Im Presseraum der Alemannia gab es dieser Tage mal wieder ein Treffen von mehreren Dutzend Fans mit Teilen der Spitze des Vereins samt Trainer Heiner Backhaus. Knapp zweieinhalb Stunden dauerte die Zusammenkunft, die allseits von großer Offenheit geprägt war.
„Wir sind mit dem Verein durch alle Höllen und Tiefen, die man sich nur vorstellen kann, gegangen“, sagte im Verlauf der Versammlung ein Fan und erinnerte an 11 Jahre Regionalliga, 2 Insolvenzen usw. Was man jetzt an fußballerischer Leistung geboten bekomme, sei gegenüber früher „Weltklasse“, so der Fan weiter. Etliche Anwesende applaudierten, sie waren ebenfalls dieser Ansicht.
Viele Fans richteten sich an den Trainer, der auf jede noch so spezielle Frage ausführlich einging, dabei auch witzige Bemerkungen machte, die einen zum Lachen brachten.
Klar, dass die Choreo beim Spiel gegen Hansa Rostock diskutiert wurde. Besonders natürlich lang und breit die Pyro-Show, die den Verein teuer zu stehen kommt. Eine dicke 5-stellige Summe werde als Strafe fällig, teilte Geschäftsführer Sascha Eller mit. Es wurde überlegt, wie man es erreichen könne, dass die (unvermeidlichen) Pyro-Shows endlich mal legal über die Bühne gehen können. Dass der DFB dabei in irgendeiner Form hilfreich sein könnte, davon ging niemand aus, im Gegenteil. Der DFB helfe nicht, er verdiene an den Strafen Millionen.
Nächstes zentrales Thema: der katastrophale Zustand des Rasens im Stadion, „unser Arbeitsplatz“, wie Backhaus sagte. Dass dieser Rasen so nicht bleiben kann, wenn die Mannschaft erfolgreicher sein soll, das ist wohl jedem klar. Zu welchen Leistungen die Alemannia auf einem guten Rasen fähig ist, hat sich zuletzt in Ingolstadt gezeigt. s. „Auf dem Golfrasen kehrt auch die . . . “
Ein weiteres Thema, das die Fans und natürlich auch den Trainer beschäftigt: Welche Spieler-Typen müssen unbedingt noch nach Aachen kommen und was dürfen sie kosten? Die Konkurrenz mit Vereinen, die z. B. von Audi oder VW gesponsert werden, wird Aachen verlieren. Die 30.000 im Stadion sind allerdings auch ein Pfund, hinter dem andere Vereine weit, weit zurückbleiben. Außerdem faire Fans, die bei eventl. schwachen Leistungen nicht gleich das Pfeifen anfangen.
Von den Vorgängen bezüglich „Chemo“ war noch die Rede, von Wünschen bezüglich des Sicherheitspersonals und dem immer mal wieder schleppend organisierten Einlass, vom Verbleib des Torwarts in Aachen (ja oder nein oder wie?) und wie überhaupt jetzt die Stimmung in der Führungsetage des Vereins sei. Und schließlich: Ob Soufiane El-Faouzi (22) in Aachen bleibt oder nicht. Backhaus, mit dem der Erfolg nach Aachen kam, musste wieder einmal alle beruhigen und versichern, dass er sich in Aachen wohlfühlt. Wörtlich: „Ich würde am liebsten für immer in Aachen bleiben.“ Lachen, Applaus.
„Was ist Ihr Thema?“, das fragt man in Aachen die Bürgerinnen und Bürger und möchte mit einem Bürgerrat das ausleuchten, was den Menschen jenseits der Ratspolitik auch sonst noch auf den Nägeln brennt. Jetzt entschied man sich für ein Thema, das sowieso in Aachen schon von morgens bis abends diskutiert wird: die Mobilität.
Genauer: „Ausgewogene Mobilität in Aachen: Wie gelingt es, bei verkehrspolitischen Entscheidungen alle Bedarfe der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen zu betrachten? Welche konkreten Maßnahmen sind zielführend, um ein ausgewogenes Miteinander herzustellen?“
Ein Dauerthema in Aachen, zu dem, so könnte man meinen, bereits restlos alles gesagt ist, und zwar von jedem.
