Der Aachener Stadtbetrieb lässt im Rahmen der Jahresunterhaltung den Gehweg am Brüssler Ring sanieren. Dies betrifft den Bereich von der Maria-Theresia-Allee in Richtung Kaiser-Friedrich-Allee. Das teilt die Verwaltung mit. Die Arbeiten beginnen heute, sie werden im Zeitraum bis Freitag, 18. April, umgesetzt, so ist es geplant.
Die Sanierung des Pflasterbelags zum jetzigen Zeitpunkt ist angesichts des schlechten Zustands der Oberfläche zwingend erforderlich und nicht aufschiebbar. Nur so sei zu garantieren, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen erhalten bleibt.
Auch im Bereich der Bushaltestellt werde die Fläche saniert. Daher richtet die ASEAG für den Zeitraum der Arbeiten eine Ersatzhaltestelle in Höhe der Ampelanlage am Ronheider Berg ein. An der Kaiser-Friedrich-Allee in Fahrtrichtung Ronheider Berg bleibt die Nebenanlage für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen weiter befahrbar.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Das Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen, die Gemeinde St. Hubertus, Greenpeace Aachen und die Stadtteilkonferenz Kronenberg laden am Samstag, 5. April, von 14 bis 17 Uhr zur Kleidertauschbörse „Stoffwechsel“ im Kinder- und Jugendzentrum St. Hubertus, Händelstraße 6, ein.
Die Abgabe von Kleidung ist an diesem Tag bis 16.30 Uhr möglich.
Alle sind herzlich willkommen! Die Devise lautet: Bring fünf Teile – nimm fünf Teile. Das bedeutet, nachdem man am Eingang bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben hat, erhält man die Möglichkeit, durch das Gesamtsortiment zu stöbern und sich bis zu fünf neue Lieblingsstücke mitzunehmen, die von anderen Besucher*innen mitgebracht wurden. Es wird gebeten, die Kleidung vorher zu waschen sowie Unterwäsche und Schuhe zuhause zu lassen.
Für die Stöberpausen gibt es die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen mit anderen Besucher*innen und den Veranstalter*innen ins Gespräch zu kommen. Greenpeace wird zudem über die Entsorgung von Textilmüll sowie deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt beraten.
Der Eintritt zur Kleidertauschbörse ist frei. Informationen gibt es bei Xenia Frolova vom Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen. Telefonnummer 0241-432 56317, stb-kronenberg-kullen@mail.aachen.de .
Enge Straßen und Hitzebelastungen schreien nach Beschattung und mehr Bäumen in der Stadt. Aber in den verdichteten Innenstadtlagen wird die Pflanzung von Stadtbäumen zunehmend zur Herausforderung. Konflikte gibt es bei der Nutzung der Flächen. Mal geht es um Radwege, dann stört die unterirdische Infrastruktur oder Parkplätze sollen unbedingt erhalten bleiben. So erschweren und verteuern schwierige Situationen die Baumpflanzungen enorm.
Andererseits gibt es mit Stadtwäldern auch in Großstädten bereits Grüne Lungen, die wir dringend brauchen und stärken sollten. Ein Stadtwaldkonzept wie es sich in Aachen bereits in Umsetzung befindet, sind hierbei ein wichtiger Schritt.
Die Grüne Wald AG NRW und der Grüne OV Aachen laden zu einer regionalen Waldkonferenz zum Thema Stadtbäume und Stadtwälder ein.
Wann? Am 12. April von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Treffpunkt zur Exkursion im Frankenberger Viertel ist um 10.30 Uhr die Burg Frankenberg, ab 12.30 Uhr das Centre Charlemagne. Mit dabei sind u.a. Heiko Thomas (Dezernent), Jutta Velte, Adrian Mork, Astrid Vogelheim (MdL), Dr. Gregor Kaiser (MdL).
Supermärkte machen viel Umsatz mit dem Verkauf von Elektrogeräten. Deshalb müssen sie Verantwortung für die sachgerechte Entsorgung der von ihnen verkauften Produkte übernehmen.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) teilt mit, sie hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz einen wichtigen Erfolg für den Umwelt- und Verbraucherschutz erzielt. Lidl muss ausgediente Elektrokleingeräte unentgeltlich zurücknehmen (AZ 9 U 1090/24).
