2023 war schlimmer als 2022. Und 2024?

Das hätten wir gestern alles bei REWE im Frankenberger Viertel kaufen können. Haben wir aber nicht. Und wir konnten in dem rappelvollen Laden auch niemand beobachten, der/die sich dort bedient hätte.

Etwas Musik zum neuen Jahr, Patti Smith (Liebligs-Sängerin seit gefühlt 100 Jahren) singt „People have the power“ mit ihren Fans. Hier klicken. Ganz großartig war Patti Smith übrigens bei der Verleihung des Nobelpreises an Bob Dylan 2016.

2023 war eindeutig noch schlimmer als 2022. Und wie wird 2024? Mal abwarten. Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir einen guten Rutsch und im neuen Jahr Glück und Gesundheit.

Ansonsten kommen als Vollpfosten und Schwachmaten des Jahres infrage:

Riesenbaby Elon Musk (ständig völlig unentspannt), Schuldenbremsen-Freund Christian Lindner, Helmut und Hubert Aiwanger (wer war es denn nun?), der humorlose, leitkulturelle Friedrich Merz, Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (erlebte ein interessantes Jahr, in dem ein Krieg ausbrach), die katholische Kirche (nennt nur die Namen der Sexualstraftäter, die mindestens 10 Jahre tot sind und sollte endlich abgewickelt werden), Betrunkene mit Sprengstoff in Händen, Richard David Precht mit seinen antisemitischen Sprüchen und Leute, die Scheindebatten anzettelten über das Gendern, sowie diejenigen, die den unsäglichen Versuch starteten, die Letzte Generation zu einer kriminellen Vereinigung zu machen als stünde der Erhalt des Staates auf dem Spiel.

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Pyro-Verbot! Es hält sich ja doch wieder keine/r dran

Es gibt in Aachen wenige Verbote, die so sehr missachtet werden, wie das Verbot, in der Innenstadt an Silvester mit Feuerwerkskörpern zu hantieren. Kein Mensch hält sich dran, alle knallen wie wild. Heerscharen streben kurz vor Mitternacht dem Marktplatz zu und bewundern die farbenprächtigen Gebilde, die an den Himmel gemalt werden. Donnerschläge gibt es zwischendurch, dass man denkt, es fällt einem der Himmel auf den Kopf.

Jedes fucking Jahr ist das so. Und es ist gefährlich, das muss man hier niemand erklären. Das Verbot will Menschen aber auch Bauwerke schützen. Brände lassen sich in der Innenstadt viel schwerer löschen als auf dem freien Feld.

Die Karte (unten) zeigt den Bereich, wo das Verbot gilt. Gehörschäden, Knalltraumata oder Verbrennungen werden sich einstellen, sollen aber vermieden werden. Mal sehen.

Auf die Karte klicken, um sie zu vergrößern. Silvester ist eine Gelegenheit, wo sich Menschen in angetrunkenem Zustand mit brandgefährlicher Pyrotechnik amüsieren.

Bereits im November hat die Stadtverwaltung ein Verbot von Feuerwerk erlassen. „Dieses Verbot bezieht sich auf das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können, auf und innerhalb des Grabenrings sowie den Theaterplatz.“ Das teilte der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing mit und hängte freundlicherweise auch gleich die Karte dran.

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt übrigens für den Zeitraum ab dem 31. Dezember um 0 Uhr bis zum 1. Januar um 24 Uhr. Nicht Mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem genannten Bereich ab dem 31. Dezember um 18 Uhr bis zum 1. Januar um 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist nachzulesen unter aachen.de/ohnefeuerwerk.

Der Verstoß gegen das Verbot kann mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

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Polizisten wissen jetzt schon: Nächstes Jahr wird es noch mehr

Die Polizei Aachen hat sich zum 1. Mal an der Charitybaum-Aktion des Jugendamts der StädteRegion beteiligt. Kaum waren die Kinderwünsche am Baum im Präsidium angebracht, waren sie auch schon wieder weg. Das immense Interesse und die große Teilnahmebereitschaft der Kolleginnen und Kollegen führte dazu, dass alle Wunsch-Sterne innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren.

