Wohnungsbau im Ostviertel: Neue Projekte geplant

Während Thomas Gottschalk „Man darf ja nichts mehr sagen!“ jammert, dürfen sich die Aachenerinnen und Aachener tatsächlich zu allem Möglichen äußern, natürlich auch zur Planung von Wohnungen im Ostviertel.

Im Aachener Ostviertel sollen neue Wohnungen und eine Kindertagesstätte auf einer rund einen Hektar großen Fläche zwischen Stolberger Straße und Elsassstraße entstehen, also direkt neben der Yunus Emre Moschee (s. Foto). Bei mindestens 40 Prozent der Wohnungen soll es sich um öffentlich geförderten Wohnungsbau handeln, das teilte die Stadtverwaltung mit. (Wir berichteten)

Der Bebauungsplan „Elsassstraße/Moscheeplatz“ liegt von Montag, 28. Oktober, bis Freitag, 29. November, im Verwaltungsgebäude an der Lagerhausstraße aus. Zudem findet ein Anhörungstermin am Donnerstag, 14. November, 18 bis 19 Uhr, im Foyer der Nadelfabrik, Reichsweg 30, statt.

Der städtebauliche Entwurf des neuen Wohngebiets wurde aus dem Wettbewerb „Neues Wohnen im Ostviertel“ entwickelt. Er soll die Randbebauung am Moscheeplatz vervollständigen. Durch die Gebäudestruktur soll zudem ein ruhiger, grüner Innenhof mit Aufenthaltsqualität entstehen. 

Die Unterlagen sind online zu finden unter www.aachen.de/bauleitplanung.

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Auf dem Gelände des ehemaligen Automobilzulieferers Hutchinson will die Landmarken-Gruppe aktiv werden. Die Gruppe plant dort einen Modellstandort für urbane Produktion. Für den rund drei Hektar großen Bereich startet jetzt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.

Zwischen Freunder Weg, Zeppelinstraße und Eisenbahnweg soll ein Mix aus Gewerbe-, Freizeit und Dienstleistungsangeboten geschaffen werden. Auch sollen (öffentlich geförderte) Wohnungen entstehen. Ein sogenannter „Activity Hub“ verspricht vor Ort attraktive Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Der Schwerpunkt liegt an dieser Stelle vor allem aber auf der Schaffung von dringend benötigten Gewerbeflächen.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit läuft von Freitag, 25. Oktober, bis Dienstag, 26. November. Die Verwaltung informiert über die Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der  Planung im zentralen Internetportal des Landes NRW unter www.beteiligung.nrw.de und auch unter beteiligung.aachen.de. Die Unterlagen werden im gleichen Zeitraum im Foyer des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, öffentlich ausgestellt. Sie können montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags bis 15 Uhr eingesehen werden.

Abbildung: Projektentwicklung: ecoPARKS + Landmarken/Entwurf und Visualisierung: Molestina Architekten und Stadtplaner

Die Stadt bietet einen Anhörungstermin am Montag, 28. Oktober, 18 bis 19.30 Uhr, im Foyer der Nadelfabrik, Reichsweg 30, an.

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Parallel läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung für die I. Änderung des Bebauungsplans Nr. 593 „Hünefeldstraße/Hickelweg“. In dem nahegelegenen Gebiet zwischen Hünefeldstraße, Hickelweg und Madrider Ring liegt unter anderem das sogenannte Thouet-Grundstück. Dieses soll ebenfalls zeitgemäß entwickelt werden, sodass die Fläche zukünftig effektiver für Gewerbenutzungen zur Verfügung steht.

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Alemannia: Vorfreude auf das Flutlichtspiel

Morgen, Mittwoch, werden sich auf dem Tivoli wieder 25.000 Menschen einfinden. Vielleicht sogar noch mehr. Morgen ab 19 Uhr spielt die Alemannia gegen Unterhaching. Bei Flutlicht. Da haben mal nicht die Aachener, sondern die Gäste eine 8-stündige Busfahrt in den Knochen. Mal sehen, wieviele Fans von denen die lange Reise auf sich nehmen. Update: Die Mannschaft von Unterhaching wird fliegen und mit einem Bus abgeholt.

