so einem Büdchen ihre Zeitung, ein Eis und andere Kleinigkeiten, bleiben drinnen oder draußen stehen und sagen sich ein paar Worte.

Auf dieser Ecke ließ sich diesen Sommer gut sitzen und plaudern. (Schlossstraße/Ecke Oppenhoffallee)
Eine Eckkneipe, ein paar Stühle davor und ein breiter Bürgersteig. Schon sammelt sich, wer sonst allein zu Hause sitzen würde. (Sigmundstraße/Aretzstraßé)
Ideal: Breiter Bürgersteig, Poller, ein paar Sitzgelegenheiten, Pflanzen. Wo genau die mobilen Stühle stehen, bestimmen die Leute selbst. (Zeppelinstraße/Freunder Weg)
Bei schönem Wetter sitzt man dort gern. Die angebotenen Speisen und Getränke sind nicht teuer. (Ungarnplatz)

Eine Verbesserung des Soziallebens im Viertel hat sich in Aachen eine Gruppe vorgenommen, die in Forst aktiv ist, genau gesagt: in den 6 Quartieren von Forst (Unterforst, Altforst, Schönforst, Forster Linde, Obere Trierer Straße, Driescher Hof). Es wird ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erstellt. Ziel ist es, das Wohnen in Forst schöner zu machen (mehr Grünflächen, Spielplätze, Treffpunkte), und es soll mehr Möglichkeiten geben, sich draußen aufzuhalten.

Vielleicht lässt sich ja mit ISEK die ein oder andere leblose Kreuzung in eine belebte Ecke verwandeln.

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Mehr über ISEK und was eigentlich für Forst geplant ist unter diesem Link.

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Sehr ärgerlich: Aachen führt lange und kassiert plötzlich doch noch ein Gegentor

Das Spiel war noch keine 5 Minuten alt, da hatten wir schon zwei Tore gesehen, zweimal gejubelt und uns gefreut wie verrückt. Und das kam beim Spiel Alemannia gegen FC Ingolstadt so:

Der Schiedsrichter (und wir nicht) hatte Zehntelsekunden vor dem Torschuss ein Handspiel der gegnerischen Mannschaft beobachtet und flott abgepfiffen, der Ball sauste ins Tor, konnte aber nicht gewertet werden. Zunächst überraschend hieß es: Elfmeter für Aachen. Und Bexter Bahn, der im Laufe seiner Karriere die letzten 18 Elfmeter immer reingemacht hat, machte auch Samstag seine Sache gut. Tor für Aachen. Jetzt wusste jeder, was kommen würde.

In einer Gesellschaft, in der man selten zwei Individuen findet, die haargenau dasselbe wollen, ist der Besuch im Stadion ein besonderes Erlebnis. Diese Menschen wollen jetzt einmal alle dasselbe, (dass nämlich die Mannschaft, deren Heimspiel sie beobachten, gewinnt). Man fühlt sich nicht mehr isoliert, sondern verbunden.

Ein frühes Tor beflügelt die Mannschaft, die sich natürlich die allergrößte Mühe gibt, dem ein zweites Tor folgen zu lassen. Für Aachen ist aber typisch, dass nach dem frühen Tor kein weiteres Tor fällt, es schießt hingegen der Gegner irgendwann viel später im Spielverlauf ganz gemütlich ein Tor und das Spiel endet 1:1.

Aachen geht statt mit den wichtigen 3 Punkten mit nur einem Punkt in die Kabine. So auch Samstag. Es fühlte sich an wie eine verdammte Niederlage. „Wir führen über 70 Minuten lang und verlieren dennoch 2 Punkte“, kann man auf Facebook lesen.

Ein Unentschieden ist nicht schlecht, aber gewertet an dem Ausmaß, wie sich die Mannschaft abrackert, viel zu wenig. Die Spieler und zwar ausnahmslos alle, kämpfen sehr. Jeder gibt alles. Und bei Licht besehen: Die Mannschaft wird ganz langsam immer besser. Es ist beim besten Willen nicht damit zu rechnen, dass Aachen aus der 3. Liga wieder absteigt.