Die Polizei hat Kinderwünsche erfüllt. Foto: Polizei Aachen

Insgesamt konnten alle 49 Wünsche erfüllt und als prima verpackte Pakete pünktlich bei der StädteRegion abgeben werden. Die Pressestelle der Polizei dazu: „Unser klarer Vorsatz: Nächstes Jahr erfüllen wir noch mehr Kinderwünsche!“

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Darüber hinaus haben sich die Polizisten zum 3. Mal an der Kistensammelaktion des Vereins Aachener Tafel beteiligt. Es konnten 30 vollgepackte Kisten an die Tafel übergeben werden.

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Zum 11. Mal lud die Polizei Aachen zum Adventskonzert ein. Es kam viel Geld für einen guten Zweck zusammen. Bei der Veranstaltung „Musik unter Freunden“ im Krönungssaal des Rathauses wurden insgesamt 5555 Euro gesammelt, z. B. durch den Verzicht der Musiker*innen auf ihre Gagen und die Spendenbereitschaft der rund 650 Besucher*innen.

Das Geld fließt in die Aktion „Menschen helfen Menschen“. Das ist eine Initiative des Medienhauses Aachen. Es werden – schnell und unbürokratisch – hilfsbedürftige Menschen unterstützt, die ohne eigenes Verschulden in eine Notlage geraten sind.

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Etwas weniger Streit, das wäre schon schön

Aachen ist ziemlich gespalten zur Zeit, hauptsächlich in die Freunde und Freundinnen des schnellen Fortkommens mittels Pkw auf der einen Seite und die Radfahrerinnen und Radfahrer bzw. ÖPNV-Fans und zu-Fuß-Gehenden auf der anderen Seite. 

Das war schon zu Beginn des Jahres so und daran hat sich nichts geändert. Es ist sogar im Lauf des Jahres noch schlimmer geworden. Vielleicht, weil man zu wenig Vorteile und Fortschritte sehen konnte beim Bau von Fahrradwegen und Premium-Fußwegen, vielleicht sind auch die Krisen und Kriege in der Welt schuld, dass Nerven blank liegen, schuld an Streit und Zoff und dem Unwillen, die Interessen anderer ernst zu nehmen. 

Foto: Leitkultur is in da house

Das soll hier keine Weihnachtspredigt werden, die überlässt man besser Bischof Helmut Dieser im Aachener Dom. Der wird da sicher zur Hochform auflaufen. Aber wenn man sich in Aachen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel etwas wünschen könnte, dann natürlich etwas weniger verbissenes Schimpfen und Beschimpfen beim Thema Verkehr. 

AachenNews wünscht für die kommenden Tage von Herzen eine erholsame Auszeit, leckeres Essen, besonders gute Nerven und frohe Weihnachten! Danke, dass ihr auch dieses Jahr wieder gelegentlich (oder erstmals?) bei AachenNews reingeschaut habt.    

Etwas schöne Musik: hier klicken  

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Eine gute Sache:  8.925 Euro für die Tafel

Wie in jedem Jahr haben Beschicker*innen des Weihnachtsmarktes an ihren Ständen für wohltätige Zwecke gesammelt. Durch diese Spende geben sie der Stadt Aachen seit rund 30 Jahren etwas zurück. Dieses Jahr soll das Geld der Aachener Tafel zugutekommen.

2023 verzeichnete der Markt geschätzt 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher, die sich die 122 geschmückten Buden ansahen. „In diesem Jahr waren die Umsätze erfreulich, und wir sind glücklich, dass insgesamt auf dem Weihnachtsmarkt alles sicher und gut gelaufen ist“, freute sich Peter Loosen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes. 

Dieses Jahr steuerten die Beschicker*innen 6.925 Euro bei und übertrafen so die Summe im letzten Jahr noch um weitere 120 Euro. Der MAC, vertreten durch Manfred Piana und Till Schüler, stockte die Summe auf: „Wir wollten noch 2000 Euro dazu geben, damit es eine runde Sache ist.“ erklärt Schüler. So kommt für die Tafel eine Spende von 8.925 Euro zusammen. Besonders Familien stehen im Mittelpunkt der Spendenaktion.

(v.l.n.r.): Martin Luhn, Peter Loosen, Till Schüler und Manfred Piana überreichen die Geldspende an Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (Mitte). Die wird sie der Aachener Tafel übergeben. Foto: Stadt Aachen/Lena Hoof
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Was wird aus Aachen rechts und links der Trierer Straße? Schon viele gute Ideen gesammelt.

