Vor dem Rathaus wurde jetzt, neben der Ukraine-Flagge, die Flagge Israels gehisst – und zwar „in großem Einvernehmen mit den Fraktionen des Rates“. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Entsetzen herrscht in Aachen über die grauenhaften Ereignisse des vergangenen Wochenendes. „Wir fühlen mit allen, die von diesem Leid und Schmerz betroffen sind“, so heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Foto: Stadt Aachen/Timo Pappert
Betroffenheit und Mitgefühl äußerte Stadtdirektorin Annekathrin Grehling in Vertretung von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, die sich derzeit in Urlaub befindet. „Tief betroffen und schockiert haben wir die Nachrichten des Krieges in Israel oder besser des Überfalls auf Israel verfolgt. Wir verurteilen diesen Krieg, der von der ersten Sekunde an mit größter Wucht Leid und Schmerz verursacht, auf das Schärfste.“
Und weiter heißt es in der Stellungnahme: „Was wir tun können, um zu helfen und zu trösten, werden wir tun. Wir werden uns mit unseren Ansprechpartnern hier in Aachen abstimmen, wie wir ihnen zur Seite stehen können, um Gemeinschaft und Stärke zu bekunden. Wir werden keinen Raum für irgendeinen Zweifel an unserem Zusammenhalt geben.“
Ein neuer Trend ist jetzt offenbar bis nach Aachen geschwappt: Hawaiianisches Essen. Praktisch ist es angeblich essen, wie die Fischer auf Hawaii. Soll sehr lecker sein. Genaueres ist hier noch nicht bekannt. Auf die Lokalität wurden wir aufmerksam, als wir auswärtigen Besuch mit einer Aachener Spezialität (Printen von Nobis) bekannt machen wollten.
Hawaii heißt eine Inselkette im Pazifischen Ozean, die zu den USA gehört (1898 durch die Vereinigten Staaten annektiert).
In der Krämerstraße 4 in Aachen: eine neue Imbissbude mit hawaiianischem Essen. Direkt neben dem Nobis-Printenladen.
Wie zu jedem Trend gibt es auch zu diesem eine Geschichte (weil sich alles mit einer Geschichte besser verkauft als ohne). In Kurz: Hawaiis Fischer sollen sich auf ihren Booten aus mitgebrachtem Reis, Fischwürfelchen vom frischen Fang sowie Obst und Gemüse aus ihren Gärten so schmackhafte Pausenmahlzeiten gezaubert haben, dass daraus ein hawaiianisches Nationalgericht entstand.
Die Speisekarte mit Fotos vom Essen gibt es hier. Man sieht: Mit Toast Hawaii hat es nichts zu tun. „Ma’Loa“ steht über dem Eingang und bedeutet was? „Poké Bowls“ ist das, was man sich ordern kann, und alles soll zum ebenfalls neuen Trend „Clean Eating“ passen. „Poké“ bedeutet angeblich „diagonal in Stückchen schneiden“ und steht für den in Würfel geschnittenen rohen Fisch, der gemeinsam mit Reis, Dressing und Gemüse serviert wird.
Wer sich die Spezialität bereits gegönnt hat (und das müssen ziemlich viele Leute sein, denn der kleine Laden ist immer so voll, dass man denkt, „ich komm später noch mal vorbei“), kann ja gern hier mal eine Bewertung hinterlassen.
Imposant, sogar von unten: Die neue Brücke Turmstraße. Fußgänger und Radfahrer*innen dürfen schon bald rauf, Autos nicht.
Wenn man bedenkt, welche Weltuntergangs-Szenarien vor Abbau der alten Brücke vor unser geistiges Auge gestellt wurden, so sind wir in Aachen bis jetzt doch glimpflich davongekommen. Die Umleitungsstrecke wurde sehr gut angenommen.
