Großbaustellen in Aachen: Blue Gate weiter verwaist, an der Kasinostraße geht es voran

Der Neubau zwischen Kasinostraße und den Gleisen der Bahn, gesehen von der Burtscheider Brücke aus.

Wer lange nicht mehr die Burtscheider Brücke hochgefahren oder -gegangen ist, der steht und staunt: Ein großer Wohnkomplex ist in die Höhe gewachsen. Auf 6 Geschossen und insgesamt 9000 Quadratmetern Wohnfläche werden ab 2026 Menschen wohnen . . . wenn nicht, wie bei den 5 Bauwerken (Blue-Gate-Komplex) genau gegenüber, der Investor das Handtuch wirft.

Gegenüber von dem Gebäude – beim Blue-Gate-Komplex am Bahnhof – gibt es seit Juni wieder mal einen Baustopp. Die fünf imposanten Neubauten sind allerdings fast fertig, Ein Hotel, Wohnungen für Studierende, ein Bürogebäude und ein Fahrradparkhaus suchen einen Investor.

Bauherr ist an der Kasinostraße die Aachener GeWoGe, das ist eine Aktiengesellschaft und zugleich Aachens größtes Wohnungsunternehmen. Der Bestand an Wohnungen der GeWoGe wächst derzeit pro Jahr um etwa 100 Stück. Die GeWoGe verwaltet in Aachen 7.600 Wohnungen, davon etwa 5000 Einheiten im Eigenbestand.

Die GeWoGe investiert am Bahnhof 40 Millionen Euro. – 2026 wird Aachen dann 80 Wohnungen mehr plus 112 Wohnungen für Studierende und Auszubildende haben. Als Architekten verantwortlich zeichnen Vonhoegen GmbH/kadawittfeldarchitektur GmbH. 

Auf dem Dach wird es Photovoltaik-Anlagen geben, das Dach wird zudem begrünt. Außerdem hat der Wohnkomplex eine Tiefgarage und ein Fahrraddeck. Es entsteht ein Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum sowie öffentlich geförderten Apartments. (s. hier und hier)

Aachen macht der Bezeichnung „Baustellen-City“ alle Ehre. Von der Burtscheider Brücke aus fotografiert.

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Etwas Musik, anlässlich der Olympischen Spiele in Paris, auf YouTube klicken: „Paris Is Burning“ von Ladyhawke.

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Neuer Feiertag (1922): 0815-Feierkonzept mit drei Ansprachen und Musik

Das Aachener Stadtarchiv stellt regelmäßig und dankenswerterweise interessante Stücke als Archivale des Monats vor. In diesem August zeigt das Archivale des Monats ein Konzept von Oberbürgermeister Wilhelm Farwick vom August 1922 für das geplante Programm der ersten Verfassungsfeier in Aachen.

Dazu teilt das Stadtarchiv die Quelle (Stadtarchiv Aachen, PRZ 12-102, Bl. 262) und die folgenden Hintergrundinfos mit:

Nach der Revolution im November 1918 arbeitete die frei gewählte deutsche Nationalversammlung eine neue Verfassung für das Deutsche Reich aus, die am 11. August 1919 in Kraft trat. Sie garantierte elementare Grund- und Freiheitsrechte, führte ein freies und gleiches Wahlrecht unabhängig von sozialem Status und Geschlecht ein und regelte die Abläufe der parlamentarischen Demokratie. Zwischen 1921 und 1932 wurde der 11. August als Nationalfeiertag festgesetzt.

Am 1. August 1922 verpflichtete der sozialdemokratische Innenminister Carl Severing die staatlichen Mittelbehörden, gemeinsam mit größeren Kommunen dezentrale Verfassungsfeiern vorzubereiten.  Seiner Vorstellung nach sollte es „Ansprachen und gegebenenfalls musikalische und deklamatorische Darbietungen“ geben, doch ließ er den örtlichen Veranstaltern „weitgehende Handlungsfreiheit“. Er ordnete jedoch an, die Bevölkerung einzubeziehen und insbesondere „die Organisationen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Handels- und Handwerkskammern, Innungen, Beamtenorganisationen usw.“ einzuladen. 

