Heute in Forst: Neue Wohnanlage zu besichtigen

Die Wohnungsnot zwingt zu Reaktionen: Wohnanlagen werden da gebaut, wo es früher Brachen und Freiflächen gab, zum Beispiel in Rothe Erde.

Heute, von 12 bis 16 Uhr, ist die neue Wohnanlage in Aachen (Rothe Erde) zu besichtigen. Es gibt ein Nachbarschaftsfest mit Speis und Trank – spendiert vom Investor. Die Anlage wird einmal etwa 700 Menschen eine neue Unterkunft bieten.

Schon gestern (Freitag, 13. 10.) strömten die neuen Mieter in Scharen zum Eisenbahnweg, sie konnten den neuen Kindergarten und eine Musterwohnung besichtigen. Beides macht wirklich einen guten Eindruck. Im Gespräch mit

Blick in die neue Kita, Betreiber ist die AWO. Zum Quartier „Guter Freund“ gehört auch eine Tagespflege-Einrichtung.

neuen Mietern, die ihre alten Wohnungen in der Stadt räumen um Bewohner vom Stadtteil Forst zu werden, war zu erfahren, dass alle einen Wohnberechtigungsschein vorweisen mussten. Das ist gar nicht so schwierig, wie ich immer dachte. Ein mittleres Gehalt reicht aus und der Schein kann beantragt werden.  Infos dazu gibt es im Netz haufenweise.

Die Musterwohnung, übrigens komplett und elegant eingerichtet von Mathes, ist 82 Quadratmeter groß. Es gibt aber auch diverse kleine Wohnungen, die jedoch nicht besichtigt werden können. Dem Vernehmen nach ist alles vermietet, allein die Penthäuser sind

Diese Wohnung kann heute noch besichtigt werden. Sie ist in natura cooler, als der Plan vermuten lässt.

noch zu haben. Allerdings: Nachfragen hilft vermutlich weiter, bei der Masse von Mietern springt immer mal der ein oder andere ab.

Die „Quartier Guter Freund“ genannte Anlage sollte eigentlich bereits fertig und bezogen sein. Aber – wie bei Großprojekten üblich – verzögert sich  die Fertigstellung bis März, so wurde mitgeteilt. Sogar gestern – am ersten Tag des Nachbarschaftsfestes – wurde noch im Innenhof gearbeitet.

***

Ein ganz neuer Stadtteil soll einmal am Rande von Aachen-Richterich entstehen –  für angeblich 3000 Menschen. Zu diesem „Richterlicher Dell“ genannten Gebiet teilt die Stadtverwaltung mit:

„Im Rahmen der Planung des Neubaugebiets Richtericher Dell finden in Kürze Bodenuntersuchungen statt. Dabei geht um den Trassenverlauf der vorgesehenen Ortsumgehungsstraße, die das Wohngebiet zukünftig erschließen soll. Die Untersuchungen werden zunächst vom Kampfmittelräumdienst und anschließend von einer archäologischen Fachfirma vorgenommen. Für die Arbeiten werden circa alle 100 Meter sogenannte Sondageflächen von etwa 250 Quadratmetern angelegt und entsprechend abgesteckt. Der Zeitpunkt der Arbeiten ist im Vorfeld mit den betroffenen Landwirten, die die Flächen bewirtschaften, abgestimmt worden, sodass möglichst keine Ernteausfälle entstehen. Die weitere Untersuchung der restlichen Flächen der geplanten Trasse steht voraussichtlich in 2018 an.“

Die Stadt weist darauf hin, dass es sich hierbei um einen standardmäßigen Arbeitsschritt im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens handelt, der noch nicht den Beginn der Straßenbauarbeiten bedeutet.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Rosskastanie verschwindet aus dem Straßenbild

So braun sollten die Kastanien (hier: Karmeliterstraße) um diese Jahreszeit noch nicht sein. Diese Bäume sind von einer Motte befallen.

Von gut 2000 Rosskastanienbäumen werden sich die Aachener in Kürze verabschieden müssen. Sie werden die nächsten 1, 2 oder 3 Jahre nicht überstehen. Der Grund: Die Raupen der Miniermotte schädigen die Blätter. Weil dann die so geschwächten Bäume für Pilze und andere Beschädigungen keine Widerstandskraft mehr haben, werden sie eingehen. Ihre Blätter werden  zu früh im Jahr braun und fallen ab.