Das teilte kürzlich die Stadtverwaltung mit: „Geplant ist, dass Ende des Jahres die Brücke Turmstraße für Fußgänger*innen freigegeben werden kann. Allein der KFZ-Verkehr wird sich noch bis zur Fertigstellung der abschließenden Fahrbahn im voraussichtlich 1. Quartal 2024 gedulden müssen.“
Die Verzögerung der Fertigstellung hat übrigens „nach den Berechnungen des beauftragten Aachener Ingenieurbüros für Stadt- und Verkehrsplanung“ (BSV) keine relevanten Auswirkungen auf den erhöhten Ausweichverkehr, der durch die anstehende Vollsperrung der Haarbachtalbrücke (A544) entstehen wird.
Mit der Vollsperrung der Autobahn A544 kommt ja 2024 angeblich die nächste Vollkatastrophe auf Aachen zu. Es sind ja auch tatsächlich andere Dimensionen. Aber: Abwarten.
In der Försterstraße in Aachen gibt es eine neue Erinnerungstafel. Die Tafel ist Teil des Gedenkprojekts „Wege gegen das Vergessen“ der Volkshochschule Aachen. Es gibt Erinnerungsorte im ganzen Stadtgebiet.
Während der NS-Zeit wurden Aachenerinnen und Aachener jüdischen Glaubens aus ihren Wohnungen und Häusern verbannt. Alle, denen eine Emigration nicht gelang, mussten in einem der sogenannten „Judenhäuser“ unterkommen. Eines dieser Häuser befand sich in der Försterstraße. Das sagt zumindest der Text auf der Erinnerungstafel.
Die Tafel wurde erst kürzlich am Haus angebracht. Sicher gibt es bald eine offizielle Enthüllung, wo der historische Hintergrund ausführlich erklärt wird. (Infos dann ggf. hier)
Ganz schlimm heruntergekommen ist – und das weiß jede/r – die Adalbertstraße in Aachen. Freiwillig geht man da nicht durch und nicht hin. Dabei ist hier nicht mal die Rede von der sog. kleinen Adalbertstraße zwischen Kugelbrunnen und Kaiserplatz. Da ist schon lange alles tot. Die Rede ist hier von dem traurigen Rest der Straße.
Jetzt, nach mindestens 20 Jahren völligen Nichtstun, hat sich eine Initiative gegründet, die will die Straße wieder attraktiv machen. „Donnerwetter“, denkt man sich, so schnell hat dort die Geschäftswelt gemerkt, dass was getan werden muss. Nach nur fast 30 Jahren.
Mit bei der „Initiative starke Adalbertstraße“ (ISA) sind auch Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und die städtische Wirtschaftsförderung. Selbst Optimisten sagen: Da wird versucht, ein totes Pferd zu reiten. Wie dem auch sei: Wie schwer die Aufgabe ist, das sieht man beim Betrachten der Fotos (unten).
Seit Jahr und Tag das gleiche Bild, Adalbertstraße 34 bis 46: Trostlose Fassaden und Menschen, die betteln.So kennen wir die Adalbertstraße. Nur die Älteren erinnern sich noch an bessere Zeiten in den 1960er und 1970er Jahren. Seitdem geht es kontinuierlich abwärts.
Gerade in diesem Jahr haben weitere Kaufhäuser geschlossen. Was sie anbieten, gibt es alles im Internet in Hülle und Fülle, schöner und preiswerter. Dem mit viel Kreativität etwas entgegen zu setzen, davon hat man nie auch nur einen Versuch beobachten können. Jetzt ist es vermutlich zu spät. Die Seite starke-adalbertstrasse.de hätte man schon im Jahr 2000 bauen müssen.
„Alles muss raus“, ist da zu lesen. Hallhuber schließt Ende Oktober seine Filiale in der Adalbertstraße 25. Das Schuhhaus Görtz, Adalbertstraße 55, ist schon seit mehreren Monaten geschlossen. Es bleiben fast nur Billigläden. Auch geschlossen: Modehaus Gerry Weber (wir berichteten). Das sieht alles ziemlich übel aus.
Wer als Eigentümer ganze Einkaufsstraßen verrotten lässt, hat in Aachen nichts zu befürchten. Das sieht man sehr gut im unteren Teil der Adalbertstraße. An Enteignung auch nur zu denken, das verbietet sich die Politik in Aachen. Hätte sie es sonst soweit kommen lassen?
