Premiere: Kinder reden mit der Politik und umgekehrt

An den Tischen: Politiker*innen aller im Rat vertretenen Fraktionen und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sowie Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Auf den Zuschauerplätzen hatten sich Kinder aus Aachen und einige erwachsene Beobachter niedergelassen.

Neulich im Ludwig-Forum in Aachen: Dort hat das 1. Kinder-Forum stattgefunden, für das zuvor Mädchen und Jungen aus 5 Grundschulen Anträge eingereicht hatten. Es ging u. a. um bedrohliche Situationen wegen Autos auf dem Schulweg, es ging um den Platz der Kinderrechte und um die Treppe am Napoleonsberg in Kornelimünster.

Diese alte Blaustein-Treppe sieht zwar schön aus und ist im unteren Teil geradezu kunstvoll mit kleinen Pflastersteinen gepflastert, aber sie ist bei Regen rutschig, und im Dunkeln sind die Stufen schlecht zu erkennen.

Steil und im Dunkeln, also in Herbst und Winter, naß und schwer zu begehen ist die Treppe am Napoleonsberg in Kornelimünster.

Zusätzlich stört die Kinder in Kornelimünster eine Piste neben der Treppe, die bei Regen ebenfalls rutschig ist und die von Kindern mit Mountainbikes als Rennstrecke benutzt wird. Die Treppe lässt sich sicherer machen, der Weg neben der Treppe kann bepflanzt werden. Die zuständigen Personen bei der Stadtverwaltung wollen sich mit den Kindern an Ort und Stelle treffen und sehen, was sich machen lässt.

Das Kinder-Forum war eine von der Aachener Verwaltung prima vorbereitete und kindgerecht gemachte Veranstaltung. Es hatte auch einige humorvolle Momente. Und: Das war bestimmt viel Arbeit für die Verwaltung und auch für die Lehrerinnen, die alle Präsentationen mit den Kindern zuvor geübt hatten. Vielleicht wäre es noch möglich, dass sich alle Politiker*innen etwas kürzer fassen mit ihren Wortbeiträgen, die für Erwachsene sicher wichtig, für Kinder aber weniger wichtig sind.

Foto: Viele nehmen lieber den Weg neben der Treppe. Manchmal brettern dort auch Kinder auf Rädern runter. Das will man verhindern.

Man könnte sich beim nächste Kinder-Forum auf die Auftritte von maximal 3 Gruppen beschränken. – Allem Anschein nach fühlten sich die Kinder wohl und ernst genommen. Auf das nächste Kinder-Forum kann man sich freuen.

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Baumschutzbund weiter engagiert für die Natur

Im Stadtgarten dabei: der Aachener Baumschutzbund. Foto: Hans Falk

Die Stadt Aachen hatte jüngst eingeladen und zahlreiche Engagierte waren dem Ruf gefolgt. Der Aktionstag „Aachen zeigt Engagement“ im Stadtpark bot allen Ehrenamtlichen, die oft im Stillen agieren, eine große Bühne. Die Pressestelle der Stadt weiß: Ohne die ehrenamtliche Arbeit „wäre Aachen nicht denkbar – deshalb verdienen sie höchste Anerkennung und Sichtbarkeit“.

Auf dem Gelände waren über 100 Stände aufgebaut – mit dabei die Aachener Baumschützer. Der Tag war gut organisiert und das Wetter angenehm. Allerdings haperte es etwas an „Laufkundschaft“, was wohl auf die (für diesen Zweck) etwas abgelegenen Örtlichkeit zurückzuführen ist.

Camp im Frankenberger Park

Aktuell läuft die Veranstaltung L´Isola noch bis Sonntag, 7. Juli. Das ist ein Sommer-Protest-Fest und ist ähnlich dem früheren Klimacamp. Es gibt ein umfangreiches Programm.

Am kommenden Samstag, 6. Juli, wird Baumschützer Hans Falk einen Programmteil beisteuern. Er bietet eine stadtökologische Quartiersführung an. Sie startet um 16.30 Uhr.

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Mit Pferden einmal quer durch die Stadt

Das Publikum ist begeistert, Tierschützer haben ihre Zweifel, ob das noch sein muss: Pferde auf Kopfsteinpflaster in der Innenstadt.

