Ab Sonntag wieder große Kunst im KuK

KuK Monschau Fotokunst

War unter anderem Schule, Unterkunft für Flüchtlinge, Teil der Stadtverwaltung und ist jetzt Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen: das KuK in Monschau. Fotos: Archiv

Morgen, Sonntag, wird es wieder eng im KuK in Monschau. Dort wird um 12 Uhr eine Fotoausstellung mit Arbeiten von Berenice Abbott (zu sehen von 16. Oktober bis  20. Dezember) eröffnet. Titel der Schau: Topographies.

„Die Welt mag keine unabhängigen Frauen. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber es ist mir auch egal.“ (Berenice Abbott, im Alter von 92 Jahren)

„Das Kunst- und Kulturzentrum in Monschau genießt überregional einen herausragenden Ruf“, weiß die örtliche Presse und zitiert die Leiterin des kleinen „Zentrums“, Nina Mika-Helfmeier. Die sagt die Wahrheit, nämlich: „. . . der Kampf um die Fördermittel wird immer härter“. Pro Jahr müssen zwischen 250.000 und 320.000 Euro an Fördermitteln und Spenden akquiriert werden, damit in Monschau im KuK große Fotokunst gezeigt werden kann.

So ist es tatsächlich ein halbes Wunder, dass in dem kleinen Eifelort immer wieder derart Hochkarätiges zu sehen ist. Jetzt also Arbeiten von Berenice Abbott. Die Spitzenleistungen der Fotokunst passen – nebenbei gesagt – auf unerklärliche Weise besonders gut zu Monschau. Vielleicht, weil die Stadt selbst ein Juwel ist, fahrt einfach mal hin, das wird euch nicht entgehen.

Sehr zu begrüßen ist, dass man sich dort spezialisiert hat. Manche wollen zwar

KuK, Monschau, Fotokunst

Inside KuK.

mehr Abwechslung: außer Fotokunst auch mal Skulpturen, mal Ölgemälde, mal Aquarelle womöglich oder Collagen und Performances sehen. Einen Gemischtwarenladen, also. Dabei ist es viel besser, sich zu konzentrieren und dann diese eine Sache besonders gut zu machen. Wer sich zerfasert, kommt ja eher selten groß raus.

Das KuK gehört der StädteRegion Aachen, mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg an der Spitze. Die StädteRegion hat natürlich andere Sorgen bezüglich der strukturschwachen Eifel als die Förderung eines „Zentrums“ für Fotokunst. Doch am Ende aller Diskussionen muss man das KuK als eine Maßnahme der Wirtschaftsförderung betrachten. Immer wieder neue, sehenswerte Ausstellungen ziehen Menschen in die Eifel, die ohne diese Ausstellungen nicht, oder vielleicht nur einmal kämen. Das KuK sollte wichtiger Bestandteil eines Tourismuskonzepts für die Eifel sein.

Zu Berenice Abbott liest man auf der Seite vom KuK:

„Ihre Erfolgsgeschichte begann sie als Porträtfotografin in Paris, und sie brachte ihr dank des Mammutprojekts Changing New York schon früh Weltruhm ein. Selbst das MoMA (in New York) als Olymp zeitgenössischer Kunst würdigte ihre Errungenschaften mit einer eigenen Retrospektive. Changing New York gilt als eines der ehrgeizigsten fotografischen Großprojekte, das jemals realisiert wurde. Zwischen 1935 und 1939 dokumentierte die studierte Bildhauerin den rasanten Wandel der amerikanischen Metropole. Dieses und ihr Gesamtwerk sind Inhalt der monografischen Werkschau, die ursprünglich für das Jeu de Paume in Paris konzipiert wurde und danach unter anderem in der kanadischen Art Gallery of Ontario zu sehen war. Nun kommt sie zu Besuch nach Monschau.“

Zum Schluss eine Buchempfehlung: Luise F. Pusch, Susanne Gretter (Hrsg.): Berühmte Frauen. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-458-16949-0.

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Monschau im Netz: Kleine Stadt mit schöner Seite

Fotos von Berenice Abbott: hier

Bericht über die Ausstellung im WDR 5: hier

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