Vür spreiche ouch Platt.– Bravo, wir konnten alles gut verstehen.
Damit Aachens Fahrradfahrer*innen noch möglichst lange die Dienste des Bestattungsunternehmens nicht in Anspruch nehmen müssen, hat die Politik entschieden und die Verwaltung hat es realisiert: Poller aufgestellt und einen Radweg gebildet. Danke für so viel Fürsorge für Menschen, die aufs Auto verzichten und deshalb beim Fahren keine schützende Blechhülle um sich rum haben.
Einen Baumfrevel im Westpark hat Aachens Baumschützer Hans Falk jüngst entdeckt. Nach Rücksprache mit dem Stadtbetrieb erfuhr er, dass auch dieser davon ausgeht, dass wohl Vandalismus vorliegt.
Die mit grober Axt gefällte Flatterulme lag auf der Wiese und wurde zügig vom Stadtbetrieb entfernt. Es soll bereits Strafanzeige gestellt worden sein.
Seit April 2019 schön gewachsen, jetzt wurde sie abgehackt: die Flatterulme. Foto: Hans Falk
Falk teilt mit: „Ob das eine gezielte Tat gegen unsere Baumpflanzaktion von Flatterulmen des Aachener Baumschutzbundes in Kooperation mit Stadtbetrieb, NABU, Ökologie-Zentrum und Stadtoasen zum Tag des Baumes am 25. 4. 2019 war, ist spekulativ.“ Möglich ist alles.
Während aktuell einerseits zur Gemeinschaftsaktion „Liebesbaumallee“ aufgerufen wird, führen kriminelle Baumfäller parallel Hassaktionen durch. Es sei schon erschreckend und frustrierend „wie durch gesellschaftliche Polarisation solche Auswüchse entstehen und auf welch niedrigem Niveau ökologisches Bewusstsein entwickelt ist“, bedauert Falk.
Heute kurz nach 9 Uhr morgens standen sie schon in der Krämerstraße – die Fans der neuen Schokolade.
Ab 10 Uhr gab es in Aachen in der Lindt-Filiale am Dom, Krämerstraße 20-34, die neue Dubai-Schokolade. Man musste früh aufstehen, die Tafeln sind heiß begehrt und teuer. Im Netz werden sie schon für etwa 150 Euro pro Stück gehandelt. Der Preis steigt zur Zeit weiter.
Aachen ist zwar eine Schoko-Stadt (seit den Zeiten der Trumpf-Schokolade und Schoko-Unternehmer Peter Ludwig). Aber eine Art Run auf Schokolade hat man hier noch nicht gesehen. Foto: Alexandra Radermacher
50 Tafeln sollen für Aachen zur Verfügung gestanden haben, wie eine gewöhnlich gut informierte Person (auf Facebook) berichtete. Mindestens 100 Menschen haben angestanden. Da war längst nicht für jeden ein Stückchen Schokolade dabei. Die neue Dubai-Schokolade soll übrigens nach Pistazien schmecken. Hier seht ihr sie. Die örtliche Presse berichtet ausführlich.
In eine ganz ähnliche Schlange haben sich andere Feinschmecker eingereiht. Der Markt ist gänzlich an den Elisenbrunnen umgezogen. Er wird jetzt – wie es die Kundschaft und die Beschicker seit Jahren fordern – nur noch am Elisenbrunnen stattfinden. Es hatte sich Dienstag eine lange Schlange aufgestellt, um frischen Fisch zu kaufen.
Erfreut sich großen Kundenzustroms: der komplett an den Elisenbrunnen verlegte Aachener Markt.
Ein Kiosk in der Oppenhoffallee/Ecke Charlottenstraße. Ab sofort ist dort sonntags nichts zu holen. Sehr zum Bedauern der Nachbarschaft und der Kiosk-Betreiber.
Im Kiosk in der Oppenhoffallee ist jemand wütend: Der kleine Laden muss ab sofort sonntags und an Feiertagen geschlossen bleiben. Dabei sei im Sommer gerade Sonntag der beste Tag, so bedauert die Madam hinter der Ladentheke und fühlt sich drangsaliert.
Nicht nur dieser Kiosk, alle Kioske in Aachen bleiben jetzt sonntags zu, so erfahren wir und wundern uns. Aber es hat wohl seine Richtigkeit: Das Aachener Verwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Kioskbetreibers zurückgewiesen und das Sonntags-Verbot bestätigt. Bei Missachtung drohen hohe Bußgelder.
Das Ladenöffnungsgesetz ist nicht auf der Seite der Menschen, die arbeiten wollen und nicht auf der Seite derjenigen, die – wenn plötzlich Besuch kommt – schnell ein paar Flaschen holen wollen. Schwer zu verstehen, aber so ist es. Mal sehen, wie viele Kioske aufgrund der Verdienstausfälle bald ganz schließen müssen.