Kurze Vorbereitungszeit

Der Erlass ließ den Aachener Akteuren nur etwas mehr als eine Woche Zeit, um die Feiern vorzubereiten und mit den belgischen Besatzungsbehörden abzustimmen. Man entschied sich für einen Festakt im Krönungssaal des

Rathauses. Oberbürgermeister Wilhelm Farwick hielt das geplante Programm am 8. August in dem abgebildeten Konzept fest. Eingeladen waren über 900 Personen, die alle wichtigen Behörden, Justiz, Gewerkschaften, Kirchen, die jüdische Gemeinde, wirtschaftliche und berufsständische Organisationen, Politik und Presse repräsentierten. Der Anlass der Feier wurde durch die Aufstellung der schwarz-rot-goldenen Nationalflagge im Saal und die Beflaggung der öffentlichen Gebäude hervorgehoben.

Die Feier bestand aus drei Ansprachen. Da das Amt des Regierungspräsidenten vakant war, hielt dessen Stellvertreter Robert von Görschen die Eröffnungsrede. Eine Anregung Severings aufgreifend, würdigte er die Verfassung als ein Symbol der nationalen Einheit. Zugleich klagte er über Belastungen durch den Friedensvertrag von Versailles und Probleme der Grenzregion.

Die eigentliche Festrede hielt der stellvertretende Rektor der Technischen Hochschule, Professor Max Semper. Er war kein Staats-, Rechts- oder Politikwissenschaftler, sondern Geologe und Paläontologe. In einem betont sachlichen Ton fasste er den Inhalt der Verfassung zusammen und sprach über die Wichtigkeit einer verantwortungsvollen Staatsführung.

Oberbürgermeister Farwick beendete die Feier mit einem Hochruf auf Republik, Verfassung und Vaterland.

Festakt mit etwa 1000 Gästen 

Dieser Ablauf der ersten Feier diente ab 1924 als Vorbild für die kommenden Jahre. Mittelpunkt blieb der meist im Rathaus veranstaltete Festakt mit etwa 1000 Gästen.

Zur zehnjährigen Verfassungsfeier am 11. August 1929 lud der Regierungspräsident die Bevölkerung zusätzlich zu einer Feier ins Waldstation ein. Aus demselben Anlass rief ein Bündnis republikanischer Organisationen um das Reichsbanner „Schwarz-Rot-Gold“, SPD, Gewerkschaften und Deutsche Friedensgesellschaft zu einem Fackelmarsch auf. Oberbürgermeister Wilhelm Rombach lud Reichspräsident Paul von Hindenburg zur Feier nach Aachen ein und erhielt die Zusage zu einem Besuch an einem anderen Datum im folgenden Jahr. 

Demokratie ausgehebelt

Die Verfassungsfeiern waren immer auch Spiegel der politischen Verhältnisse. Das Bekenntnis zur Demokratie wirkt selbst in Festreden zuweilen oberflächlich; im Einzelfall trugen Redner auch zu Verfassungsfeiern autoritäre und nationalistische Gedanken vor. Auch Max Semper, der Festredner von 1922, wandte sich bereits während der Weimarer Republik der sogenannten „Rassenkunde“ zu. Und nach wenigen Jahren zeigten sich fatale Schwachpunkte innerhalb der Verfassung, da sie es dem Reichspräsidenten ermöglichte, mit Notverordnungen autoritär zu regieren. Ab 1930 hebelte Hindenburg die parlamentarische Demokratie auf diese Weise aus, bevor er mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 den Übergang in die NS-Diktatur einleitete.

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Oberbürgermeisterin begrüßt 164 Nachwuchskräfte. Sie alle lernen, dass und wie Aachen funktioniert

Das würde den Rahmen sprengen, wenn man alle Tätigkeitsfelder aufführen müsste, in denen die Stadt Aachen ausbildet. Neu unter anderem: 10 Personen beginnen bei der Stadt das duale Studium soziale Arbeit in Kooperation mit der Katholischen Hochschule. Foto: Stadt Aachen/David Rüben

„Herzlich willkommen im Team Stadt. Ich freue mich, dass Sie da sind!“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen kürzlich im Rathaus über 120 neue Nachwuchskräfte begrüßt. Die insgesamt 164 neuen Auszubildenden in den Bereichen Verwaltung, Erziehung, dem gewerblich-technischen Bereich und bei der Feuerwehr zeigen wie wichtig der Stadt Aachen Nachwuchsförderung in vielen verschiedenen Ausbildungsberufen ist. 

Mehrere Dezernenten freuten sich über so viele Nachwuchskräfte. Unter anderen natürlich besonders Heinrich Brötz, Dezernent für Bildung, Jugend und Kultur. Er begrüßte insbesondere die große Gruppe der angehenden Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen und Berufspraktikant*innen an den Offenen Ganztagsschulen und Kitas. Der Mangel an Fachkräften ist bekanntlich in Aachen – wie überall in NRW – ein großes Problem, von dem berufstätige Eltern direkt und fatal betroffen sind.