In erste Linie weißblühende Kastanien bevorzugt die Miniermotte, die aus wärmeren Gefilden (Balkan) seit den 1980er Jahren zu uns kommt und sich wegen der Klimaerwärmung jetzt in unseren Breitengraden wohl fühlt. 2000, das seien nur die Bäume im öffentlichen Raum, für deren Pflege und Standfestigkeit die Stadtverwaltung zuständig ist, wurde jüngst den Politikern mitgeteilt. Die Bäume in privaten Gärten seien noch nicht mitgezählt.

Esskastanien sind von der Plage nicht betroffen. Die sollen überall da gepflanzt werden, wo die kranken weißblühenden Kastanien wegen Baufälligkeit gefällt werden müssen. Rettungsaktionen seien übrigens zu aufwendig und viel zu teuer, meinten die Sachverständigen.

Mehr Infos: Rosskastanienminiermotte

und: „Stadtbetrieb schlägt Alarm“, Aachener Nachrichten

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Am Morgen nach der Wahl: Katerstimmung

Groß und voller Reize steht nach diesem Wahlergebnis vor mir die Möglichkeit, mich gänzlich aus der Politik zurückzuziehen, aus jeglicher Politik, und einfach unpolitisch zu werden. Aus, Ende, vorbei, macht doch euren Scheiß allein.

Montags geht’s dann nicht mehr zu Fraktionssitzungen, sondern zu den Konzerten im Domkeller, beispielsweise. Und an den Tagen, wo der „Arbeitskreis Kommunal“ stattfindet, könnte ich auch was Besseres machen. Warum nicht wieder jede Menge Ausstellungen besuchen und über Kunst schreiben, quasi ausschließlich über Kunst?

Privaten Mythologien von selbstverliebten Künstlern nachjagen? Toll! Nicht?

Die in langen Jahren mühsam hergerichtete, so schöne Republik den alten Männern aus Sachsen überlassen? Dem Gauland (76), der „Frau Merkel jagen“ will, so uncharmant ist ja noch nie einer dahergekommen. Unerhört. Ich höre mich allen Ernstes sagen, dass ich dem Gauland einen baldigen Herzinfarkt wünsche, und ich erschrecke mich über mich selbst.

Na ja, gerade alte Männer leben nicht ewig. Und neigen zu Rechthaberei und

Piraten bei der Präsentation der Wahlergebnisse im Aachener Rathaus, sehr nachdenklich: Marc Teuku, Udo Pütz, Matthias Achilles (v. l.)

Streit und müssen spätestens um 22.30 Uhr ins Bett. Warum widme ich nicht einfach den Nichten und ihrem Anhang mehr Aufmerksamkeit, alle unter 30 Jahre alt und weit weg von der AfD? Und beobachte deren zauberhaften Nachwuchs im Tierpark, ganz unpolitisch?

„Die Willy Brandt Statue sieht wirklich bescheuert aus . . . .  Jedes Mal erschrecke ich mich“, simst ein Freund (vom Fernsehsessel aus ins Rathaus) und ich muss lachen. „Männlein, wenn unsere Probleme von diesem Kaliber wären, wären wir weit genug . . . . „.  0,374 Prozent bundesweit für die Piratenpartei, da möchte man doch alles hinschmeißen und sich fortan von Politik fernhalten. 0,5 Prozent waren das Ziel.

Mich erschrecken hier in Aachen die knapp 20 Prozent AfD-Wähler vom Eisenbahnweg. Obwohl: Deren Interessen waren regierenden CDU- und SPD-Polit-Profis in den letzten Jahren von Herzen egal. Da muss man sich nicht wundern. Diese Leute wollen einfach mal sagen: „Hallo? Wir sind auch noch da. Und uns geht’s richtig schlecht.“

Was also tun? Sich über das Wahlergebnis ärgern und nachts nicht schlafen?

Oder an Michel Foucault denken: Wo Macht ist, da ist auch Gegenmacht. So folge ich vorerst mal der Twitter-Aktion „Ich bin #87Prozent“ Das motiviert.

 

Nicht unflott: Kabarettist Wilfried Schmickler nach der Wahl 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Kommunalpolitik mit wichtigen Themen

Abrissarbeiten legen den Blick (vom Stadttheater aus) auf eine Häuserzeile in der Elisabethstraße frei. Dort wird demnächst das neue Motel One eröffnet, wie auf dem Bauzaun zu lesen ist.

