Reitturnier „nur für reiche Leute“?

Alemannias sympathischer und rundum beliebter Trainer Heiner Backhaus hat jüngst die Stadt Aachen etwas merkwürdig charakterisiert.

Zur Erinnerung: Mit Heiner Backhaus kam am Ende der Regionalligasaison 2023/24 der Erfolg. Der Aachener Traditionsverein stieg aus einer 11-jährigen Bedeutungslosigkeit auf in die 3. Liga. „Wir sind wieder da“, singen seitdem beseelt die Fans und Ultras.

Dem Sportmagazin Kicker gab Backhaus jetzt ein Interview, in dem er auch über Aachen spricht. Backhaus meint, für normale Menschen habe Aachen ja praktisch gar nichts zu bieten, es gebe außer den Spielen der Alemannia nur das Reitturnier, und das sei doch eigentlich „nur für reiche Leute“ da.

Screenshot. Hier klicken, dann könnt ihr das Interview sehen.

Das Reitturnier, also der CHIO, das Weltfest des Pferdesports, ist durchaus ein Volksfest. An mehreren Tagen sind im Sommer fast 40.000 Aachener Normalos im Stadion, hier zu sehen. Auf dem Turniergelände, übrigens direkt neben dem Fußballstadion, gibt es zum Beispiel jedes Jahr die wunderbare Eröffnungsschau oder „Pferd und Sinfonie“ mit Gänsehaut-Faktor. Nicht zu reden von den farbenfrohen Auftritten der Reiterinnen und Reiter auf dem Aachener Marktplatz.

Was hat Aachen noch zu bieten? Die Ladies in Black zum Beispiel und das Domspringen auf dem Katschhof. Letzteres ist bekanntlich ein populäres Stabhochsprung-Event, bei dem sich seit 2005 die Stabhochsprungelite immer im September zwischen Rathaus und Dom trifft. Und wenn es nicht unbedingt sportliche Highlights sein müssen, dann ist auch die mehrtägige Internationale Chorbiennale zu nennen, mit gemeinsamen Singen von einem halben Dutzend Chören auf dem Markt, ein Event mit garantiertem Gänsehaut-Faktor.

Um es kurz zu machen: Es wird Zeit, ein offensichtliches Versäumnis nachzuholen und dem Erfolgs-Trainer zur Vervollständigung seines Aachen-Bildes zu verhelfen. Karlspreisverleihung mit Rahmenprogramm, das 3-tägige Weinfest, der Weihnachtsmarkt und Aachens phänomenaler Rosenmontagszug, Handwerkermarkt und die ganze Kneipenszene warten auf den Trainer.

Das sagte Heiner Backhaus um die zweifellos große Bedeutung der Alemannia für die Stadt Aachen zu charakterisieren:

„Wir müssen uns der Verantwortung bewusst sein, dass durch die 3. Liga Touristen nach Aachen kommen, dass die Stadt aufblüht. Aachen hat ja außer Alemannia gar nicht mehr so viel. Da gibt es einmal im Jahr Springreiten, aber das ist nur für reiche Leute. Der Normale hat ja da gar nichts. Deswegen ist es so wichtig, dass wir die Liga halten.“

Auswärtige wissen vielleicht nicht, dass es außer dem „Springreiten“ noch das Dressurreiten und – für schlichtere Gemüter – das aufregende und wilde Gespannfahren durch die Felder gibt und das Voltigieren, was Kinder gern anschauen. Insgesamt 6 Disziplinen.

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Wohin mit dem ganzen Abfall? Stadtbetrieb stellt Restmüllcontainer auf

Wegen der vergangenen Streiktage und des weiterhin andauernden Warnstreiks ist im Aachener Stadtgebiet vermehrt die Abfallsammlung ausgefallen. Der Aachener Stadtbetrieb hat für die Bürger*innen der Stadt Aachen nun ein zusätzliches Serviceangebot organisiert:

Ab dem morgigen Mittwoch, 12. März, werden zu den Zeiten und Standorten der Grünschnittcontainer zusätzliche Container für Rest- sowie Bioabfälle bereitgestellt mit Ausnahme in Aachen-Brand, Standort Rombachstraße sowie Aachen-Nord, Jülicher Straße/Burggrafenstraße. Die Standortzeiten sind wie folgt:

Mittwoch, 12. März, 16-18 Uhr

Eilendorf: Sportplatz Halfenstraße

Hörn: Parkplatz RWTH Kopernikusstraße

Schleckheim: Parkplatz am Friedhof Aachener Straße

Soers: Wendehammer Alkuinstraße

Laurensberg: Parkplatz Schulzentrum Hander Weg

Donnerstag, 13. März, 16-18 Uhr

Gut Kullen: Parkplatz Kindergarten Philipp-Neri-Weg

Haaren: Parkplatz Haarbachtalhalle

Preuswald: Nebenfahrbahn Lütticher Straße

Freitag, 14. März, 16-18 Uhr

Burtscheid: Parkplatz Branderhofer Weg, Ecke Forster Weg
Eilendorf: Parkstreifen Birkstraße