Bei Testbesuchen der DUH habe der Discounter die seit mehreren Jahren gesetzlich vorgeschriebene Rücknahme verweigert. Vor Gericht habe Lidl versucht, die geltende Rücknahmepflicht von alten Elektrokleingeräten für den Lebensmittelhandel im Elektrogesetz als verfassungswidrig einstufen zu lassen. Das OLG Koblenz stellte in seinem Urteil fest, dass es sich bei der gesetzlichen Rücknahmepflicht ausgedienter Elektrokleingeräte durch Unternehmen wie Lidl „nicht um eine willkürliche Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen Handelsunternehmen handele“.
Stattdessen sei die Rücknahmepflicht durch das Europarecht in der Richtlinie 2012/19/EU gedeckt. Ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes könne nicht festgestellt werden. Eine Revision gegen das Urteil des OLG Koblenz wurde nicht zugelassen. Deswegen kann Lidl noch eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung beim Bundesgerichtshof einlegen.
Jedes fachgerecht gesammelte und recycelte Elektrogerät spart Ressourcen ein, verhindert die Freisetzung von Schadstoffen und verringert Brandrisiken durch leicht entzündbare Akkus.
Im Presseraum der Alemannia gab es dieser Tage mal wieder ein Treffen von mehreren Dutzend Fans mit Teilen der Spitze des Vereins samt Trainer Heiner Backhaus. Knapp zweieinhalb Stunden dauerte die Zusammenkunft, die allseits von großer Offenheit geprägt war.
„Wir sind mit dem Verein durch alle Höllen und Tiefen, die man sich nur vorstellen kann, gegangen“, sagte im Verlauf der Versammlung ein Fan und erinnerte an 11 Jahre Regionalliga, 2 Insolvenzen usw. Was man jetzt an fußballerischer Leistung geboten bekomme, sei gegenüber früher „Weltklasse“, so der Fan weiter. Etliche Anwesende applaudierten, sie waren ebenfalls dieser Ansicht.
Viele Fans richteten sich an den Trainer, der auf jede noch so spezielle Frage ausführlich einging, dabei auch witzige Bemerkungen machte, die einen zum Lachen brachten.
Klar, dass die Choreo beim Spiel gegen Hansa Rostock diskutiert wurde. Besonders natürlich lang und breit die Pyro-Show, die den Verein teuer zu stehen kommt. Eine dicke 5-stellige Summe werde als Strafe fällig, teilte Geschäftsführer Sascha Eller mit. Es wurde überlegt, wie man es erreichen könne, dass die (unvermeidlichen) Pyro-Shows endlich mal legal über die Bühne gehen können. Dass der DFB dabei in irgendeiner Form hilfreich sein könnte, davon ging niemand aus, im Gegenteil. Der DFB helfe nicht, er verdiene an den Strafen Millionen.
Nächstes zentrales Thema: der katastrophale Zustand des Rasens im Stadion, „unser Arbeitsplatz“, wie Backhaus sagte. Dass dieser Rasen so nicht bleiben kann, wenn die Mannschaft erfolgreicher sein soll, das ist wohl jedem klar. Zu welchen Leistungen die Alemannia auf einem guten Rasen fähig ist, hat sich zuletzt in Ingolstadt gezeigt. s. „Auf dem Golfrasen kehrt auch die . . . “
Ein weiteres Thema, das die Fans und natürlich auch den Trainer beschäftigt: Welche Spieler-Typen müssen unbedingt noch nach Aachen kommen und was dürfen sie kosten? Die Konkurrenz mit Vereinen, die z. B. von Audi oder VW gesponsert werden, wird Aachen verlieren. Die 30.000 im Stadion sind allerdings auch ein Pfund, hinter dem andere Vereine weit, weit zurückbleiben. Außerdem faire Fans, die bei eventl. schwachen Leistungen nicht gleich das Pfeifen anfangen.
