Im September 2020 schockte die Firma Continental die Region: Der Reifenhersteller, seit 89 Jahren in Aachen ansässig, verkündete das Aus für das Werk in Rothe Erde. Seitdem ist viel Zeit vergangen.
Das Gelände wurde geräumt, ein Aachener Investor hat es gekauft und möchte jetzt Produktions-, Gewerbe- und Lagerflächen vermieten. Das sieht nach einer Zwischenlösung aus, die ziemlich langlebig werden könnte. Einzelheiten erfahren die Mieter – ab 1000 Quadratmeter ist offenbar alles drin. Da könnte es z. B. für das Stadttheater oder die Museen interessant sein, die diversen Depots in Aachen zu kündigen und alles insgesamt preiswerter nach Rothe Erde zu verfrachten.
Wir warten ab und werden berichten über das, was an urbaner Produktion Büro, Kultur und Gastronomie (s. Riesentransparent) sich in Rothe Erde entwickeln wird. Bleibt dran.
Das war in Aachen noch nie einfach: Die Suche nach einer neuen Wohnung. Besonders schwierig ist es für Alleinerziehende, für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien mit Kindern. Und: Es kann das Leben eines jungen Menschen negativ beeinflussen, wenn er/sie bei den Eltern nicht ausziehen kann, weil einfach keine bezahlbare Wohnung zu finden ist.
Die Politiker*innen in Aachen haben viel Einfluß darauf, ob auf städtischen Grundstücken Wohnungen gebaut werden und was diese an Miete dann kosten. Etwas außerhalb von Aachens Innenstadt in Richtung Brand gibt es ein großes Grundstück (am Grauenhofer Weg), das ein Investor eventuell mit Wohnungen zubauen könnte. Im Rahmen des ISEK-Projekts erfuhr AachenNews.org zum ersten Mal davon.
Zur Info: Der Bund hat eine Milliarde Euro für Wohnungsbau eingestellt, das klingt nach viel, ist es aber nicht.
Es ist außerdem von einer Bürokratiereform die Rede, damit ohne umfangreiche Regulierungen, ohne Rücksicht auf diverse Vorschriften zügiger als bisher gebaut werden kann. Umweltschützer befürchten das Schlimmste. Unter dem (wenig schönen) Namen „Bau-Turbo-Pakt für Deutschland“ wird seit Monaten unter Experten etwas diskutiert, was der Natur/dem Klima gefährlich werden könnte – angeregt von einer vollkommen fachfremden Bauministerin, Klara Geywitz (SPD).
Wie genau darf also am Grauenhofer Weg einmal gebaut werden?
Zur Erinnerung: Insgesamt ist nicht nur in Aachen, sondern bundesweit der Mangel an Wohnungen so groß, dass Aufstockung und Nachverdichtung (was bundesweit die Grünen vorschlagen) nicht reichen werden. Hilft uns also die Reduzierung der Vorschriften aus der Wohnungsnot heraus?
Die Lage ist schwierig, hauptsächlich wegen der Rahmenbedingung. Hohe Zinsen treiben die Kosten hoch, hohe Materialkosten und hohe Handwerkerkosten (es gibt zu wenig Handwerker) desgleichen. Außerdem gibt es einen Mangel an Personal in den Bauämtern. Private Investoren haben bundesweit Grundstücke gekauft, auf denen – wie man beobachten kann – nicht gebaut wird, obwohl (wie in Aachen) Wohnbebauung samt Kita einmal fest zugesagt worden waren. Aber: Es rechnet sich für den Investor nicht.
Ein Bauvorhaben in der Warteschleife (70 Wohnungen, eine Kita). An der Ecke Junkerstraße/Lochnerstraße sollte eigentlich 2024 ein Wohnkomplex fertig sein. Daraus wird nichts. Bis etwa April 2020 gab es dort eine Tankstelle. Hier mehr dazu.
Soll man also einfach billig bauen, im Wohnungsbau auf Qualität verzichten? Würden billige Wohnsilos die Situation entschärfen? In den 60er und 70er Jahren hat man Trabantenstädte auf Wiesen gebaut und quasi automatisch eine Menge soziale Probleme geschaffen. Probleme, die am Ende der Stadtgesellschaft auch nur Kosten verursachen. Schlechtes Wohnen befeuert Konflikte, die Leute wählen aus Wut die AfD, und dagegen helfen die großen Demonstrationen dann kein bisschen.
