Wald-fressender Braunkohleabbau

Die Braunkohle-Förderung hinterlässt zerstörte Landschaften. Ohne Hemmungen und unter Missachtung aller Proteste wird unsere schöne Heimat in die Öfen gesteckt und verbrannt. NRW-Heimatministerium, los, äußere dich mal dazu.

Es ist an der Zeit, mal einige deutliche Worte zum Braunkohle-Abbau in unserer Nachbarschaft (Hambacher Forst) zu verlieren. Es ist ein Thema, bei dem weite Teile der Bevölkerung mal wieder den Eindruck haben, dass die Politik sang- und klanglos über die deutlich geäußerten Forderungen und Erwartungen der Menschen hinweggeht. Das ist absolut nicht gut für eine Demokratie.

Gegen die Zerstörung:

Der Hambacher Forst in der Nähe von Aachen wird seit 1978 zunehmend gerodet, er gehört seitdem dem Energieversorger Rheinbraun bzw. RWE. Dort wird im Tagebau Braunkohle gefördert. Insbesondere seit 2012 kommt es immer wieder zu Aktionen gegen die Zerstörung des Rest-Waldes, wobei die Polizei aus Aachen sowie RWE-Mitarbeiter teilweise mit unglaublicher Härte gegen Umweltaktivisten vorgegangen sind. Das darf sich nicht wiederholen.

Auch Piraten aus Aachen haben sich dem Protest gegen den Wald-fressenden Braunkohleabbau angeschlossen. Sie sind vor Ort zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich bei den Umweltaktivisten keinesfalls um „Krawalltouristen“, „steinewerfende Krawallmachern” (RWE-Broschüre) oder gar generell um „Terroristen“ (Aussage Fr. Romina Plonsker, CDU) handelt. Die Diffamierung von hunderten friedlichen Umweltaktivisten kann nicht hingenommen werden.

Die im Tagebau abgebaute Braunkohle wird von RWE verfeuert. Dieser Vorgang schädigt in extremer Weise die Umwelt, bei der Braunkohleverbrennung entsteht von allen Stromlieferanten die größte CO2 Belastung. Wie in der Presse regelmäßig berichtet wird, sind Feinstaub-Grenzwertüberschreitungen üblich.

Ein Kuhhandel

Bereits vor einigen Monaten schlug Minsterpräsident Armin Laschet einen Kuhhandel vor. Der von RWE produzierte Braunkohle Strom solle nach Belgien exportiert werden, im Gegenzug werden Tihange und Doel abgeschaltet. Dieses Tauschangebot verdeutlicht offensichtlich im Umkehrschluss, dass der durch den Braunkohletagebau generierte Strom nicht überlebenswichtig, nicht einmal relevant ist.

Insofern halten die Piraten die nachhaltige Vernichtung des Hambacher Forsts für überflüssig. Wir fordern, dass der vor einigen Monaten erwirkte Rodungsstopp von RWE eingehalten wird und über Oktober 2018 hinaus gehen soll.

Besonders am 21.03.2018 gab es erneut “Barrikadenräumungen” durch Polizeibeamte, die im Rahmen dieser Maßnahme im Teil des von

Braunkohletagebau in unserer Nachbarschaft, das ist rücksichtslose und vollkommen überflüssige Umweltzerstörung.

AktivistInnen besetzten Gebietes Bäume gefällt haben. Die Piraten in Aachen fordern eine von beiden Seiten friedliche Herangehensweise und kritisieren die Baumfällungen und Vorgehensweisen der Polizei und von RWE Mitarbeitern im Hambacher Forst. (https://hambacherforst.org/blog/2018/03/22/baumfaellung-im-hambacher-forst-waehrend-einer-barrikadenraeumung-am-21-3-2018/)
Darüber noch hinaus verlangen die Piraten, dass der Kompromiss-Vorschlag des Gerichts umgesetzt wird, dass nämlich auf die Abholzung des jetzt noch existierenden Stück des Waldes gänzlich verzichtet wird. Die Spitzen von RWE und die Politiker von CDU/FDP und SPD werden aufgefordert, ihre starrsinnige, unflexible und rechthaberische Haltung endlich aufzugeben. Von dem ursprünglich mindestens 12.000 Hektar großen, z. T. über 1000 Jahre alten  Waldgebiet ist ohnehin nur ein Rest übrig geblieben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst )

Steril wirkende Areale

Der Braunkohletagebau hinterlässt eine lebensfeindliche, verwüstete Landschaft, die eines fernen Tages einfach mit Wasser verfüllt werden soll. Es entstünde einer der größten Seen Deutschlands. Umsiedlung der Menschen in steril wirkende ArealeLandschaftszerstörung, Bergschäden und Feinstaubbelastung schädigen Erwachsene und Kinder an Leib und Seele massiv. Davon konnten sich Piraten schon in der Vergangenheit mehrfach persönlich überzeugen. Außerdem lehnen wir das in Gewahrsam-Nehmen von Aktivist*innen gänzlich ab.

Weitere Infos:

https://www.bund-nrw.de/fileadmin/nrw/bilder/Braunkohle/2016_Feinstaub_Tagebaue.jpg
https://www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/pm10ueberschreitungen/
https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/luft/immissionen/aktuelle-luftqualitaet/

Über uebergangshymne

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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Eine Antwort zu Wald-fressender Braunkohleabbau

  1. Pingback: Piraten Forderung: Hambi bleibt – Piratenpartei Aachen

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