Von den Vorgängen bezüglich „Chemo“ war noch die Rede, von Wünschen bezüglich des Sicherheitspersonals und dem immer mal wieder schleppend organisierten Einlass, vom Verbleib des Torwarts in Aachen (ja oder nein oder wie?) und wie überhaupt jetzt die Stimmung in der Führungsetage des Vereins sei. Und schließlich: Ob Soufiane El-Faouzi (22) in Aachen bleibt oder nicht. Backhaus, mit dem der Erfolg nach Aachen kam, musste wieder einmal alle beruhigen und versichern, dass er sich in Aachen wohlfühlt. Wörtlich: „Ich würde am liebsten für immer in Aachen bleiben.“ Lachen, Applaus.
„Was ist Ihr Thema?“, das fragt man in Aachen die Bürgerinnen und Bürger und möchte mit einem Bürgerrat das ausleuchten, was den Menschen jenseits der Ratspolitik auch sonst noch auf den Nägeln brennt. Jetzt entschied man sich für ein Thema, das sowieso in Aachen schon von morgens bis abends diskutiert wird: die Mobilität.
Genauer: „Ausgewogene Mobilität in Aachen: Wie gelingt es, bei verkehrspolitischen Entscheidungen alle Bedarfe der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen zu betrachten? Welche konkreten Maßnahmen sind zielführend, um ein ausgewogenes Miteinander herzustellen?“
Ein Dauerthema in Aachen, zu dem, so könnte man meinen, bereits restlos alles gesagt ist, und zwar von jedem.
Die Stadtverwaltung gibt sich jede Mühe, herauszufinden, welches (bisher möglicherweise vernachlässigte) Thema die Menschen breiter diskutieren möchten und der Politik als Aufgabe vor die Füße legen möchten. Foto: AachenNews Archiv
Hans Falkist Mitglied vom Aachener Baumschutzbund und hat als Zuschauer an der Sitzung des Bürgerforums teilgenommen. Er schickte folgenden, sehr umfangreichen Bericht, der hier leicht gekürzt wiedergegeben wird:
Vor dem 17-köpfigen Gremium des Bürgerforums waren am 25. März 2025 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen.
Von einem Gremium des Bürgerrats waren aus 28 Vorschlägen 5 ausgewählt worden. Von den 5 sollte nun ein Thema ausgewählt werden, womit sich intensiv befasst werden sollte. Die Themen lauteten:
1) Mehr Bürgerpartizipation in Bezirken und Quartieren (Pos 28) mit 243 Stimmen
2) Ausgewogene Mobilität aller Verkehrsteilnehmer (Pos 6) als Verwaltungsvorschlag
3) Klimaneutrales Aachen 2030. Wie kann die Bürgerschaft mit einbezogen werden? (Pos 15) mit 287 Stimmen
4) Mehr Sauberkeit und Aufenthaltsqualität (Pos 23) mit 402 Stimmen
5) Wie kann Aachen umweltfreundlicher werden (Pos 17) mit 150 Stimmen
Zum Thema 1) sprach sich ein junger Mann mit der Begründung aus, das Stadtgebiet sei sehr heterogen mit Außen- und Innenbezirken und entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen, weshalb Bürgerbeteiligungen eher ortsbezogen sein sollten.
Zu 2) gab es keine nähere Begründung, da der Vorschlag von der Verwaltung und nicht aus der Bürgerschaft direkt kam.
Zu 3) referierte Gangolf Ehlen von der Initiative Klimaentscheid und verwies auf die beschlossenen Vorgaben „Aachen klimaneutral 2030“, IKSK 2.0, Klimastadtvertrag. Dabei wurde in die Runde gefragt, wer das Vorhaben „Aachen klimaneutral 2030“ kenne, wobei sich mehr Zuschauer, aber relativ wenige Politiker meldeten!
Zu 4) sprach sich eine Dame zur Müllproblematik, Sauberkeit und mehr Aufenthaltsqualität aus, was um die Graffiti-Problematik erweitert werden sollte.
Zu 5) bezog sich Frau Flachskampf auf die Club-of-Rome-Prognosen, um ein weites Feld an Umweltthemen aufzuspannen, die für sich genommen schon Einzelthemen hätten sein können wie Schulhof-, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen, Blühwiesen, Stopp von Lichtverschmutzung und darunter auch konkret die Forderung einer positiven Baumbilanz.