Die Stadtverwaltung gibt sich jede Mühe, herauszufinden, welches (bisher möglicherweise vernachlässigte) Thema die Menschen breiter diskutieren möchten und der Politik als Aufgabe vor die Füße legen möchten. Foto: AachenNews Archiv
Hans Falkist Mitglied vom Aachener Baumschutzbund und hat als Zuschauer an der Sitzung des Bürgerforums teilgenommen. Er schickte folgenden, sehr umfangreichen Bericht, der hier leicht gekürzt wiedergegeben wird:
Vor dem 17-köpfigen Gremium des Bürgerforums waren am 25. März 2025 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen.
Von einem Gremium des Bürgerrats waren aus 28 Vorschlägen 5 ausgewählt worden. Von den 5 sollte nun ein Thema ausgewählt werden, womit sich intensiv befasst werden sollte. Die Themen lauteten:
1) Mehr Bürgerpartizipation in Bezirken und Quartieren (Pos 28) mit 243 Stimmen
2) Ausgewogene Mobilität aller Verkehrsteilnehmer (Pos 6) als Verwaltungsvorschlag
3) Klimaneutrales Aachen 2030. Wie kann die Bürgerschaft mit einbezogen werden? (Pos 15) mit 287 Stimmen
4) Mehr Sauberkeit und Aufenthaltsqualität (Pos 23) mit 402 Stimmen
5) Wie kann Aachen umweltfreundlicher werden (Pos 17) mit 150 Stimmen
Zum Thema 1) sprach sich ein junger Mann mit der Begründung aus, das Stadtgebiet sei sehr heterogen mit Außen- und Innenbezirken und entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen, weshalb Bürgerbeteiligungen eher ortsbezogen sein sollten.
Zu 2) gab es keine nähere Begründung, da der Vorschlag von der Verwaltung und nicht aus der Bürgerschaft direkt kam.
Zu 3) referierte Gangolf Ehlen von der Initiative Klimaentscheid und verwies auf die beschlossenen Vorgaben „Aachen klimaneutral 2030“, IKSK 2.0, Klimastadtvertrag. Dabei wurde in die Runde gefragt, wer das Vorhaben „Aachen klimaneutral 2030“ kenne, wobei sich mehr Zuschauer, aber relativ wenige Politiker meldeten!
Zu 4) sprach sich eine Dame zur Müllproblematik, Sauberkeit und mehr Aufenthaltsqualität aus, was um die Graffiti-Problematik erweitert werden sollte.
Zu 5) bezog sich Frau Flachskampf auf die Club-of-Rome-Prognosen, um ein weites Feld an Umweltthemen aufzuspannen, die für sich genommen schon Einzelthemen hätten sein können wie Schulhof-, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen, Blühwiesen, Stopp von Lichtverschmutzung und darunter auch konkret die Forderung einer positiven Baumbilanz.
Zu jeder dieser Ausführung gab es Wortbeiträge aus dem Publikum. Das Ganze zog sich also schon wie vermutet in die Länge, wobei Mathias Dopatka (SPD) als Vorsitzender des Bürgerforums alles sehr locker und lebendig zu moderieren suchte.
Die allgemeine Irritation bezüglich Thema 2) und der unterschiedlichen Positionierungen unabhängig von der Stimmenzahl wurde von der verwaltungsseitigen Begleitung des Bürgerrates mit der Auswahl der Jury des Bürgerrates begründet. Diese Jury setze sich wirklich nur aus Bürgerinnen und Bürgern, nämlich aus einigen des vorangegangen Bürgerrates neben Neugewählten zusammen.
Zudem würde nach 3 Runden eine Evaluation stattfinden, um beim „Wie weiter?“ Verbesserungen vorzunehmen.
Anschließend bewerteten die politischen Vertreterinnen und Vertreter die Vorschläge lobend als wichtige Beiträge, dankten allen Repräsentierenden und votierten für ihren Favoriten, wobei sich nebenbei offenbarte, dass deren Entscheidungen bereits fraktionsintern vorher gefallen waren.