Als Laie ist man ziemlich ratlos und staunt über Städte wie Frankfurt und Köln. In Frankfurt wird gerade eine Oper gebaut, die mindestens eine Milliarde Euro kosten wird. Die Kölner Oper wird 674 Millionen Euro kosten. Warum gibt man das Geld nicht für sozialen Wohnungsbau aus? Warum bietet man den Menschen nicht vernünftige Wohnungen an, die sie auch bezahlen können? Wohnungsnot ist im Grunde nichts anderes als Mangel an Sozialwohnungen.
Schätzungsweise 100 Millionen würde in Aachen ein „Haus der Neugier“ (mit Stadtbibliothek und Volkshochschule drin) kosten. Entschieden ist – soweit hier bekannt – noch nichts. Aber in Aachen 100 Millionen, wenn man sie denn hat, für guten, sozialen Wohnungsbau auszugeben, das scheint doch eigentlich keine schlechte Idee zu sein.
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Zum Thema Wohnungssuche: Checkpoint-Podcast zum Thema. Ein Berliner Makler (Achim Amann) gibt einige Tipps, wie man ein neues Zuhause finden könnte – und warum man es schwerer als andere hat, wenn man sich als Lehrer-Paar mit Doppelnamen bewirbt.
Ein Baum in der Lothringerstraße wird gefällt.Ton einschalten. Video von Marc Teuku
Das Video ist nicht leicht zu verkraften. Die Bäume in der Lothringerstraße sind weg. Doch es werden neue gepflanzt, das soll hier nicht verschwiegen werden. Das teilt die Verwaltung mit. Wörtlich heißt es in der Mitteilung:
„Nach Abschluss der Bauarbeiten zur Umgestaltung der Lothringerstraße werden insgesamt 16 neue Bäume im Umfeld des Platzes gepflanzt: neun davon haben große, sechs kleine Kronen. Hinzu kommt ein großkroniger Baum an der Einmündung der Alfonsstraße.
Später sollen im gesamten Straßenverlauf der Lothringerstraße sieben weitere Bäume dazu kommen, vier zwischen Oppenhoffallee und Friedrichstraße und drei zwischen Alfonsstraße und Wilhelmstraße. Die Baumbilanz fällt unter dem Strich gegenüber heute also deutlich positiver aus.
Die zukünftigen Baumbeete werden dabei bestmöglich angelegt und gestaltet. Dadurch erhalten die neuen Bäume große Wurzelräume. Ihre Lebensbedingung werden deutlich besser und sie sind vorbereitet auf das erwartete veränderte Stadtklima mit regenarmen und sehr heißen Witterungsperioden.“
Zum Heulen:Lothringerstraße hat ab sofort ein paar Bäume weniger. Foto: Marc Teuku
Das ging schnell: Binnen Minuten waren die Bäume auf dem kleinen Platz in der Lothringerstraße Vergangenheit. 40 bis 50 Jahre gewachsen, immer schön Schatten gespendet und das Stadtklima erfrischt, und kürzlich als „nicht mehr gesund“ diagnostiziert.
Jetzt wird – falls nicht unterwegs das Geld ausgeht – ein neuer Platz angelegt. Mit Premiumfußweg! Das ist doch auch was, oder? ODER?
Im April 2021 hieß es noch, die Ahornbäume seien gesund und hätten „eine langfristige Perspektive“. Nachzulesen hier unten. Im Januar 2024 waren die Bäume plötzlich „schon jetzt nicht mehr als gesund“ zu erachten. Was soll man davon halten? Es reichte einfach in Politik und Verwaltung die Fantasie nicht aus, den Platz samt Premiumfußweg so zu gestalten, dass die Bäume hätten stehen bleiben können.
Und alles das genehmigt die Umweltverwaltung.
Wo sind eigentlich die Baumbesetzer*innen (wie Henning Nießen von den Grünen) wenn man sie mal braucht? Die Fraktion Zukunft hat übrigens im Planungsausschuss der Fällung nicht zugestimmt. Aber was will man machen, wenn man im Rat nicht die größte Fraktion ist, sondern die Grünen die größte Fraktion sind?
„Es bleiben Schmerz und Zorn.“
(Christoph Allemand, im Stadtrat für die Fraktion Zukunft)
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Ja, ja, wir wissen auch, dass man, wenn man etwas Neues schaffen will, immer etwas Altes zerstören muss. Aber weh tut es gleichwohl. So werdet ihr den Platz in Aachen nie mehr sehen.