Zu jeder dieser Ausführung gab es Wortbeiträge aus dem Publikum. Das Ganze zog sich also schon wie vermutet in die Länge, wobei Mathias Dopatka (SPD) als Vorsitzender des Bürgerforums alles sehr locker und lebendig zu moderieren suchte.
Die allgemeine Irritation bezüglich Thema 2) und der unterschiedlichen Positionierungen unabhängig von der Stimmenzahl wurde von der verwaltungsseitigen Begleitung des Bürgerrates mit der Auswahl der Jury des Bürgerrates begründet. Diese Jury setze sich wirklich nur aus Bürgerinnen und Bürgern, nämlich aus einigen des vorangegangen Bürgerrates neben Neugewählten zusammen.
Zudem würde nach 3 Runden eine Evaluation stattfinden, um beim „Wie weiter?“ Verbesserungen vorzunehmen.
Anschließend bewerteten die politischen Vertreterinnen und Vertreter die Vorschläge lobend als wichtige Beiträge, dankten allen Repräsentierenden und votierten für ihren Favoriten, wobei sich nebenbei offenbarte, dass deren Entscheidungen bereits fraktionsintern vorher gefallen waren.
Außer Die Zukunft und Die Linke mit 2 Stimmen für Thema 1), die FDP mit 1 Stimme für Thema 4), gab es von CDU, SPD, Die Grüne und AfD 14 Stimmen für Thema 2), das damit als klarer Sieger (wie zu erwarten) hervorgegangen war.
Während das Publikum etwas ratlos dasaß, insistierte Christa Kerinnis (Seniorenrat) als Mitglied des Bürgerforums mehrfach auf eine detailliertere Antwort, warum eine Verwaltungsvorlage ohne Bürgervotum durchgedrungen sei. Das fragte dann auch Leo Deumens von Die Linke.
Mathias Dopatka versuchte plausibel zu machen, dass die Jury des Bürgerrats das zugelassen hätte. Denn die Verwaltung wollte das seinerzeit nur zweitfavorisierte Thema vom vorherigen Bürgerrat nochmal aufgreifen. Das sei doch auch ein von der Bürgerschaft gewähltes, eben nur zusammengefasstes Thema.
Auch Gereon Hermens, einer der Mitbegründer des Bürgerrates, merkte leise Kritik an dem Prozess an und sah Verbesserungsbedarf, damit, wie von der Politik behauptet, mit dem Bürgerrat ein Brückenbau geschaffen werde.
Mathias Dopatka relativiert die Kritiken damit, dass die Politik unabhängig sei und auch schon mal zu anderer Meinung kommen könne.
Mein Fazit:
Die Angelegenheit hatte mal wieder (wie ich schon ahnte) ein „Geschmäckle“.
Vier Vortragende hatten sich gut vorbereitet und ihre Themen also ins Leere präsentiert. Gewählt wurde das Thema, das von niemandem aus der Bürgerschaft vertreten wurde. Mühe und Aufwand waren dabei sowieso vergebens, weil die Entscheidungen schon vor dem Bürgerforum gefallen waren.
So war auch die gesamte Zuhörerschaft mit ihren Diskussionsbeiträgen und Kommentaren eigentlich überflüssig. Man hat einen Hinterzimmerbeschluss quasi nur als öffentlichen Live-Auftritt inszeniert. Das kann nur frustrierend sein für alle Teilnehmenden, die das Spiel durchschauten.
Wie Hohn scheint es da, wenn Bürgerengagement – gerne hochgelobt – als willkommene und mutmachende Bereicherung geheißen wird. Statt zuckersüßer Rhetorik bleibt da eher ein bitterer Geschmack zurück.
Inhaltlich ist nichts gegen Thema 2) einzuwenden, im Gegenteil, ist es aktuell angesichts des polarisierenden Streits durchaus notwendig. Allein der Prozess des Zustandekommens zieht alles herunter.
(. . . )
Das aktuell vorgebrachte Argument, man wollte das zweitplatzierte Bürgerwunschthema extra für den Bürger nochmal aufgreifen, sieht nur vordergründig bürgernah aus.