Außer Die Zukunft und Die Linke mit 2 Stimmen für Thema 1), die FDP mit 1 Stimme für Thema 4), gab es von CDU, SPD, Die Grüne und AfD 14 Stimmen für Thema 2), das damit als klarer Sieger (wie zu erwarten) hervorgegangen war.
Während das Publikum etwas ratlos dasaß, insistierte Christa Kerinnis (Seniorenrat) als Mitglied des Bürgerforums mehrfach auf eine detailliertere Antwort, warum eine Verwaltungsvorlage ohne Bürgervotum durchgedrungen sei. Das fragte dann auch Leo Deumens von Die Linke.
Mathias Dopatka versuchte plausibel zu machen, dass die Jury des Bürgerrats das zugelassen hätte. Denn die Verwaltung wollte das seinerzeit nur zweitfavorisierte Thema vom vorherigen Bürgerrat nochmal aufgreifen. Das sei doch auch ein von der Bürgerschaft gewähltes, eben nur zusammengefasstes Thema.
Auch Gereon Hermens, einer der Mitbegründer des Bürgerrates, merkte leise Kritik an dem Prozess an und sah Verbesserungsbedarf, damit, wie von der Politik behauptet, mit dem Bürgerrat ein Brückenbau geschaffen werde.
Mathias Dopatka relativiert die Kritiken damit, dass die Politik unabhängig sei und auch schon mal zu anderer Meinung kommen könne.
Mein Fazit:
Die Angelegenheit hatte mal wieder (wie ich schon ahnte) ein „Geschmäckle“.
Vier Vortragende hatten sich gut vorbereitet und ihre Themen also ins Leere präsentiert. Gewählt wurde das Thema, das von niemandem aus der Bürgerschaft vertreten wurde. Mühe und Aufwand waren dabei sowieso vergebens, weil die Entscheidungen schon vor dem Bürgerforum gefallen waren.
So war auch die gesamte Zuhörerschaft mit ihren Diskussionsbeiträgen und Kommentaren eigentlich überflüssig. Man hat einen Hinterzimmerbeschluss quasi nur als öffentlichen Live-Auftritt inszeniert. Das kann nur frustrierend sein für alle Teilnehmenden, die das Spiel durchschauten.
Wie Hohn scheint es da, wenn Bürgerengagement – gerne hochgelobt – als willkommene und mutmachende Bereicherung geheißen wird. Statt zuckersüßer Rhetorik bleibt da eher ein bitterer Geschmack zurück.
Inhaltlich ist nichts gegen Thema 2) einzuwenden, im Gegenteil, ist es aktuell angesichts des polarisierenden Streits durchaus notwendig. Allein der Prozess des Zustandekommens zieht alles herunter.
(. . . )
Das aktuell vorgebrachte Argument, man wollte das zweitplatzierte Bürgerwunschthema extra für den Bürger nochmal aufgreifen, sieht nur vordergründig bürgernah aus.
Statt Bürgernähe und Mitbestimmung, wie plakativ vorgehalten, erscheint das ganze Verfahren sehr willkürlich, weniger von Bürgerinnen und Bürgern als mehr von der Politik bestimmt. Abgesehen davon, dass Bürgerratsvorschläge nur Empfehlungen sind und die Politik sowieso am Ende entscheidet.
Trotzdem macht der Bürgerrat einstweilen weiter, vermutlich zähneknirschend und es bleibt zu wünschen, dass die Initiatoren und Engagierten dafür weiterhin Kraft und die nötige Ausdauer aufbringen.
Kann sich sehen lassen: 115.000 Blumen sind in diesen Tagen in die städtischen Beete in der Innenstadt, den Bezirken sowie auf den städtischen Friedhöfen eingesetzt worden. Schon im Herbst hatten die Grünkolonnen der Stadt rund 280.000 Blumenzwiebeln gepflanzt.
Die Farbkombination sieht in Natura viel schöner aus als auf dem Foto.