Aber so rasant wie in der Regionalliga stellt sich in der 3. Liga der Erfolg nicht mehr ein. Noch nicht. Denn es sieht stets so aus, als würde der Knoten jeden Moment platzen.

Foto: Übergriffe wie neulich auf die (wenigen aus Ingolstadt angereisten) Gäste sollte es dieses Mal nicht geben. Es wurden extra Ordner postiert.

Trainer Heiner Backhaus – umfassend beliebt bei Fans und Ultras – ist Mitte Oktober ein Jahr bei der Alemannia. Und obwohl kaum Tore fallen gibt es für ihn und die Mannschaft keinen einzigen Pfiff, sondern immer tosenden Applaus. Das passt. Der Support der Zuschauer*innen war auch gestern enorm.

Die Ultras, maßgeblich für die Stimmung im Stadion zuständig, haben übrigens leider immer noch irgendwie Streit, dessen tieferen Sinn und Grund wir trotz Recherchen vor Ort noch nicht kapiert haben. Abwarten.

Foto: Die Yellow Connection, obgleich sogar im Tivoli verewigt, bleibt als Formation den Spielen fern.

Das nächste Heimspiel findet statt am Mittwoch, 23. Oktober. Beginn 19 Uhr. Man sieht sich. „Inform“ ist eine der coolsten Aachener Firmen und ein Sponsor der Alemannia.

Das Spiel gegen den SC Ingolstadt besuchten 24.000 Zuschauer. Der Verein erfährt nichts als Zuspruch und hat jetzt mehr Mitglieder als zu Bundesliga-Zeiten, nämlich 10.501. Man sieht dort jetzt entsprechend Personen, die bei der nächsten Kommunalwahl gewählt werden wollen. Und zum Schluss: Denkbar schlecht geregelt ist der Abzug der Massen aus dem Parkhaus. Wer mit dem Pkw zum Tivoli kommt, steht am Ende sehr lange im Stau.

Das schreiben Sportjournalisten:

Trotz langer Dominanz nur ein Remis.

Maximaler Aufwand bei geringem Ertrag.

Liveticker hier

Siehe dazu auch 2 Kommentare.

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Efeu entfernt: Bürger fragen nach Ursachen

Diese Mauer war bis vor kurzem noch fast vollständig grün. Efeu kletterte hoch, wuchs und gab ein schönes Bild ab. Doch alles Grün wurde entfernt. Warum? Das konnte uns bis jetzt noch niemand verraten. Die Kunden vom Netto am Boxgraben wunderten sich, als sie plötzlich eine kahle Mauer sahen.

Die Mauer war mit Efeu bewachsen, das sogar blühte. War eine Augenweide. Aber manchmal sehen Anwohner lieber auf Steine, zum Beispiel in Vorgärten.

Die Vorteile einer Fassadenbegrünung liegen auf der Hand und leuchten ein. So ein Bewuchs ist eine natürliche Klimaanlage und eine natürliche Luftreinigungsanlage. Im Winter gibt es einen Isoliereffekt, und im Sommer sind die Blätter ein Schutz gegen zu starkes Aufheizen.

Saftiges Grün sieht allgemein zudem besser aus als mattes Grau/Braun. Die Mauer hat mit ihrem Efeu am unteren Boxgraben (wo auch Netto ist) die Lebens- und Aufenthaltsqualität verbessert. Wegen der positiven Wirkung auf das Stadtklima und wegen der Aufwertung des Stadtraums sollte Fassadenbegrünung eigentlich von der Stadt gefördert werden.

Es gibt in Aachen noch grüne Fassaden. Zum Beispiel in der Lothringer Straße. Und in der Eifelstraße. Wie lange noch?

Ein Bild aus Juni 2023. Eifelstraße in Aachen.

Hinweise rund um die Fassadenbegrünung gibt es hier.

UPDATE: Siehe dazu unbedingt auch Leserzuschriften

Die StädteRegion Aachen fördert (in Grenzen) die Fassaden- und Dachbegrünung.

Aktuelle Bilder aus der Luisenstraße (oben) und aus der Beverstraße (unten) in Aachen, Frankenberger Viertel.