Sehen wir hier eine Person, die sich nicht von dem Baum trennen konnte? Nur eine einzige? Video: Marc Teuku
Die Politik hat es beschlossen und jetzt wird es gemacht: Die Stadt gestaltet die Lothringerstraße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße um. Bevor die Bauarbeiten im März 2024 beginnen können, „müssen leider elf Ahornbäume gefällt und gegen neue Bäume ersetzt werden“. Das teilt die Pressestelle der Verwaltung mit.
In der Lothringerstraße gibt es – quasi vor der Gaststätte Cocon – einen kleinen Platz (ohne Namen). Die Bäume dort werden voraussichtlich am Freitag, 16. Februar, gefällt. Die anschließenden Bauarbeiten an der Lothringerstraße dauern dann rund sechseinhalb Monate. Zunächst hatte es geheißen, die Bäume würden nicht gefällt. Dann hatte eine Untersuchung ergeben, dass die Baumwurzeln über und unter einer im Untergrund vorhandenen 10 bis 40 Zentimeter dicken Betonschicht liegen. Was für eine Pleite.
Die Betonschicht könne, so wurde am Rande einer Ausschuss-Sitzung schon beinah zufällig bekannt, nur mit schwerem Gerät entfernt werden – was wiederum die Bäume verletzen würde. Zusätzlich hieß es dann, die Bäume seien sowieso „nachhaltig geschädigt“. Wegen der schwierigen Standortbedingungen und wegen der Hitzesommer. Das übliche.
Anwohner können sich auch in der Lothringerstraße – wie überall in Aachen – nur schwer mit dem Gedanken abfinden, dass wieder Bäume gefällt werden (müssen). Auch wenn zugesichert wird, später viele neue, auch großkronige Bäume zu planzen, „so dass am Ende die Baumbilanz gegenüber heute deutlich positiver ausfällt“.
Zukünftige Baumbeete, das wurde zugesagt, werden später bestmöglich angelegt und gestaltet. Dadurch würden die neuen Bäume große Wurzelräume erhalten. Ihre Lebensbedingung würden deutlich besser und sie seien vorbereitet auf das erwartete veränderte Stadtklima mit regenarmen und sehr heißen Witterungsperioden. Infos: www.aachen.de/lothringer_2ba
Gemacht wie bestellt?
Die Platzsanierung und vor allem das Schicksal der Bäume hat den Aachener Baumschutzbund schon länger in höchste Aktivität versetzt. Zuletzt wurden die Fraktionen im Rat und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen angeschrieben und befragt. Hans Falk weist für den Baumschutzbund auf die unterschiedliche Beurteilung hin: Mal seien die Bäume als gesund bewertet worden, mal als überhaupt nicht gesund. Falk fragt: „Was soll der Laie von solchen „Expertisen“ halten? Das nährt den Verdacht, die werden gemacht wie bestellt.“
Falk weiter: Es sei plötzlich eine unter dem gesamten Platz befindliche Betonplatte behauptet worden, weswegen die Bäume nicht in die Tiefe, sondern nur breitflächig mit einigen Betondurchwurzelungen hätten wachsen können. Das, so Falk, „stimmt aber so nicht, wie eine andere Quelle verlautbarte“.
Falk ist überzeugt, es habe an den Baumstandorten für Baumscheiben entsprechende Aussparungen gegeben. Allerdings würde man die heutzutage größer dimensionieren. „Mit Nachkriegspfuschereien, die man heute nicht mehr nachvollziehen könne, hatte das nichts zu tun“, schreibt er. Erstens seien die Bäume nicht so alt und genau genommen seien in gewisser Weise alle Neupflanzungen „Nachkriegspflanzungen“.
Stehen fest und sehen eigentlich gar nicht krank aus: die Bäume auf dem Lothringerstraßen-Platz. Verschiedene Anwohner*innen und wohl auch Kinder haben versucht klarzumachen, wie wichtig ihnen die Bäume sind.
Quellen:
Wer die Protokolle diverser Sitzungen einsehen kann (und die muss man erst mal finden, gar nicht so leicht), weiß mehr. Die Antwort bzgl. der Vitalität der Bäume auf dem Lothringerplatz aus dem Bürger:innendialog vom 12. 4. 2021 lautete:
„Im Rahmen der Vorentwurfsplanung wurde der Baumbestand durch FachkollegInnen untersucht. Die Bäume haben eine langfristige Perspektive insbesondere nach der vorgesehenen Entsiegelung …“.