Außer dem Wahlkampf und dem „September Special“ mit seinen 2 geradezu sensationellen Höhepunkten am vergangenen Samstag findet in Aachen auch noch die normale Kommunalpolitik statt. Und die ist spannend wie eh und je.

Aachens Kommunalpolitiker treffen sich zu 7 Sitzungen, von denen hier 3 erwähnt werden sollen. Zunächst der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss am morgigen Dienstag, 19. September, ab 17 Uhr (Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße).

Standzeiten für Wochenmärkte überprüft

Die Märkte sind wichtig für die Nahversorgung der Anwohner, und sie sind  Kommunikations- und Treffpunkte für die Menschen in einer Stadt, sie sorgen für Leben auf den Plätzen. Die Stadtverwaltung hat bei den Händlern der elf Wochenmärkte (in Stadt und Stadtbezirken samt Rothe Erde und Frankenberger Viertel) nachgefragt, ob diese Händler nicht – damit Berufstätige auch auf den Märkten einkaufen können – Lust hätten, ein bisschen länger zu arbeiten. Hatten die Märkte-Beschicker in ihrer überragenden Mehrheit aber nicht. Schade finde ich das.

Neuvergabe der Werberechte

Die Rechte für 16 leuchtende Riesenwerbetafeln an Aachens Straßen werden neu vergeben. Die Stadtverwaltung hat den auslaufenden Vertrag gekündigt. Mit anderen Worten: Die 16 hinterleuchteten City-Light-Boards werden (im Mai 2018) abgebaut und ein neuer Anbieter darf dann 16 neue Tafeln aufbauen (wo genau ist noch unklar) und dort Werbung zeigen. Auf den Tafeln soll – das ist Bedingungen zur Teilnahme an der Ausschreibung – die Stadt weiterhin ihre eigenen Veranstaltungen, Museen, Serviceangebote bewerben dürfen. Diese Eigenwerbung ergebe einen Mediawert von 300.000 Euro, teilt die Verwaltung mit.

Zudem will die Stadt möglichst mehr (leicht verdientes) Geld als bisher aus der Pacht ziehen, mindestens aber 62.000 Euro p. a. wie bisher und auch sonst noch einiges zusätzliche. In der Vorlage steht: „Das Angebot ist vom Bieter für eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren abzugeben.“ Vorbildliche Pflege und gute gestalterische Qualität der Anlagen werden ebenfalls vorausgesetzt.

 ***

Schutz vor Terrorattacken

Der Rat der Stadt trifft sich am Mittwoch, 20. September, ab 17 Uhr im Ratssaal. Zu 22 Tagesordnungspunkten ist die Öffentlichkeit zugelassen, der Rest findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, meist weil private Angelegenheiten von Privatleuten verhandelt werden müssen.

Die „Revitalisierung des Neuen Kurhauses“ an der Monheimsallee wird deutlich teurer als geplant. Nachträglich müssen jetzt knapp 2 Millionen Euro genehmigt werden. Weil unter anderem Asbest gefunden wurde, und: „Im Entrée-Bereich

Der Abriss des Kinos (s. o.) mitsamt seiner außergewöhnlichen Fassade konnte nicht verhindert werden, der Schriftzug wurde unterdessen in die Kirche St. Elisabeth gebracht, die jetzt ein Digital HUB ist.

wurden Wandmalereien entdeckt und festgestellt, dass die Säulen unter dicken Anstrichen aus Marmor sind. Auflage des Denkmalschutzes und des LVR ist die fachgerechte Sanierung dieser Originalteile.“

Zwei neue Anwohnerparkzonen (Elsa-Brandström-Straße, Alkuinstraße) im Umfeld Krefelder Straße werden eingerichtet. Diesbezüglich hatten sich noch jüngst in der Sitzung der Bezirksvertretung die Anwohner uneinig gezeigt, was die Einrichtung der Zonen betrifft. Die einen wollten sie haben, die anderen hielten sie für überflüssig. Inzwischen soll man sich geeinigt haben. Gottseidank.