Im Erzieherbereich sind 56 Personen eingestellt worden, davon 35 Nachwuchskräfte, die eine praxisintegrierte Ausbildung – PiA/Erzieherin (26) und PiA/Kinderpflege (9) – beginnen und elf Erzieherpraktikant*innen im Anerkennungsjahr. Erstmals – und das ist als ein Erfolg aller Beteiligten zu verbuchen – beginnen zehn Personen das duale Studium soziale Arbeit in Kooperation mit der Katholischen Hochschule.

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Fahrradparkhaus am Bahnhof – wird das noch mal was?

Man fragt sich, wann der Blue-Gate-Komplex in der Zollamtsstraße (Nähe Bahnhof) einmal fertig sein wird? Wann darin Menschen wohnen, ein Hotelzimmer buchen, in Büros arbeiten können und wann endlich das Fahrradparkhaus mit den in Aussicht gestellten 400 Stellplätzen Wirklichkeit wird.

An der Zollamtsstraße nichts Neues, möchte man meinen. Sieht aus wie immer, nicht fertig. Fahrräder werden am Bahnhof unterdessen weiter konventionell geparkt (s. unten).

s. dazu auch den Leser*innenbrief

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Für Kinder: Ferienspiele im Gillesbachtal in Aachen

Beim Spielen und Turnen auspowern: Die Ferienspiele im Gillesbachtal bieten Kindern (im Alter von 6 bis 11 Jahren) in den Sommerferien von Montag, 29. Juli, bis einschließlich Freitag, 16. August, wieder ein abwechslungsreiches Programm. Sie können sich täglich von 9 bis 13 Uhr in der Sporthalle und auf dem Sportplatz Gillesbachtal, Branderhofer Weg 15, austoben.

Zusätzliche Angebote

Zusätzlich wird sich jeden Mittwoch ein anderer Verein mit einer Sportart vorstellen. Dort können sich die Kinder frei ausprobieren. Die Termine: 

·          31.07. 2024  Aachen Greyhounds e.V. (Baseball)

·          07.08.2024  American Football Club Aachen Vampires e.V. (Cheerleading & American Football) 

·          14.08.2024  Burtscheider Turner Bund Aachen 1908 e.V. (Handball) 

Außerdem haben die Kinder die Chance, Teile des deutschen Sportabzeichens – ohne Schwimmen – zu absolvieren.

Sportbekleidung und Proviant 

Wichtig: Die Kinder sollen in wetterfester und sportlicher Kleidung kommen und genug Essen und Trinken mitbringen. Eltern müssen ebenfalls an Sonnenschutz, zum Beispiel Kappe und Sonnencreme, denken.

Wichtige Informationen 

Die Teilnahme am gesamten Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Jedoch müssen die Erziehungsberechtigten eine Einverständniserklärung ausfüllen und den Kindern mitgeben. Diese ist zu finden unter www.aachen.de/ferienspiele oder in der gedruckten Ferienspielzeitung. 

Da die Veranstaltung jeweils um 13 Uhr endet, ist es wichtig, dass die Kinder auch zu dieser Zeit von den Erziehungsberechtigten abgeholt werden. Sollte ein Kind alleine nach Hause gehen dürfen, ist das in der Einverständniserklärung anzugeben.

Weitere Infos im Fachbereich Sport der Stadt Aachen unter Telefon 0241 432-5223.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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In Aachen: Wasser für kleine Bäume

Bäumchen für Bäumchen fährt der Trecker mit seinem gigantischen Wasserkanister (l.) an. In der Beverstraße gesehen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wird am 30. Juli darüber informieren, wo in Deutschland die Menschen am meisten unter der Hitze leiden, wo unter zu viel Beton und Asphalt. Wir sind gespannt.

In den Städten wird das Leben durch die sommerliche Hitze zunehmend schwierig. „Extrem hohe Temperaturen sind das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland“, will die DUH herausgefunden haben. Da helfen Bäume und generell Pflanzen, kühlende Wasser und Frischluftschneisen, die nicht zugebaut werden sollten. Denn: Durch eine anhaltende Flächenversieglung wird die ungute Entwicklung maßgeblich befeuert.

Wertvolle Grünflächen für Klimaausgleich und Erholung gehen übrigens auch auf dem Land verloren. Das sieht, wer gelegentlich in der Eifel unterwegs ist.

