Sandkaulpark und Sportpark Soers werden geplant

Die Kommunalpolitik ist zum Erliegen gekommen, könnte man meinen, denn es findet in der kommenden Woche nur eine einzige Ausschuss-Sitzung statt (s. unten). Aber der Eindruck täuscht.

Was ist zu tun von seiten der Politik, wenn tatsächlich beim Bau der umstrittenen belgischen Schrottreaktoren in Tihange und Doel auch noch der falsche Stahl verbaut worden ist? Das will jetzt jedenfalls allen Ernstes die französische Atomaufsichtsbehörde ANS herausgefunden haben. Die Belgier forderten bei der Firma Areva Informationen an und schickten ihre jugendliche Pressetante vor, die verspricht, es werde alles geprüft.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/doel-und-tihange-fehlerhafte-bauteile-in-kernkraftwerken-aid-1.5981211

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Da ist es doch gut, dass NRW zufällig gerade dabei ist, 124 Millionen Euro zusätzlich für den Katastrophenschutz auszugeben. Das Innenministerium (Minister Ralf Jäger, SPD) und die kommunalen Spitzenverbände haben sich darauf geeinigt. Bis 2022 soll das Geld ausgegeben werden. Über 100 neue Löschzüge sollen davon unter anderem gekauft werden. Mit deren Hilfe soll es gelingen, Verletzte zu dekontaminieren. Na, da können wir doch beruhigt sein.

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Stadt und Region haben den Schritt zur Umwandlung in eine Digitalregion längst verpasst. Eine zweite Chance könnte es eventuell geben, weil das Land einen Wettbewerb ausgeschrieben hat für alle in NRW, die „Regionales Zentrum für die digitale Wirtschaft“ werden wollen. Für Sieger im Wettbewerb gäbe es Millionen an Zuschüssen. RWTH, IHK, Städteregion und Stadt sowie andere müssten zur Teilnahme an dem Wettbewerb anderthalb Millionen aufbringen. Das wird versucht, wird aber nicht klappen, denke ich, die Städteregion hatte z. B. zunächst nur 15.000 Euro bereitstellen wollen. Ob es bei der relativ kleinen Summe bleibt, müssen wir abwarten. Ich denke aber, dass ja. So wird wohl die zweite Chance auch wieder verpasst.

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Die Bewohner des Frankenberger Viertels tun sich schwer damit, sich an das neue Anwohnerparken zu gewöhnen. Fast jeder hat daran etwas auszusetzen. Und: Sind im Frankenberger Viertel deutlich zu viele Parkscheinautomaten aufgestellt worden? In dem Viertel gibt es für Verwaltung und Politik noch jede Menge Handlungsbedarf.

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Derweil hat ein Grüner Ratsherr am Krugenofen ein Tempo-30-Schild aufgestellt, ganz eigenmächtig. Verwaltung und Politik sind außer sich vor Entsetzen. Ich find’s natürlich eine gelungene bürgernahe Aktion, denn Tempo 30 wäre für den Krugenofen ideal, die Erlaubnis dafür vom Land NRW lässt aber schon scheußlich lange auf sich warten. Hallo in Düsseldorf, schlaft ihr?

Jetzt noch zwei Meldungen zu Bürgerinformationen, die ich für wichtig halte.

1. Das neue Hotel an der Sandkaulstraße ist fertig. Jetzt wird der

Das neue Hotel an der Sandkaulstraße ist fertig. Jetzt wird mit Bürgerbeteiligung über die Gestaltung des Sandkaulparks nachgedacht. Foto: Archiv

Das Hotel an der Sandkaulstraße ist fertig. Jetzt wird mit Bürgern über die Planung eines Sandkaulparks nachgedacht.             Foto: Archiv

angrenzende kleine Park angelegt. Leute aus der Stadtverwaltung stellen zusammen mit dem Investor des Hotelbaus die Entwürfe zur Umgestaltung und Aufwertung der Grünanlage mit Spielplatz vor. Am Dienstag, 24. Mai, um 17 Uhr in der vierten Gesamtschule könnt ihr sagen, was euch daran gefällt und was ihr daran auszusetzen habt. Die Schule ist erreichbar über den Parkplatz an der Rochusstraße.

2. Offenbar ist schon entschieden, dass Aachen einen Sportpark Soers bekommen wird. Das wusste ich nicht. (Update: gemeint sind Tivoli und das ALRV-Reitstadion, die gibt es natürlich schon lange. Auch eine Bushaltestelle „Sportpark Soers“gibt es bereits. Aber unter einem Sportpark stell ich mir etwas mehr vor.) „Wie kann der Sportpark Soers in Zukunft, wenn das Polizeipräsidium umgezogen ist, weiter entwickelt werden? Welchen Flächenbedarf haben die Sportvereine, sind Kooperationen vorstellbar, gibt es weitere Nutzungsmöglichkeiten für das Stadion?“
Diese Fragen sind mit den Bürgerinnen und Bürgern alle schon besprochen worden. Das Plangebiet der Rahmenplanung erstreckt sich zwischen Soerser Weg, Baugebiet Alter Tivoli, entlang der Straße bis zum Strangenhäuschen. Infos unter www.aachen.de/sportparksoers

Und jetzt die einzige Sitzung für diese Woche, die ich gefunden habe: Am Dienstag, 24. Mai, (ab 17 Uhr) tagt der Kinder- und Jugendausschuss in einer Sondersitzung im Raum 207/208 im Verwaltungsgebäude Mozartstraße.
Auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils steht die wirklich wichtige therapeutische Versorgung in städtischen Kindertageseinrichtungen (für behinderte Kinder), die der Landschaftsverband (LVR) nicht mehr bezahlen will (muss dann die Stadt machen und kostet 500.000 Euro).

Außerdem geht es in der Sondersitzung um einen Erfahrungsbericht zur Randzeitenbetreuung in der AWO-Kita Kalverbenden. Ein weiteres Thema der Sitzung wird ein mündlicher Bericht über die Arbeit des Teams „Streetwork“ in der Stadt Aachen sein.

Nachzulesen ist alles hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=3588

 

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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