Jetzt lautet das Fachurteil auf einmal ganz gegenteilig: „… dass die Vitalität der Bäume schon jetzt nicht mehr als gesund zu erachten sei.“ In der Niederschrift des Mobilitäts-Ausschusses vom 25. 1. 2024 tatsächlich ganz am Ende gefunden (Ö 20, von 20).
Mehr als 130 Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung des Aachener Stadtbetriebs haben nach den Karnevalszügen in Aachen wieder für saubere und sichere Straßen, Plätze und Gehwege gesorgt. Das teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Dieter Bohn, Bereichsleiter Stadtreinigung, betont: „Wir hatten in diesem Jahr sehr viel Arbeit.“
Mit insgesamt 16 Klein- und Großkehrmaschinen, zwölf Pritschenfahrzeugen, drei Presswagen, einem Werkstattwagen und natürlich zu Fuß seien die Männer und Frauen unterwegs gewesen. Rund 22,3 Tonnen Abfall seien nach den Umzügen am Sonntag und Montag gesammelt worden. Zum Vergleich: im vergangenen Jahr seien es rund 13 Tonnen gewesen.
Auffällig waren für die Leute vom Stdtbetrieb „die vielen Glasflaschen und -scherben am Straßenrand, die sich auch im Gesamtgewicht widerspiegeln“.
Ohne sie und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Stadtbetrieb sähe es auf Aachens Straßen und Plätzen ganz furchtbar aus. Foto: Stadt Aachen/E. Bresser
Die Kettelerstraße und die Don-Bosco-Straße in Forst sollen nach Abschluss der bald beginnenden Bauarbeiten der Regionetz neugestaltet werden. Die Stadt wird den Bürgerinnen und Bürgern die bisherigen Umgestaltungspläne für die beiden Straßen vorstellen.
Die Planunterlagen sind an zwei Stellen ab sofort bis 15. März einsehbar. Zum einen stehen sie auf der Internetseite der Stadt Aachen zur Verfügung: www.aachen.de/kettelerstrasse. Zum anderen liegen sie im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor, Lagerhausstraße 20, aus. Das Verwaltungsgebäude ist geöffnet von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, an Freitagen von 8 bis 14 Uhr.
Eine Informationsveranstaltung findet in der Gemeinschaftsgrundschule Schönforst am Schwalbenweg 4, am Mittwoch, 28. Februar, von 18 bis 20 Uhr statt.
Anregungen und Hinweise sind erwünscht und können bis zum 15. März bei der Stadt eingereicht werden: per Mail kettelerstrasse@mail.aachen.de oder über den Briefkasten im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor.
Die Kindertagesstätten in Aachen sind in einer schwierigen Lage. Es fehlen nicht die Kitas, es fehlen nicht die Kinder, es fehlt das Personal. Das Jugendamt muss den Mangel verwalten bzw. in den Griff bekommen. Und das ist so etwas wie die Quadratur des Kreises, quasi unmöglich.
Nicht nur in den städtischen Kitas sucht man händeringend nach Erzieherinnen und Erziehern, auch in den Kitas der freien Träger (Kath. Kirche, AWO usw). Überall müssen schon Betreuungszeiten reduziert werden. Und: In den Kindergärten verzichtet man auf Ausflüge, Feste, Elternveranstatungen, Mitarbeitertreffen. Das macht manche Eltern wütend.
Personal aus den Kitas machte schon oft auf die prekäre Lage aufmerksam. In den Kitas fehlt es für eine gute Betreuung der Kinder an Personal. Muss das Betreuungsniveau auf den Stand der 80er Jahre runtergefahren werden? Fotos: AachenNews Archiv
In den Kitas von Aachen und Düren gab es 2023 in ganz NRW die meisten Ausfälle. Über 20 Tage. Gezählt wurden nur die Tage, an denen die Kitas komplett zu waren. Kappung von Betreuungszeiten, stundenweise Schließung oder der zeitweise Wegfall einzelner Gruppen wurden nicht erfasst. Hier nachlesen.
Was eine wegen Krankheit der Erzieherinnen plötzlich und immer wieder mal geschlossene Kita für Alleinerziehende bedeutet, was das für die Frauen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen versorgen bedeutet oder für Eltern, die beide berufstätig sind, kann man sich vorstellen. 37 Vollzeitstellen sind in 56 städtischen Kitas nicht besetzt. Und dann kommen noch Ausfälle wegen Krankheiten, Schwangerschaft und Erschöpfung hinzu.