Aachen ist Samstag aus Rostock mit drei Punkten zurückgekommen und jetzt auf Platz 10 in der Tabelle. Man muss das nicht erwähnen, es stand ja überall. Die Freude war wirklich riesengroß, 1500 mitgereiste Aachen-Fans waren aus dem Häuschen, ein Fan soll vor Freude über ein Brüstung 5 Meter tief gefallen sein. Wie es ihm wohl geht?

Fußball ist ein Sport mit großem Verletzungsrisiko. Entweder verletzt man sich, weil man Freudensprünge vollführt, oder es verletzen sich Spieler, erinnert sei an Aldin Dervišević und Torwart Marcel Johnen. Beide mussten vom Spielfeld aus sofort in ein Krankenhaus gebracht werden, und zwar liegend und mit Grund, nicht einfach so zur Vorsicht. Und Trainer Heiner Backhaus muss so viel schreien, dass er nach dem Spiel in Rostock ganz heiser war. Stimme so gut wie weg.

Das kann aber auch daran liegen, dass er so viele Interviews geben muss. Meine Güte, was wird der Mann alles gefragt („Bist du religiös?“)! Backhaus gab im letzten Jahr wahrscheinlich mehr Interviews als OB Keupen und Beinahe-Bundeskanzler Armin Laschet zusammen. Bis jetzt kommt der Coach total authentisch rüber und hat sich noch keine verbale Katastrophe geleistet. Tausende sehen die Interviews im Netz.

Nebenbei: Das gefällt einem an den Menschen in Aachen, sie können bewundern, können ohne jede Ironie einfach total begeistert sein. Zur Zeit von Heiner Backhaus.

Das kommende Spiel wird vermutlich wieder ein Hit. Viele erwarten viel, sind euphorisch. Die Mannschaft hat ihren Stil, ihre Idee von Fußball, aber die spielt doch jedes Mal ein bisschen anders, sie entwickelt sich. Spannend. Man möchte doch sehr gern wissen, wohin sich das nach weiteren über 30 Spielen bewegt haben wird.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht. Der total aus den Fugen geratene Trainingsplatz der Alemannia wird ab Mitte November saniert. Und die Kosten und Folgekosten werden ASB (Stadt) und Verein gemeinsam tragen, wer zu welchen Teilen ist hier noch nicht bekannt. – Na dann (es gibt noch Karten): Bis morgen Abend op d’r Tivoli.

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UPDATE: Hier die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen SpVgg Unterhaching mit vielen Fragen. Da erfährt man auch, dass der Trainer von Haching, Marc Unterberger, in Aachen nicht am Spielfeldrand dabei sein darf. Er hatte zuletzt nach einem Spiel einen Offiziellen bedrängt. Die Folge: Rote Karte. Rot wegen Handshake

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Auch mal schön: freie Sicht auf St. Jakob

Bei idealem Radfahr-Wetter (kühl und sonnig) ging die Tour heute über die neue Brücke Turmstraße. Von dort hatte man endlich mal wieder diesen wunderbaren Blick auf eine Lok, eine Brücke und die Kirche St. Jakob in der Jakobstraße. Fotos: Henning Brinkmann
Herbst ist eine schöne Jahreszeit: Es ist nicht mehr heiß und die Blätter der Bäume färben sich bunt. Es gibt viel Wind, es stürmt, und zu Hause ist es besonders gemütlich. Im Bild: Lousberg mit Drehturm Belvedere.
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450 neue Bäume: Pflanzaktion gestartet

Mal eine gute Nachricht: Mit Beginn des Oktobers hat beim Aachener Stadtbetrieb die neue Baumpflanzsaison begonnen. Mehr als 450 Bäume werden bis Februar im Stadtgebiet gepflanzt. Die Bäumchen sind zwar jetzt noch klein, werden aber später mal Schatten spenden und das Stadtklima wesentlich verbessern.

