Gewerbegebiet Pascalstraße: ganz schön abgehängt . . .

Was ist nur beim städtischen Busunternehmen ASEAG los?

Nach der Umkrempelung der Fahrpläne (Dezember 2017) ist von Forst aus das Gewerbegebiet Pascalstraße per ÖPNV deutlich schlechter zu erreichen. Und wenn, dann sind die Fahrzeiten doppelt so lang wie zuvor. Das haben 70 Betroffene der ASEAG-Spitze im Januar auch schriftlich mitgeteilt. Mit ihren Unterschriften auf einer Liste. Auf Antwort warten sie noch heute (April 2018).

Das Aachener Gewerbegebiet Pascalstraße ist ein Vorzeige-Gewerbegebiet. Es wird ständig erweitert, dort gibt es hunderte Arbeitsplätze. Eine gute Verbindung vom Bahnhof Rothe Erde/Forst bis in die Pascalstraße hinein und zurück sollte eine Stadt wie Aachen schon noch hinkriegen. Doch jetzt ist das Gebiet von Forst/Rothe Erde aus vor allem in den Morgenstunden nicht mehr angemessen erreichbar.

Denn: Die Linie 70 wurde abgeschafft. Die ASEAG würde zwar sagen, sie wurde durch die Linie 16 ersetzt. Nur fährt die Linie 16 nicht mehr ins Gewerbegebiet,

Bushaltestelle in der Pascalstraße im Gewerbegebiet.

sondern über die Aachener Straße durch nach Walheim. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Aachen-Düren, erhielt die 70 oben erwähnten Unterschriften und schickte sie – mit einem Begleitschreiben – an die ASEAG.

In dem Schreiben des VCD an die ASEAG-Spitze heißt es unter anderem:

„Statt vier direkten Morgenverbindungen zum Gewerbegebiet mit der LINIE 70 (19 min) gibt es nur eine Verbindung mit 30 min über Kornelimünster (LINIE 55). Alle weiteren benötigen mit über 40 min mehr als die doppelte Fahrzeit.

Am Abend wurde die Anzahl der Verbindungen zurück nach Rothe Erde von 11 auf 7 reduziert, wiederum entfallen alle schnellen Verbindungen der LINIE 70.

Weitere angebotene Umsteigeverbindungen führen über den Knoten Normaluhr mit ebenfalls erheblich längeren Fahrzeiten. Der Knoten Normaluhr ist wegen der weit auseinander liegenden Haltestellen denkbar ungeeignet zum Umsteigen.“

Der Brief schließt mit dem Vorschlag, sich mal zusammenzusetzen und verschiedene Ideen, wie sich die Situation verbessern ließe, zu diskutieren.

Es ist bestimmt nicht leicht, Fahrpläne für die Stadt Aachen zu entwickeln, dabei neue Gebiete (Campus Melaten, Klinikum) mit einzubeziehen und gleichzeitig nicht mehr Geld auszugeben, als zuvor. Das muss man der ASEAG zugute halten. Wenn man das Angebot an einer Stelle erweitert, muss man es an einer anderen verknappen. Oder die Kommunalpolitiker stellen 2018 der ASEAG mehr Geld aus der Stadtkasse zur Verfügung als 2017.

Der Fall sollte im Bürgerforum verhandelt werden. Dort können die Betroffenen sich umfassend äußern und auf Nachfragen reagieren. Dazu sollte jemand von der ASEAG eingeladen werden und auch erscheinen.

Ein ähnlich dramatischer Fall wird hier geschildert. https://www.aachener-nachrichten.de/mobile/lokales/aachen/protest-im-buergerforum-fuehrt-zum-erhalt-der-bushaltestelle-1.1855631

 

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