Es ist wieder CHIO, und zum weltberühmten CHIO gehört seit ewigen Zeiten, dass sich das aktuelle Partnerland (in diesem Jahr sind es die Vereinigten Staaten) in der Innenstadt präsentiert – mitsamt Pferden und diesmal auch drei „Indianerinnen“. Publikum findet sich immer reichlich ein, und es ist nicht zu übersehen: Die Zuschauer*innen sind außerordentlich begeistert und freuen sich. Alles staunt und applaudiert.

Beim traditionellen Aufgalopp auf dem Marktplatz am gestrigen Montag gab es wieder einen prächtigen, farbenfrohen Pferde- und Kutschenkorso, der sich vom Turniergelände über den Soerser Weg, die Krefelder Straße, Kreuzung Bastei, Sandkaulstraße, Großkölnstraße bis zum Marktplatz bewegte. Mit dabei waren u.a. die Color Guard, Fahnenreiter und verschiedene Westernpferde, Mustangs, Lasso-Werfer und natürlich auch die berühmten Cheerleader.

In früheren Jahren nahm auch die Polizei mit einer Reiterstaffel teil, doch die darf ihren Tieren den Aufgalopp seit ein paar Jahren nicht mehr zumuten. Die Aachener Stadtreiter ersetzen die Polizisten in dem Korso.

Die Amerikaner präsentierten sich sehr traditionell. Absolut befremdlich war auf jeden Fall das Auftreten von drei „Indianerinnen“. Die Amerikaner sind mit indigenen Völkern denkbar grausam umgegangen. Vor 400 Jahren gehörte den Navajos, Apachen, Sioux, Shoshonen, Hopis, Algonquin und vielen anderen Völkern fast ganz Nordamerika. Dann besetzten Europäer das Land, töteten fast alle Ureinwohner und zerstörten ihre Lebensgrundlagen.

Anmerkung von AachenNews: Kulturelle Aneignung, wie gestern auf dem Markt von Aachen zu sehen, ist ein ernstzunehmendes Thema, das leider immer wieder auftritt. Dass beim CHIO Symbole und Darstellungen der nordamerikanischen Ureinwohner verwendet werden, ohne die historische und kulturelle Bedeutung angemessen zu berücksichtigen, verwundert doch etwas.

Der Begriff der kulturellen Aneignung bezieht sich auf die Übernahme von Elementen einer Kultur durch Mitglieder einer anderen Kultur, oft ohne Verständnis, Respekt oder Erlaubnis. Dies kann zu einer Verzerrung und Trivialisierung der ursprünglichen kulturellen Bedeutung führen und die betroffenen Gemeinschaften verletzen.

Der CHIO als international renommiertes Reitsportevent trägt eine besondere Verantwortung. Es ist nicht nur eine sportliche Veranstaltung, sondern auch ein kulturelles Aushängeschild. Hier sollten hohe ethische Standards gelten, insbesondere im Umgang mit kulturellen Darstellungen.

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Zwei neue Spielplätze, gut angelegtes Geld

150 Meter vom Markt entfernt: ein gänzlich neu hergerichteter Spielplatz.

Der Spielplatz an der Augustinergasse ist komplett neugestaltet und wurde nach rund drei Monaten Bauzeit jetzt offiziell eröffnet. Die Beverstraße hat ebenfalls einen komplett neuen Spielplatz bekommen. Der liegt etwas zurück und wird am Freitag, 15.30 Uhr, eingeweiht. Wenn man die Begeisterung der Kinder (die man als Fremder nicht einfach fotografieren darf) sieht, sind beide Spielplätze ein Gewinn für Aachens Kinder.

Der Spielplatz am Ende der kleinen Gasse, die von der Kockerellstraße abgeht, war schwer in die Jahre gekommen. Bei der Planung und Umgestaltung wurden viele Wünsche berücksichtigt. Renate Prömpeler, bei der Stadtverwaltung zuständig für diese Beteiligungsformate, teilte mit: „Es ist wichtig, vor den Planungen immer die mit einzubeziehen, die das Spielangebot später nutzen sollen – vor allem die Kinder, aber auch die Eltern.“

Erste Pläne mussten angepasst werden, denn: Während der Arbeiten wurden Mauerreste eines Klosters gefunden, und unter den Bäumen sind Leitungen, von denen niemand etwas wusste. Einer der alten Klostersteine dient nun als Sitzmöglichkeit auf dem Spielplatz.