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Diese Bäume werden gefällt

Der Stadtbetriebs hat Dienstag, 1. Oktober, mit Baumfällungen im Stadtgebiet begonnen. Alle betroffenen Bäume seien in einem schlechten Zustand und nicht mehr verkehrssicher, so wird mitgeteilt.

In der Peliserker Straße werden acht Pappeln im Bereich des Spielplatzes Talbotstraße gefällt. Diese Pappeln wurden teilweise schon in ihrer Höhe reduziert, weisen aber immer mehr Faulstellen im Wurzelbereich auf.

Am Senserbachweg sind 31 Eschen betroffen. In den Bäumen hat sich das Eschentriebsterben ausgebreitet. In der Wilhelmstraße sind zwei Robinien von Pilzen befallen. Eine Fällung kann nicht mehr aufgeschoben werden.

Alle Fällarbeiten seien mit dem Bereich Baumschutz des städtischen Fachbereiches Klima und Umwelt abgestimmt und genehmigt.

Im Frankenberger Viertel, am Ende der Charlottenstraße.
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Gedenken an den Hamas-Angriff: Ein Jahr nach der Tragödie

Während der jüngste Angriff auf Israel zum Beispiel auf Berlins Straßen tatsächlich gefeiert wurde, sind noch immer etwa 100 Geiseln in der Gewalt der Hamas im Gaza-Streifen.

Am Montag jährt sich der Angriff der Hamas auf Israel zum ersten Mal. Die Jüdische Gemeinde zu Aachen und die Deutsch Israelische Gesellschaft Aachen e.V. laden am Montag, 7. Oktober, um 19 Uhr in der City-Kirche, Großkölnstraße, zu einer Gedenkveranstaltung ein Jahr nach dem Pogrom ein. Das Motto lautet: Erinnern. Mahnen. Gedenken.

Bring them home now“, so lautet die Forderung, die weltweit ausgesprochen wird, nachdem die Hamas Israel überfallen und in einem Massaker mehr als 1.200 Menschen getötet hat. Etwa 250 Menschen wurden verschleppt, sogar Kinder werden als Geiseln gehalten. Wie grausam ist das! Würde die Hamas die Menschen freilassen, wäre der Krieg beendet. Warum geschieht das nicht?

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Großeinsatz der Polizei in der Pontstraße. Unschöne Szenen, weil Ultrarechte sich in einer Pizzeria versammeln.

Die Polizei berichtete jetzt von einem Einsatz, bei dem es heftig zur Sache ging. Das heißt: Es knallten die Beteiligten dermaßen hart aufeinander, dass man sich demnächst vor Gericht treffen muss. Video hier zu sehen.

Was war passiert? Die stramm rechtsradikale „Junge Alternative“, (gesichert rechtsradikal) hatte sich im Gewölbekeller einer Aachener Pizzeria in der Pontstraße versammelt, um den Worten der extrem rechten AfD-Abgeordeten Irmhild Boßdorf, einer Abgeordneten im EU-Parlament, zu lauschen. Diese Dame ist trotz  Studium von Geschichte, Politikwissenschaft und Staatsrecht zu den sonderbarsten  Erkenntnissen gelangt, z. B. dass eine sog. millionenfache Remigration hierzulande demnächst unbedingt stattfinden muss. Und ähnlicher Stuss. 

Etwa 200 Personen, so teilt die Polizei mit und das berichten auch Personen, die dabei waren, hätten sich in der Pontstraße (gegenüber der Pizzeria) vor der Kirche Heilig Kreuz versammelt und unter dem Motto „Keine Räume für rechte Hetze“ eine angemeldete Kundgebung veranstaltet. Dabei auch die jüngst mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete Gruppe „Omas gegen Rechts“ und Menschen, die sich als Antifa bezeichnen. 

Die Polizei schreibt weiter: „Im Laufe der Versammlung haben etwa 40 vermummte Personen versucht, in das Lokal einzudringen.“ Gesetzt das stimmt, dann ist es Aufgabe der Polizei, das Versammlungsrecht durchzusetzen. Denn wie auch immer blöde die Ansichten sind, auch wenn man politisch voll auf dem Holzweg unterwegs ist: Man darf sich versammeln. Die Rechtsradikalen hätten sich in der Pizzeria verbarrikadiert und mit einem übergebrochenen Pizzawender die Türe verrammelt. Das berichtet die örtliche Tageszeitung.

