Bilder erzählen die Geschichte des Kaiserplatzes

Seit einiger Zeit können Passantinnen und Passanten am Kaiserplatz 18 einen besonderen Blick in die Vergangenheit werfen: Drei großformatige historische Aufnahmen zeigen, wie sich der Platz über mehr als 70 Jahre hinweg verändert hat.

Mit der Installation wird ein Stück Aachener Geschichte mitten im Alltag erlebbar. Foto: Stadt Aachen

Die auf Aluverbundplatten gedruckten Bilder zeigen den Platz und seine Umgebung in den Jahren 1893, um 1900 sowie 1960 und machen damit die städtebauliche Entwicklung des Kaiserplatzes sichtbar.

Jonas Rohlfing von der Koordinationsstelle Kaiserplatz erklärt: Die drei Motive bleiben dauerhaft am Kaiserplatz 18 installiert. „Sie sollen nicht nur zur Verschönerung beitragen, sondern auch Anstoß geben, den Kaiserplatz als wichtigen Teil der Aachener Stadtgeschichte neu wahrzunehmen.“

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Hof in Aachen: Da geht wieder die Post ab

Aachen kann sich freuen. Vor uns liegen 3 Tage – prallvoll mit Events. Der Verein „Hofkultur Aachen“ lädt wieder zu den Hofkulturtagen ein, und die finden – wenig überraschend – im und am Hof statt. Passend zur Ebbe in euren Kassen am Monatsende sind alle Veranstaltungen ohne Eintritt – die Konzerte, eine Lesung mit Party, rollende Live-Beats der Klangkarre und der Auftritt der neugegründeten Aachener Musik-Kapelle Isjuutso (heißt: ist gut so). 

Zum Verein gehören: Milos Sous (r.) vom „Domkeller“, Virginie Crossouard, Ramón Creutzer, Jörg Stanzick, Martin Zschirnt, Illu Creutzer und Arndt Lorenz (Mitte). Ihr Ziel ist es, die Aachener Innenstadt kulturell attraktiver zu machen, Menschen durch Musik und Kultur näher zusammenzubringen. Foto: Jörg Stanzick

Die Hofkulturtage 2 starten schon heute, 26. September, mit einem Lesekonzert des ungarischen queeren Punkpoeten Mátyás Dunajcsik in der Galerie S am Hof. Die Performance in Kooperation mit der VHS wird vom Radioportal pilot.radio.fm gestreamt. Anschließend ist Party – DJs von Pilot.radio.fm legen auf.

Der Hof als Arena zwischen dem „Domkeller“ und der Krämerstraße am Aachener Dom „ist viel zu schön, um ihn nicht zu bespielen“, sagt Arndt Lorenz, Mitglied vom Hofkultur-Verein. Im vergangenen Jahr kamen zu den ersten Hofkulturtagen hunderte Menschen und hatten ihren Spaß. Weil der Zuspruch so groß war, organisierte der Verein gleich die nächsten Kulturtage. 

Am Samstag, 27. September, ab 16 Uhr werden Aachener Musiker mit Konzerten direkt auf dem Hofpflaster auftreten, also ohne große Bühne. Der Aachener Musiker Mo Yao (Christoph Moses; weltoffen, energiegeladen und unverwechselbar) beginnt am Nachmittag mit seinem Songwriter-Programm und afrikanischen Vibes, danach rollt die Klangkarre (Lorenz: „ein wildes Projekt“) mit elektronischen Loops, Gitarre und Saxophon durch den Hof. Am Abend, 19 Uhr, tritt I Finton auf – mit stimmgewaltigem Reggae und Afro-Pop aus Simbabwe.

Die Hofkulturtage 2 enden am Sonntag, 28. September, mit einem Open-Air-Auftritt der neugegründeten Aachener Kapelle Isjuutso. Ab 16 Uhr. Unter Leitung von Mikel Freialdenhoven vermischen 6 Musiker (darunter ein Bläser-Trio) Öcher Platt mit Reggae. Der Lange Mikel wird dabei auch noch ein paar Solo-Songs zum Besten geben.

