Frankenberger Viertel jetzt auch als Wohnviertel bei Falken beliebt

Im Frankenberger Viertel besteht ab sofort Lebensgefahr für alle Mäuse. Der Grund: Es hat sich eine Falken-Familie in der Fassade eines Hauses in der Charlottenstraße eingenistet, und die vier Falken, die dort jetzt eine Wohngemeinschaft bilden, konnten schon beim genüßlichen Verspeisen einer Maus beobachtet werden.

Eine Falkenfamilie fühlt sich neuerdings im Frankenberger Viertel wohl. Das Appartement scheint zu gefallen, und zu essen gibt es auch genug. Fotos: Henning Brinkmann

Als die Tiere dieser Tage mal etwas lauter wurden (Streit?), erregten sie die Aufmerksamkeit von gegenüber wohnenden Menschen. Die griffen zum Fernglas und merkten: „Wir haben neue Nachbarn“. Man informierte sich im Netz über die Natur der wendigen Jäger und schickte auch gleich dem NABU eine Mail.

Der NABU Aachen engagiert sich sehr für den Schutz von Turm- und Wanderfalken im Stadtgebiet. Besonders kümmert man sich um die geschützten Greifvögel, die seit Jahren erfolgreich in den Türmen des Aachener Doms sowie an der Kirche St. Jakob brüten. Dort ist sogar manchmal eine Turmfalken-Webcam eingeschaltet.

Vier Falken sind es, die in der Charlottenstraße – von unten nicht sichtbar – eine Unterkunft gefunden haben. Ob sie sich für länger dort einquartiert habe, ob sie ausgewachsen sind oder noch ganz jung, wieviele Mäuse sie am Tag so wegfressen . . . alles unbekannt.

Fremde Welten schauen sich an: Die Menschen beobachten die Falken, und die Falken haben die Menschen im Auge.

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