Pegida vorerst in Aachen wenig erfolgreich

nopegida Aachen

Zogen auf den Platz vor dem Fußballstadion und verstärkten damit die Gruppe derjenigen, die dort schon warteten: Gegendemonstranten, die Aachen nicht einfach den Pegida-Fans überlassen wollen.

Die Pegida-Bewegung hat heute versucht, in Aachen Fuß zu fassen. Es blieb beim Versuch, das Ansinnen ist vorerst mit Karacho gescheitert. Die Ultra-Rechten hatten für den 3. Advent eine Kundgebung außerhalb der Innenstadt, am Tivoli (Krefelder Straße), genehmigt bekommen. Aber sie fanden noch nicht mal jemand aus Aachen, der ihre Kundgebung angemeldet hätte. Ein Auswärtiger musste ran.

Pegida-Fans aus Holland und Belgien, Aachen und Mönchengladbach wollten

pegida in aachen

So stellte sich die Kundgebung der Rechten von der Seite der Gegendemonstranten aus gesehen dar.

sich versammeln, so hieß es im Vorfeld. Es kamen auch Menschen aus allen Himmelsrichtungen nach Aachen. Doch mehr als 50 sind es auf keinen Fall gewesen, eher weniger (update 14. 12. : Die Polizei spricht – für mich unverständlich – von 120 Personen. Erwartet waren 300). In einer Ecke, ganz rechts neben dem Tivoli, standen sie rum, schwenkten Fahnen und hingen zwei Transparente („Mohammed not welcom“) auf. Später (gegen 14 Uhr) hielt noch Pegida-Gründer Lutz Bachmann eine Rede. Viel konnte man davon nicht hören, die Gegendemonstranten machten ordentlich Krach. Ich konnte allerdings vernehmen, dass angeblich in Deutschland Menschen Angst haben, ihre Meinung zu sagen, und dass die Presse hierzulande das allerletzte sei. Na ja.

Es trafen sich gleichzeitig geschätzt 1000 Menschen mitten in der Stadt am Eisenbrunnen, wo Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg in Reden betonten, dass Aachen eine weltoffene Stadt ist und gedenkt, das auch zu bleiben. Bravo! Dass so viele sich gegen Rassismus und Hetze stellten, kann einen als AachenerIn wirklich froh machen.

300 bis 500 meist junge Menschen wollten den Pegida-Spacken vor Ort, also am Tivoli, mit ihrer Anwesenheit klarmachen, was man von ihnen hält. Nämlich nichts. Dort war ich ebenfalls dabei. Von dort habe ich auch mit klammen,

Polizei pediga Aachen

Polizisten waren in großer Zahl vor Ort. Sie alle hätten den 3. Advent sicher lieber anders verbracht, das konnte man manchem Gesicht  ansehen. Aber es ging nicht anders: Den Pegida-Leuten musste leider eine Lektion erteilt werden.

eiskalten Fingern und Füßen vom Hergang der Veranstaltung getwittert und Fotos gemacht (unter @feuertinte).

Hunderte Polizisten sorgten für die Sicherheit, der Polizeipräsident von Aachen (Dirk Weinsprach) war persönlich vor Ort. Außerdem meine  ich noch Reiner Priggen (grüner MdL) erkannt zu haben, Günter Schabarm (Grüne) und natürlich Marc Teuku (Piraten, Stadtrat AC). Ich bin früher weggegangen, bis gegen 15 Uhr verlief alles friedlich. Es krachte anfangs ein Silvester-Böller, aber das fand ich nicht beunruhigend.

Gut 200 Demonstranten hatten sich morgens am Westbahnhof versammelt, zogen durch Aachen und verstärkten später die Gruppe auf dem Tivoli-Vorplatz. Gegen 11 Uhr standen auch zahllose Polizisten am Hauptbahnhof, doch weder Rechte noch Gegendemonstranten waren – soweit ich sehen konnte – in größerer Zahl da.

Die Pegida-Truppe hätten gern in der Innenstadt demonstriert, doch pfiffige Linke hatten im Vorfeld davon Wind bekommen und sofort für alle infrage kommenden Plätze Kundgebungen angemeldet. So blieb nur noch ganz weit draußen was übrig.

Es empfiehlt sich, nach Berichten vom Kollegen Michael Klarmann zu suchen und morgen in eine Aachener Tageszeitung zu schauen. Dort wird es mit Sicherheit ausführliche Berichte geben von dem Tag, als Pegida versuchte, in Aachen Fuß zu fassen . . .

Falls ihr noch Zeit habt, lest das: Wie Dresden mit Zu-wenig-tun gegen Pegida seinen Ruf ruiniert

*

Update (18.12.) : Fotos, beim Aufräumen gefunden.

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Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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