Traumhaft schön: der Circus Roncalli

Ein Weltklasse-Zirkus: der Circus Roncalli. Er gastiert noch bis zum 1. Mai in Aachen auf dem Blücherplatz. Karten kosten zwischen 62 und 15 Euro.

Unbeschreiblich schön, poetisch und inspirierend, ausgestattet mit traumhaft schönen Kostümen, so sind wirklich alle Nummern, mit denen jetzt der Circus Roncalli in Aachen gastiert. Ein Besuch lohnt sich, sogar auf den billigen Plätzen dürfte man noch das Allermeiste mitbekommen.

Gestern bei der Abendvorstellung gab es Standing Ovations, die Begeisterung riss das Publikum von den Sitzen. Es passte aber auch alles: das kunstvolle Licht, die Musik vom Zirkusorchester, die Gags der 4 Clowns, die Nummern der Artisten und der Auftritt eines Rappers.

5 Pferde liefen ein paar Runden, das mag man bedauern. Die Kinder staunten nicht schlecht. Das Publikum spielte und sang mit, sobald es dazu aufgefordert war. Wer das alles noch erleben möchte, muss sich beeilen.

http://www.roncalli.de/tournee/40-jahre-jubiläumstournee/aachen

Hier gibt es Schnäppchenpreise (nur an der Kasse zu haben)

Tipp: Die Sitzbänke sind hart und schmal, am besten ein Sitzkissen mitbringen. 

 

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Matthes Straetmans neue Arbeit in der Clermontstraße

In der Clermontstraße in Aachen zu sehen: ein deutlicher künstlerischer Hinweis auf die Tafel, die als Verein organisiert ist.

Einer der zur Zeit produktivsten Aachener Graffiti-Künstler ist Matthes Straetmans. So viel Produktivität, Sinn für Formen und Farben, so viel

Die Wand war schwer zu fotografieren, weil über Ostern natürlich die Tafel dort ihre Wagen abgestellt hatte.

Charisma und Weltzugewandtheit, Freundlichkeit, Empfindsamkeit und brutale Direktheit . . .   gibt es selten. Straetmans hat, wie man seiner Facebook-Seite entnehmen kann, jüngst (mit anderen?) in der Clermontstraße 10 zugeschlagen. Da ist die Aachener Tafel ansässig, die ihn wohl beauftragt hat. (s. Foto oben).  Eine Fortsetzung der Arbeit an einer weiteren Wand der Tafel könnte es im Sommer geben, wenn alles klappt wie geplant.

(Triggerwarnung. Ich verlinke zu Facebook, obwohl ich weiß, dass jeder Klick auf eine Facebock-Seite das Unternehmen eines Milliardärs in Amerika reicher und mächtiger (als jede gewählte Regierung) macht.

Erstmals wurde ich am Burtscheider Viadukt auf eine der Arbeiten von Matthes Straetmans aufmerksam. Ich weiß aber nicht, ob es diese Arbeit noch gibt:

graffiti aachenMir gefällt auch sehr diese relativ kleine Arbeit (unten), die das Aquis Plaza in Aachen zeigt und bei einer Ausstellung zu sehen war:

aquis Plaza Aachen

Schnellschuss in einer Ausstellung auf eine Arbeit von Matthes Straetmans.

Der Kaufhaus-Palast wird deutlich kritisch dargestellt. Große Zähne und eine gigantische Zunge saugen die Menschen in das Gebäude rein. Auch die Hände scheinen einen jeden Moment packen zu wollen. Eine Hand wedelt mit Geldscheinen und zeigt, worauf es im Aquis Plaza ankommt.

Dargestellt ist ein Kopf, aus dem rechts und links Arme herausragen, ein Ungeheuer, das einen aber schmunzeln lässt, so krass sind seine Absichten zu erkennen. Wichtig ist auch die Schrift in dem Bild, Worte, die den optischen Eindruck verstärken. Das Aquis Plaza erkennt man, weil der Haupteingang angedeutet ist, die runde Glasfassade und die umgebenden, alten Gebäude.