Die DUH will über folgende Fragen informieren: Welche Stadt bietet besonders wenig Grün als Schutz vor der Hitze? Wie haben sich Flächenversiegelung und Grünbestand in deutschen Städten und Gemeinden in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Wie wirkt sich der Trend zu mehr Flächenversiegelung auf die Gesundheit der Menschen in Deutschland aus? Und welche Forderungen für die Politik ergeben sich hieraus?

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Etwas Musik: (natürlich Cruel Summer von Taylor Swift. Die hat jetzt 5 ihrer 7 Konzerte in Deutschland hinter sich.)

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Ein Radweg ist jetzt breiter und ein Neubau sechs Etagen hoch

Vom Krautmühlenweg in Forst aus kann man einen Neubau in die Höhe wachsen sehen. Dort baut der Verein TIBA ein Wohnheim für muslimische Studierende. Infos hier.

Der Krautmühlenweg wurde u. a. um etwa einen Meter verbreitert und ist jetzt eine kleine Straße. Er wird von Radfahrer*innen richtig gut frequentiert.

Die Kleingärtner dort haben sich zwar nicht gefreut, dass wegen der Verbreiterung eine Hecke fallen musste, doch wer zwischen Adalbertsteinweg und Frankenberger Viertel mit dem Rad unterwegs ist, der freut sich sicher über mehr Platz für Räder -und dass Fußgänger*innen und Räder jetzt viel besser aneinander vorbeikommen.

Foto: Krautmühlenweg zwischen der Oberen Drimbornstraße und der Robert-Koch-Straße)

Das Wohnheimprojekt betrachtet man am besten von der Robert-Koch-Straße aus. Es wird direkt neben einer kleinen Moschee – quasi in der Kurve – hochgezogen. In der Moschee wird freitags immer gebetet. Das Gebäude wurde zu klein, es ist picobello gepflegt und gefällt, sieht aus wie eine alte Fabrik. Was dort einmal produziert wurde, ist AachenNews nicht bekannt.

In Forst zu Hause: der Verein TIBA (Türkischer Integrations- und Bildungsverein Aachen). Rechts neben den Gebetsräumen wird ein Studentenwohnheim mit Tagungsräumen und Bibliothek errichtet.
Sechs Etagen hoch: die neue Wohn-, Gebets-, Bildungs- und Tagungsstätte des Vereins TIBA, der Mitglied ist im Verband der Islamischen Kulturzentren.

Das neue Gebäude des als gemeinnützig anerkannten Vereins TIBA e. V. sollte eigentlich schon fertig sein. Aber wie immer bei neuen Gebäuden und Brücken dauert es etwas länger. 52 Studierende sollen dort einmal wohnen, eine Gesamtnutzfläche von 3640 Quadratmetern wird es geben. Das ist der Internet-Seite des Vereins zu entnehmen.

Mehr Infos hier

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Nicht einfach: Teich vom Schlamm befreit

Aus dem Teich „An der Rast“ in Laurensberg viel Schlamm und Unrat rausgefischt. Foto: Stadt Aachen

Mit einem Arbeitsboot wurde jetzt der Teich „An der Rast“ in Laurensberg erfolgreich entschlammt. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Biomasse und Unrat seien aus dem Teich gefischt worden. Was einfach erscheint, habe angesichts der besonderen Situation und den Bedingungen vor Ort einige Herausforderungen geboten, und zwar für Menschen und Arbeitsgeräte.

Eine Beprobung der Teichsohle habe ergeben, so wird weiter mitgeteilt, dass es sich um eine mindestens ein Meter dicke, graue Lehmschicht handelt, die den so genannten Hergenrather Schichten zuzuordnen ist.

Anfang August werden noch die Zu- und Abläufe geortet und gereinigt. Danach folgen weitere Maßnahmen zur Nutzung und Pflege der Teichanlage.

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Mehr Versiegelung, weniger Grün, mehr Hitze. – Muss das sein?

Das Gebiet zwischen Weberstraße und Mariabrunnstraße, die Begrünung reduziert Hitze. Rechts oben lugt das Luisenhospital hervor. In der Nähe befindet sich das „Luisenhöfe“-Projekt, dort steht ebenfalls mehr Versiegelung auf der Tagesordnung.

Zwischen Weberstraße, Hohenstaufenallee und Mariabrunnstraße gab es einmal schöne und auch ökologisch wertvolle Schrebergärten. Dieses ganze Stadtgrün wurde entfernt, jetzt gibt es dort eine große Grünfläche mit Wildwuchs, auch wertvoll. Ein Aachener Investor (Landmarken) möchte dort Wohnungen bauen.