Statt Bürgernähe und Mitbestimmung, wie plakativ vorgehalten, erscheint das ganze Verfahren sehr willkürlich, weniger von Bürgerinnen und Bürgern als mehr von der Politik bestimmt. Abgesehen davon, dass Bürgerratsvorschläge nur Empfehlungen sind und die Politik sowieso am Ende entscheidet.
Trotzdem macht der Bürgerrat einstweilen weiter, vermutlich zähneknirschend und es bleibt zu wünschen, dass die Initiatoren und Engagierten dafür weiterhin Kraft und die nötige Ausdauer aufbringen.
Kann sich sehen lassen: 115.000 Blumen sind in diesen Tagen in die städtischen Beete in der Innenstadt, den Bezirken sowie auf den städtischen Friedhöfen eingesetzt worden. Schon im Herbst hatten die Grünkolonnen der Stadt rund 280.000 Blumenzwiebeln gepflanzt.
Die Farbkombination sieht in Natura viel schöner aus als auf dem Foto.
Die Mitarbeiter*innen der Grünkolonnen und der Stadtgärtnerei des Aachener Stadtbetriebs sind schon einige Tage dabei und unterwegs, die städtischen Beetflächen mit einer bunten Farbpracht an Frühjahrsblühern zu bepflanzen. Dabei findet sich wimpernblättrige Gänsekresse ebenso wie Schleifenblumen und Vergissmeinnicht. Sehenswert sind unter anderem auch die Blumen vor dem ehemaligen Casino in der Monheimsallee.
***
Etwas Musik: Ich war in Wien Wenn die Fassade bröckelt, wird sie repariert.
Das Aachener Stadtarchiv zeigt als Archivale des Monats die Hausordnung der städtischen Entbindungsanstalt „Zuflucht“ aus dem Jahr 1901 (Foto: s. unten). Man teilte damals offenbar Frauen in „tugendhafte“ und „nicht tugendhafte“ Frauen ein. Das Stadtarchiv stellte freundlicherweise folgenden Text zur Verfügung:
Frauen, die im 19. Jahrhundert in Aachen schwanger waren und in Armut lebten, hatten nicht viele Möglichkeiten auf Unterstützung bei der Geburt. Tugendhafte und verheiratete arme Wöchnerinnen konnten das 1830 gegründete Marianneninstitut in der Bendelstraße für neun Tage in Anspruch nehmen. Benannt war das Institut nach Prinzessin Marianne von Preußen.
Armenverwaltung bezahlte
Frauen wurden in dieser Zeit mit allem, was sie benötigten, kostenlos versorgt und von den Hebammen des Instituts im Umgang mit ihren Säuglingen geschult. Die städtische Armenverwaltung kam für die Aufenthaltskosten auf. Das Marianneninstitut, das 1897 in größere Räumlichkeiten in der Jakobstraße 18 umzog, existierte bis zum Jahr 1959.
Das Haus Jakobstraße 18. Dahinter befand sich einst die Entbindungsanstalt „Zuflucht“. In der Jakobstraße haben bis 1959 etwa 40.000 Aachenerinnen und Aachener das Licht der Welt erblickt.
Unverheiratete und als nicht tugendhaft angesehene Frauen konnten die städtische Entbindungsanstalt „Zuflucht“ aufsuchen, die auf der Rückseite des Marianneninstituts lag und ihren Eingang am Annuntiatenbach hatte. Das Grundstück für die „Zuflucht“ hatte die städtische Armenverwaltung 1899 vom Mariannenverein, dem Betreiber des Marianneninstituts, erworben und dort die Entbindungsanstalt errichtet. Die Gelder hierfür stammten vor allem aus einer Stiftung von Philipp Heinrich Cockerill. Mit dem Mariannenverein schloss die Stadt Aachen einen Vertrag zur Betreuung der Frauen in der „Zuflucht“ ab, der ab dem 1. April 1901 in Kraft trat.