Bei der Stadt Aachen hat man sich viel vorgenommen und zwar ganz handfest (und jenseits vom Haus der Neugier und anderen schönen Zukunftsträumen). Es geht um Forst, genauer: um das Gebiet vom Bahnhof Rothe Erde bis Driescher Hof. 23.000 Menschen leben dort.

Die Zukunft dieses großen Aachener Stadtgebiets wird gestaltet, es ist Forst mit seinen verschiedenen Teilräumen Unterforst, Altforst, Schönforst, Forster Linde, Obere Trierer Straße und Driescher Hof. Um dieses große Gebiet lebens- und liebenswert zu machen, hat sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Politik und zahlreichen weiteren Akteur*innen im Frühjahr 2023 auf den Weg gemacht. Potenziale in den 6 Quartieren sollen gestärkt und die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im gesamten Gebiet verbessert werden. 

In den vergangenen Monaten hat bereits eine Reihe von Veranstaltungen stattgefunden, an denen sich viele Menschen viele Stunden lang beteiligt haben. Die Verwaltung möchte zum Start des Jahres 2024 ein weiteres Mal intensiv mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. Denn die Bewohner*innen sind die Expert*innen in den 6 Quartieren, ihnen soll zudem die ganze Arbeit zugute kommen.

Das Büro plan-lokal hat Hinweise und Anregungen aus den unterschiedlichen Beteiligungsformaten schon mal ausgewertet und gemeinsame Handlungsschwerpunkte für den Stadtteil sowie Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Diese Ergebnisse möchte die Verwaltung nun mit dem Büro plan-lokal den Bürger*innen jeweils in den einzelnen Teilräumen vorstellen und gemeinsam diskutieren. So kann sichergestellt werden, dass das Fachwissen sowie die Wünsche und Ideen der Bürger*innen als Expert*innen vor Ort in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Die geplanten Quartiersdialoge bieten auch die Möglichkeit, sich über den Gesamtprozess zu informieren und Fragen an die Verwaltung und das Büro plan-lokal zu stellen. Daher finden an drei Tagen insgesamt fünf Quartiersdialoge statt. Ihr seid eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier nochmals die Termine im Überblick

·       Freitag, 12. Januar, 17-19 Uhr: Quartiersdialog Altforst, Forster Seniorenberatung, Am Kupferofen 19

·       Samstag, 13. Januar, 11-13 Uhr, Quartiersdialog Schönforst, Ev. Freikirchliche Gemeinde, Albert-Maas-Straße 34

·       Samstag, 13. Januar 2024, 15-17 Uhr, Quartiersdialog Driescher Hof, Stadtteilbüro Forst, Stettiner Straße 25

·       Samstag, 20. Januar, 11-13 Uhr, Quartiersdialog Unterforst
St. Bonifatius, Mataréstraße 12

·       Samstag, 20. Januar, 15-17 Uhr, Quartiersdialog Forster Linde, Café Brücke, Trierer Straße 260

Wie schon zum Auftakt im Frühjahr wird parallel zu den Vor-Ort-Veranstaltungen eine Online-Beteiligungsplattform freigeschaltet. Sie ist ab 12. Januar hier zu finden: www.plan-portal.de/zukunft-forst. Dort können Ideen und Anregungen eingebracht werden. Die Plattform ist bis zum 29. Februar freigeschaltet.

Wie geht es dann weiter?

Im Anschluss an die Quartiersdialoge sind zwei Zukunftswerkstätten am 24. Februar und 3. Februar geplant sowie eine Zukunftswerkstatt im März für Kinder und Jugendliche. Auch hier haben Akteur*innen sowie Bürger*innen die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung der Maßnahmenvorschläge mitzuwirken.

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Forst wird mit seinen sechs Teilräumen für die Zukunft gestärkt und attraktiver sowie lebenswerter gestaltet. Vom Bahnhof Rothe Erde beidseitig entlang der Trierer Straße bis zur Autobahn 44 sollen die Lebens- und Wohnqualität sichtbar erhöht und der Zusammenhalt in der Nachbarschaft spürbar gestärkt werden. Insgesamt leben rund 23.000 Menschen in dem etwa 400 Hektar großen Betrachtungsraum. (s. Stadtentwicklung)

Die Federführung für das über viele Jahre angelegte ISEK-Projekt liegt beim städtischen Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur. Die Erarbeitung des ISEK erfolgt in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachstellen der Verwaltung. Mit Fragen, Anregungen und Ideen bitte wenden an das Team Forst: zukunft-forstdriescherhof@mail.aachen.de.