Gepflegte Getränke und leckeres Essen gibt es von der umliegenden Gastronomie! Infos zu den Hofkulturtagen 2 und zu zusätzlichen Konzerten auf https://www.hofkultur.ac und https://www.instagram.com/hofkultur.ac/?hl=de

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Vortrag: Aachener GMD zwischen Kunst und Politik

Zum Hintergrund wird mitgeteilt:

Prof. Dr. Dr. Peter Raabe (1872–1945) übernahm 1920 die Stelle des Generalmusikdirektors (GMD) der Stadt Aachen. Anschließend wurde er 1935 in Berlin zum Präsidenten der Reichsmusikkammer berufen. Sein Hauptinteresse galt den großen sinfonischen Werken. Als promovierter Musikwissenschaftler veröffentlichte er zu Liszt bedeutende Schriften.

Sämtliche Sinfonien von Beethoven und Brahms besprach er taktweise in seiner Hauptschrift Werktreues Dirigieren (Edition 2026). Nur noch pro forma war Raabe Joseph Goebbels ab 1940 unterstellt, denn dieser wollte sich von dem „giftigen Kampfhahn“ trennen. Auch Raabe bat vielfach um Amtsenthebung, die ihm aber öffentlich nicht gewährt wurde. Dennoch wurde seine Haupttätigkeit als Musikwissenschaftler in den Kriegszeiten geduldet.

In den wissenschaftlichen Arbeiten von Nina Okrassa und Lutz Felbick werden Raabes Licht- und Schattenseiten aufgezeigt: Im Gegensatz zu den meisten Nationalsozialisten stand Raabe einerseits der zeitgenössischen Musik grundsätzlich positiv gegenüber. Im Städtischen Konzerthaus in der Couvenstraße führte er sogar Werke von Arnold Schönberg auf und gründete 1927 den „Verein zur Pflege Neuer Musik“ .

Nicht zufällig ist heute an dieser Stelle die von Jazzmusikern gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen (GZM) in der Klangbrücke tätig. Andererseits unterzeichnete Raabe als Präsident der Reichsmusikkammer etwa 3.000 Schriftstücke mit der Konsequenz, dass vornehmlich jüdische Musiker ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten.

Aufgrund seiner Bemühungen kam es einerseits dazu, dass der Begriff „Kulturorchester“ zum Rechtsbegriff wurde. Hier sollte vornehmlich das „hohe Kulturgut deutscher Musik“ gepflegt werden. Es war das kulturpolitische Hauptanliegen Raabes, Orchestermusiker für alle Zeiten sozial abzusichern. Andererseits kämpfte er lebenslang gegen die angeblichen Entartungen der „Niggermusikkapellen“, der angeblichen Bedrohung der deutschen Kultur. Eine soziale Absicherung für Jazzmusiker war auf der Basis dieser Denkmuster ausgeschlossen.

Die genannten Begrifflichkeiten prägten noch in der Nachkriegszeit die kulturpolitischen Strukturen. Der NS-Rechtsbegriff Kulturorchester ist bis zum heutigen Tag bei der Altersversorgung der Orchester nachweisbar.

In finanzieller Hinsicht wird mit dieser monokulturellen sinfonischen Schwerpunktsetzung in Deutschland ein weltweit einmaliger Standard gesetzt. Diesen hätte es ohne Raabe nicht gegeben. Sein weiterhin bestehender Einfluss auf die heutigen Strukturen der Musikpolitik wurde Gegenstand zahlreicher kulturpolitischer Diskussionen.

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Am Sonntag: Eine grundlegende Richtungsentscheidung. Ihr habt es in der Hand.