Sodann gibt der Oberbürgermeister auf Wunsch der Grünen Auskunft über seine Fahrt nach Berlin zum „Diesel-Gipfel“.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt ist der 14., Thema Breitbandförderung. Der Rat und die Verwaltung haben endlich, endlich gemerkt, dass der digitale Wandel und seine Infrastruktur eine Herausforderung bilden. Und. . . mir kommen die Tränen . . .  man hat auch folgendes mitbekommen (nur 20 Jahre nach Einführung des Internet in jeden Haushalt, so schnell): „Der Datentransport wird sich exponentiell und mit dynamischen Zuwächsen fortentwickeln.“

Bitte lest den Antrag und bildet euch ein Urteil über das, was geplant ist. Die Stadt Aachen will aus ihrer Kasse etwa 800.000 Euro investieren. Ein Vielfaches wäre längst angemessen, wenn man bedenkt, welche verhängnisvollen  Konsequenzen ein Zurückbleiben hinter einer wichtigen technischen Entwicklung für die Zukunft der Menschen hat.

Update: Hier ein Link zum lesenswerten Blogpost von Marc Teuku, der beschreibt, wie es ihm mit seinem (und Michael Sahms) Antrag zu eSports  in der „Wissenschaftsstadt“ Aachen erging, bisher)  Und auch Navel Brush hat auf Facebook dazu eine interessante Diskussion geführt.

Zuletzt sei hier aus dem Rat der Tagesordnungspunkt 22 erwähnt: eine Entscheidung „zum Einbau von Lkw-Sperren zum Schutz vor Terrorattacken im Pfalzbezirk der Aachener Innenstadt“. 300.000 Euro werden zur Verfügung gestellt für so genannte Pilomaten (gibt es bereits vor der Synagoge) . Keine schlechte Maßnahme.

Die Extra-Poller werden installiert an den Standorten: Jakobstraße/Judengasse, Markt-Büchel/Rethelstraße, Großkölnstraße, Ursulinerstraße/Buchkremerstraße.

***

Förderung des eSports

Im Haus Löwenstein am Markt trifft sich (Do., 21. 09.) um 17 Uhr der Sportausschuss. Dort geht es um die Förderung des eSports in Aachen. Den Antrag der Aachener Piraten findet ihr hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=17064

Die Verwaltung hat ein Gremium gefunden, das meint, eSport sei kein Sport und schreibt:  „Der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erklärt zu der Frage, ob eSport Sport im rechtlichen Sinne ist, dass es sich bei eSport nicht um Sport handelt, da eine „die Sportart bestimmende motorische Aktivität fehlt“. Dem schließt sich die Stadtverwaltung SELBSTVERSTÄNDLICH eilfertig an. Und der Rat in seiner Mehrheit höchstwahrscheinlich ebenfalls. Krass. Und was ist mit Schach und Schießen? Auch kein Sport?

In dem Ausschuss geht es weiter um: die Sanierung des Kunstrasens, die Erneuerung des Einfriedungs- und Ballfangzauns sowie der Trainingsbeleuchtungsanlage der Sportplatzanlage Halfenstraße und die Sanitäranlagen im Ludwig-Kuhnen-Stadion.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Gespräch: Wolfgang Becker und Josef Stöhr im Ludwig Forum

Die verschwundenen Bilder von Klaus Paier  sind unter anderem Thema beim Künstlergespräch im Ludwig Forum.

Josef Stöhr, Partner in Kunst und Leben von Klaus Paier, spricht mit Dr. Wolfgang Becker, Gründungsdirektor des Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen über seine Zeit in Aachen. Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Im Jahr 1978 lernten sich Klaus Paier und Josef Stöhr kennen. Gemeinsam begannen sie, in nächtlichen Aktionen illegal ihre Kommentare zur Gesellschaft auf die Wände Aachens zu bringen.

Im Gegensatz zu den politisch sehr aufgeladenen Motiven Paiers griff Stöhr auf humorvolle, leichte Weise vor allem Alltagsthemen seiner Generation auf.

Ab dem 22. September ist bis zum 1. Oktober der neue Kunstfilm „Schmucki 3“ von Josef Stöhr in der Ausstellung „Optische Schreie. Der Aachener Wandmaler Klaus Paier“ zu sehen.

Das Künstlergespräch, zu dem wieder jede Menge Menschen ins Forum strömen werden, findet statt am Donnerstag,  21. September. Beginn ist um 18.30 Uhr. Ort: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97-109,

Der Eintritt ist frei.

Die Streetart-Experten Regina und Dieter Weinkauf vor einem der wenigen erhaltenen Werke des Aachener Wandmalers in der Aachener Innenstadt. Den beiden verdankt die Nachwelt eine umfangreiche Dokumentation der oft von Behörden-Mitarbeitern mutwillig zerstörten Werke.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Sturm über Aachen

Styroporblöcke sind federleicht und eine fette Beute für jeden Sturm.