Mit Infos der Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Wirre Gedanken zu Weihnachten

Je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto heftiger wird Weihnachten gefeiert. Allein schon die Adventskalender haben Formen angenommen . . . manche ziehen sich durch die ganze Wohnung, da staunt man.

Schwere Adventskränze hängen von den Zimmerdecken, auf den Balkonen leuchtet es abends und nachts, Lichterketten mit tausend Lämpchen sieht man, und das Weihnachts-Personal begegnet einem, wohin man schaut: Wichtel, Rentiere, Nikoläuse, Schlitten, Engel, Krippen und Weihnachtsbäume in allen Größen und Formen. Es werden immer mehr. Und in jeder Straße neuerdings auch mindestens ein Herrnhuter Stern. 

Ein Tannenbaum stand in der Krippe, als es gerade heftig schneite und das Kind geboren wurde. Oder etwa nicht? Was sonst hat das Nadelgehölz mit der Heilsgeschichte zu tun, die jedes Jahr gefeiert wird?

An Weihnachten darf man sich nicht der Familie entziehen, wo die Erwartungen so hoch sind, dass alles nur schiefgehen kann. Es muss zudem besinnlich sein. Im Gleichmarsch: Alle Menschen machen gefühlt zu Weihnachten dasselbe. Sie sitzen zu Hause bei der Familie – in einem Land, in dem viele Menschen mit der Weihnachtstradition nichts anfangen können. 

Die Heilige Familie wird gefeiert, Vater, Mutter, Kind und ein alter weißer Mann mit weißem Bart und rotem Mantel. Vorher wird ein Weihnachtsbaum gekauft, das sei Leitkultur, will uns der CDU-Vorsitzende Merz klarmachen. Wer keinen Baum kauft, bekommt keinen deutschen Pass? Oh Pannenbaum.

Das Rentier, das einen Schlitten zieht und der Weihnachtsmann, die beiden hatten seinerzeit die Hirten auf dem Felde sehr erschreckt. Daran sollen wohl die vielen Rentiere und Schlitten erinnern, die aufgestellt werden. Damals sagte der Weihnachtsmann zu den Hirten: Fürchtet euch nicht, ich verkündige euch große Freude, ich habe euch nämlich CocaCola mitgebracht.

Weihnachten heizt den Konsum an. Das ist der Grund, warum es Weihnachten immer geben wird. Das Fest wird wegen der Konsumorgie auch dann noch gefeiert, wenn keiner mehr weiß, was sein eigentlicher Sinn ist. Jede/r kauft etwas. Alles, was man sonst vermeidet, muss man an Weihnachten tun: unter anderem viel kaufen.

Die Adventszeit sei „eine Jahreszeit für sich“, sagte neulich jemand. Und die vielen Lichter hätten auch ihr Gutes, die Dunkelheit mache doch nur depressiv. Außerdem gebe das Warten auf das Fest und das Fest selbst dem Leben eine Struktur. Zeit ohne Struktur sei Horror.

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Aus für Wochenmarkt am Bahnhof Rothe Erde

Heute (20. 12.) war er noch da. Aber ab 2024 gibt es keinen Wochenmarkt mehr vor dem Bahnhof Rothe Erde. Es war sowieso immer nur ein einziger Händler, der Obst und Gemüse anbot. Die Kundschaft drängelte sich dort nicht gerade.

Die Stadtverwaltung teilt mit, sie hat „leider keine Beschicker mehr für den Wochenmarkt Rothe Erde gefunden“. Dort konnten Menschen bislang mittwochs auf dem Bahnhofsvorplatz frische Waren einkaufen. Ab Januar 2024 kann der Wochenmarkt nun vorerst nicht mehr stattfinden.

Sollte es dem für das Marktwesen zuständigen städtischen Immobilienmanagement gelingen, wieder neue Beschicker zu akquirieren, sodass der Markt wieder stattfinden kann, wird in AachenNews hierüber informiert.

