Abzocke . . . und das Staunen am Gleis

Abzocke: 1- und 2-Cent-Münzen habe ich gesammelt, weil sie schwer sind und mir die Geldbörse zerbeulen. Insgesamt waren es 10,48 Euro, mit denen ich zur Sparkasse ging und um Einwechslung bat.

„Können wir machen, kostet aber 4,50 Euro“, musste ich hören. Ich regte mich ein bisschen auf, die Dame schaute peinlich berührt, und sagte, es müsse neuerdings jede Münze auf Echtheit überprüft werden. (In Handarbeit?)

Was blieb mir anderes übrig? 10,48 Euro eingezahlt und nur 5,98 Euro auf dem Konto gutgeschrieben bekommen. Das nenn ich . . . s. oben.

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Für Piraten: Die VHS und das Büro für Ehrenamt in Aachen bieten einen Workshop zum Thema „Kommunikation im Ehrenamt“ an. Unter dem Motto „Gespräche führen – erfolgreich kommunizieren“ erarbeitet eine Trainerin für Gesprächsführung anhand konkreter Übungen mögliche Reaktionsformen und geht der Frage nach „Was möchte mein Gegenüber jetzt von mir?“ Die Pressestelle der Stadt schreibt: „In diesem Seminar lernen Sie, die Bedeutung von Aussagen besser zu verstehen und bekommen ein praktisches Werkzeug an die Hand, schwierige Gesprächssituationen einfacher zu meistern.“

Samstag, 7. März, 10 bis 17 Uhr in der VHS, Peterstraße, Raum 313. Gebühr 40 Euro. Kostenfrei für Inhaber/innen des Aachener Ehrenamtspasses. Anmeldung  unter Tel.: 0241-4792-111. Seminar (03042)

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Kunst begegnen: Die Malerin Johanna Buchholz stellt aus. Und zwar auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Ortsverein West, im AWO-Begegnungszentrum Preuswald, Reimser Straße 84. Zu sehen sind ihre

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Eine Arbeit aus 1983 von Johanna Buchholz, die in Belgien und in Italien lebt.

Arbeiten noch bis 15. Mai. Mir haben ihre Bilder immer sehr gefallen, und seit Juli 1983 hängt eins bei mir in der Wohnung (s. Foto). „Ästhetik im sozialen Raum“ heißt die Ausstellung in Preuswald. Johanna Buchholz hat sich unter anderem von einer italienischen Landschaft inspirieren lassen, die Künstlerin lebt in Belgien und in Italien.

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Mind The Gap: Morgen befassen sich Politiker mit dem Bahnhof von Eilendorf. Ja, doch, Eilendorf hat tatsächlich einen „Bahnhof“. Es sind aber nur zwei Bahnsteige. Ich bin dort sogar mal aus dem Zug gestiegen, war dann sehr allein. Aber das kann sich ja geändert haben. Die CDU kam schon 2012 mit der Idee um die Ecke, der Bahnhof könnte für mehrere Millionen Euro attraktiver gemacht werden. Und gefördert werden könnte alles über das EU-Projekt Citizens Rail.

Ein niederländisches Unternehmen hat 2013 eine Machbarkeits-Studie angefertigt. Ergebnis: Umbau ist machbar. Die Niederländer schlagen 4 Varianten vor, die auch morgen im Ausschuss dargestellt werden (18 Uhr, Bezirksamt, Heinrich-Thomas-Platz 1 ).

Weil man an dem Umbau irgendwie auch die Bevölkerung beteiligen wollte, wurden im Juni 2014 in Eilendorf 15.000 Flyer mit Fragen verschickt. Nur 101 Fragebögen wurden ausgefüllt.  Die Bürgerversammlung sei aber gut besucht gewesen, heißt es, einen Tunnel (Variante 3 und 4) hätten die Bürger allerdings nicht gewollt. Klar, wer geht schon gern freiwillig unter die Erde?