Kommt die Wende, wenn demnächst 7 mobile Bäume in die Straße gerollt werden? Und 2 sog. vertikale Gärten schon aufgestellt wurden? Einen Wettbewerb soll es geben, noch nicht mal unter namhaften Städteplanern oder sonstigen erfahrenen Experten, nein, von FH- und RWTH-Studierenden. Es darf wohl alles nichts kosten. Die Stadt Aachen muss den Handel sogar finanziell unterstützen, sonst würde sich noch immer nichts tun in der Straße.
Kürzlich aufgestellt:Ein vertikaler Garten
Ändern ein paar vertikale Gärten die Atmosphäre in einer heruntergekommenen Straße? Wohl kaum.
Beim Blick in den Kalender ist sofort klar: Es kommt wieder die Zeit der obligatorischen Böllerverbotsdebatten. Natürlich wie jedes Jahr mit keinem Ergebnis, denn das Böllerverbot ist nicht durchsetzbar, es ändert sich nichts. Feiern ohne Böllerei? – Prognose: In Aachen nicht!
Streit ums Geld
Es ist aber auch wieder die Zeit der verschärften Finanzdebatten. Wofür können wir – das will gut vorausgeplant sein – 2024 in Aachen noch Geld ausgeben? Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden unserer Region sehen schwarz und fordern die Landesregierung auf, mal wieder wie in alten Zeiten gut was rüberzuschieben. Andernfalls müssten sie nämlich den Bürger*innen die Steuer, vor allem die Grundsteuer, erhöhen. Prognose: Daran führt kein Weg dran vorbei.
StädteRegionsrat Tim Grüttemeier (CDU) hat schon mal dem Landschaftsverband (LVR) vors Knie getreten, denn der feine LVR hat noch 170 Millionen Euro auf der hohen Kante, die eigentlich den Städten und Gemeinden gehören. Der LVR finanziert Jahr für Jahr mit fast 4 Milliarden Euro diverse Förderschulen, Museen und Kliniken im Rheinland, er holt sich das Geld dazu per Umlage von dem Kommunen. Die ächzen aber unter übergroßer Ausgabenlast. Dass da der LVR noch umfangreiche Rücklagen bildet, das nennt Grüttemeier (und nicht nur er) in einem Brandbrief „grob unsolidarisch“. Mal sehen, ob das den LVR beeindruckt. Prognose: nein.
Grüttemeier ist zudem wenig begeistert davon, dass der LVR plant, 400 Stellen neu zu schaffen. Kein Wunder, dass dem LVR geraten wird, seine gesamte Finanzplanung für 2024 noch mal zu überdenken. Die StädteRegion selbst hat ihrerseits Rücklagen von 35 Millionen Euro und möchte die bis 2027 einsetzen. Schulen, Kitas, Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz muss die StädteRegion u. a. finanzieren. Und außerdem, wie alle Kommunen, die neuen Tarifsteigerungen für das Personal bezahlen.
Neue Bike-Stationen
Ziemlich neu: eine Bike-Station in der Mostardstraße in der Nähe vom Aachener Markt.
Da findet ihr jetzt Fahrradparkstationen, Bike-Stations genannt: Büchel, Brabantstraße, Schanz, Franziskus-Krankenhaus sowie in den Parkhäusern Rathaus (Mostardstraße), Galeria Kaufhof/City (Wirichsbongardstraße) und Adalbertsteinweg.
Mit der Bike-Station Büchel und den drei weiteren Anlagen an der Schanz, an der Brabantstraße und am Franziskus-Hospital seien das 88 sichere Radparkplätze, teil das Presseamt mit. Die Anlagen in den drei Parkhäusern mit 103 Stellplätzen können erst in einigen Wochen eröffnet werden. Insgesamt seien für die Schaffung der sieben Anlagen Kosten in Höhe von 612.000 Euro entstanden.
Der Parktarif für die Nutzung der neuen Parkanlagen im öffentlichen Raum und später in den APAG-Parkhäusern liegt bei 1,50 Euro für 24 Stunden. Im Monat werden maximal 15 Euro fällig. Der Zugang erfolgt mit dem so genannten Mobility-Key der APAG. Der kann online (www.meine.apag.de) oder am Service-Standort des Parkhauses Galeria-Kaufhof/City beantragt werden.
