Ein Jahr der Herausforderungen

Nicht die schlechteste Art, das Jahr zu beenden: der Silvesterlauf in Aachen. Dem alten Jahr davonlaufen und dem neuen entgegen. Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein schönes 2016.

Nicht die schlechteste Art, das Jahr zu beenden: der Silvesterlauf in Aachen. Dem alten Jahr davonlaufen und dem neuen entgegen. Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein schönes 2016.

Kommt alle mit nach 2016.
2016 ist das wahre Neuland, das liegt nun vor uns und da will ich hin. Kommt alle mit.
Man muss mutig sein. Wir stürzen uns hinein mit Geschrei, denn wir wissen nicht so genau, was auf uns zukommt. Aber der Krach wird unsere Angst vor dem Neuen schon noch verscheuchen.

So ganz schlecht wird es ohnehin nicht werden, das Jahr 2016. Obwohl: Wir stehen vor riesigen Aufgaben. An die 1000 Flüchtlinge werden in Kürze in Aachen am Westbahnhof wohnen, in drei großen Zelten. 1000 Menschen werden dort ab Februar/März in einer Art Durchgangslager des Landes NRW untergebracht. Das wird Aachen verändern. Wir sind wirklich herausgefordert.
Es ist wie verzaubert. Gerade, als uns klar wird, wie schrecklich uninspiriert unserer Zukunft in einem Land mit überwiegend alten Menschen sein wird, da bringt uns die Weltlage massenhaft junge Familien ins Land. Europa ist ein Kontinent, der letztlich immer gewinnt. Erschreckend viele erkennen das nicht und nennen sich auch noch Patrioten. Es sind wohl eher Idioten, doch auch denen müssen wir beistehen.

Das nächste Ziel ist eine Herkulesaufgabe: Wir müssen die Belgier 2016 dazu bringen, ihre gefährlichen Schrottreaktoren abzuschalten. Das hat zuletzt sogar der Aachener Oberbürgermeister kapiert, jedenfalls sagte er das. Belgisches Laisser-faire ist gut und schön, aber wenn es – 70 Kilometer von Aachen entfernt – um die Sicherheit von Atomreaktoren geht, völlig unpassend, also gar nicht angemessen. Die Reaktor-Anlagen sind jetzt so kaputt, dass es ständig irgendwelche „Abschaltungen“ gibt, alle angeblich im nicht-nuklearen Bereich. Wer das glaubt, ist naiv.

Eine echte Herausforderung ist es zudem, für saubere Luft in Aachen zu sorgen. Derzeit atmen wir noch deutlich zu viel Feinstaub und vor allem Stickstoffdioxid ein, mit jedem Atemzug vergiftet man sich ein bisschen. Dass das nicht so bleiben darf, ist ja wohl klar und sollte uns einige Anstrengungen und Verzichte wert sein.

Als Aachener, als Bewohner der Stadt des Karlspreises, so könnte man meinen, haben wir auch was Europa betrifft eine besondere Verantwortung. Der Karlspreis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung und wird 2016 nicht in Aachen verliehen, sondern in Rom. Die Preisverleihung wird also für Aachen ausfallen. Das ist zwar ziemlich passend, wenn man die EU-feindliche Stimmung zur Kenntnis nimmt, aber wir sollten zumindest in Aachen daran arbeiten, dass uns die Einigung Europas als großes, vorrangiges Ziel erhalten bleibt. Und zwar allem Terror und allen neuerlichen Grenzkontrollen zum Trotz.

2016 habe ich auch vor, mir den Humor und die gute Laune zu bewahren. Dass dies mit dem Aachener Karnevalsverein (AKV) möglich wäre, die Hoffnung habe ich übrigens aufgegeben. Der AKV wird auch 2016 nichts zur Hebung der Stimmung beitragen.
Trotzdem: Karneval ist das nächste Großereignis in Aachen. Kommt alle mit, setzt euch lustige Hütchen auf und los geht’s.

*

Wichtige Wahlen: 

13. März, Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt.

18. September, Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin

8. November, amerikanische Präsidentschaftswahlen

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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