In der Stadt Aachen finden sowohl in der Innenstadt als auch in den Stadtbezirken weiterhin regelmäßig zahlreiche Wochenmärkte statt, die wegen ihrer Auswahl an frischen und regionalen Produkten beliebt sind. Besonders zu empfehlen und gut zu erreichen aus Forst und dem Frankenberger Viertel ist der Wochenmarkt auf dem Neumarkt, immer samstags von 10 bis 13 Uhr.

Mehr Infos: www.aachen.de/wochenmarkt.

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Papierschlangen bis zum Mond

Remember, remember: Zum Jahreswechsel 2019/20 wurde seinerzeit die Bonpflicht eingeführt. Seitdem werden Bons ausgedruckt als gäbe es kein Morgen. Aus gegebenem Anlass natürlich vorzugsweise im Advent. Besonders absurd: beim Bäcker, selbst wenn man sich einfach nur ein Streuselbrötchen kauft. Kilometerlange Zettel, vermutlich drei Fußballfelder kommen da im Jahr zusammen.

Zwei Teile gekauft, ein Kassenbon, 50 Zentimeter lang.

Glücklicherweise gibt es zwar die Beleg-Ausgabepflicht, aber keine Beleg-Mitnahmepflicht. Die Zettel werden ausgedruckt und dann sofort weggeworfen. Sehr blöd auch, eine Kassiererin z. B. bei Netto muss 500 mal am Tag fragen: „Kassenzettel?“ Und das nicht nur einen Tag lang, sondern täglich.

WIE HALTEN DIE DAS AUS?

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Griechische Backkunst am Büchel – und immer mehr Leerstand

An Weihnachten drehen alle durch. Wer nichts hat, worüber er/sie sich aufregen kann, mosert über die Tatsache, dass sich Menschen tote Bäume in die Wohnung stellen. Bäume, die gar nicht gepflanzt worden wären, gäbe es diesen Weihnachtsbrauch nicht.

Aber was soll’s? Die To-Do-Liste reicht „von hier bis Kolumbien“, wie man so sagt. Das ganze Rennen von Termin zu Termin hat nur einen Vorteil: Man kommt ordentlich rum und sieht, was neu ist in der Stadt.

Das Frankenberger Viertel hat ein „Mehlwölkchen“, der Büchel in der Innenstadt hat jetzt auch eins. Täglich geöffnet von 9.30 bis 20 Uhr.

Bismackstraße 43 ist seit einem Jahr eine gute Adresse für griechische Backkunst. Eine echte Bereicherung für alle, die bei Moss und Nobis schon alles leergekauft haben, es können nicht immer Streuselbrötchen sein. Im Haus Ecke Büchel/Kleinkölnstraße – das Schuhgeschäft ist ein paar Häuser weitergezogen – befinden sich jetzt ein Café und eine Backstube, es wird griechisch gebacken was das Zeug hält. Innen ist es sehr warm, alles duftet, ist neu und super lecker.

War mal eine gute Adresse für teure Mode: die Krämerstraße 19 – 21.

Überraschung in der Krämerstraße: Benetton schließt seine Aachener Filiale. Die Älteren werden sich erinnern, dass dort vor Benetton (vor über 20 Jahren) mal Aachens erste Adresse für außergewöhnlich edle Mode war. Das Modehaus Helg war weit über Aachen hinaus bekannt. Das Gebäude wurde verkauft und komplett umgebaut. Weiter unten, am Puppenbrunnen ist leider auch Leerstand zu verzeichnen. Auch dort hat ein Textilgeschäft die Segel gestrichen, ist in die Hartmannstraße umgezogen.

Ist jetzt Geschichte: der Weltladen in der Jakobstraße 9.

Nach über 40 Jahren mussten die engagierten Freunde fair gehandelter Ware aufgeben. Und es lag nicht an der Miete, wie zu erfahren war. Schon eher am Internet-Handel. – Die Insolvenz stand im Weltladen kurz bevor, der Verein wollte nichts verschleppen. Der Laden ist leer, die Umsätze stimmten einfach nicht mehr. Dort bekommt man nun keinen fair gehandelten Tee mehr, keinen Kaffee, keine Textilien, kein Kunsthandwerk mehr. Der Laden könnte an seinem eigenen Erfolg gescheitert sein, fair Gehandeltes gibt es jetzt auch bei anderen.