Die Mitarbeiter*innen der Grünkolonnen und der Stadtgärtnerei des Aachener Stadtbetriebs sind schon einige Tage dabei und unterwegs, die städtischen Beetflächen mit einer bunten Farbpracht an Frühjahrsblühern zu bepflanzen. Dabei findet sich wimpernblättrige Gänsekresse ebenso wie Schleifenblumen und Vergissmeinnicht. Sehenswert sind unter anderem auch die Blumen vor dem ehemaligen Casino in der Monheimsallee.
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Etwas Musik: Ich war in Wien Wenn die Fassade bröckelt, wird sie repariert.
Das Aachener Stadtarchiv zeigt als Archivale des Monats die Hausordnung der städtischen Entbindungsanstalt „Zuflucht“ aus dem Jahr 1901 (Foto: s. unten). Man teilte damals offenbar Frauen in „tugendhafte“ und „nicht tugendhafte“ Frauen ein. Das Stadtarchiv stellte freundlicherweise folgenden Text zur Verfügung:
Frauen, die im 19. Jahrhundert in Aachen schwanger waren und in Armut lebten, hatten nicht viele Möglichkeiten auf Unterstützung bei der Geburt. Tugendhafte und verheiratete arme Wöchnerinnen konnten das 1830 gegründete Marianneninstitut in der Bendelstraße für neun Tage in Anspruch nehmen. Benannt war das Institut nach Prinzessin Marianne von Preußen.
Armenverwaltung bezahlte
Frauen wurden in dieser Zeit mit allem, was sie benötigten, kostenlos versorgt und von den Hebammen des Instituts im Umgang mit ihren Säuglingen geschult. Die städtische Armenverwaltung kam für die Aufenthaltskosten auf. Das Marianneninstitut, das 1897 in größere Räumlichkeiten in der Jakobstraße 18 umzog, existierte bis zum Jahr 1959.
Das Haus Jakobstraße 18. Dahinter befand sich einst die Entbindungsanstalt „Zuflucht“. In der Jakobstraße haben bis 1959 etwa 40.000 Aachenerinnen und Aachener das Licht der Welt erblickt.
Unverheiratete und als nicht tugendhaft angesehene Frauen konnten die städtische Entbindungsanstalt „Zuflucht“ aufsuchen, die auf der Rückseite des Marianneninstituts lag und ihren Eingang am Annuntiatenbach hatte. Das Grundstück für die „Zuflucht“ hatte die städtische Armenverwaltung 1899 vom Mariannenverein, dem Betreiber des Marianneninstituts, erworben und dort die Entbindungsanstalt errichtet. Die Gelder hierfür stammten vor allem aus einer Stiftung von Philipp Heinrich Cockerill. Mit dem Mariannenverein schloss die Stadt Aachen einen Vertrag zur Betreuung der Frauen in der „Zuflucht“ ab, der ab dem 1. April 1901 in Kraft trat.
„Strikte“ Hausordnung
Es gab eine strikte Hausordnung für die armen Patientinnen der städtischen Entbindungsanstalt „Zuflucht“. Die schwangeren Frauen wurden dort als „Pfleglinge“ bezeichnet und waren in verschiedene Klassen eingeteilt. Für die Pfleglinge der III. Klasse zahlte die Stadt die niedrigsten Verpflegungskosten, weshalb sie sich an den Arbeiten in der Entbindungsanstalt beteiligen mussten und nur Anstaltskleidung tragen durften.
Die Frauen hatten sich „anständig und ruhig“ zu verhalten. „Alles Lärmen, Schreien und Zanken ist verboten.“ Sie durften ihr Schlafzimmer während des Tages nicht betreten, nur sonntags von 14 bis 15 Uhr Besuch empfangen, Wöchnerinnen war der Empfang von Besuch ganz verboten.
Die Post lief durch die Hände der Hebamme und bei Verdacht auf anstößige Inhalte konnte den Frauen der Empfang und Versand der Post verweigert werden. Auch durften sie die Anstalt ohne Erlaubnis des Arztes nicht verlassen. Doch die Verhaltensmaßregeln gingen noch weiter. Es war ihnen verboten, „sich in’s Fenster zu legen oder mit außerhalb der Anstalt befindlichen Personen durch Worte oder Zeichen in Verbindung zu treten. Zuwiderhandlungen führten zur sofortigen Entlassung aus der Anstalt.