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Heute in einem Monat wird gewählt

Wer in diesen Tagen so einen Brief nicht im Briefkasten hat, muss etwas unternehmen, um bei der Landtagswahl seine Stimme abgeben zu können.

178.000 Personen sind bei der Landtagswahl am Sonntag, 14. Mai, in Aachen wahlberechtigt. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, das 18. Lebensjahr vollendet hat und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wohnt, ist grundsätzlich wahlberechtigt. Das teilte das Presseamt der Stadt jetzt alles mit.

Gewählt werden kann am Wahlsonntag in Aachen in 161 Urnenwahllokalen. Außerdem gibt es die Briefwahl. Wahlbenachrichtigungen wurden schon versandt. Bis Samstag, 22. April, sollten alle wahlberechtigten Aachenerinnen und Aachener ihre Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Auf der Wahlbenachrichtigung ist auch das jeweilige Wahllokal angegeben.

Wer am Wahlsonntag nicht persönlich ins Wahllokal gehen kann, hat die

Wahlkampf. Ich bin jeder Partei dankbar, die sich mit Monsterplakaten (Wesselmann genant) zurückhält und mich nicht mit inhaltslosen Darstellungen intellektuell beleidigt, weil man mich für zu blöd hält, Inhalte  zu verstehen.

Möglichkeit, per Brief zu wählen. Die Briefwahlunterlagen können mit dem auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckten Antrag angefordert werden. Auf der Vorderseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich außerdem ein QR-Code, der direkt zum Briefwahlantrag führt.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, formlos die Briefwahlunterlagen beim Wahlamt der Stadt Aachen anzufordern, entweder per Mail, per Post, per Fax oder persönlich, nicht aber telefonisch. Ab dem 24. April wird auch die Onlinebeantragung möglich sein. Statt sich die Briefwahlunterlagen nach Hause schicken zu lassen, kann man ab Montag, 24. April, auch direkt im Wahlamt am Blücherplatz sowie in den Bezirksämtern seine Stimme abgeben.

 Wer  beispielsweise nicht weiß, in welches Wahllokal er gehen muss, weil er erst vor kurzem nach Aachen gezogen oder innerhalb der Stadt umgezogen ist, sollte rechtzeitig vor dem Wahltag mit dem Wahlamt Kontakt aufnehmen.

 Und dann wird es spannend: Erste Zwischenstände und das vorläufige Endergebnis der Wahl werden am Wahlsonntag, 14. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses bekanntgegeben. Der Krönungssaal ist ab 18 Uhr, also mit Schließen der Wahllokale, für alle geöffnet. Bis dahin . . .

Neulich in der Aula Carolina: Diese Schachspieler gehen bestimmt auch alle zur Wahl.

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Our house, in the middle . . .

Our house, in the middle of our street.

Blick von oben auf die Mataréstraße. Foto anschauen und diesen Song hören.

Father wears his Sunday best
Mother’s tired, she needs a rest
The kids are playing up downstairs
Sister’s sighing in her sleep
Brother’s got a date to keep he can’t hang around

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

Our house it has a crowd
There’s always something happening
And it’s usually quite loud
Our mum she’s so house-proud
Nothing ever slows her down and a mess is not allowed

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our (something tells you that you’ve got to get away from it)

Father gets up late for work
Mother has to iron his shirt
Then she sends the kids to school
Sees them off with a small kiss
She’s the one they’re going to miss in lots of ways

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

I remember way back then when everything was true and when
We would have such a very good time such a fine time
Such a happy time
And I remember how we’d play, simply waste the day away
Then we’d say nothing would come between us
Two dreamers

Father wears his Sunday best
Mother’s tired, she needs a rest
The kids are playing up downstairs
Sister’s sighing in her sleep
Brother’s got a date to keep he can’t hang around

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

Our house, was our castle and our keep
Our house, in the middle of our street
Our house, that was where we used to sleep
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street, our house

Written by Carl Smyth, Chris Foreman, Daniel Woodgate, Garaham McPherson, Lee Thompson, Mark Bedford, Michael Barson • Copyright © Sony/ATV Music Publishing LLC
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Viele neue Wohnungen in Aachen

In Nähe der Aachen Arkaden: Die neue Wohnanlage hat auch Wohnungen für Familien mit Kindern und wenig Geld.

