*Das ist sehr hoch geschätzt, wie zahlreiche Leser*innen mitteilten. Die meisten meinen, es waren höchstens 100.

In der prallen Sonne und in sengender Hitze hat heute die AfD auf dem Aachener Markt eine Kundgebung veranstaltet. Die Partei plant in Aachen – nach anhaltender Erfolglosigkeit – eine Neuaufstellung. Dazu kann man sagen: Wenn das so weitergeht wie heute, wird da nichts draus.
Die Polizei meint, es seien in der Spitzenzeit 260 AfD-Anhänger*innen auf dem Markt gewesen, angekündigt waren 750. Ihnen gegenüber standen – laut Polizei – 1500 Personen jeden Alters, die lautstarke protestierten. „Ganz Aachen hasst die AfD“, schallte es über den Markt. AfD-Hauptredner Maximilian Krah wird vermutlich sein eigenes Wort nicht verstanden haben, so laut war es. Bei den Protestierenden soll übrigens für ganz kurze Zeit auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen dabei gewesen sein.
Was Krah und Martin Sichert (MdB) gesagt haben? Das wissen nur wenige, AachenNews muss auf Google verweisen, auf die Berichterstattung des Kollegen Michael Klarmann und den Live-Thread von Vitus Studemund bei XTwitter. Von den örtlichen AfD-Politikern haben wir nur zwei erkannt.

Schon am Vormittag (ab 10 Uhr) hatte es im Krönungssaal des Rathaus eine Feier gegeben – anlässlich der Einbürgerung von über 400 Personen, die Deutsche geworden sind. Nach dieser Feier traf man sich auf dem Katschhof zu einem Picknick an einer langen Tafel. Bands sorgten für prima Unterhaltung.
Ein gutes Zeichen: Alle im Rat vertretenen Fraktionen machten mit (Grüne, SPD, CDU, Die Zukunft, FDP und Die Linke).
Mit Schirm konnte man es zwischen Dom und Rathaus eine Weile aushalten. Aber nicht sehr lange. Der Deutsche Wetterdienst hatte eigens Samstag eine Hitzewarnung verschickt, gültig bis Sonntag, 10. Sept., 19 Uhr.
Unterdessen meinten im Elisengarten Impfgegner und Querdenker, Aachen über die wahren Gründe für die Pandemie und das anschließende mehrmalige Massen-Impfen und den ganzen Rest aufklären zu müssen. Spoiler: Es war alles eine Inszenierung um uns (die Bevölkerung) fertig und quasi willenlos zu machen. Tja, wär das auch geklärt.
Die Herrschaften hatten den Garten zugepflastert mit Zetteln (kopierte Zeitungsartikel aus aller Welt), die wie an einer Wäscheleine hingen. Da gab es Schwurbelzeug vom Feinsten.

Der Fanatismus muss einen schon sehr heftig gepackt haben, dass man sich so eine Mühe macht wie mit dieser Ausstellung.
Derzeit kann man sich kaum vorstellen, zu was solche auf dem Holzweg befindlichen Leute alles noch in der Lage sind. Wichtigstes Merkmal ist immer wieder der feste Glaube, dass hinter allem eine geheime, nur diesen Schwurblern bekannte verbrecherische Absicht steht. Dass das, was man sieht und von Presse und Politik erklärt bekommt, nicht die Wahrheit ist. Sondern dass sich hinter dem Vorhang etwas Geheimes abspielt /s. Verschwörungstheorien.

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Etwas Musik aus den 1970er Jahren. Movistar.
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