40 Baumarten, darunter Stieleichen, Tulpenbäume, Hopfenbuchen, Robinien, Zierkirschen und Zierbirnen, erhalten ihre Standorte in Baumscheiben in Straßenzügen, städtischen Parks und auf städtischen Spielplätzen. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.

Das Team Baumpflanzungen der Stadtverwaltung hat in diesen Tagen ziemlich viel zu tun. Fotos: Stadt Aachen

Allein in der Röhrigstraße und der Kirchheidstraße in Brand werden 50 neue Bäume gepflanzt. „Innerhalb der vergangenen zehn Jahre mussten Bäume, die wegen Pilzbefall und Anfahrschäden nicht mehr verkehrssicher waren, entfernt werden“, erläutert Michael Speck, Teamleiter Baumpflanzungen des Stadtbetriebs. Bei den Baumstandorten in der Röhrigstraße ist wegen parkender Fahrzeuge der Boden stark verdichtet. Daher werden die neuen 20 Apfeldorne in ein spezielles Baumsubstrat gesetzt, das unter anderem zu einem sicheren Anwachsen und Wachstum der Bäume beiträgt.

Für die 19 Baumstandorte in der Kirchheidstraße haben die Experten des Stadtbetriebs Säulenfelsenbirnen ausgewählt, da sich diese Baumart in der Straße bereits bewährt hat. 

Das Team der Baumunterhaltung des Stadtbetriebs kontrolliert und pflegt rund 120.000 Bäume in Aachen. Dabei ist auffällig, dass rund ein Prozent dieser Bäume jedes Jahr durch Erkrankungen, Lebensalter und äußere Wettereinflüsse wie Sturm und Schneebruch abgängig sind.

Um der Zahl entgegenzuwirken, wurde das neue Team Baumpflanzungen etabliert. Jedes Jahr pflanzen die Mitarbeiter*innen nun 450 neue Bäume – mit, nach Möglichkeit, steigender Tendenz.

Foto: Bäume werden nicht nur in Brand gepflanzt. Zur Freude der jeweiligen Anwohner*innen, so ist anzunehmen.

Die Neupflanzungen verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet, darunter in der Hansmannstraße, Nirmer Straße, Josefstraße, Kalkbergstraße, Schleidener Straße, Prämienstraße, Laurensberger Straße und am Vetschauer Weg.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Entspannte Pause auf einer neuen Sitzinsel

Wie schön ist das denn! In der Innenstadt sitzen ohne etwas konsumieren und bezahlen zu müssen. Seit dem vergangenen Wochenende gibt es auf dem Willy-Brandt-Platz drei begrünte Sitzinseln. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.

Bald werden weitere Sitzinseln folgen. Foto: Stadt Aachen/Antonia  Knop

Das Team der städtischen Taskforce Innenstadtmorgen hatte zunächst temporären Möbel installiert, um das neue Aufenthaltsangebot auf dem Platz auszutesten. „Temporäre Möblierungen haben den Vorteil, dass wir ausprobieren können, welche Angebote gut angenommen werden. Beim Mobiliar am Willy-Brandt-Platz hat sich schnell gezeigt, dass dieses gerne genutzt wird“, erläutert Jalina Maaßen von der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen.

Die Förderung für die Sitzinseln stammt aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ des Landes NRW. 

Langlebigkeit und Hochwertigkeit der Produkte standen bei der Auswahl im Vordergrund. Eine generationengerechte Ausstattung mit Arm- und Rückenlehnen sorgt für mehr Komfort für alle Altersgruppen. Das Ensemble wurde mit insektenfreundlichen Stauden und immergrünen Gräsern bepflanzt, um dem Platz auch in der kalten Jahreszeit ein freundliches Gesicht zu verleihen.