Es rufen diverse Einzelpersonen und Gruppen dazu auf, bei der Stichwahl (kommenden Sonntag) entweder Keupen oder Ziemons zu wählen. Die wollen wir hier nicht alle nennen. Und die kennt ihr bestimmt sowieso. Dass z. B. die FDP die Wahl des CDU-Kandidaten befürwortet, dürfte niemand überraschen.

Das Team Radentscheid nennt weder Partei noch Person, ruft nur dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Geht wählen, bleibt Sonntag nicht zu Hause sitzen. Der Sieger oder die Siegerin sollte viele Stimmen auf sich vereinen, damit er/sie später glaubhaft sagen kann: „Ich hatte eine überzeugende Mehrheit.“


Team Radentscheid teilt mit:

In der vergangenen Legislaturperiode wurden viele Schritte hin zu einer klimagerechten und fortschrittlichen Mobilität in Aachen unternommen. Die ersten positiven Effekte stellen sich ein und der Mehrwert der Mobilitätswende wird schon spürbar.

Es werden nicht nur mehr Wege mit Fuß, Rad und ÖPNV zurückgelegt, erste Straßen und Plätze haben auch mehr Grün und mehr Bäume erhalten. Es dauert jedoch länger als eine Legislaturperiode, bis die Mobilitätswende durchgreifend wirken und erfolgreich sein kann.

Deshalb ist wichtig, dass die Maßnahmen zum Ausbau der Netze für Fuß, Rad und ÖPNV und für mehr Grün konsequent und beherzt fortgeführt werden. Nach der Kommunalwahl am 14. September steht noch die Stichwahl zur/m Oberbürgermeister*in am 28. September an. Erst dann wird die genaue Zusammensetzung des Rates feststehen.

Für die Mobilitätswende in Aachen ist dies eine grundlegende Richtungsentscheidung. Wir rufen daher auf: Nehmt am 28.September nochmals euer Wahlrecht wahr und unterstützt damit die Weiterführung der Mobilitätswende.

Team Radentscheid, stellvertretend für das „Bündnis Zukunft machen“.


In diesem Bündnis arbeiten folgende Gruppen für die Mobilitätswende:

ADFC Aachen/Düren
Architects for Future Aachen
Cambio
Cradle to cradle Aachen
EineWelt Forum Aachen
Einsfünf
Esel-ac
Fahrradfreundliches Brand
Greenpeace Aachen
Health für Future Aachen
Klimaentscheid Aachen
BI Luisenhöfe Aachen
Mehr Grün Aachen
Omas for Future
Radentscheid Aachen
Recht auf Stadt Aachen
Regionale Resilienz Aachen
Runder Tisch Klimanotstand
Scientists for Future Aachen
Terre des Hommes
Uni.Urban.Mobil.
VCD Aachen-Düren

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Warum wurden Kabel beschädigt?

Am Montag (22. September) haben – so teilt die Polizei mit – Unbekannte Kabel auf der Bahnstrecke zwischen Herzogenrath und Kohlscheid beschädigt.

In den heutigen frühen Morgenstunden (23. September) sei es im Kreis Heinsberg ebenfalls zu einer Sachbeschädigung an Kabeln gekommen – und zwar im Bereich der Bahnstrecke im Stadtteil Dremmen. Ob die Taten miteinander im Zusammenhang stehen, sei momentan Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Staatsschutz der Polizei Aachen habe, so wird mitgeteilt, die Ermittlungen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Aachen aufgenommen.

Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters bzw. der Täter führen, werden unter der Rufnummer 0241-9577 35301 oder außerhalb der Bürozeiten unter der Rufnummer 0241-9577 34210 entgegengenommen. (gw)

***

Soweit die Polizeimeldung. Wir überlegen: Da hat wohl jemand gar keine Angst vor Strafe und befürchtet auch nicht, erwischt zu werden. Hinterlässt – soweit bekannt – auch keinen Hinweis, warum diese Kabel beschädigt wurden. Geht es darum, ein bisschen Unsicherheit zu verbreiten?