Hier mal ein Blick auf die neue Wohnanlage „Guter Freund“ in Aachen, am Freunder Weg in Nähe der Aachen Arkaden. Dort werden jetzt 248 Wohnungen fertiggestellt, zusätzlich eine Kita und eine Einrichtung für Senioren. Da wird es bald sehr lebendig.

Wenn so viele Menschen nach Rothe Erde ziehen, ändert das Viertel am Ende noch seinen Charakter. Man darf gespannt sein, schließlich befindet sich nur 200 Meter entfernt ein weiteres neues Quartier (in der Beverstraße, wo sich einmal das Finanzamt Aachen-Land ausgebreitet hat). Und schon sind die Verwaltung und die Kommunalpolitik dabei, mit Investoren neue Wohngebiete zu planen. Unter anderem auf dem Gelände der seit Jahren stillgelegten Tuchfabrik Becker in Brand, außerdem in Nähe des Bahnhofs an der Casinostraße und unter anderem am Boxgraben (Luisenhöfe).

Übrigens: Wie die neue Anlage „Guter Freund“ zur Zeit von innen aussieht, zeigt das nächste Foto.

Nur sonntags wird hier nicht gearbeitet, sonst jeden Tag. Wie es scheint, sollen die Wohnungen noch 2017 fertig werden. Rechts unten könnt ihr sehen, wo der Kindergarten hinkommt. Nicht schlecht, oder?

Stolberger Straße

Fertig und schon bezogen sind die neuen Gebäude in der Stolberger Straße. Genau gegenüber der neuen Ditib-Moschee (Ditib: Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) befinden sich diese Wohnungen mit Innenbereich samt kleinem Spielplatz. Leer sind da nur noch die Gemeinschaftsräume. Ein Kindergarten ist 50 Meter entfernt. Außerdem hat die Anlage eine Tiefgarage. Tiefgaragen machen den Bau von Wohnquartieren richtig, richtig teuer. Sie fördern außerdem den Kauf von Autos und sollten nicht mehr zur Pflicht beim Wohnungsbau gemacht werden.

Der Innenbereich dieser Anlage in der Stolberger Straße sieht noch etwas unfertig aus.

Neue Gebäude, neue Wohnungen, Innenhof.

 

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Juhu, die nächste Folge vom Kanal Trivial ist da

Das ist ja mal schön: Marc Teuku (Wort) und Andreas Müller (Bild) haben sich mit Gisela Nacken von den Grünen getroffen und sie im Kanal Trivial zu Tihange und der Gefährlichkeit der Atomkraft befragt. Es wurde ein – angesichts der Gefährlichkeit der Materie – recht lockeres Gespräch. Es macht Spaß, da zuzusehen.

Wenn man als Zuschauerin einen Wunsch äußern darf: Wie wäre es mit einem Interview mit einem der Initiatoren von „Pulse of Europe“ in Aachen? Bei deren 5. Treffen kamen auf dem Markt schon schätzungsweise 2000 Menschen zusammen. Wird es da nicht Zeit, sich mit konkreten Forderungen an die Politiker*innen zu wenden? Welches könnten die Forderungen sein?

 

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Baut Reich für Reich bald die Luisenhöfe?

In Aachen wird gebaut wie nie zuvor. Jedenfalls habe ich einen derartigen Bauboom noch nie erlebt. Aber werden auch die richtigen Wohnungen gebaut? Bei einer Wohnanlage, die jetzt erst geplant wird, ist noch alles offen. Da könnte die Politik noch Einfluss nehmen. Gemeint sind: die Luisenhöfe.

„Nachverdichtung“ ist das Wort der Stunde. Investoren finden immer mehr Freiflächen und Brachen, verwilderte Wiesen und großzügig angelegte Hinterhöfe (z. B. Franzstraße, An den Frauenbrüdern, Beverstraße usw), die als Baufläche ins Gespräch kommen. Dabei wird auch oft sehr dicht gebaut, „Nachverdichtung“ ist wirklich wörtlich zu verstehen.