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Pläne für das alte Hutchinson-Gelände in Forst

Im äußersten, östlichen Stadtgebiet von Aachen hat ein bekannter Investor viel vor. Es soll gebaut werden und zwar auf einer Fläche, die sowieso und schon seit vielen Jahren nahezu vollständig versiegelt ist. Bis vor Kurzem befand sich dort das Unternehmen Hutchinson. Deren Bauten wurden alle niedergelegt.

Es sind ganze drei Hektar, um die es jetzt geht. Das Gebiet befindet sich zwischen Zeppelinstraße, Freunder Weg und Eisenbahnweg. Die Strang-Halle – eine Fabrikhalle, die als Eventlokation genutzt wird – ist in unmittelbarer Nähe. Wer sich hier weiterklickt, findet Abbildungen: Rechts kann man auf „Erläuterungsbericht“ klicken, und wie alles später einmal aussehen wird, sieht man unter der Überschrift „städtebauliches Konzept“.

Bei dem Konzept haben allerdings die Sachverständigen der Stadtverwaltung ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Man darf gespannt sein. Geplant sind auf dem Gelände vorerst Gewerbe, Dienstleistungen, Freizeitnutzungen und Wohnen.

Für die Nachbarschaft und alle anderen, denen die Entwicklung des Aachener Stadtteil Forst am Herzen liegt, dürfte der folgende Termin interessant sein: Es gibt eine Anhörung am Montag, 28. Oktober, ab 18 Uhr im Foyer der Nadelfabrik, Reichsweg 30.

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Unterwegs zu der neuen Brücke Turmstraße

Dieses Bild gab es unter der Brücke auch schon vor dem Neubau. Es wurde erhalten, das freut die Graffiti-Liebhaber*in. Es ist ganz klar ein Bild des Aachener Wandmalers Klaus Paier, sein Kommentar zur Atomkraft. Atomkraft hat zuletzt in dem Internetkonzern Google (s. Spiegel-Bericht) einen vehementen Fürsprecher gefunden. Atomkraft wurde einst der Bevölkerung als supersicher verkauft. Wie passend: In den ersten 25 Jahren der gerade mal 25.000 Jahre andauernden Halbwertszeit atomarer Verstrahlung ist erst zweimal ein Reaktor als GAU hochgegangen (Tschernobyl und Fukushima).  
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Telegram-Tricks: Wie Kriminelle Opfer finden

Die Polizei berichtet von einer neuen Betrugsmasche, die andererseits gar nicht so neu ist. Aber es wundert einen schon, was sich Spitzbuben alles ausdenken. Die Opfer sind materiell geschädigt, aber nicht nur das.

Die Polizeimeldung im Wortlaut:

An den vergangenen beiden Freitagen (4. Oktober und 11. Oktober) ist es in Würselen zu mehreren Raubdelikten gekommen

Der erste Fall fand am frühen Nachmittag des 4. Oktober statt. Ein junger Mann hatte sich über den Nachrichtendienst Telegram mit einer Frau verabredet. Am Treffpunkt angekommen warteten jedoch mehrere jugendliche Personen auf ihn, schlugen und traten auf ihn ein und raubten ihm sein Handy. Anschließend flüchteten die Täter.

Am selben Tag, wenige Stunden später wird ein zweiter Mann Opfer eines ähnlichen Vorfalls. Auch hier schlugen und traten die Täter auf ihn ein und forderten die Herausgabe seines Handys. Schließlich ließen die Unbekannten von ihm ab und flüchteten ohne Beute.

Am vergangenen Freitag (11. Oktober) hat es nun wieder einen Fall gegeben, bei dem sich ein Mann über den Nachrichtendienst Telegram mit einer Frau verabredet hatte, aber letztlich Opfer eines Raubs wird. In diesem Fall forderten die Täter Bargeld, schlugen auf den Mann ein und entwendeten sein Handy.