Der Mobility-Key ist kostenlos. Nur für die spätere Nutzung der Fahrradparkhäuser fallen abhängig von der Parkdauer Nutzungsgebühren an. Internet: www.aachen.de/fahrradparken
Jetzt werden Räume gesucht
Unterdessen hat sich eine Sache positiv entwickelt: Die Idee, in Aachen wieder Grundschullehrer*innen auszubilden. 80 neue Studienplätze bekommt die RWTH. Man verspricht sich davon den Effekt, dass die hier Ausgebildeten nach dem Grundschul-Lehramtsstudium im Raum Aachen bleiben und an hiesigen Grundschulen eingestellt werden. Die RWTH hatte zunächst abgewunken, aber schließlich doch ihre Bereitschaft erklärt.
Jetzt werden (Hochschul-nahe) Räume gesucht, in denen die Ausbildung stattfinden kann. Los gehen soll es zum kommenden Wintersemester 2024/25.
Freundliche Erinnerung
Nicht zu übersehen: Was Grundschulkinder den Hundebesitzer*innen sagen möchten. Noch das kleinste Fleckchen Erde ist den Kindern wichtig. Auf dem Streifen entlang der Turnhalle der Grundschule Mataréstraße haben sie u. a. selbst gemalte Schilder aufgestellt. Da steht zum Beispiel: „Das ist kein Hundeklo.“Prognose: Mit diesen Kindern kommen wir auch umwelttechnisch gut voran.
Im September gab es in Aachen bereits eine Kontrollaktion der Polizei. Derartiges hat man nun fortgeführt und wieder „an festgelegten Örtlichkeiten“, wie die Pressestelle mitteilt, Kontrollstellen eingerichtet. Diese Aktionen zielten neben den üblichen Verkehrskontrollen auch darauf ab, Fußgänger*innen zu überprüfen. Insbesondere soll das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen gestärkt werden.
Die Aachener Polizei ist nicht nur bei Demonstrationen dabei. Im Verbund mit Zoll, Bundespolizei und städtischen Mitarbeitern will sie gelegentlich das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken. Foto: AachenNews Archiv
Außer den Polizeibeamt*innen verschiedener Dienststellen waren auch städtische Mitarbeiter, Beamte des Zolls und der Bundespolizei eingesetzt. Und es unterstützten sogar Polizist*innen aus Belgien und den Niederlanden die Aktion. Auch über die Kontrollstellen hinaus wurde kürzlich bei verschiedenen Gelegenheiten das Gespräch gesucht oder dazu eingeladen. Während die Polizei zum Beispiel an mehreren Einkaufszentren vor Taschendieben warnte, konnte sie mit Anwohnern bei der Veranstaltung der „IG Kaiserplatz“ über aktuelle Probleme diskutieren.
Zahlen: Es konnten in den vergangenen 2 (zwei!) Wochen ca. 1.800 Personen und über 9.000 Fahrzeuge kontrolliert werden. Daraus resultierten 80 Strafanzeigen und zwölf Festnahmen. Unter anderem wurden 40 Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt und zur Anzeige gebracht. Von knapp 1.000 überprüften Fahrzeugen wurden lediglich 53 beanstandet. Im Rahmen der Geschwindigkeitsmessungen müssen knapp 350 Fahrer*innen mit einer Anzeige rechnen, für 955 wird es teuer.
Neben der Stärkung des Sicherheitsgefühls verfolgte die Aktion auch konkrete Ziele in bestimmten Bereichen: So wurden unter anderem Maßnahmen zur Durchsetzung des Jugendschutzes, gegen die illegale Müllentsorgung, die Belästigung durch aggressives Betteln und den öffentlichen Konsum von Betäubungsmitteln getroffen. Die gemeinsamen Kontrollen der Stadt Aachen, des Zolls, der Bundespolizei und Polizei Aachen werden übrigens fortgesetzt. (co)
Zwischen Frankenberger Viertel und Rothe Erde: Wurde hier – auf Kosten der Parkplätze – ein Plätzchen für einen Baum geschaffen? Sieht so aus!
