Die nächsten Terrorpoller kommen in die Erde

Ganz schön anstrengend: Arbeiten in sengender Hitze. Am Büchel werden die nächsten Terrorpoller installiert, zwei Stück vor dem Schaufenster eines Juweliers, die bei Gelegenheit ein- und ausgefahren werden. Kaum hatte man die Erde aufgerissen, traten übrigens römische Reste zutage. Der komplette Marktbereich scheint einst von Römern besiedelt worden zu sein (s. dazu auch unten den Kommentar von Peer).

Ob die Poller im Ernstfall tatsächlich schützen, weiß kein Mensch. Sie sind auf jeden Fall Ausdruck von Angst vor Terror, Tod und Untergang. Angst, die geschürt wird, leider allzu oft von Journalisten auf Titelseiten und in großen Buchstaben. Texte zu Angst und Schrecken verkaufen sich gut.

Es ist gefährlich, wenn in einer völlig stabilen Lage Politiker und Journalisten hingehen und Leuten einreden, ihr Land gehe den Bach runter. Diese Stimmung darf man nicht verstärken, nicht in einem Land wie Deutschland, das flüchtenden Menschen wie das Paradies erscheint. Man kann ja manchmal Stimmungen, die man selbst geschürt hat, nicht mehr einfangen.

Die Kriminalität in der Bundesrepublik sinkt angeblich, Wir leben doppelt so lange wie nur wenige Generationen vor uns. Unser Einkommen ist knapp 10-mal so hoch wie 1950. Die Arbeitslosenrate ist niedriger als je zuvor nach der Wiedervereinigung.

Früher war fast nichts besser als heute. Schon gar nicht in den 1950er Jahren, wo Teile der CDU hinwollen, und in den 1930er Jahren, wo die AfD hinwill.

(In diesem Text wurden Tweets verwertet, die ihr unter @feuertinte lesen könnt.)

Über uebergangshymne

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Eine Antwort zu Die nächsten Terrorpoller kommen in die Erde

  1. Peer van Daalen schreibt:

    Unter dem Marktplatz befinden sich nicht nur 2000 Jahre alte Mauern aus der Zeit der Römer, sondern auch die Überreste der sogenannten „Stauferkeller“ aus der Zeit der Karolinger, welche man immer wieder versucht frei zu legen, was jedesmal an den Kosten gescheitert ist.

    Die römischen Wehrmauern wurden von den Karolinger im 12. Jahrhundert zu großen Teilen geschliffen und dann hatten die Karolinger die sogenannte „Aula Regia“ genau an der Stelle auf die römischen Überreste gebaut, wo sich heute das Aachener Rathaus befindet.

    Unterhalb des Marienturms des Aachener Rathauses (das ist der Turm rechts von der Rathaustreppe ) befinden sich die Überreste des Apsismauerwerks aus der Karolingerzeit.

    Gibt eine Menge Quellen und Informationen im Internet dazu.

    Beste Grüße | Peer

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