Rot, braun, grün – farblich lässt der Herbst nichts zu wünschen übrig. Es kommen auf einmal gelbe, rote und orangefarbene Pigmente zum Vorschein. Bei der ganzen Farbenpracht ist es schwer zu verstehen, dass manche Menschen gerade den Herbst als eine Zeit erleben, wo sich Depression und Traurigkeit einstellen. Leute empfinden die Winterzeit, in der die Natur zu sterben scheint, als bedrohlich.
Rot wie Feuer werden bald die Blätter sein, drauf kann man sich freuen.
Auf dem Aachener Markt wurde unterdessen – wie jedes Jahr – ein Weihnachtsbaum aufgestellt, und auch die Buden stehen schon parat, sind aber noch leer. Weihnachten ohne geschmückten Weihnachtsbaum, das kann sich hierzulande keiner vorstellen.
Tannenbäume sorgen für Weihnachtsstimmung. Die Bäume, hunderte allein in Aachen, landen nach den Festtagen alle in der Müllabfuhr. Das ist nicht gerade nachhaltig.
Dazu wachsen die Bäume meist leider in keinem intakten Wald, sondern in Monokulturen, die laut deutschem Umweltbundesamt durch intensiven Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Mineraldünger allen Ökosystemkomponenten Schaden zufügen.
Voll bewachsene Hauswand an der Krefelder Straße im Herbst. Alle Blätter weg. Man sieht jetzt gut, dass die Bepflanzung keine Schäden an der Wand verursacht hat.
Poller schützen jetzt die Radfahrer*innen am Hansemannplatz, allerdings ist es offensichtlich schwer, mit den üblichen Kehrgeräten den rotmarkierten Radweg freizuhalten. Die Blätter sind übrigens so schmutzig, aus ihnen kann kein Kompost mehr gemacht werden. s. hier
Der ADFC teilt wurde von der örtlichen Presse um eine Stellungnahme gebeten und teilt auf seiner Homepage mit, Laub auf Radwegen stelle „ein ernstes Problem“ dar, besonders auf neuen Radwegen in der Innenstadt wie der Heinrichs- und Monheimsallee. Die häufig unzureichende Räumung erhöhe das Unfallrisiko erheblich.
Nasses Laub mache Wege rutschig und verlängere die Bremswege, was gerade für Radfahrende mit Kindern oder in Lastenrädern gefährlich werde. Ben Jansen vom ADFC weiter: „Zudem verdeckt Laub oft Fahrbahnmarkierungen, die auch für Radfahrende Orientierung bieten.“
Wenn der Radweg nicht geräumt ist – ganz egal, ob Laub oder Schnee – dürfen Radfahrer*innen auch die Fahrbahn benutzen. Um unnötige Stresssituationen zu vermeiden, sollten die neuen geschützten Radwege auch durchgängig gut benutzbar sein. Denn beim Ausweichen auf eine mehrspurige Fahrbahn verschwindet das neu gewonnene Sicherheitsgefühl schlagartig.
Bäume in der Stadt sind ja schön, machen aber im Herbst viel Arbeit. Auch die Gehwege sind jetzt voll mit Laub.
Die Pressefreiheit ist gefährdet: „Wir ziehen mit FragDenStaat-Chefredakteur Arne Semsrott vor den Bundesgerichtshof.“
Das teilte jetzt die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) mit. Die GFF ist ein 2015 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der mit strategischer Klageführung den Erhalt und den Ausbau der Grund- und Menschenrechte erreichen will. (s. Wikipedia)
Die GFF wurde von ihrem Vorsitzenden Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, und dem Grünen-Politiker und Bürgerrechtler Malte Spitz initiiert, der den Posten des Generalsekretärs bekleidet. Weitere Vorstandsmitglieder der GFF sind Nora Markard, Professorin für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Universität Münster, Boris Burghardt, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Juristische Zeitgeschichte an der Philipps-Universität Marburg, sowie John Philipp Thurn, Richter am Sozialgericht Berlin.
Weitere namentlich bekannte Mitglieder des Vereins sind überwiegend Juristen aus den Feldern Völkerstrafrecht, Datenschutz und Informationsfreiheit, Strafrechtund Strafprozessrecht sowie Journalisten und Aktivisten aus den Bereichen Privatsphäre, Überwachung, Geheimdienste und Informationsfreiheit.
Weil er Gerichtsbeschlüsse aus laufenden Verfahren gegen die „Letzte Generation“ veröffentlichte, wurde gegen FragDenStaat-Chefredakteur Arne Semsrott ein Strafverfahren eröffnet. Paragraf 353d des Strafgesetzbuchs enthält für solche Dokumente ein absolutes Veröffentlichungsverbot.