Letzte Nacht ist der erste Herbststurm über Aachen hinweggefegt und hat an allem gerüttelt, was nicht fest angebunden war. Türen flogen zu und Fenster kippten plötzlich auf und wieder zu. Mit den Styroporblöcken der Großbaustelle in Forst hatte der Wind leichtes Spiel: Er fegte alles auf die gegenüberliegende Straßenseite. Beschädigt wurde – nach erstem Draufschauen – nichts und niemand. Die Feuerwehr rast indessen mit tatütata die Trierer Straße hoch.

Wer Gedichte mag, der denkt jetzt an Rilke „Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß….“ oder so. Hier nachzulesen.

Unterdessen schreibt Herr Schulz der Frau Merkel einen Brief, wie komisch, man fühlt sich 25 Jahre zurückversetzt, als es noch keine Mails gab. Die SPD wird bei der Wahl am 24. 09. wohl nicht mal auf 20 Prozent kommen.

Dort sind einige kluge Ex-Piraten eingetreten, und ich wundere mich, dass sie im Wahlkampf bei der SPD nicht in die 1. Reihe gestellt wurden. In Aachen konnte Pirat Matthias Achilles bei einer Diskussion in der Citykirche sich gegen die anderen Bundestagskandidaten gut behaupten. Läuft.

Update: Vorsicht in der Nähe von BÄUMEN

Wegen des aktuell starken Windes bittet die Abteilung Baumpflege des Aachener Stadtbetriebs um besondere Vorsicht in der Nähe von Bäumen und in Waldbereichen. Der Aachener Stadtbetrieb hatte am Mittwoch (13.09.) schon viele Einsätze und musste große Mengen von Ästen und Zweigen von Straßen und Wegen räumen. Obwohl der Wind aktuell gar nicht so stark ist, führt die Kombination von Wind mit dem durch die starken Regenfälle aufgeweichten Boden und die noch voll belaubten Bäume dazu, dass vermehrt Äste herab fallen und unter Umständen Menschen oder Gegenstände treffen und verletzen bzw. beschädigen. Das teilt das Presseamt der Stadt mit.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Großes Interesse an bisher wenig bekanntem Kirchengebäude

Die Fotos zeigen das Innere der Kirche St. Bonifatius in der Mataréstraße in Aachen. Architekt: Professor Rudolf Schwarz, Fenster: Maria Katzgrau.

Die Kirche steht seit 2015 unter Denkmalschutz. Sie war zum „Tag des Denkmals“ geöffnet, es gab an zwei Tagen drei gut besuchte, sachkundige Führungen mit Monika Krücken von der Stadt Aachen.

Von außen sieht die Kirche geradezu unscheinbar und eher klein aus. Sie steht versteckt hinter Bäumen. Es gibt im Viertel lebende Menschen, die bis zum „Tag des Denkmals“ nicht wussten, was sich da in ihrer Nachbarschaft für ein außergewöhnliches Bauwerk befindet.  Und: In der Kirche gibt es Bilder, die gar nicht zu dem Gebäude passen. Darüber muss man meiner Meinung nach hinwegsehen. Die Gottesdienstbesucher und der Pfarrer sind schließlich keine Kenner  moderner Kunst.

Pfarrer in der Kirche ist seit gut 50 Jahren ein jetzt über 90 Jahre alter Geistlicher. Er ist zwar noch sehr fit und kann lebendig davon erzählen, wie das war, als die Kirche in den 50er Jahren errichtet wurde, wie es nach der Fertigstellung reinregnete usw, aber er sagt selbst: „Wenn ich mal nicht mehr bin, dann wird es hier keine Gottesdienste mehr geben.“

Verwundert und erfreut registrierte er das große Interesse an „seiner“ Kirche. Was also wird aus dem Bauwerk? Wer wird es einmal kaufen, wer wird es nutzen?

Alle Fotos: Henning Brinkmann

Zum Weiterlesen: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/kirche-st-bonifatius-ein-lichtberg-im-schattendasein-1.1711828

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Komm zum Nachbarschaftsfest! Schau dir mal St. Bonifatius an!

In der Mataréstraße zu besichtigen: eine Montessori-Schule, ein spektakuläres Kirchengebäude, eine zauberhafte Wohnanlage und ein innovatives Wohnprojekt. Wann? Am kommenden Wochenende. Save the date.