Quellen: Stadtarchiv Aachen, PRZ 30-1139 bzw. -1319, fol. 117; BAU 5-738
Der März hatte schon viele schöne Frühlingstage. Der Wald ist jetzt schon knochentrocken und es steigt die Gefahr von Waldbränden. Die Feuerwehr und das Forstamt der Stadt weisen darauf hin, dass Rauchen und offene Feuer im Wald ausdrücklich verboten sind.
In Wald und Waldnähe (hier Gemmenicher Weg) gilt ein grundsätzliches Rauchverbot. Bei Verstoß ist ein hohes Bußgeld (bis zu 25.000 Euro) fällig. Foto: AachenNews Archiv
Das Rauchverbot gilt ab sofort bis 31. Oktober, offenes Feuer ist ganzjährig untersagt. Wer dem Wetterexperten Jörg Kachelmann auf Bluesky oder X folgt, weiß: Über 90 Prozent der Waldbrände haben keine natürliche Ursache. Umso wichtiger ist es daher, dass Waldbesucher*innen achtsam im Öcher Bösch unterwegs sind.
Im NRW-Landesforstgesetz heißt es wörtlich, dass „im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand […] außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder die Benutzung eines Grillgerätes sowie das Lagern von leichtentzündlichen Stoffen nicht zulässig“ ist.
Wer Rauch sieht oder im Wald ein Feuer entdeckt, sollte sofort über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren. Dabei kann man sich im Wald an den ausgeschilderten Rettungspunkten orientieren. Infos unter www.aachen.de/wald. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert in einem Flyer.
Manchmal wird in Aachen ja doch noch was fertig: Die Arbeiten auf dem Platz an der Lothringerstraße sollen bis Ende April komplett zu Ende gebracht werden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Und weiter: „In der Woche vom 24. bis 28. März werden neue Bäume gepflanzt. Später wird noch eine Hecke in die neuen Pflanzbeete zwischen Alfons- und Wilhelmstraße eingesetzt.“
Wo sind wird denn hier? In der Lothringerstraße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße. Die Straße verbindet die Radvorrangrouten von der Innenstadt nach Brand und Eilendorf. Außerdem verläuft dort ein Stück eines sogenannten Premiumfußwegs.
Fahrradzone statt Fahrradstraße
Die Lothringerstraße wird als Fahrradzone in beiden Fahrtrichtungen ausgewiesen. Eine Fahrradzone gibt es noch nicht in Aachen. Bislang hat die Stadt vor allem auf Fahrradstraßen gesetzt. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Beschilderung als Fahrradstraße immer sehr aufwändig ist, vor allem dann, wenn viele Straßen auf relativ kurzer Strecke einmünden.
Fußgänger*innen können die Zufahrten zur Lothringerstraße an Alfons-, Friedrich- und Herzogstraße nun ebenerdig überqueren. Die Autos müssen dort über Rampen langsam hinwegfahren und noch besser als bisher auf die Fußgänger*innen achtgeben. Überdies sind sie wartepflichtig gegenüber dem Verkehr auf der Lothringerstraße.
Mit dem Rad kann man auf der gesamten Strecke zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße in zwei Richtungen fahren. Für Autos wird das Teilstück zwischen Alfonsstraße und Wilhelmstraße wie bisher als Einbahnstraße in Richtung Wilhelmstraße ausgewiesen.
Insgesamt werden 16 neue Ahornbäume im Umfeld des Platzes gepflanzt. Neun davon haben große, sechs kleinere Kronen. Hinzu kommt ein großkroniger Baum an der Einmündung der Alfonsstraße.
In einer Pressemitteilung heißt es: Entlang der Straße werden Bäume mit einem Stammumfang von bis zu 20 Zentimeter gepflanzt, auf dem Platz selbst Bäume mit einem Umfang zwischen 25 und bis 70 Zentimeter. Diese Bäume haben einen Kronendurchmesser zwischen drei bis vier Meter. Sie sind sieben bis neun Meter hoch. Auf dem Abschnitt von Alfons- bis Wilhelmstraße wird zukünftig eine Hecke den Gehweg und die Straße voneinander trennen.