Was die Bürger am liebsten wollten: Günstigere Fahrpreise. So steht es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung, die jeder im Netz einsehen kann (bitte selber nachschauen). Das ganze Projekt wird schätzungsweise zwischen 4 und 6 Millionen Euro kosten. Selbstverständlich gehört zu dem Ganzen auch eine Videoüberwachung, denn es erhöht das Sicherheitsgefühl wenn ich weiß, ich kann mir nach einem Überfall die Maskierten und mich im Fernsehen ansehen (Ironie aus).
Das Tollste kommt aber noch: Eine Variante, die Chancen hat, sieht zwei Fahrstühle vor. Fahrstühle! Wie man sie schon in Stolberg und in Düren am dortigen Hauptbahnhof immer und ewig defekt vorfindet.
Schade fürs Geld, aber es ist ja von der EU und muss wohl verbraten werden.  Wenn nur wenigstens eine attraktive Lösung vorhanden wäre!

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6 Antworten zu Abzocke . . . und das Staunen am Gleis

  1. Pingback: Der Bahnhof, die Kunst und das Bundesverdienstkreuz | Aachen. Kommentierte Infos.

  2. Uschi59 schreibt:

    Den Tip von Peer wollte ich auch gerade geben – funktioniert auch im Edeka Hirschcenter. Ich beobachte viele Leute, die das so machen, und ärgere mich jedesmal, mein eigenes Sammelkleingeld immer zu vergessen…

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  3. Peer van Daalen schreibt:

    Wer ist denn auch bei der Sparkasse? Haben die nicht vor Kurzem diese Münzeinwurf-Automaten abgebaut, um ihrer Kunden abzuzocken? Und dann auch noch Gebühren-Pauschalpreis-Baispreis … Diese Begriffe kennt meine Bank (DKB) gar nicht.

    Bei Edeka in der Schillerstraße kann man das ganze Kleingeldgeraffel (in Maßen) an der Kasse in so eine Münzluke werfen und damit bezahlen (Restgeld wird in großer Stückelung ausgeworfen).

    Die Aachener Bank am Theater hat auch noch so eine Luke für ihre Kunden.

    Eilendorf? Da gibt es keinen „Bahnhof“. Nirgendwo!!! Was es dort gibt nennt sich offiziell „Haltepunkt Eilendorf“ http://de.wikipedia.org/wiki/Haltepunkt_Eilendorf und 95% der Eilendorfer ist dieser Haltepunkt schnurzpiepegal …

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    • margretvallot schreibt:

      Danke für den Hinweis, werde mit dem Kleingeld in die Schillerstraße eilen.
      Am „Haltepunkt Eilendorf“ wird sofort investiert, sobald die Zuschüsse tatsächlich kommen. Das ist mittlerweile entschieden.

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      • Peer van Daalen schreibt:

        Na gut! Bin gespannt …! Ich tippe (erfahrungsgemäß!) auf eine deutlich längere Bauzeit und wesentlich höhere Kosten, als geplant. Sollte es anders sein, dürft Ihr mich Tuppes nennen … 🙂

        http://www.newstix.de/?session=&site=actual&startentry=0&entmsg=true&mid=27852

        „Vor allem aber soll das Bürgerengagement für die lokalen Bahnstrecken und Bahnhaltepunkte verstärkt werden, auch kann „neues Leben“ in wenig genutzten Bahnstationen einkehren.“

        Ich unke mal ein wenig, – Das „neue Leben“ wird darin bestehen, daß es einen billig-grandiosen Selbstbeweihräucherung-Event der lokalen und üblichen Verdächtigen aus Politik und Wirtschaft zur Fertigstellung geben wird und sofort danach werden die – auch in Eilendorf nicht gerade wenigen – lokalen und üblichen Verdächtigen den Tanz der Vandalen tanzen.

        Danach ist erst mal wieder Ruhe Karton und von den 15.000 Eilendorfern werden 14.978 gar nicht gemerkt haben, daß da mal „neues Leben“ war … http://www.gruene-aachen.de/themen/mobilitaet/news/maessige-resonanz-auf-umfrage-der-eilendorfer-gruenen-zur-bahnverbindung-nach-koeln/ .

        Na vielleicht irre ich mich ja auch mal …

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