Die Mataréstraße feiert am kommenden Wochenende ein Nachbarschaftsfest. Vermutlich ist es das erste Nachbarschaftsfest überhaupt – in der Geschichte der Straße.

Interessant ist für Menschen, die außerhalb wohnen: Am kommenden Wochenende ist zusätzlich der Innenraum der Kirche St. Bonifatius  zu besichtigen. Diese Kirche wurde von dem weltberühmten 50er-Jahre-Architekten Rudolf Schwarz entworfen und errichtet. Sie ist tatsächlich sehenswert (wenn man – wie ich – der Architektur der 50er Jahre etwas abgewinnen kann).

Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. September, ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Das Motto dieses Tages lautet eigentlich „Macht und

37 Denkmale sind in einem dicken Heft erwähnt. Die Bauten und Orte können am kommenden Wochenende besichtigt werden. Das Heft gibt es im Büro im Elisenbrunnen.

Pracht“. Das kann natürlich niemals das Motto einer 50er-Jahre-Kirche sein, denn von den widerlichen architektonischen Macht-Protzereien der Nazizeit wollte man sich unbedingt unterscheiden. Leichtigkeit und Transparenz sollte ein Gebäude ausstrahlen, und das ist den damaligen Architekten oft gelungen, so auch in der Mataréstraße. Freiwillig habe sogar ich mehrere Gottesdienste in St. Bonifatius und nichtssagende Predigten über mich ergehen lassen, nur um in dem lichtdurchfluteten Raum zu stehen und infolge intensiver, schöner Lichteinwirkung eine Art Glücksgefühl zu erleben. Ja, klingt albern, ist aber wahr.

Die sympathische Monika Krücken, in der Stadtverwaltung für die Denkmäler zuständig, wird uns höchstselbst durch St. Bonifatius führen. Am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 13 und um 16 Uhr. (Die Kirche ist übrigens auch gut geeignet als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Falls Professor Dr. Wolfgang Becker oder Karl von Monschau ausgelastet sind, schwinge ich mich am Ende noch selbst auf und werde Ausstellungsmacherin.)

Scherz beiseite, das Nachbarschaftsfest will noch angekündigt werden: Es findet statt am Samstag von 14 bis 18 Uhr. Die ganze Straße macht mit.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conrad  (CDU) eröffnet es auf dem Platz vor der Kirche, wo gleich nach der Eröffnung erst mal interkulturell und inklusiv zusammen gesungen wird (Mitsingen-Aktion). Es gibt allerlei Spiele und Infos,  und um 17 Uhr singen wieder alle zusammen. Gleichzeitig gibt es ein kleines Programm auf dem Schulgelände der Montessori-Grundschule und einen Nachbarschaftsverzäll mit den Bewohnern vom Wohnprojekt LebensWeGe, Mataréstraße 14.

So ein Wohnprojekt ist eine gute Sache für alle, die nicht allein leben wollen, sondern gern von morgens früh bis abends spät Menschen um sich haben. Es muss nämlich nicht die eigene Familie sein, mit der man seine verbliebene Lebenszeit verbringt. Manchmal ist es mit anderen Leuten besser.

Es gibt ein Parkhaus. Bitte am Samstag nicht mit dem Auto in die Mataréstraße fahren, danke.

Krasse Straße in Forst.

Es wird übrigens eine Fahrradtour zu den Denkmälern angeboten. Motto: „Vergangene Macht und Pracht im Aachener Stadtbild“. Hier klicken

Und wo wir schon mal in Forst/Rothe Erde sind: Hier eine Ansicht der neuen Aachener Wohngebäude-Anlage „Guter Freund“ (Innenhof):

Und von außen auf den Teil, vor dem (links hoch) noch eine neue Straße gebaut wird:

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die Zweitstimme ist die wichtigere Stimme

Briefwahlzettel für Wahlkreis 87 Aachen 1. Falls ihr noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen habt, meldet euch im Wahlamt, Telefon: 432/1609 in Aachen. Per Mail ist das Amt unter wahlen@mail.aachen.de erreichbar.

Zum Sonntag ein paar Infos an die geneigte Leserschaft: Ihr müsstet mittlerweile alle eure Wahlbenachrichtigung bekommen haben (außer diejenigen, die im Ausland wohnen). Die Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis (oder den Reisepass) müsst ihr am 24. September mit ins Wahllokal bringen.