Wenn die Polizei das Versammlungsrecht durchsetzt, durchsetzen muss, das sieht immer furchtbar aus, es entstehen schlimme Bilder und es tut weh. Die Polizei hatte es, wie mitgeteilt wird, mit „vereinzelten Widerstandshandlungen“ zu tun, was meistens nichts anderes bedeutet, als dass eine Klopperei in Gang kommt mit Bildern und Eindrücken, die einen nachts nicht schlafen lassen. 

Mehrere Strafverfahren, u.a. wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, seien eingeleitet worden. Und: „Die Personen wurden mit einem Platzverweis vor Ort entlassen.“ Die Versammlung sei gegen 22.30 Uhr beendet gewesen.

Infos mit Video gibt es hier, man erkennt das Ausmaß des Polizeieinsatzes.

Einen gewohnt klaren Bericht (mit Fotos) gibt es auf YONU von Michael Klarmann, bitte unbedingt lesen, falls ihr gut informiert sein wollt. https://www.yonu.news/polizeieinsatz-proteste-gegen-afd/

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Polizei: Das Camp muss weg. Aktivisten wollen bleiben. Richter muss entscheiden.

Seit Mitte Mai gibt es neben dem RWTH-Hauptgebäude ein Camp, das zu Protestzwecken errichtet wurde. Aktivisten wollen auf das Vorgehen des Staates Israel im Gaza-Streifen aufmerksam machen. Weiter wollen die „Students for Palestine“ erreichen, dass die RWTH Aachen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit einer Universität in Haifa beendet. Die Hochschule und jetzt auch die Polizei verlangen den Abbruch der Zelte am Templergraben.

Müssen laut Polizei weg: Zelte, Banner und Infostände am Templergraben.

Das „Camp for Gaza“ ist nicht gerade klein. Es windet sich vom Templergraben aus seitlich am Gebäude vorbei bis hinter das Hautgebäude. Mindestens 30 Zelte gibt es, dazu einige große Zeltbauten, in denen angeblich Veranstaltungen stattfinden. Es gibt auch Transparente und Pavillons.

Die Aktivisten pochen auf ihrem Versammlungsrecht, das aber nach viereinhalb Monaten nicht mehr greift, wie die Polizei meint. Geht es nach der Polizei, so muss das Camp spätestens am kommenden Montag abgebaut werden und am Dienstag 1. Oktober, verschwunden sein.

Die Aktivisten sehen die Sache anders, sie klagen gegen die Aufforderung, alle Zelte zu entfernen. Jetzt muss ein Gericht entscheiden, und das kann dauern. Ob möglicherweise die Polizei das Camp räumen wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wäre dies dann kein gutes Ende der ganzen Protestaktion.

Mehr Infos hier in der örtlichen Tageszeitung und hier.

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1700 reisen mit der Alemannia nach Dresden

Sonntag ist es soweit: Alemannia Aachen trifft Tabellenführer Dynamo Dresden. Aufsteiger Alemannia muss gegen scheinbar überragende Dresdener antreten, die auf dem Sprung in die nächst höhere Liga sind, während sich Aachen gerade erst aus der Regionalliga hochgekämpft hat. (Beginn: 16.30 Uhr)

Wer schon mal einen Fanmarsch der Dynamo Ultras gesehen hat, sorgt sich: Die treten krass kämpferisch auf. Hüpfen und tanzen sahen wir jedenfalls nicht. Die Partie von Sonntag wurde als sogenanntes Hochrisikospiel eingestuft, es drohe hohes Gewaltpotential, so wird mitgeteilt. Dabei werden wohl 30.000 Dresdner in deren Stadion sein und immerhin 1700 Alemannen.