Es gibt dort jetzt ein Kicker, eine neue Tischtennisplatte und eine Hangelstrecke, Trampolin, Reckanlage und einen Kreisel. Ein neuer Fallschutz aus Kunstsoff ersetzt den alten Flickenteppich. Zudem wurden zwei leere Baumstandorte neu bepflanzt und zwei andere Bäume durch junge, ökologisch wertvolle Bäume ersetzt.

Am Rande des Spielplatz: eine Pizzabox. Pizzakartons landen oft falsch im Papiercontainer, sind aber kein Papier.

Die Stadt hat für diesen Spielplatz, nur rund 150 Meter von Rathaus und Markt entfernt, 165.000 Euro investiert – es ist gut angelegtes Geld.

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Passend zum Regenwetter: Heute ins Museum

Heute ist Familientag im Centre Charlemagne. Das Stadtmuseum von Aachen zeigt „Römer in der Euregio“ am heutigen Sonntag, 30. Juni. Von 10 bis 18 Uhr geht es um die Zeit, als die Römer uns die Schrift brachten. Der Eintritt ist frei.

„Wer schreibt, der bleibt!“ lautet ein altes Sprichwort, das bereits auf die Römer in unserer Gegend zutrifft. Erst mit der Etablierung der römischen Herrschaft an Maas und Rhein zieht auch eine Schriftkultur in unseren Breiten ein. Das Lesen und Schreiben waren zuvor nahezu unbekannte Fähigkeiten.

Die Wissenschaftler schreiben: „Erstmals kennen wir Namen von einzelnen Personen, die in unserer Gegend lebten, wissen wir etwas über ihre Berufe und ihre Sehnsüchte und kennen einige Familienbeziehungen. Liebe und Hass, Stolz und Frömmigkeit sprechen aus den textlichen Hinterlassenschaften der Römer.“

Links: Fernweh oder Heimweh? Ein in den Wandputz geritztes Graffito „ROMA“ aus der Krämerstraße in Aachen.

Foto: Andreas Schaub

Was die überlieferten Texte über den Alltag der Menschen, ihren Glauben, ihr politisches Leben aussagen, was für Inschriften überhaupt erhalten oder anders überliefert sind und wie heutige Forscher mit dieser Überlieferung umgehen, ist noch bis zum 1. September Thema der Ausstellung „Wer schreibt, der bleibt! Als die Römer uns die Schrift brachten“ im Centre Charlemagne am Katschhof.

Das Programm:

10. bis 11., inklusive Führung für sehende und nichtsehende Gäste durch die Wechselausstellung mit Juliane Becker.

11 bis 18 Uhr, Projektvorstellung mit Schülerinnen und Schülern des Heilig-Geist-Gymnasiums Würselen. Das Forum von Aquae Granni: Die Bauinschrift Kaiser Traians – Visitenkarte und Ticket in die Vergangenheit. Denkmal-aktiv-Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2023/24.

11.30 bis 12.30 Uhr, Kuratorenführung, Wer schreibt, der bleibt! Ein Rundgang durch die Sonderausstellung mit Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne.

14. bis 16 Uhr, Familienführung und Workshop, „Schreiben wie die alten Römer“, mit Sabine Blazy.

14 bis 17 Uhr, Gesprächsrunde, „Frag doch mal den Klaus!“ Alles, was ihr schon immer über die alten Römer wissen wolltet. Mit Professor Dr. Klaus Scherberich, RWTH Aachen, der die Fragen kleiner und großer Leute beantwortet.

15 bis 16 Uhr, Führung durch die Sonderausstellung, Wer schreibt, der bleibt! mit Marco Meyer.

16 bis 17 Uhr, Führung für Familien mit Kindern im Grundschulalter, Wer schreibt, der bleibt! mit Sabine Blazy

17. bis 18 Uhr, Expertenführung, Rundgang durch die Römerabteilung des Centre Charlemagne und Begutachtung ihrer archäologischen Funde, mit Andreas Schaub, Stadtarchäologe.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Zeit, dass sich was dreht

Heute wird’s wichtig: Deutschland gegen Dänemark bei der Euro2024.