Zum Wählen müsst ihr mindestens 18 sein, seit mindestens 3 Monaten in D

Der Kaiserplatz entwickelt sich zu einem Blumengarten. Wahnsinn.

wohnen und am Stichtag 13. August in Aachen mit Hauptwohnung gemeldet sein. Die Adresse von eurem Wahllokal steht auf der Wahlbenachrichtigung.

Weiter teilt die Stadtverwaltung mit: „Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal gehen kann, hat die Möglichkeit, durch Briefwahl zu wählen. Ein Antragsvordruck befindet sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung.

Außerdem kann die Briefwahl bei FB 01/Wahlen oder in einem der Bezirksämter persönlich oder schriftlich beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Fax oder E-Mail als gewahrt. Zusätzlich können die Unterlagen ab Dienstag, 22. August, auch online angefordert werden.

Der Bereich Wahlen ist im Verwaltungsgebäude Blücherplatz Bereich Wahlen, Blücherplatz 43, 1. Etage, untergebracht. Dort sowie in den Verwaltungsstellen

Die neue Wohnanlage in Rothe Erde wird immer schöner. Hunderte Menschen müssen Wohnungen bekommen. Das ist keine leichte Aufgabe, aber es ist zu schaffen.

der Bezirksämter sind ab sofort Briefwahlstellen eingerichtet; dort kann die Briefwahl auch direkt vor Ort durchgeführt werden.“

Jede/r  hat zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird über das Direktmandat des Wahlkreises entschieden. Acht Direktkandidatinnen und -kandidaten stellen sich in Aachen zur Wahl. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Zweitstimme ist die wichtigere Stimme.

Insgesamt sind in Aachen rund 177 000 Menschen wahlberechtigt. Mehr Infos unter www.aachen.de/wahlen

Ansonsten sieht man sich vielleicht heute beim Fest im Frankenberger Viertel. Schon gestern war es dort auf dem Mittelstreifen der Oppenhoffallee sehr gemütlich (s. unten). Es gab prima Musik (Name der Band leider entfallen). Heute findet dort ein Flohmarkt statt. (Foto: Henning Brinkmann)

Ach so, Name der Band wieder eingefallen. Deshalb hier noch ein Musiktipp: https://www.youtube.com/watch?v=08Sqp1jsrBQ

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Holzgraben: Esprit ist raus, e.Go will rein

Sinnvolle – aber offensichtlich nur kurzfristige – Nutzung eines leerstehenden Gebäudes am Holzgraben in Aachen.

Neues tut sich am Holzgraben, wo die Filiale eines internationalen Modekonzerns (Esprit, Sitz in Pembroke, Bermuda) erwartungsgemäß gescheitert ist und Räume frei geworden sind.

Ein Design Café wird dort demnächst eröffnet, wie selbst im schnellen Vorbeigehen nicht zu übersehen ist, und das an der RWTH Aachen entwickelte Wägelchen namens e.Go soll man wohl dort besichtigen können. Dass da erst das Kino platt gemacht wurde und dann diese Modekette eingezogen ist, muss man bedauern. Dass aber in leerstehende Räume kurzfristig andere einziehen und einen Pop-up-Verkauf starten können, das ist eine gute Sache. (Was das Kino betrifft, so lest bitte unbedingt diesen interessanten, kurzweiligen Text zum Thema: Logenplatz beim Kinosterben )

Auch in der Kleinmarschierstraße (Räume: ehemals Brot-Schneider) ist ein Pop-up-Café mit Verkauf von 50er-Jahre Klamotten und Möbeln eingezogen. „Gute Geschäfte“ wünsche ich allen, die etwas derartiges versuchen. Der Neue Aachener Kunstverein (NAK) hat übrigens vor vielen Jahren genau so angefangen, dass nämlich Karl von Monschau einen leerstehenden Laden im CityCenter (Franzstraße) ständig aufs Neue mit guter Kunst gefüllt hat und schließlich zu seiner Unterstützung ein Verein gegründet wurde, eben der Neue Aachener Kunstverein.

***

Da einige Blogger jetzt nostalgisch geworden sind, hier der passende Musiktipp. https://youtu.be/RveIJFR7LV4

„Leni liebt Kaffee“, das ist ein Café in Burtscheid. Am Holzgraben soll es ab 16. September zu dem Burtscheider Café noch ein e.Go Design Café geben. Alles etwas kompliziert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar