Mit der Brücke auch 50 bis 60 Jahre Biotopentwicklung vernichtet. Und: Kahlschlag an der Bahn

Zu viele Menschen denken heute immer noch so: Hauptsache, wir haben schöne Brücken und breite Autobahnen. Und für ökonomisch und ökologisch nicht sinnvolle Einfamilienhäuser ( in späteren Zeiten dann jeweils zu groß) muss stets zuvor nicht versiegelte Fläche zur Verfügung stehen.

Aber in diesen Zeiten leben wir nun mal. Spektakulär war die Sprengung der Haarbachtalbrücke, viele hatten ihre Freude an den Bildern und Videos, die entstanden. Für Naturschützer stellen sich die Dinge etwas anders dar.

„Die Verwüstungen an der A544 sind viel größer als anfänglich gedacht“, teilte Hans Falk vom Aachener Baumschutzbund mit. Allerdings: Falk ist davon überzeugt, dass die Vernichtung sogar „viel größer als notwendig“ für eine neue Brücke ist. Die alte Brücke wurde am 30. Januar gesprengt. Dort wurden nun, weil die Autbahnbrücke erneuert werden muss, schätzungsweise 50 bis 60 Jahre Biotopentwicklung dem Erdboden gleichgemacht.

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Von dem traurigen Ende der Baumhasel an der Lütticher Straße/Ecke Hohenstaufenallee wurde hier schon oft berichtet (s. Abschied von einem Prachtexemplar). Direkt am Tag der Fällung hat es eine Neupflanzung gegeben. Der neue Baum ist so klein, man sieht ihn kaum. Ehe er den alten Baum ersetzen kann, werden Jahrzehnte vergehen.

Der alte Baum hatte den Neubau des nebenstehenden Wohnblocks (ab April 2020) nicht überlebt. Jetzt darf ein neues Bäumchen wachsen. Alle Fotos: Hans Falk

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Bei Spaziergängen steht man plötzlich vor kahlen Bahndämmen. Die Bahn hat in Aachen bis Ende Februar (ab März ist es verboten), noch gerodet. Nicht immer ist ersichtlich, wie die Bäume die Verkehrssicherheit hätten gefährden können.

Auf der Hüls gesehen.
Diesen Kahlschlag verantwortet die Deutschen Bahn.


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