Blick in die geschmückte Zeppelinstraße.

Man stelle sich vor, die Mannschaft kommt heute weiter und wird Europameister – die Zeppelinstraße wird man nicht mehr wiedererkennen. Links im Bild sieht man übrigens noch ein SPD-Wahlplakat; aber die Partei der Studienräte und Rechtsanwälte bekommt in dem Viertel kein Bein mehr auf die Erde. Aus bekannten Gründen. Da können sie die Wahlplakate noch Monate hängen lassen.

Links im Bild zu sehen: die original 50er-Jahre Kneipe „Zeppelin Eck“. Ein Schmuckkästchen, man glaubt es nicht. Sollte sich da mal die Inhaberin zur Ruhe setzen, müsste eine (Forster) Bürgerinitiative sich bilden, die kleine Lokalität anmieten und einen Bürgertreff/Café einrichten. Die Gaststätte wäre ideal geeignet.

Aber jetzt die wichtige Frage: Wie geht das Spiel gegen Dänemark heute aus? Egal, Hauptsache Sieg. Damit die Feierei noch eine Weile so weitergeht. So viel fröhliches Singen und Tanzen auf den Straßen sieht man im Sommer sonst selten.

Zehntausende Fans sind aus ihren Ländern nach Deutschland gekommen, haben ihre Lieder und Späße mitgebracht, allen voran die Schotten und die Niederländer. Aber auch die Fans aus Österreich und Albanien scheinen sich im Urlaubsland Deutschland pudelwohl zu fühlen. Das ist wunderbar. Bezüglich Fußball gibt es ja nur eines, worauf man stolz sein kann: dass Deutschland ein guter Gastgeber ist. Alle Welt fühlt sich wohl bei uns – wohler als in Katar und Russland.

Was wissen wir über die Dänen? Ihr Land hat ein Tempolimit für Pkw und ist Fahrrad-Weltmeister. Außerdem wird es von einer Frau regiert, sympathisch, und in der Hauptstadt Kopenhagen ist der drittgrößte Brauereikonzern der Welt ansässig. Na dann, prost.

Friedrich Küppersbusch mit einer launigen Ansprache: https://www.youtube.com/channel/UCIvthGRDv___2gL2JGiDryQ/join

Etwas Musik: Saxofonspieler auf der Fanmeile.

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Ein Leben ohne Fußball ist möglich. Es gibt ja noch die Tour de France, den CHIO, Wimbledon und demnächst Olympia

„Pferd und Sinfonie“ wird im Dressur-Stadion des ALRV zweimal aufgeführt. Diesmal zum ersten Mal mit dem für Aachen berühmten Taschentuchwinken zum Finale. Eine sehr zu Herzen gehende Angelegenheit, zumindest für Aachener*innen. Musikalische Leitung: Generalmusikdirektor Christopher Ward. Mit von der Partie: der Jugendchor des Theater Aachen. Gesang: Inga Wer. (Das ist ein Video, bitte klicken. Und wer die gesamte Veranstaltung auf Youtube sehen will, hier klicken . Zusätzlich hier ein ausführlicher Bericht.

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Parken am Straßenrand wird teuer

Der Rat der Stadt hat nach hitzigen Diskussionen mit Mehrheit (36 Ja- und 15 Nein-Stimmen) beschlossen, die Gebühren für Bewohnerparkausweise in Aachen zu erhöhen. „Die zukünftigen Gebühren orientieren sich in erster Linie am tatsächlichen Flächenverbrauch“, teilt die Verwaltung mit. Die Formel laute: Länge mal Breite mal 30 Euro pro Quadratmeter. Hinzu komme eine Aufwandsgebühr in Höhe von 15 Euro. Hinweis: Die Kraftfahrzeugmaße stehen in Millimeterangaben im Fahrzeugschein. 

Die erhöhten Gebühren bedeuten zum Beispiel: Für einen Smart EQ fortwo ist in Zukunft eine Gebühr in Höhe von rund 150 Euro pro Jahr zu zahlen, ein VW Golf 8 schlägt mit rund 245 Euro im Jahr zu Buche und für einen Mercedes Van der V-Klasse wird ein Betrag von mindestens 300 Euro pro Jahr fällig. 