„Strikte“ Hausordnung
Es gab eine strikte Hausordnung für die armen Patientinnen der städtischen Entbindungsanstalt „Zuflucht“. Die schwangeren Frauen wurden dort als „Pfleglinge“ bezeichnet und waren in verschiedene Klassen eingeteilt. Für die Pfleglinge der III. Klasse zahlte die Stadt die niedrigsten Verpflegungskosten, weshalb sie sich an den Arbeiten in der Entbindungsanstalt beteiligen mussten und nur Anstaltskleidung tragen durften.
Die Frauen hatten sich „anständig und ruhig“ zu verhalten. „Alles Lärmen, Schreien und Zanken ist verboten.“ Sie durften ihr Schlafzimmer während des Tages nicht betreten, nur sonntags von 14 bis 15 Uhr Besuch empfangen, Wöchnerinnen war der Empfang von Besuch ganz verboten.
Die Post lief durch die Hände der Hebamme und bei Verdacht auf anstößige Inhalte konnte den Frauen der Empfang und Versand der Post verweigert werden. Auch durften sie die Anstalt ohne Erlaubnis des Arztes nicht verlassen. Doch die Verhaltensmaßregeln gingen noch weiter. Es war ihnen verboten, „sich in’s Fenster zu legen oder mit außerhalb der Anstalt befindlichen Personen durch Worte oder Zeichen in Verbindung zu treten. Zuwiderhandlungen führten zur sofortigen Entlassung aus der Anstalt.
Quellen: Stadtarchiv Aachen, PRZ 30-1139 bzw. -1319, fol. 117; BAU 5-738
Der März hatte schon viele schöne Frühlingstage. Der Wald ist jetzt schon knochentrocken und es steigt die Gefahr von Waldbränden. Die Feuerwehr und das Forstamt der Stadt weisen darauf hin, dass Rauchen und offene Feuer im Wald ausdrücklich verboten sind.
In Wald und Waldnähe (hier Gemmenicher Weg) gilt ein grundsätzliches Rauchverbot. Bei Verstoß ist ein hohes Bußgeld (bis zu 25.000 Euro) fällig. Foto: AachenNews Archiv
Das Rauchverbot gilt ab sofort bis 31. Oktober, offenes Feuer ist ganzjährig untersagt. Wer dem Wetterexperten Jörg Kachelmann auf Bluesky oder X folgt, weiß: Über 90 Prozent der Waldbrände haben keine natürliche Ursache. Umso wichtiger ist es daher, dass Waldbesucher*innen achtsam im Öcher Bösch unterwegs sind.
Im NRW-Landesforstgesetz heißt es wörtlich, dass „im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand […] außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder die Benutzung eines Grillgerätes sowie das Lagern von leichtentzündlichen Stoffen nicht zulässig“ ist.
Wer Rauch sieht oder im Wald ein Feuer entdeckt, sollte sofort über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren. Dabei kann man sich im Wald an den ausgeschilderten Rettungspunkten orientieren. Infos unter www.aachen.de/wald. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert in einem Flyer.
Oberbürgermeister Ziemons setzt den Austausch mit den Aachener*innen in den Stadtteilen fort und lädt am Freitag, 17. April, zu einem Bürger*innendialog ein. Von 16 bis 18 Uhr besteht im Bezirksamt, Paul-Küpper-Platz 1, die Gelegenheit, persönlich mit dem Oberbürgermeister (OB) ins Gespräch zu kommen.
„ja“ zuOlympia?
Noch bis 19. April kann man seine Stimme per Briefwahl abgeben, ob man für oder gegen die Teilnahme Aachens an einer Olympiade ist. Bis dahin läuft der Ratsbürgerentscheid. Die Stadt hat allen wahlberechtigten Personen die Wahlunterlagen zugesandt. Sollte jemand bislang keine Abstimmungsunterlagen erhalten haben, kann sich ans Wahlamt (0241/432-1600) oder an wahlen@mail.aachen.de wenden.
4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
***
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Zur Ruhe kommen
Am Dienstag,14. April, zeigt Dr. Lisa Pütz (RWTH Aachen) im OecherLab, Kapuzinergraben, warum wir nach der Arbeit oft nicht zur Ruhe kommen – und welche evidenzbasierten Strategien wirklich helfen, besser abzuschalten. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an alle, die ihre Balance zwischen Arbeit und Erholung nachhaltig verbessern möchten. Infos hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
***
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.