Bei allen drei Taten soll es sich um vier oder fünf Täter gehandelt haben, laut Zeugenaussage sollen sie zwischen 15 und 20 Jahre alt gewesen sein. Die Kriminalpolizei ermittelt in den Fällen: An den Tatorten und an den Opfern sind Spurensicherungen durchgeführt worden. Die aufgefundenen Spuren werden nun ausgewertet sowie bereits eingegangenen Zeugenhinweisen nachgegangen. Die Geschädigten trugen teilweise schwere Verletzungen davon.

Laut derzeitigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es sich in den bisherigen Fällen um die gleichen Täter handelt. (kg)

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Brücke Turmstraße freigegeben. Modern und leistungsfähig.

Viele Brücken in Deutschland sollen in einem miserablen Zustand sein. EINE Brücke zumindest ist topfit und sieht so aus, als wäre sie das in 150 Jahren immer noch. Die steht in Aachen: die Brücke Turmstraße.

Die neue Brücke Turmstraße wurde von 19,90 Meter auf das maximal mögliche Maß von 22,20 Metern verbreitert. Der Gehweg in Richtung Schanz wurde auf 2,50 Meter angepasst, in Richtung Ponttor von 2,20 Metern auf 3,50 Metern verbreitert. In jeder Fahrtrichtung wurde ein jeweils 2,55 Meter breiter Radweg angelegt.

Die Brücke verbindet die Hochschule mit der Innenstadt. Es ist eine Innenstadt-Brücke, die für die Bedürfnisse von Autos, Fahrrädern und Fußgänger*innen ausgelegt wurde und noch dazu über Bahngleise führt. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hob bei der Freigabe hervor: „Viele auch unerwartete Hindernisse mussten bewältigt werden. Aber das Ergebnis zählt: Die Brücke ist fertig! Es ist ein guter Tag für Aachen!“

Schienen (hinten) mussten überquert werden. Das machte eine komplizierte Abstimmung mit der Bahn erforderlich.

Im Rahmen einer turnusmäßigen Hauptprüfung wurden 2013 an der alten Brücke, einer Hohlkastenbrücke aus 1971, Schäden festgestellt. 2016 war endgültig klar: Die alte Brücke hat es bald hinter sich, die Planungen für den Neubau begannen. Sperrpausen bei der Deutschen Bahn AG wurden angefragt und beantragt, die erste Entwurfspläne entstanden, das Geld für den Neubau eingeplant.

Die alte Brücke hielt nur 53 Jahre. Die neue Brücke ist breiter, aber auch erheblich teurer als zunächst mitgeteilt wurde. Vor 4 Jahren dachte man noch, man werde mit 11,7 Millionen Euro auskommen, derzeit muss von 29,5 Millionen ausgegangen werden.

Die ursprüngliche Planung sah noch eine Behelfsbrücke vor. Doch nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021, kurz vor der geplanten Ausschreibung, konnte die eingeplante Behelfsbrücke nicht nach Aachen gebracht werden. Daher war eine Umplanung der Verkehrsführung und der Bauablaufplanung zwingend notwendig.

Wie in Aachen üblich wurde vor Beginn der Arbeiten (vor dem Brückenabriss) wie verrückt geschimpft, die Schwarzmaler hatten Hochkonjunktur. Während der Arbeiten gewöhnte sich aber alles schnell an die Umleitung. Dass sich die Bauzeit um ein Jahr verlängerte, regte auch nur wenige Menschen auf. Große Bauwerke werden meistens viel teurer und später fertig als geplant. So ist es nun mal.

Für mehr Hintergründe und Infos s. hier

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 Ein Blick auf Aachen im Oktober 1944

Aachen war die erste deutsche Großstadt, die im Zweiten Weltkrieg von den alliierten Streitkräften erobert wurde. Die Kämpfe um Aachen dauerten mit Unterbrechungen vom 12. September bis zum 21. Oktober 1944. Dazu erscheinen in den örtlichen Medien viele Berichte.