Mitte Oktober sprach das Landgericht Berlin I Semsrott schuldig – wenn auch mit einer milden Strafe. Gemeinsam mit Semsrott ziehen wir nun vor den Bundesgerichtshof: Der verfassungswidrige Paragraf verletzt die Pressefreiheit und muss gestrichen werden!
Gestern war wieder Wissenschaftsnacht, eine Veranstaltung, die tausende Menschen in Richtung Hochschulviertel in Bewegung setzt. Vielfach sind es Eltern mit ihren Kindern. Aktuelle Forschung wird verständlich aufbereitet, da geben die RWTH-Wissenschaftler*innen sich große Mühe und haben Erfolg.
Das C.A.R.L in der Claßenstraße glich wieder einem Bienenstock. Es gab etwa 80 Veranstaltungen, alle bei freiem Eintritt, für Menschen aller Generationen.
Die ersten Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr, die letzten um 24 Uhr. Es gibt Vorträge, Shows mit Blitz und Donner (künstlich hergestellt), Theorie und Praxis (Rennwagen selbst bauen), unterhaltsame Science-Slamer (Professoren), Vorführungen, medizinische Unterweisungen – in insgesamt 9 Einrichtungen, die zu Fuß leicht zu erreichen sind.
Außer dem C.A.R.L sind noch involviert: das Audimax, das Gießerei-Institut, die Bibliothek 2, ein Sammelbau und weitere Institute. Man musste im C.A.R.L. teils eine Stunde lang anstehen, um dort die gewünschte Vorführung – 30 bis 60 Minuten lang – zu erleben.
Luft- und Raumfahrt, künstliche Intelligenz, Kunststoffrecycling und digitale Pflanzen, Welt im Wandel – die RWTH forscht offenbar an allem, was derzeit angesagt ist und dringend verändert werden muss. Dass sich Erwachsene dafür interessieren, wundert nicht. Aber mit welch großem Interesse Kinder aus Klassen 6, 7 und 8 den Ausführungen folgen und geduldig anstehen, das erstaunt. Unwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen der Welt, wie sie derzeit in den USA immer mehr in Mode kommen, haben in Aachen keine Chance.
Die Großkehrmaschinen des Stadtbetriebs sind jetzt im Zweischichtbetrieb eingesetzt, auch am Wochenende werden zusätzliche Touren gefahren. Der Grund: Tonnen von Laub müssen eingesammelt werden.
10 bis 15 Tonnen regennasses Laub werden täglich von der Stadtreinigung gesammelt. Das teilte der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit. „Da dieses Laub primär von der Fahrbahn aufgenommen wird, ist es, unter anderem wegen des Reifenabriebs, verschmutzt und wird, wie sonst auch der restliche Straßenkehricht, einer Verwertung zugefügt, die zunächst die verwertbaren Anteile aussortiert.“ Diese gelangen dann unter anderem in den Straßenbau. Der andere Teil, während der Laubzeit der größere, gelangt in die Verbrennung.
In den Grünanlagen
Aachen komme auf rund 400 Kubikmeter Laub, die derzeit jede Woche in den städtischen Grün- und Parkanlagen gesammelt werden, so wird weiter mitgeteilt. Dies entspreche, abhängig von der Witterung, etwa 130 Tonnen. Ein Teil hiervon wird in den Gehölzgruppen liegen gelassen oder dorthin gebracht, um als Dünger zu dienen und um Überwinterungsmöglichkeiten für Kleintiere zu schaffen. „Das restliche Laub wird zentral in der Stadtgärtnerei gesammelt, bevor es der Grünschnittverwertung zugeführt wird.“
Dummerweise kommen auf Bürgersteigen und Grünstreifen auch die immer lauten und nicht selten stinkenden Laubbläser zum Einsatz. Die wirbeln auch Staub auf, sparen aber Arbeitskräfte. Mit den Laubbläsern werden innerhalb kurzer Zeit die vielen Wege und Plätze wieder verkehrssicher. Perspektivisch bleiben so auch die Rasenflächen für das kommende Frühjahr, beispielsweise für Freizeit und Sport, nutzbar.
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Critical Mass
Die Critical Mass fährt am Freitag, 24. April, eine lockere Runde durch Aachen: friedlich und verkehrskonform aus Freude am Radfahren. Treffpunkt 18 Uhr, los geht es um 18.15 Uhr ab Elisenbrunnen. Egal, ob du das Fahrrad als Fahrzeug, Sportgerät, Lebensweise, Transportgerät oder ähnliches siehst, bist du eingeladen, mitzufahren. Dazu der passende Film. Sehenswert. https://www.youtube.com/watch?v=R5jQc1jXLAU
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).