Kabel wurden früher schon geklaut, sie sind aus Kupfer und wertvoll. Aber „beschädigt“ bedeutet ja nicht „geklaut“ (um sie zu verkaufen). Warum wird etwas nur beschädigt?

„Zwischen Herzogenrath und Kohlscheid“, da sind frühmorgens eigentlich nicht haufenweise Prominente unterwegs, Leute wie du und ich sind auf dem Weg zur Arbeit. Bestimmt sind die Kabel schon wieder repariert, was soll also der Sinn sein von dieser Mini-Störung?

Wir sind keine Verschwörungstheoretiker, können uns aber vorstellen, dass Putin ein paar Rechts- oder Linksextreme dazu bringt, für wenige hundert Euro ein paar Kabel durchzuschneiden. Krieg ist 2025 nicht mehr unbedingt so, dass es von oben Bomben hagelt, sondern dass Menschen mürbe gemacht werden, dass das Fundament porös gemacht wird, in dem Sinne, dass die Infrastruktur schlechter funktioniert.

Es gibt hunderttausende Cyberattacken auf europäische Unternehmen, auf jedes 2. deutsche Unternehmen gibt es russische Cyberattacken, es gibt Sprengstoff an Leitungen, Kopenhagen und Oslo müssen schließen, das sickert alles in uns ein und wir haben den Eindruck, wir sind auf schwankendem Boden.

Zugegeben: Die Ankunftszeiten der Bahn haben mit der Realität meist wenig zu tun, man nimmt die ganzen Ausfälle und Verspätungen mittlerweile schon fast gleichgültig hin. Auf die neue Bahnchefin kommt einiges zu. Allerdings können, wie Lars Klingbeil sagte, die ganzen Ausfälle der Bahn sich auch zu einem Demokratieproblem auswachsen, insofern immer mehr Leute denken, „es klappt aber auch gar nichts mehr in diesem Land, ich wähl die AfD“. Was Quatsch ist, es läuft sehr, sehr viel sehr gut in Deutschland. Das sollte – nebenbei bemerkt – viel öfter mal erwähnt werden.

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Samstag: Montessori-Grundschule lädt ein

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Film und Vorträge: Wie können wir die Natur zurück ins Herz der Städte bringen?

Dieser Tage zeigten Umweltvereine in Aachen im Apollo-Kino den Film „La belle ville“. Es ist ein französischer Dokumentarfilm aus 2023 von François Marques und Manon Turina. Der Film beginnt im Paris des Jahres 2020 und zeigt diese Stadt als Betonwüste.  

Mona Saleh hat die Veranstaltung besucht und eine Art Protokoll geschrieben. Sie arbeitet mit beim Aachener Baumschutzbund. Mona beschreibt den Film und besonders die anschließenden Beiträge der Personen, die ebenfalls bei der Veranstaltung dabei waren. Sie schreibt: 

Mitten in der ersten Corona-Krise machen sich zwei junge Menschen mit der Frage nach einer lebenswerten Stadt der Zukunft rund um den Globus auf den Weg, um nach bereits bestehenden Bemühungen und Projekten zur Verbesserung der Lebensqualität in Städten zu suchen. 

Anhand der Städte Mexiko, Chicago, Brüssel, Berlin, Zürich wird gezeigt, dass vertikale Begrünung, Dachbegrünung, urban gardening, Kompostierung in den Städten und Gemeinschaftsgärten in den Städten zu mehr Lebensqualität für alle Stadtbewohner führen können. 

Die Temperaturen in den Städten können durch Begrünung effektiv gesenkt werden, die Feinstaubbelastung, die zu gesundheitlichen Schädigungen führt, kann ebenfalls reduziert werden. Durch urban gardening werden die Wege von Verbrauchern und Herstellern verkürzt, die C02-Belastung wird gesenkt. Neben dem positiven Klimaeffekt wird das urban gardening in Verbindung mit Gemeinschaftsgärten als sozialer Kontaktpunkt und Rückzugsort betont. 