Das ist heftig: der Niedergang der Adalbertstraße. Zuletzt hat dort ein Fischgeschäft aufgegeben. Das Schnellrestaurant Nordsee soll mal beliebt gewesen sein, wir erinnern uns nicht. Hauptsache es gibt noch Backfisch auf dem Aachener Markt bzw. am Elisenbrunnen.

Sagenhaft, wie heruntergekommen die Adalbertstraße auf der Kaufhof-Seite aussieht. Man weiß schon gar nicht mehr, welche Geschäfte es da mal gegeben hat. Wehmeyer? Peek & Cloppenburg? Gab’s da nicht noch andere? Die Nordsee hat jetzt jedenfalls auch die Schotten dicht gemacht. Genauso wie die Franken-Apotheke am Adalbertsteinweg (s. Foto weiter unten), und diverse Shops in der Stiftstraße.

Die Stiftstraße mit Blick auf das Bekleidungshaus C&A. Foto: AachenNews Archiv
Die Apotheke am Adalbertsteinweg ist zu. Die Kundschaft kauft wahrscheinlich lieber und preiswerter im Internet ein.

Dass man sich angesichts der dramatischen Weltlage für neu eröffnete oder für geschlossene Läden in Aachen interessiert – wie soll man das begründen? Von Aachen aus kann man Putin nicht stoppen. Er hat jetzt wissen lassen, dass ein Angriff auf ein NATO-Land von ihm nicht geplant sei. Was soll das heißen? Nichts Gutes! Dieser Mensch lügt, sobald er den Mund aufmacht. Von Aachen aus kann man auch in Israel niemand schützen, nur die Menschen, die bei uns leben. Von Antisemitismus Betroffene zu schützen, das hat der RWTH-Rektor versucht, war aber auch wieder falsch. Er habe wissenschaftliche Diskussionen verhindert, heißt es.

Was lernen wir? Selbst die klügsten Menschen unter uns sind überfragt. Wir werden bis auf weiteres (Jahresrückblick) einfach mal die Klappe halten, bzw. uns über die Ereignisse verbreiten, die sich vor unserer Nase abspielen.

Was weiter auffiel: In der Franzstraße hat das Seniorenheim „Haus Anna“ geschlossen.

Trotz wachsendem Bedarf an Heimplätzen für ältere Menschen: „Haus Anna“ ist kein Seniorenheim mehr.

Zu wenig Platz, zu wenige Ein-Bett-Zimmer, so durfte das Seniorenheim in der Franzstraße nicht weitergeführt werden. Man schaut in die Fenster und sieht: alles leer.

Gleichzeitig sind in Aachen (wie in ganz NRW) für Kinder und Jugendliche, die – schwer vernachlässigt – nicht mehr bei ihren Eltern leben können, keine Wohnungen da. Es mussten schon Teenager in Hotels untergebracht werden. Mehr Infos dazu: hier. Die Verwaltung macht aus der Dramatik der Situation kein Geheimnis. Könnte das Jugendamt nicht das „Haus Anna“ übernehmen?

Hat sich in der Schlossstraße nicht halten können:Aachens schönste Telefonie- und Internet-Location F/4 Mobile (von Marc Teuku und Marc Salgert).

Start-ups in der Großkölnstraße

Ein Projekt hat jetzt in der Großkölnstraße 36 seine Türen geöffnet: In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kathy Beys, dem Verein Enactus Aachen und einem städtischen Fachbereich ist dort ein temporärer Pop-up-Store entstanden, in dem nachhaltige Start-ups ihre Produkte vorstellen. Ziel des Projekts ist es, innovative Geschäftsideen und regionale Projekte zu fördern, alternative Nutzungsideen in die Innenstadt zu bringen und leerstehende Ladenlokale zu beleben und damit deren Attraktivität zu steigern.

Unternehmen können dort zeigen, dass und wie sie aktiv zur Reduzierung von Ressourcenverschwendung beitragen. Enactus Aachen e.V., als Initiator des Projekts, ist eine Studentenvereinigung, die sich dem unternehmerischen Handeln für soziale Zwecke verschrieben hat. Mit über 100 Mitgliedern und sieben Projekten arbeitet die Vereinigung kontinuierlich daran, durch nachhaltige Entwicklung die Welt Schritt für Schritt ein wenig besser zu machen.

Bis 31. Januar geöffnet, freitags von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr und samstags von 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr.

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