Schattenspendende Bäume am Straßenrand wünscht sich in Aachen jeder Innenstadtbewohner. Dabei kann man nicht beliebig vorgehen. Bäume brauchen auch im Erdreich ihren Platz (für die Wurzeln). Dort befinden sich aber dicke Rohre und Leitungen, der Boden ist manchmal auch hart wie Beton. Da kann nichts wachsen.
Wer Bäume in Straßen pflanzen will, braucht auch oberirdisch Platz. Und den kann man nur durch Abbau von Parkplätzen gewinnen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Die Straßenbereiche für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sind ohnehin schon klein. In der Beverstraße ist man der Forderung „Mehr Grün in die Stadt“ ein gutes Stück näher gekommen. Freude, warten und sehen, was jetzt gepflanzt wird.
In Städten wie Aachen sollten Baumscheiben am besten mechanisch geschützt werden. Der Grund: Parkende Fahrzeuge sollen den Boden um die Baumscheibe nicht zustellen oder mit der Stoßstange den Baum beschädigen. Deshalb werden manchmal Pflöcke, Metallbügel oder Abdeckplatten angebracht. Oder – wie in der Beverstraße – hohe Bordsteine verwendet.
Wo diese Rohre einmal liegen werden (Bismarckstraße), da ist vermutlich kaum Platz für die Wurzeln mehrerer Bäume. Allerdings wird neuerdings manchmal so verfahren, dass die Rohre bewusst nur eine Seite der Straße belegen und auf der anderen Platz für Pflanzen bleibt.
Freunder Weg in Aachen, Ostviertel. So sieht es mehr oder weniger immer aus an diesem Baum.
Am Freunder Weg wohnen eine Menge netter Leute, aber was sie hier mit ihrem Müll bzw. Sperrmüll treiben, das gibt es in ganz Aachen kein zweites Mal.
Besonders eine bestimmte Baumscheibe haben sich die Anwohner der Straße als Müll-Abwurfstelle ausgesucht. Dort türmen sich im Laufe einer Woche immer mehr prallvolle, gelbe Säcke. Wer in seinem Haushalt einen gelben Sack mit Plastikmüll voll bekommen hat, rennt runter auf die Straße und stellt den Sack an den Baum.
Wenn montags die gelben Säcke abgeholt worden sind, bleibt noch jede Menge anderer Müll übrig. Und es sieht dann aus wie auf den Foto oben. Krass. Das stört etliche Anwohner*innen gewaltig. Mit den Massen sind übrigens selbst die Leute vom Stadtbetrieb überfordert.
Ebenfalls im Freunder Weg, an anderer Stelle:
Man möchte nicht pingelig sein, aber bei der Frage, welche die am meisten vermüllte Straße Aachens ist, da kommt einem nur eine in den Sinn.
Freunder Weg, die Zweite: Man möchte sich diesem Haufen Unrat (s. oben) gar nicht nähern. Was in aller Welt denken sich Leute, die aus einer schönen Straße mit gepflegten, neuen und alten Gebäuden so einen Unort machen? Liegt es an den Kosten und dem komplizierten Verfahren dass die Hilfe der Stadt nicht ordnungsgemäß in Anspruch genommen wird?
Eine Straße weiter: die Mataréstraße. Mit Kita und Grundschule, Kirche und Musikbunker ist es eigentlich eine gepflegte Wohnstraße. Hier gibt es nun ebenfalls eine illegale Müll-Abwurfstelle. Heute bleibt nach Abtransport der gelben Säcke ein rausgerissener, alter Teppichboden liegen. Und Abfall über die Straße verstreut.
Was im Viertel neuerdings ebenfalls zu finden ist, sind diese Plakate:
„Gestalte dein Quartier“. Und: „Lass uns wissen, was du hier gut/schlecht findest.“
Wie soll man da Lust zum Gestalten bekommen?