Die Verbundenheit der Städter mit der Natur soll wiederbelebt werden, die Wertschätzung der Arbeit der Bauern wird hervorgehoben. Diese Arbeit der Bauern wird künftig weiterhin unerlässlich für die Versorgung der Städter sein, denn die Städte werden sich nicht autonom versorgen können. Ebenso wurde im Film das Konzept der Tiny Forests dargestellt und dessen Lernnutzen für Kitas und Schulen wurde hervorgehoben. Auch wurden kleine, private Balkongärten gezeigt und sogar private Kompostierung mitten in Paris. Die Kompostierung, d.h. die Sammlung organischer Abfälle in Städten, wurde im Film als besonders fundamental hervorgehoben. 

Im Anschluss an den Film gab es eine ca. 40-minütige Vorstellung verschiedener Umweltinitiativen Aachens und eine Diskussion mit dem Publikum.

Luisa Strehl von der Stadtverwaltung Aachen berichtete, dass es eine Verordnung für die Begrünung von Neubauten gibt, es sich bei ca. 90 Prozent der Gebäude aber um Bestandsgebäude handelt und diese davon nicht erfasst sind. Für die Begrünung gibt es von der Stadt eine Förderung, die allerdings auf maximal 8.000 Euro begrenzt ist. Diese Fördermittel würden bei weitem nicht alle abgerufen. Frau Strehl berichtete, dass bekannt ist, dass die Kommunen als Beispiele und Vorreiter mit der Begrünung der Bestandsgebäude vorangehen müssten, damit Privatpersonen nachziehen.  

Im Laufe der Veranstaltung wurde eine kurze Animation gezeigt, die die Begrünung des Vorplatzes des Aachener Bahnhofs zeigt (erstellt vom Verein „Klimanotstand“). Ebenso wurden Bilder von Dachbegrünung und von Tiny Forest gezeigt. 

Die Firma Leroy Gartenbau Teichbau Baumdienste (Würselen) stellte extensive und intensive Dachbegrünung vor. Die Begrünung ist in vielen unterschiedlichen Ausführungen möglich, es können auch Bäume auf Dächern gepflanzt werden, dies erfordert einen höheren finanziellen Aufwand hinsichtlich der Dachgestaltung, insbesondere der Statik, ist aber machbar. Frau Strehl verwies an dieser Stelle darauf, dass Dachbegrünung je nach Gestaltung, Wasser bei Starkregen (Retentionsdach) zurückhalten kann. Dies sei bereits auf kommunalen Dächern realisiert. Solche Retentionsdächer unterliegen einer besonderen Förderung.

Die Vertreterin von Tiny Forest, Petra Römisch, berichtete von der Gesamtschule Brand, wo Ende des Jahres ein Tiny Forest entstehen soll. Diese kleinen Wälder bieten den Vorteil, nur in den ersten 1 bis 2 Jahren gepflegt werden zu müssen, danach können sie sich selbst überlassen werden. Die Tiny Forests sollen vor allem auch Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Natur ermöglichen. Der Begriff ist übrigens eine geschützte Marke, die die Niederländer aus Indien nach Europa brachten.  

Urban gardening wurde von Petra Ferreira vorgestellt. Dazu gibt es das temporäre Projekt „Am Büchel“, ein weiteres Projekt gibt es im Jakobsviertel u. a. mit Gemeinschaftsfläche.  

Im Lauf der Veranstaltung gab es noch einen Vortrag speziell über Bäume. Die nehmen C02 auf und geben Sauerstoff ab, sie tragen somit zur Gesundheit der Stadtbevölkerung bei. Ältere Bäume können ungefähr das 10-fache eines jungen Baumes an C02 aufnehmen. Außerdem dienen sie der Feinstaubfilterung und Verdunstung in der Stadt. 