Die Pflanzbeete der Bäume haben sehr große Wurzelräume erhalten. Die Bäume bekommen damit einen Lebensraum, der zu dem veränderten Stadtklima mit regenarmen und sehr heißen Witterungsperioden passt. Unter die Bäume werden Staudenmischungen und bodendeckende Rosen gepflanzt. Mehr Infos: www.aachen.de/lothringer_2ba
Im Vorfeld der Umbauarbeiten mussten mehrere Bäume gefällt werden. Das fand im Januar vorigen Jahres niemand schön. Der Aachener Baumschutzbund veranstaltete eine Protestaktion, konnte aber auf den Gang der Dinge keinen Einfluss nehmen.
Die Kreuzung Schildstraße/Harscampstraße war einst ein gemütliches Plätzchen. Doch der Platz wurde wenig gepflegt, verkam irgendwie zu einer schmuddeligen Ecke. Zum Schluss musste auch noch die Regionetz in der Tiefe arbeiten. Im Juli will der Energieversorger fertig sein. Dann wird der kleine Platz neu gestaltet.
Die Kreuzung Schildstraße/Harscampstraße mit Blick in die Schildstraße hinein.
Die Situation ist furchtbar eng: Quasi vier Straßen treffen sich auf einem Teilstück der Harscampstraße, die Planer sind nicht zu beneiden. Im zuständigen Politiker-Gremium wurden die Gestaltungsvorschläge bereits behandelt, der Mobilitätsausschuss wird sich im April mit der schwierigen Angelegenheit befassen. Die Freizeit-Politiker sind ebenfalls nicht zu beneiden.
Radfahrer*innen, Fußgänger*innen (mit Kinderwagen) und Autos müssen an dieser Stelle aneinander vorbeikommen bzw. unfallfrei miteinander auskommen. Die Verwaltung nennt die Ecke „Drehkreuz im Quartier“. In der Mitte sollen mal ein großer Baum (mit großer Krone) und eine Bank stehen, so ist es geplant. Die kleine und extrem schmale Schildstraße soll acht neue Bäume bekommen. Einige Parkplätze müssen wohl wegfallen.
Ob die Stadt bei dem Projekt mit den (vor mehreren Jahren) geplanten 1,7 Millionen Euro auskommen wird, ist doch sehr die Frage. Mal sehen. Übrigens: Seit 5 Jahren wird auf AachenNews.org über das Projekt berichtet.
Wer an der Entwicklung unseres geliebten Vaterstädtchens (Aachen) interessiert ist, sollte sich unbedingt Donnerstag, den 3. April, vormerken. Da gibt es eine Info-Veranstaltung, bei der es um das „Haus der Neugier“ geht. Zu diesem Haus soll nämlich ein ehemaliges Kaufhaus in Aachens Innenstadt umgebaut werden.
Der riesige Kasten war mal als Kaufhaus Horten weit über Aachen hinaus bekannt, hieß dann „Lust for Life“ und steht seit 8 Jahren leer.
Fest steht, dass Aachen ein „Haus der Neugier“ bekommen wird. Alle Fraktionen des Stadtrates haben das beschlossen und die Verwaltung damit beauftragt, das ehemalige Haus Horten zu kaufen. Nach acht Jahren endet also der Stillstand an diesem zentralen Ort, stattdessen ist Großes in Planung. Hinzu kommt, dass die vielbesuchte und beliebte Aachener Volkshochschule (VHS) in den Bushof-Räumen beim besten Willen nicht mehr bleiben kann. VHS und Stadtbibliothek sollen in die Komphausbadstraße umziehen.
Komphausbadstraße: Ins Ex-Lust for Life, Ex-Horten-Kaufhaus sollen – nach einem Umbau -VHS und Stadtbibliothek einziehen. Foto: AachenNews Archiv
Folgendes teilt die Verwaltung mit: „Das Haus der Neugier soll ein Ort der Begegnung für alle Menschen dieser Stadt werden. Dort kann zukünftig gespielt, gelesen, gelernt und diskutiert werden. Dort wird man Filme schauen, Kultur genießen, Seminare belegen, Neues entdecken oder sich auch einfach treffen und Kaffee trinken können. Öffentlich zugänglich und ohne Eintritt.“
Die Umnutzung von alten Kaufhäusern – das haben in der Vergangenheit auch andere Städte geplant und mit Erfolg realisiert. Es geht darum, mehr und neues Leben in eine an sich attraktive Stadtmitte zu bringen. Eng beteiligt sind in Aachen Volkshochschule und Stadtbibliothek, die – wie erwähnt – aus ihren bisherigen Räumlichkeiten in das Haus der Neugier umziehen sollen.