Die Stadtverwaltung gibt sich alle Mühe, den Menschen im Viertel ein Wohlgefühl zu vermitteln (mittels Geld aus Düsseldorf und Engagement vor Ort). Da haben sie sich echt was vorgenommen! Wir wünschen vorerst viel Erfolg.
Die Feuerwehr übt, um für den Ernstfall fit zu sein. Das Presseamt der Stadtverwaltung schickt einen Bericht. Den möchte man niemand vorenthalten, auch nicht die spektakulären Fotos.
Job mit Tiefblick: An der rund 60 Meter hohen Urftalsperre übt die Spezialrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Aachen regelmäßig. Foto: Stadt Aachen/Stefan Herrmann
Der spektakuläre Ausblick interessiert Alexander Hoffmann in diesem Moment keine Sekunde. Hoch über ihm genießen Touristen die wunderschöne Szenerie, stehen auf der Urfttalsperre im Nationalpark Eifel und lassen die Blicke schweifen. Sie sehen das glitzernde Wasser der Stauseen, in der Ferne die ehemalige Ordensburg Vogelsang, die noch grünen Waldhänge an diesem späten Septembertag. Idylle pur. Doch dann bleiben auch die Blicke der Ausflügler tief unten an der Staumauer haften.
Dort – gut 20 Meter unter ihnen – hängt Hoffmann in der Wand. Roter Overall, roter Helm, ein vor Karabinern klimperndes Kletterset am Körper und mit Seilen gesichert. Der Höhenretter stabilisiert eine Rettungstrage, auf der eine nach einem Absturz verletzte Person liegt. Er spricht beruhigend auf sie ein, blickt zwischendurch konzentriert nach oben. Dort ziehen seine Kollegen der Spezialrettungsgruppe (SRG) der Aachener Berufsfeuerwehr die Trage mit einer Seilwinde langsam hinauf. Jeder Handgriff sitzt. Dann ist es geschafft. Die Mission, die eine Übung war, endet.
Christian Beek sieht zufrieden aus, als er mit seiner an diesem Tag achtköpfigen Einheit Richtung Ausflugslokal geht, das direkt an der Staumauer liegt. Nach der gelungenen Rettung gibt’s erstmal Currywurst mit Pommes. „Danach gehen wir auf der anderen Seite der Mauer runter und nehmen die Gartenschere mit“, sagt der stellvertretende Leiter der Aachener Höhenretter, wie die SRG gerne kurz und knapp genannt wird. Eine Gartenschere? „Ja, wir trainieren das Abfahren und Aufsteigen im Seil – und erledigen nebenbei für den Wasserverband ein wenig Grünschnitt als Übung für die technische Hilfeleistung unter beschwerten Bedingungen“, erklärt Beek.
Zweimal pro Jahr übt die Feuerwehr Aachen hier. Der Wasserverband Eifel-Rur betreibt die gigantische Staumauer. Rund 60 Meter hoch ragt sie vom Obersee aus in den Himmel, wurde zwischen 1900 und 1905 erbaut.
Genau auf der Seite, zum Obersee hin, wuchern immer wieder Pflanzen und sogar kleine Bäume aus dem Mauerwerk. Und so schwingen sich Beek und seine Kollegen – darunter mit Feuerwehrfrau Vera Klein auch eine Höhenretterin – am Nachmittag noch einmal 50 Meter in die Tiefe und befreien die Wand von Unkraut.
Jeder Handgriff sitzt: Alexander Hoffmann (r.) hat die gestürzte Person mit einer Trage vom Grund der Mauer bis hinauf professionell begleitet. Foto: Feuerwehr Aachen/Marcus Göbel
40 mal pro Jahr rücken die Spezialretter aus
Nicht alle Berufsfeuerwehren verfügen über solch eine Sondereinheit. Neben Aachen gibt es auch in Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach Spezialisten, die dann zum Einsatz rollen, wenn absolute Schwindelfreiheit gefragt ist. Die Einsatzliste der Aachener Höhenretter ist durchweg beeindruckend: Sie waren dabei, als im Jahr 2017 in Köln 65 Personen aus den Gondeln hoch über dem Rhein befreit werden mussten. „Tausende Menschen beobachteten bei schönstem Wetter den Einsatz vom Ufer aus. Jedes Mal, wenn eine Person gerettet wurde, brandete Applaus auf“, erinnert sich Beek, der seit 2012 zur Aachener Spezialrettungsgruppe gehört.