Der Erhalt des Baumbestandes ist besonders wichtig, weil gerade auch in Aachen zu beobachten ist, dass es ca. 40 Neupflanzungen auf 100 Fällungen gibt, der Bestand also de facto sinkt. Dies kann und sollte auch im Kontext der Hitzewellen in Städten gesehen werden. In der EU/Europa gibt es angeblich per anno ca. 22.00 Verkehrstote und ca. 42.000 Hitzetote. 

Gerade zum Thema Baumfällungen kamen schließlich auch Wortmeldungen aus dem Publikum, die Fällungen am Klinikum erregten die Gemüter. 

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Die Lokalzeit vom WDR lädt ein

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Ist der Türelüre-Lißje-Brunnen noch angemessen?

Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Wovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß
Haue die Schelme va Jonge jeddooe
Haue dat Kengsche net pesse losse jooeh
Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Dovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß

In diesem beliebten Aachener Liedchen wird erzählt, dass ein Mädchen, das dringend mal muss (auf die Toilette), von ein paar Jungen daran gehindert wird. Sie fassen sich an den Händen, sie bilden einen Kreis, das Mädchen sitzt fest. Die Jungs amüsieren sich darüber, dass die Kleine sich in et Böksje pinkelt, sie kann ja nicht weg.

Diesem supertollen Spaß hat man – passend zum Liedchen – in Aachen auch ein Denkmal gesetzt. Man sieht: Die Jungen lachen, freuen sich, das Mädchen schaut eher eingeschüchtert.

Das Mädchen sitzt fest, pinkelt sich in die Hose (in et Böksje), die Jungen amüsieren sich.

In Aachen gibt es weitere Brunnen, die Kinder darstellen. Zum Beispiel Doemjrof, Printenmädchen, Eselreiterin und Stelzenjungen. Süß und verspielt sind diese Kinder dargestellt, keine Frage, das gefällt und wird gerne angeschaut.

Aber: In Aachen könnte man im Kinder- und Jugendausschuss (KJA) ja mal darüber diskutieren, ob man diesen Türelüre-Lißje-Brunnen behalten muss, wenn die Klappergasse (Klapperjaaß), wo sich der Bunnen befindet, komplett umgebaut wird, in eine Art Spielstraße übrigens.

Es könnte ja sein, dass man am Ende sogar meint, ja, diesen Brunnen finden wir als kinder- und jugendpolitische Sprecher unserer Fraktionen in Ordnung, erhaltenswert, der muss in der Klappergasse bleiben. Kann ja sein. – Nur diese Diskussion direkt abzuwürgen mit der Begründung, über diese Frage müsse in dem Ausschuss diskutierte werden, der über den Umbau der Klappergasse entscheiden werde, das befremdet. Ist aber so geschehen in der jüngsten Sitzung des KJA. Keine Diskussion über den Türelüre-Lißje-Brunnen im KJA (Vorsitzende: Hilde Scheidt) erwünscht.

Die Darstellung von (kleinen) Kindern im öffentlichen Raum ist nicht Sache des KJA?

Das kann man auch anders sehen.

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Unter dem Asphalt kein Platz mehr frei

Wahllos ein Schuss in eine Aachener Baustelle hinein. So sieht es unter Aachens Straßen aus, in der Mitte der Straße wie auch am Rande. Hunderte von Kilometern Rohre, Rohre, Rohre verlegt, die meisten viel dicker als die hier abgebildeten.

Wie sollen da Bäume wachsen? Man muss zugeben: Die Forderung, in Aachen mehr Bäume zu pflanzen, 10.000 Stück wie vor Jahren leichtfertig gesagt, ist schnell erhoben. Tatsächlich ist es aber fast überall unmöglich. Die traurige Wahrheit ist: Wir werden langfristig mit und in einer baumlosen Stadt wohnen müssen und sollten uns darauf einstellen.

(Das ist eine pessimistische Einschätzung der Lage, die bei AachenNews nicht von jedem geteilt wird.)

In der Theaterstraße.
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