Mit anderen Worten: Die Lage ist wirklich ernst. Schon vor anderthalb Jahren hat man im Jugendamt jede Menge Fantasie entwickelt und sich das „Aachener Modell“ ausgedacht. Demnach sollten nicht-pädagogische Kräfte in den Kitas zum Einsatz kommen und unter Aufsicht und Anleitung der Erzieherinnen die Kinder betreuen helfen. Unbürokratisch und flott.
Das Ministerium muss das erlauben, und das hat es vorerst nicht getan. Jetzt ist die CDU-Ministerin mit einem eigenen Projekt-Vorschlag herausgekommen, wobei – kurz gesagt – ebenfalls nicht-pädagogisch vorgebildetes Personal in der VHS ausgebildet wird und gleichzeitig in den Kitas hilft und lernt. Kosten für Aachen: knapp 600.000 Euro für nur 20 Arbeitsplätze. Aus der Kasse des Ministeriums kommt kein einziger Euro dafür.
Alle Kitas in ganz NRW dürfen sich aber bewerben, nur 3 werden letztlich als Teilnehmer an dem Projekt zugelassen.
Foto: Die Medien berichten umfangreich über die Kita-Krise.
Die Malaise spielt sich so auch in allen anderen Städten und Gemeinden ab. z. B. in Offenburg. Dort hat man sich das „Offenburger Modell“ ausgedacht. Auch nicht schlecht, möchte man sagen:
Ein sog. Großkampftag ist für die Stadtverwaltung, für Polizei und Rettungsdienste immer der Karneval mit seinen beiden Zügen: Kinderzug (114 Zugnummern) und Rosenmontagszug, letzterer mit 170 Zugnummern und Motivwagen.
Bereits seit Oktober hat der Fachbereich Sicherheit und Ordnung mit dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), die Umzüge geplant. In enger Zusammenarbeit mit den städtischen Fachbereichen, Feuerwehr, Polizei, der ASEAG und Sicherheitsfirmen, wurden die ersten Schritte für die beiden großen Karnevalsumzüge der Stadt besprochen.
Neuer Zugverlauf am Sonntag und Montag
Die neuen Zugstrecken gestalten sich wie folgt: Der Kinderkostümzug am heutigen Sonntag, 11. Februar, beginnt mit der Aufstellung in der Oppenhoffallee und bewegt sich dann durch die Innenstadt über Lothringerstraße, Wilhelmstraße, Theaterstraße, Friedrich-Wilhelm-Platz, Ursulinerstraße, Münsterplatz, Schmiedstraße, Rennbahn, Klappergasse, Jakobstraße, Markt, Großkölnstraße und löst sich in der Sandkaulstraße, Höhe Hotmannspief, auf.
Ein Foto von 2015, da konnte der Kinderzug noch die Jakobstraße hochgehen. Für dieses Jahr wurde umgeplant. Foto: AachenNews Archiv
Der Rosenmontagszug am morgigen Montag, 12. Februar, stellt sich im Bereich Adalbertsteinweg, Stolberger Straße und Viktoriastraße auf. Der Zugverlauf geht dann vom Adalbertsteinweg über Wilhelmstraße, Theaterstraße, Friedrich-Wilhelm-Platz, Ursulinerstraße, Münsterplatz, Schmiedstraße, Rennbahn, Klappergasse, Jakobstraße, Markt, Großkölnstraße. Die Auflösung ist ebenfalls in der Sandkaulstraße, Höhe Hotmannspief.
Wie immer sind sogenannte „mobile Rückhaltesperren“ mit Fahrzeugen des Stadtbetriebs, der ASEAG, der STAWAG und des Veranstalters geplant, um den Karnevalszug, die Jecken und Narren und die Besucher*innen zu schützen. Bei Stadtverwaltung, Polizei sowie dem Festausschuss Aachener Karneval und den Hilfskräften hat die Sicherheit aller, der Zugteilnehmenden und der Menschen am Straßenrand, Vorrang.