Ab 12 Uhr bis 20 Uhr hat die Stadt Dresden weiträumig das Mitführen von Metallstangen, Pyrotechnik, Messer, Protektorenhandschuhen, Schutzwesten, Masken, Helme oder Schlauchschals untersagt. Man wünscht sich, die Aachener Spieler, der Trainer und die Fans wären schon wieder heil in Aachen angekommen. Mit 3 Punkten natürlich.

Randale überschattete zuletzt aber auch in Aachen das Spiel gegen Mannheim. Kaum hatte Marcel Moberz bei einem Treffen der Vereinsspitze mit Trainer und Fans verlauten lassen, die als gewalttätig auftretende Gruppierung „Boxstaffel 520“ werde nicht mehr im Stadion präsent sein. Da hieß es von der Polizei: Bei der Randale seien auch welche von der Boxstaffel dabei gewesen. Die Hooligans sollen vermummt gewesen sein. Wie konnte die Polizei dann einzelne erkennen?

Was auch kaum einer weiß: Die Aachener hatten mit den Mannheimer Fans noch eine Rechnung offen. Dem Verein ging 1996/97 ungeheuer viel Geld durch die Lappen, weil bei einem Spiel vor über 20 Jahren von Mannheimer Seite plötzlich ein 2. Ball auf das Spielfeld geworfen wurde und das gerade erfolgte Siegtor der Alemannen deshalb nicht gezählt wurde. Hier ansehen. (2. Hälfte)

Wie auch immer: Aachen hat ein Stadion, das nun endlich von allen Fans akzeptiert ist. Jahrelang hatten die Fans dem alten Tivoli nachgetrauert, wo angeblich alles besser war. Diese Zeiten sind vorbei. Neuerdings klappt sogar die Verpflegung ziemlich reibungslos. Auswärts-Trikots kommen auch, so war zu erfahren. Darauf befindet sich – wie ein Wasserzeichen – der Grundriss des Oktogon des Aachener Dom. Na, wenn das keine Heimatliebe ist!

Foto: Im neuen Tivoli in einer Vitrine ausgestellt: ein Stück alter Tivoli. Ganz schön sentimental.

Das Stadion ist in Gänze eine Schönheit, kann man nicht anders sagen. Allein es fehlt noch ein Platz zum Trainieren. Die Mannschaft trainiert auf einem Platz, der ist hart wie Beton und da springen die Bälle durchaus anders als auf dem weichen Rasen. In der Regionalliga haben fast alle Mannschaften derart miserable Trainingsplätze, in der 3. Liga nicht. So muss jetzt für gute Trainingsbedingungen gesorgt und ein Greenkeeper eingestellt werden, der/die den Rasen pflegt (gibt es zur Zeit nicht). Kann sein, dass sich der Verein Hoffnung macht, von der Stadt Aachen finanziell unterstützt zu werden.

Foto: Modell vom Aachener Tivoli, steht in der Geschäftsstelle.

Faninfos zum Spiel in Dresden.

Brutal ehrlich. Eine Straßenumfrage.

UPDATE: Ibo informiert uns, so war das in Dresden.

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Eltern machen mobil und laden zur Kundgebung auf den Markt in Aachen ein

Die Eltern in Aachen, die im Beirat des Jugendamtes aktiv sind, teilen mit:

„Viel zu lange wurde Bildung, beginnend mit der frühkindlichen Bildung in Kindertagesstätten, vernachlässigt, so dass das System nun kurz vor dem Kollaps steht. Leider sehen wir trotz der katastrophalen Situation keine angemessene politische Reaktion, deshalb möchten wir am Samstag, 28. September, im Rahmen einer Kundgebung, auf die Situation aufmerksam machen und die politisch Verantwortlichen zum Handeln auffordern.

Hierbei möchten wir besonders auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Kinderbetreuung und Bildung hinweisen, so dass wir verschiedene RednerInnen, eingeladen haben, ihren Standpunkt und evtl. vorhandene Lösungsansätze zu erläutern.“

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Für Menschen, die auf Wände schauen

Neues aus der Welt der Graffitis.
Das ist schwer: Eine Straßenszene in Aachen fotografieren, wo nicht mindestens ein Fahrrad auf dem Bild mit drauf sind.
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