Das neue Konzept wird vorgestellt und diskutieren am 3. April, ab 19 Uhr im Alten Kurhaus (Komphausbadstraße) von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Kulturdezernent Heinrich Brötz, den Leiterinnen von VHS und Stadtbibliothek Dr. Beate Blüggel und Doris Reinwald sowie von Dirk Lange vom Aachener Büro kadawittfeldarchitektur.
Moderatorin Gisela Steinhauer führt durch den Abend. Der Eintritt ist frei. Wer an diesem 3. April keine Zeit hat: Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Nachgang auf dem städtischen youtube-Kanal veröffentlicht.
Die Ermittlungsgruppe Bike & City der Polizei hat kürzlich einen Dieb erst angelockt und dann festgenommen. Und das kam so: Auffallend viele Diebstählen hatte es im Umkreis des Tivoli an der Krefelder Straße gegeben. Gefasst werden konnte aber niemand. Deshalb hatten die Ermittler der EG Bike & City ein sogenanntes „Lockfahrrad“ abgestellt.
Das Rad war mit einer speziellen Ortungstechnik ausgestattet. Und die Polizei hoffte, dass der Dieb – ohne es zu merken – eine Spur legen würde. So geschah es. Das Rad verschwand, die Ortungstechnik führte die Beamten geradewegs in eine Wohnung eines Hauses an der Kohlberger Straße in Herzogenrath.
Bei Durchsuchung der Wohnung wurden die Polizisten fündig. Aber sie fanden nicht nur das gestohlene Lockfahrrad, sondern auch noch ein Pedelec und einen E-Scooter. Beide waren als gestohlen gemeldet. Außerdem stellten die Beamten jede Menge Einbruchs- und Aufbruchwerkzeug sicher.
Foto: AachenNews Archiv
4000 bis 5000 Euro kostet heute gerne mal ein flottes Bike. Da schlagen Diebe gerne zu.
Ein 43-Jähriger ist nun „tatverdächtig“, er ist zudem wegen ähnlicher Delikte bereits einschlägig bekannt. Wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr wurde er vorläufig festgenommen. (sk)
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Weihnachtsbäume
Die Weihnachtsbaumsammlung in der Innenstadt erfolgt über eine grundstücksnahe Sammlung. Die Termine für euer Grundstück erfahrt ihr im abfallnavi der Stadt Aachen und im Abfallkalender. Die Sammlung wird an dem mit einem Weihnachtsbaum-Symbol gekennzeichneten Termin am jeweiligen Entsorgungstag durchgeführt. Ist dein Entsorgungstag z. B. ein Mittwoch, wird auch nur an dem Mittwoch mit dem Tannenbaum-Symbol dein Weihnachtsbaum abgeholt. Für die grundstücksnahe Sammlung stellt ihr den komplett abgeschmückten Weihnachtsbaum an den Straßenrand bzw. an den Bereitstellungsplatz der Abfallbehälter im öffentlichen Straßenraum.
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wo auch immer ihr seid: Es lohnt sich, informiert zu sein. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Unsere Adresse: mail@AachenNews.org
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Diagnose von KI
Technologieversprechen für das Gesundheitswesen werden in Hamburg kritisiert auf dem 39C3 : KI-Systeme sollen Personalmangel beheben, doch Pläne wie die des Charité-Chefs, ein Drittel der Mitarbeitenden durch KI zu ersetzen, seien unrealistisch. Der Referent warnt u. a. vor der Ausblendung sozialer Ungleichheiten – während Tech-Milliardäre von Longevity träumen, sterben Menschen an behandelbaren Krankheiten wie HIV.
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.