Beim Nachverdichten ist zu beobachten, dass im Grunde gilt: „Reich baut für Reich“. Wohnungen in jetzt erst halbfertigen Wohnanlagen werden im Internet zum Verkauf angeboten, die Preise sind einsehbar, sie sind gesalzen. Das kann sich Otto Normalverdiener gar nicht leisten.

Heute geht es mir um den Blockinnenbereich Boxgraben / Südstraße / Reumontstraße / Mariabrunnstraße. Zwei Investoren haben das Areal gekauft und Bebauungspläne vorgelegt. Erster Eindruck: alles sehr dicht zugebaut (es gibt aber mehrere Varianten). Und – wie erwähnt – es ist noch nichts in trockenen Tüchern. Ganz wichtig: Die Anwohner wollen gern ein Wörtchen mitreden! Einer von ihnen ist vom Fach und hat sich an www.unserac.de gewandt. Er sollte größtmögliche Beachtung finden.

Der Anwohner schreibt: „Insgesamt ist ein Zubau von schätzungsweise 15 000 m² Wohn- und Nutzfläche geplant. Dies bedeutet, dass mit Verkehrsflächen, technischen Flächen und Konstruktionsflächen bei einer optimalen Ausführung Flächen von ca. 27 000 m² entstehen werden. Dies ist die Fläche von ca. 3 Fußballfeldern, wenn auch gestapelt.“

Und weiter heiß es in dem Text: Für jede Wohnung müsse ein Stellplatz nachgewiesen werden. Der Anwohner schließt, dass über einen Zubau von 120 bis 130 Stellplätzen nachgedacht werde. Und von der Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes bleibe fast nicht mehr übrig. „Sogar der Uhrenturm soll abgerissen werden.“

Alles liest sich ziemlich dramatisch, wobei man natürlich auch die Investoren befragen muss und wobei außerdem klar ist, dass der Investor auf seinen Schnitt kommen muss. Niemand will generell die Bebauung verhindern. Aber ob wirklich alle Gebäude 5- bis 6-geschossig ausgeführt werden sollten, wage ich doch zu bezweifeln.

Wo sich einmal die Luisenhöfe befinden sollen, gibt es natürlich jetzt noch richtig viel Grün (einzigartig in Aachen) und einen wunderbaren alten Baumbestand. Verdichtung der Innenstädte ist gut und schön, schließlich soll Aachen an den Rändern nicht unendlich ausfransen, z. B. in Richtung Eifel. Verdichtung um jeden Preis ist jedoch abzulehnen, Flächen für Mensch und Tier müssen innerhalb der Stadt freigehalten werden. Grüne Dächer sind kein adäquater Ersatz.

Ein Kindergarten ist geplant. Braucht das Viertel einen Kindergarten? Es gibt Zweifel. Zudem – so lässt der Name Luisenhöfe vermuten – werden die zukünftigen Bewohner sicher nicht die Menschen sein, die dringend Wohnraum benötigen. Investoren machen ihre Berechnungen, bevor sie investieren, klar. Aber gibt es in Aachen wirklich so viele Leute, die 1400 Euro Miete oder 400.000 Euro für eine Wohnung hinlegen können? Oder sollen die noch kommen?

Wer Bebauungspläne aufstellt, darf nicht kurz- und mittelfristige denken. Bauen ist eine langfristige Sache. Die Anwohner müssten sich dringend treffen und absprechen, die Stadtverwaltung müsste sie beraten und die Politik sollte nicht nur jubeln, wenn wieder ein Investor um die Ecke kommt und Wohnungen schaffen will. Die Politik sollte Vorgaben machen und bestimmen, was wo gebaut wird und was nicht.

Zum Weiterlesen hier alles sehr schön geschildert: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/neues-wohnquartier-planer-nehmen-innenbloecke-ins-visier-1.1522584

Hier sieht man nach einigem Suchen das Gelände http://www.landmarke-magazin.de/fileadmin/Ausgaben-Landmarke-Magazin/16/160921-Landmarke%2016-RZ.pdf

Fotos vom Gelände werde ich noch machen und dann berichten, wie sich die Angelegenheit entwickelt.