1996 wurde sie als Sondereinheit der Berufsfeuerwehr ins Leben gerufen, umfasst derzeit insgesamt 26 Mitglieder und rekrutiert sich aus den unterschiedlichsten Schichten und Diensten der Berufsfeuerwehr Aachen.
Rund 40 Mal rückt der Trupp pro Jahr aus – bei verletzten Personen auf den großen Tagebaubaggern, bei in tiefe Schächte gestürzte Bauarbeitern, bei verunglückten Mountainbikern, die in steilen und nur schwer zugänglichen Hanglagen liegen. Im vergangenen Jahr war eine Wanderin bei Kornelimünster oberhalb des Indetals einen steilen Felshang hinabgestürzt und musste gerettet werden. Nach der Flutkatastrophe 2021 retteten Christian Beek und seine Kollegen eine Person aus einem stark einsturzgefährdeten Haus in Eschweiler. Alles ging gut – zum Glück.
Und auch die Adipösen-Rettung gehört mittlerweile zur Einsatzroutine. Wenn schwer übergewichtige Menschen aus höher gelegenen Wohnungen bei medizinischen Notfällen nur noch durch das Fenster hinaustransportiert werden können, rückt die SRG an. Zehn Mal pro Jahr kommt die Einheit dann tatsächlich vor Ort zum Einsatz, wenn einfach nur noch ausgewiesene Kletterexpertise hilft.
Kommt es zu solchen Notfällen, ist perfekte Teamarbeit das A und O. Die bis zu 200 Meter langen Seile müssen sicher geschnürt und befestigt werden. Karabiner angelegt, Stütz- und Seilwinden-Konstruktionen errichtet werden. „Innerhalb eines Höhenretter-Trupps vertraut man sich blind. Während der eine das Seil sichert, steigt der andere in die Tiefe und legt in diesem Moment sein Leben in die Hand des Kollegen, um in Not geratenen Menschen helfen zu können“, erläutert Beek.
Intensives Trainingspensum
Dafür und damit alle Abläufe reibungslos funktionieren, müssen die Spezialretter ein intensives Trainingspensum absolvieren. 72 Stunden pro Jahr wird geübt – auf bis zu 150 Meter hohen Windrädern, auf Aachener Hochhäusern wie den Studierendentürmen und dem Drehturm Belvedere am Lousberg – oder eben an der imposanten Staumauer in der Eifel. Trotz des ernsten Trainingshintergrunds darf dennoch auch bei den Höhenrettern zwischendurch einmal der Blick in die Ferne schweifen. „Klar, das gehört dazu. Auch wir genießen kurz die Aussicht bei solch einer tollen Szenerie wie hier an der Urfttalsperre“, sagt Beek. Aber eben nur kurz, dann richtet sich der Fokus wieder auf die schweißtreibende Übungsarbeit.
Rund sechs Stunden trainieren die neun Feuerwehrleute um Alexander Hoffmann und Vera Klein an diesem Tag. Mehrfach klettern sie die Mauer herab und herauf, installieren den mit mehreren Seilen gesicherten sogenannten „Zweibaum“ – ein kleines Gerüst, über das per Seilwinde später die Trage samt verletzter Person in die Höhe gezogen wird. „All unsere System sind redundant“, betont Beek. Anders ausgedrückt: Doppelt hält besser. Selbst wenn ein Sicherungssystem versagt, ein Seil reißen sollte, wäre stets noch ein zweites vorhanden.
Eine starke Truppe:Die retten euch, wenn ihr mal hoch hinaus geraten seid und alleine nicht mehr runterkommt.(v.l.) Johannes Ortmann, Alexander Hoffmann, Jörg Reinartz, Lukas Gronostaj, Vera Klein, Stefan Bock, Christian Beek, Marcus Göbel und Miguel Mendes. Foto: Stadt Aachen/Stefan Herrmann
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).