So standen rund 300 Absperrgitter, Standfüße und die dazugehörigen Stangen auf dem Betriebsgelände am Freunder Weg bereit, um damit die Zugstrecke abzusichern. Am Mittwoch, 7. Februar, wurde das gesamte Material punktuell an etwa 100 Standorte in der Innenstadt verteilt. Während der Umzüge wird es entlang der Zugstrecke mehr als 100 Sperrungen geben, um den fließenden Verkehr um die Züge herum zu leiten. Ein Großteil der Halteverbotsschilder ist an wiederkehrenden Punkten, beispielsweise an der Oppenhoffallee, vorinstalliert, die aufgeklappt werden müssen. 100 weitere Verkehrszeichen werden zusätzlich in den Straßen verteilt.
Pferde wird es erst nächstes Jahr wieder im Zug geben. Dieses Jahr bleiben sie im Stall, um nicht zu erkranken. Es grassiert angeblich ein Virus.
Mit insgesamt 16 Klein- und Großkehrmaschinen, zwölf Pritschenfahrzeugen, drei Presswagen, einem Werkstattwagen und natürlich zu Fuß sind an den beiden Karnevalstagen (Sonntag und Rosenmontag) mehr als 130 Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung im Einsatz.
Intensive Vorplanung
Seit Dezember planen Dieter Lennartz, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, und Dieter Bohn, Bereichsleiter Stadtreinigung, beim Stadtbetrieb den Einsatz der „Orangenen Funken“. Dazu gehört weit mehr als die Straßenreinigung nach dem Kinder- und Rosenmontagszug. Etwa viel Abstimmung im Vorfeld bei Sondergenehmigungen: „Wo findet wann welche Veranstaltung statt, und muss der Aachener Stadtbetrieb dort Aufgaben übernehmen?“, ist dabei stets die Fragestellung. Schließlich werden von der Stadtreinigung des Stadtbetriebs alle Veranstaltungsorte betreut.
An den Karnevalstagen ist so viel zu tun, da packen die Bereichs- und Abteilungsleiter auch mit an. Der Sonntag gilt dabei noch als Generalprobe. Wegen der zahlreichen kleineren Züge in den Stadtteilen wie Lichtenbusch, Richterich, Eilendorf und Brand teilen sich die Mitarbeiter*innen auf und werden in ihren Aufgaben von den Grünkolonnen des Stadtbetriebs unterstützt.
Tonnenweise Abfall bleibt an Karneval auf den Straßen liegen. Foto: AachenNews Archiv
Bis zu 16 Tonnen Abfall sammeln die „Orangenen Funken“ nach den Karnevalszügen. Alles Verpackungsmaterial, das eigentlich kaum etwas wiegt. Neben Verpackungsmaterial sind Glasscherben häufig ein Problem. Unzählige leere Bier- und Sektflaschen stehen oft nach den Zügen an den Straßenrändern.
Anerkennung für das ganze Jahr
Doch bei allem Aufwand – die Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung freuen sich angeblich auf ihren besonderen Einsatz an Karneval. Während alle anderen feiern und sie arbeiten, bekommen sie auch das ein oder andere nette Wort zu hören. „Da bekommen sie die Anerkennung für das ganze Jahr“, sagt Dieter Bohn.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Weihnachtsbäume
Die Weihnachtsbaumsammlung in der Innenstadt erfolgt über eine grundstücksnahe Sammlung. Die Termine für euer Grundstück erfahrt ihr im abfallnavi der Stadt Aachen und im Abfallkalender. Die Sammlung wird an dem mit einem Weihnachtsbaum-Symbol gekennzeichneten Termin am jeweiligen Entsorgungstag durchgeführt. Ist dein Entsorgungstag z. B. ein Mittwoch, wird auch nur an dem Mittwoch mit dem Tannenbaum-Symbol dein Weihnachtsbaum abgeholt.
Falls dein Weihnachtsbaum nicht den Teppich vollnadeln soll: Der Stadtbetrieb sammelt die Reste jetzt ein (aber nur ohne Lametta).
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wo auch immer ihr seid: Es lohnt sich, informiert zu sein. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Unsere Adresse: mail@AachenNews.org
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Diagnose von KI
Technologieversprechen für das Gesundheitswesen werden in Hamburg kritisiert auf dem 39C3 : KI-Systeme sollen Personalmangel beheben, doch Pläne wie die des Charité-Chefs, ein Drittel der Mitarbeitenden durch KI zu ersetzen, seien unrealistisch. Der Referent warnt u. a. vor der Ausblendung sozialer Ungleichheiten – während Tech-Milliardäre von Longevity träumen, sterben Menschen an behandelbaren Krankheiten wie HIV.
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.