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Mehr Sicherheit für Radfahrer

In der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses wurde ein Antrag der Piraten behandelt und abgelehnt. Dies veranlasst Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion Aachen, zu folgender Stellungnahme:

 

Radfahrer in Aachen werden im Stich gelassen

In der Sitzung des Mobilitätsausschusses wurden unser Antrag zur Überwachung von Fahrradverkehrsanlagen durch das Ordnungsamt und ein ähnlicher Antrag der Grünen beraten.
Das Problem, das wir angehen wollten, ist hinlänglich bekannt, die Fahrradschutzstreifen und Busspuren werden regelmäßig zugeparkt.
Und das Problem wird unverändert auch nach der  Sitzung so bestehen.

Der Vorschlag der Verwaltung zu diesem Thema war dermaßen schlecht, dass schon im Vorfeld der Sitzung einige Zeitungsartikel und Pressemitteilungen dazu veröffentlicht wurden, die sich über das Sammelsurium an merkwürdigsten Begründungen belustigten.
Aus diesem Grund hatte ich zur Sitzung einen geänderten Beschlussvorschlag eingebracht.

Ziel meines Änderungsantrag war es dafür zu sorgen, dass die Stadt sich dazu bekennt, dass unsere Straßen sicher sein sollen auch und gerade für Fahrradfahrer.
Sogar der Fachbereichsleiter des Ordnungsamtes, Herr Fröhlke, bat die Politik

Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion Aachen.

implizit um eine deutliche Beauftragung. Bei der Überwachung der Radverkehrsanlagen sei „noch deutlich Luft nach oben“.
Doch die Große Koalition hatte schlicht keine Lust sich um das Thema zu kümmern.
Der Beschlussvorschlag von CDU und SPD beinhaltet lediglich die Möglichkeit, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes ein „Dienst-Pedelc“ nutzen und kein Wort zu einer wirkungsvolleren Kontrolle durch Fahrradstreifen.

Statt ein Zeichen zu setzen für einen sicheren Radverkehr in Aachen wurde auf Drängen von CDU und SPD nur vertagt und nichts getan.
Nicht einmal mein Antrag, die Stadt möge sich mit den Paketdienstleistern wegen des Freihaltens der Fahrradstreifen auseinandersetzen, wurde angenommen.

Meiner Meinung nach hätte es dringend eines Zeichens aus der Politik bedurft, um zu zeigen, dass die Stadt zu ihren Fahrradfahrern steht und nicht vor Falschparkern kapituliert.
Eine Mehrheit habe ich dafür nicht finden können.

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Forderung: Wer die Scheiße verursacht, sollte auch an deren Beseitigung beteiligt werden

Ach, wäre doch nicht so viel Stickstoffdioxid in der Luft von Aachens Innenstadt! Dann ginge es uns allen gesundheitlich besser, die Lungen würden geschont, die Stadtverwaltung könnte sich anderen Aufgaben zuwenden als nur immer mehr in eine Luftreinhaltung zu investieren, deren Erfolge durch immer mehr Pkw-Verkehr aufgefressen werden.

Dieser Tage gab es im Bürgerforum einen interessanten Vortrag. Da konnte man erfahren, dass (mit Fertigstellung des Aquis Plaza) der Feinstaub in der Aachener Innenstadt auf ein erträgliches Maß reduziert wurde. Aber das Stickstoffdioxid! Das befindet sich in der Luft, ohne dass wir es merken, und richtet in den Lungen schweren Schaden an.