Der genaue Termin, wann die neue Gebührenregelung in Kraft tritt, werde frühzeitig bekanntgegeben, so heißt es weiter. Und: „Alle Ausweise, die vor dem Umstellungsdatum ausgestellt worden seien, gelten weiter bis zum Ablauf der bisherigen 12-Monatsfrist.“ Neue Ausweise könnten frühestens vier Wochen vor Ablauf des gültigen Ausweises beantragt werden.

Neu ist zudem, dass die Stadt die Ausweise in Zukunft auch für kürzere Zeiträume von drei und sechs Monaten ausstellen kann. 

Das übliche Bild in fast jeder Straße in Aachen (hier: Weberstraße). Der öffentliche Raum wird genutzt, um sein Auto abzustellen. Bisher musste dafür nur eine kleine Gebühr bezahlt werden. Foto: AachenNews Archiv

Die zukünftigen Bewohnerparkausweise können wie bisher online beantragt und direkt ausgedruckt werden. Sie sind aber weiterhin auch erhältlich in den Bürgerservice-Stellen und in den sechs Bezirksämtern der Stadt. 

s. auch: www.aachen.de/bewohnerparken

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Schöne Aktion: „Jahre in Aachen“

Große Zahlen, kleine Zahlen: Man kann derzeit erkennen, wie lange ein Geschäft in Aachen (z. B. in der Körbergasse) schon existiert. Direkt gegenüber: ein Goldschmiedemeister.

243 Läden machen mit, 12 Interessen- und Straßengemeinschaften sind dabei, beim gemeinsamen Projekt. Die Aktion „Jahre in Aachen“ zeigt, wieviele schöne Geschäfte es schon seit Jahren in der Stadt gibt. Die Zahlen waren schon im Mai und Juni zu sehen, aber auch im Juli werden sie nicht entfernt.

„Ihr findet jeweils einen Aufkleber mit der entsprechenden Jahreszahl auf den Schaufenstern“, teilen die Geschäftsleute mit. Unglaublich interessante Geschichten stünden hinter den Zahlen. Da gibt es Familienunternehmen in 5. Generation, länger als 360 Jahre in Aachen, spannende Übernahmen durch Mitarbeiter, ganz junge Geschäfte mit ausgefallenem Sortiment – alles ist dabei.

Sie alle helfen mit ihrem Geschäftssinn, die Innenstadt attraktiv und liebenswert zu gestalten.

Mehr Infos: hier und hier

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Aachen hat jetzt eine Senfonie

Die historische Senfmühle Monschau hat eine Zweigstelle in der Innenstadt eröffnet. Es gibt Senf in exquisiten Variationen.

Am Tag der Eröffnung schon gut besucht: die neue Senfonie in der Kleinmarschierstraße 41.

Leerstände, wohin das Auge blickt. Und jeder weitere wird – als wollte man uns die Laune restlos verderben – in der örtlichen Zeitung mit Fotos vor uns ausgebreitet. Ganz unverhofft gibt es jetzt eine Eröffnung: Ruth Breuer aus Monschau hat in der Kleimarschierstraße ihre Senfonie eröffnet.

Dort gibt es nicht einfach Senf, es gibt 23 Sorten Senf, die mit dem gewöhnlichen Senf von Netto und Aldi nicht vergleichbar sind. Senf kombiniert mit Tomate, Curry, Knoblauch oder Estragon, mit Limone, Orange, Feige oder anderen Köstlichkeiten. Außerdem gibt es Hanföl, Essig, Marmelade, Honig und Pralinen, auch feinste Vollmilchschokolade mit einem Hauch Johannisbeeren-Senf. – Achtung: Was besser schmeckt als aus dem Supermarkt ist auch teurer.

Auf 60 Quadratmetern darf vor dem Kauf probiert werden, was Ruth Breuer in Monschau in 4. Generation herstellt. Wie man in dem Laden lesen kann, hat einst Emil Breuer mit der Senf-Produktion begonnen. Fotos aus jenen Tagen hängen an der Wand.

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