Das Gelände gehörte mal der Bahn (also dem Bund), die Stadt Aachen kann dort über die Bauplanung Einfluss nehmen. Was das Gelände besonders wertvoll macht: Es soll sich um eine sogenannte Kaltluftbahn handeln. Über solche Bahnen wird das angrenzende Viertel und wird auch die Innenstadt mit frischer Luft versorgt. Es wäre eventuell töricht, Kaltluftbahnen mit Bauwerken zuzustellen.

Wer kennt das nicht: im Sommer „steht“ die Luft in der Stadt, tags und nachts bewegt sich im Talkessel kein Lüftchen, das kann dauern. Einige Aachener Stadtteile sind nämlich stadtklimatisch durch einen flächenhaft ungünstigen Luftaustausch gekennzeichnet. „Den zahlreichen Kaltluftschneisen, die stadtplanerisch möglichst frei von Bebauung bleiben sollen, kommt daher eine wichtige Bedeutung für das Stadtklima zu“, so bei Wikipedia nachzulesen.

Und weiter: Die Talkessellage der Aachener Innenstadt, der dortige starke Verkehr und die fortschreitende Bebauung von Freiflächen „wirken sich negativ auf die Lufthygiene aus“. Es drohen eine Zunahme von Allergien, Atemwegsinfekten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein Anstieg der Sterblichkeit. Besonders betroffen sind vorgeschädigte Personen z. B. mit Asthma sowie Kinder und Jugendliche.

Dieses private Bauprojekt würde, sollte es realisiert werden, Einfluss auf die Aufheizung der Stadt haben. Ist eigentlich eine Bürgerbeteiligung geplant, bzw. ist diese bei dem Projekt überhaupt erforderlich? Es wurde schon ein Gutachten erstellt, das die Versorgung mit Frischluft zum Thema hat. Was steht da drin, wird das noch veröffentlicht?

Insgesamt hatte man in Aachen die Ansicht vertreten, dass Schrebergärten von ökologischem Wert für die Stadt sind und gefördert werden müssen. Diese Gärten (Mariabrunnstraße) gibt es nun nicht mehr (wie auch die Gärten der Anlage „Eifelbahn“ am Eisenbahnweg. Die Kleingartenanlage „Eifelbahn“ soll einem Gewerbegebiet weichen).

Sehr viel Fläche ist in Aachen versiegelt, bzw. bebaut. Bebauung schafft „Wärmeinseln“. Kann da wirklich Dachbegrünung helfen? Man müsste wohl tausende Dächer begrünen, um all die Versiegelungen auszugleichen.

Wer Natur und insbesondere Bäume schützen will, kann sich in Aachen an den Baumschutzbund wenden. Man trifft sich dort einmal im Monat. Hier klicken.

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Traurig: Café Hase im Frankenberger Viertel schließt

Das Café Hase in der Triebelstraße 21 in Aachen.

Wie schade! Das Café Hase im Frankenberger Viertel schließt. Heute, Sonntag, 21. Juli, war es zum letzten Mal geöffnet, nachzulesen auf der Schaufensterscheibe. Da wendet sich Inhaberin Cora Stuhlweißenburg mit persönlichen Worten an die Gäste.

Das Café Hase – nur 70 Quadratmeter groß und mit kleiner Küche – gab es seit Ende 2014. Was einem dort serviert wurde, war einfach alles lecker und von besonderer Qualität: Suppen und Kuchen, Salate und Quiche, Roggenbrote und Bowles. Dieses enge Café war von Anfang an ein Erfolg, dort fühlte man sich wohl, quasi wie im eigenen Wohnzimmer.

Café Fuchs Ecke Oppenhoffallee/Schlossstraße.

Zusammen mit dem Café Fuchs, 2019 eröffnet, war die Arbeit für die Gastronomin mehr als ein Full-Time-Job. Sie möchte offenbar mal wieder Zeit haben, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht sogar in den Hase-Räumen. Hinzu kommt, dass das Personal knapp ist.

Der zweite Standort, das Café Fuchs, wird in gleicher Weise liebevoll geführt. Dieses Café im umgebauten Matratzenladen an der Ecke Oppenhoffallee/Schlossstraße ist viel größer, die Qualität der Speisen aber ebenfalls hoch. Dort wird man demnächst die hausgemachten Kuchen bekommen, die die Gäste im Hase so gern mochten.

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