Die Stadt Aachen arbeitet (wie viele andere deutsche Städte auch) gegen Windmühlen. Sie wird sogar reihenweise Elektrobusse anschaffen, das Stück zu 500.000 Euro, sie wird es aber nicht schaffen, die Abgas-Grenzwerte einzuhalten. Die Stadtverwaltung blickt mit Grausen in eine nahe Zukunft, in der man entweder Dieselfahrzeuge verbieten, oder für die Stadt eine Maut erhoben werden muss oder nur Pkw mal mit geraden, mal mit ungeraden Zahlen auf den Autokennzeichen in die Stadt dürfen. Hinter den Kulissen werden Szenerien angedacht, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

Die Luft wird immer schlechter, weil Aachen prosperiert. Der Individualverkehr wächst, die Zahl der Arbeitsplätze in Stadt und Region wächst, es kommen jedes Jahr mehr Touristen, es wird gebaut und Grünflächen verschwinden. Gleichzeitig verarschen uns die Autobauer: Der tatsächliche Benzinverbrauch ist nach wie vor hoch und weit davon entfernt, die von der EU vorgeschriebenen Ziele zu erreichen. Die Autos produzieren weit mehr Abgase als die Normen der EU erlauben. Das kann nicht gut gehen.

Ein Kampf gegen Windmühlen ist es auch, weil Diesel immer noch niedrig besteuert ist, weil am Dienstwagenprivileg festgehalten wird und die Förderung der Elektromobilität nicht zündet.

Aachen kann sich anstrengen, wie es will, die Automobilindustrie arbeitet gegen uns alle und trägt deshalb eine Mitverantwortung an der ganzen Misere. Aachen und die anderen Städte, so hieß es im Bürgerforum, „sollten das Verursacherprinzip einfordern“. Kurz: Wer die Scheiße verursacht, sollte auch an deren Beseitigung beteiligt werden.

Schließlich wurde im Bürgerforum ein „Aachener Appell“ vorgestellt, den die Grünen nach Berlin zur Bundesregierung schicken wollen (die CDU war  dagegen). In dem Appell werden „erhebliche Sanktionen“ gefordert für die, die mit andauernder Rücksichtslosigkeit (und aus purer Geldgier) Autos produzieren, die die Grenzwerte krass übersteigen.

Aus dem Aachener Appell (mit kleinen Veränderungen wegen holpriger Formulierungen):

Der Rat der Stadt Aachen wendet sich mit dem dringenden Appell an die Bundesregierung.
Diese soll die Städte in ihrem Bemühen, hohe Umweltstandards, eine stadtkonforme Mobilität und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung nachhaltig sicherzustellen, durch verbesserte Rahmenbedingungen stärker unterstützen.
Sie soll den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und den Ausbau der Elektromobilität deutlich stärker fördern und die Emittenten von Luftschadstoffen, die die jeweils vorgegebenen Grenzwerte deutlich übersteigen, mit erheblichen Sanktionen belegen.

Einstimmig beschlossen wurde schließlich, den Appell an den Mobilitätsausschuss zu verweisen. Von dort soll er in den Rat, dort diskutiert werden und dann nach Berlin geschickt werden.  Auf dass eine gewisse ehemalige Umweltministerin (CDU) endlich mal aktiv wird.

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Neue Wohnungen, alte Wohnungen

Lauter neue Wohnungen habe ich zum wiederholten Male in der Beverstraße in Aachen fotografiert. Die Straße befindet sich zwischen Oppenhoffallee und Adalbertsteinweg. Soweit ich sehe, wird das neue Wohnquartier „Guter Freund“ in Nähe der Aachen Arkaden, jenseits des Adalbertsteinwegs, doch sehr viel anders aussehen.

Das sieht in der Beverstraße tatsächlich so aus. An dem Bild wurde nichts verändert. Die Wohnungen sind nahezu bezugsfertig. Schön, nee?

Ziemlich große Terrassen, von der Beverstraße aus gesehen, da, wo sich einmal das Finanzamt Aachen-Land befand.

Und jetzt ein Blick nach Gegenüber, ebenfalls Beverstraße. Da sind alte Häuser zu sehen. Die sind bei weitem nicht so hoch und  auch sonst ganz anders als die Neuen.

 

Das sind die Häuser, wie sie typisch sind für das Frankenberger Viertel. Für ihren Erhalt wurde in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gekämpft, sie sollten eigentlich der Abrissbirne zum Opfer fallen.

 

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