Das Aachener Stadtarchiv stellt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats vor. Zur Zeit das Foto eines Aacheners mit einer Ziege, aufgenommen am 17. Oktober 1944. Der Text des Stadtarchivs wird hier gekürzt wiedergegeben:

Angriff auf die Innenstadt

Die US-Streitkräfte begannen am 13. Oktober 1944 mit dem Angriff auf die Innenstadt. Die Hauptachsen des Angriffs bildeten zunächst der Adalbertsteinweg und die Jülicher Straße. Luftangriffe der US Air Force und schwerer Artilleriebeschuss bereiteten den Bodenangriff mit Panzern und Infanterie vor. Dabei wurde um Straßenzüge und einzelne Häuser gekämpft, es gab viele Opfer auf beiden Seiten.

Begleitet wurden die Kämpfe auf US-Seite von Militärfotografen des Signal Corps. Dieses Nachrichtenkorps der US Army hatte einen eigenen Zweig, der für Film- und Fotoaufnahmen zuständig war. Das Bildmaterial diente der Auswertung durch die eigene militärische Führung, es wurde aber auch zu Schulungsmaterial verarbeitet und für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Viele der Fotos, die US-Fotografen im Herbst 1944 aufnahmen, haben das Aachener Bild vom Herbst 1944 geprägt, denn diese Aufnahmen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Aachen immer wieder herangezogen, um das Kriegsende zu bebildern.

Unter anderem das Stadtarchiv kaufte in den 1950er-Jahren Aufnahmen direkt aus den USA an. Eines der Bilder zeigt einen Aachener mit einer Ziege.

Die US-amerikanische Bildunterschrift lautet (übersetzt): „Diese beiden waren die einzigen deutschen Zivilisten, die in dem von den Amerikanern eingenommenen Teil von Aachen gesehen wurden.“ Diese Aussage soll wohl den skurril anmutenden Charakter des Bildes unterstreichen. Foto: Westcott/US Signal Corps (National Archives, Washington, D. C.)

Wer kann Hinweise geben?

Das Bild (oben) ist auf dem Adalbertsteinweg, Ecke Goerdelerstraße, aufgenommen. Das zerstörte Eckhaus links im Hintergrund wurde nicht wieder vollständig aufgebaut; dort findet sich heute ein kleiner Anbau, der in den letzten Jahren von verschiedenen Firmen als Werbefläche genutzt wurde. Rechts im Bildhintergrund, am Ende der Straßenbahngleise, ist der Turm von St. Josef ohne Turmkappe zu sehen. Links unten im oberen Bild: das Signet des US Signal Corps. 

Foto (l.): So sieht die Straße mit der Ecke heute aus.

Wer Hinweise hat, wer der auf dem Foto abgebildete Mann sein könnte, kann sich gerne beim Stadtarchiv Aachen unter  stadtarchiv@mail.aachen.de und/oder der Telefonnummer 0241 432 4972 melden.

80 Bilder vom Krieg

Die Stadt Aachen erinnert mit einem Festakt am 13. Oktober sowie der Veranstaltungsreihe „Aachen 1944 und der Weg in die Demokratie“ an die 80. Wiederkehr des Kriegsendes. Als Beitrag zu diesem Gedenken gibt das Stadtarchiv einen Quellenband mit 80 der oben genannten Bilder heraus. Der siebte Quellenband der Reihe „Aus den Quellen des Stadtarchivs“ erscheint am 14. Oktober. 

Thomas Müller, René Rohrkamp (Hrsg.): Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Aachen 1944/45. Bilder amerikanischer Militärfotografen, Aachen 2024. 

Wissenschaftliche Einleitung, Quellenteil mit 80 Bildern von US-Militärfotografen (mit Aufnahmedatum und -ort sowie Erläuterungen); schwarz/weiß, 144 Seiten, 20 Euro. Das Buch ist direkt beim Stadtarchiv sowie im Buchhandel erhältlich.

Quelle: National Archives, Washington, D. C., Signal Corps, 111-SC-195640

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