Oberforstbach: Wendehammer Pascalstraße

Schmithof: Parkstreifen an der Kirche Bergfeld

Kronenberg: Wendeschleife

Samstag, 15. März, 14-16 Uhr

Laurensberg: Parkplatz Schulzentrum Hander Weg

Richterich: Ende alte Fahrbahn Roermonder Straße

Montag, 17. März, 16-18 Uhr

Drimborn: Parkplatz Tierpark Obere Drimbornstraße

Vaalserquartier: vor dem Sportplatz Alte Vaalser Straße

Verlautenheide: Verlautenheidener Straße, Parkplatz Ecke Heider-Hof-Weg

Walheim: Parkplatz am Friedhof Aachener Straße

Brand: Am Forsthaus, in Höhe Sportplatz Freund

Dienstag, 18. März, 16-18 Uhr

Forst: Sonnenscheinstraße, Wendehammer

Hangeweiher: Parkplatz Hermann-Löns-Allee

Kornelimünster: am Sportplatz Inda-Gymnasium, Romerich

Orsbach: Parkstreifen an der Kirche Düserhofstraße

Mittwoch, 19. März, 16-18 Uhr

Eilendorf: Sportplatz Halfenstraße

Hörn: Parkplatz RWTH Kopernikusstraße

Schleckheim: Parkplatz am Friedhof Aachener Straße

Soers: Wendehammer Alkuinstraße

Richterich: Ende alte Fahrbahn Roermonder Straße

Donnerstag, 20. März, 16-18 Uhr

Gut Kullen: Parkplatz Kindergarten Philipp-Neri-Weg

Haaren: Parkplatz Haarbachtalhalle

Preuswald: Nebenfahrbahn Lütticher Straße

Hangeweiher: Parkplatz Hermann-Löns-Alle

Freitag, 21. März, 16-18 Uhr

Burtscheid: Parkplatz Branderhofer Weg, Ecke Forster Weg
Eilendorf: Parkstreifen Birkstraße

Oberforstbach: Wendehammer Pascalstraße

Schmithof: Parkstreifen an der Kirche Bergfeld

Kronenberg: Wendeschleife

Samstag, 22. März, 14-16 Uhr

Laurensberg: Parkplatz Schulzentrum Hander Weg

Richterich: Ende alte Fahrbahn Roermonder Straße

Darüber hinaus werden an den Recyclinghöfen der Stadt Aachen, Kellershaustraße und Camp Pirotte, Zufahrt über Debyestraße, jeweils Restmüllcontainer aufgestellt. Streikbedingt ist der Recyclinghof in Eilendorf, Kellerhaustraße, derzeit geschlossen. 

Dieser zusätzliche Service als Reaktion auf die anhaltende Streiksituation wird vorübergehend bis einschließlich Samstag, 22. März angeboten. Dabei bittet der Aachener Stadtbetrieb darum, das Angebot maßvoll zu nutzen und von der Annahmemöglichkeit nur in begrenztem Umfang Gebrauch zu machen.

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Parkhäuser der neuen Art

Im Oktober 2022 regten sich viele Umweltschützer*innen auf, weil die Firma Abiomed an der Vaalser Straße ein Parkhaus errichten wollte und dafür diverse Bäume gefällt werden mussten. Die Bäume sind gefallen, das Parkhaus steht mittlerweile.

Sieht gar nicht so schlecht aus: das neue Parkhaus an der Vaalser Straße/Ecke Neuenhofer Weg. Schade nur, dass dafür viele Bäume gefällt werden mussten.

Ein anderes Parkhaus macht optisch ebenfalls gut was her. Das gehört zum Klinikum, wird aber nicht so heftig genutzt, wie es geplant war.

Seit es das Aachener Klinikum gibt, war es für Autofahrer*innen schwer, vor dem Gebäude einen Parkplatz zu finden. Und später, nach dem Krankenbesuch, das Auto auf dem riesigen Gelände wiederzufinden. Dieses Parkhaus sollte Abhilfe schaffen.
In vielen Aachener Parkhäusern ist jetzt Platz für Fahrräder. Im Bild: das Parkhaus am Dom, Jesuitenstraße mit Fahrradgarage.
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Bekommt das Klinikum Aachen den geplanten unterirdischen Zentral-OP doch nicht?

Das Klinikum in Aachen sollte eigentlich zusätzliche, neue Operationssäle bekommen. Eigentlich, denn daraus wird möglicherweise nichts.

Jahrelang hatten Kommunalpolitik und Stadtverwaltung darüber beraten, wo der Anbau mit diesen neuen Sälen am besten hinkommen sollte. Das Klinikum steht (leider) unter Denkmalschutz und das bedeutet, dass man da nicht einfach was dranbauen darf. Auch nicht davor. Es muss freie Sicht auf das Denkmal geben, das ist vorgeschrieben. So kam man auf die Idee, vor dem Gebäude in die Tiefe zu gehen und den Zentral-OP unterirdisch anzulegen. Kosten: eine halbe Milliarde Euro, mindestens.

Das Aachener Uniklinikum ist ein Bauwerk von großer architektonischer Bedeutung, es steht deshalb unter Denkmalschutz. Wo zuvor Parkplätze waren, sollte gebaut werden.

Ganz davon angesehen, dass sich nachweislich Menschen weder zum Einkaufen noch zum Arbeiten gern unter Tage begeben, sind die unterirdischen Anlagen vermutlich auch besonders teuer. Man kann annehmen, dass es nicht bei einer halben Milliarde bleibt, sondern alles deutlich mehr kosten wird. Das ist tatsächlich auch dem Ministerium in Düsseldorf aufgefallen, das seit Kurzem versucht, die fertigen Baupläne auf Eis zu legen.

Damit nicht genug: Das Klinikum, das einst 2,06 Milliarden D-Mark gekostet hat und ein echter Skandalbau gewesen ist, muss saniert werden. Es ist schließlich schon 40 Jahre alt. Aber auch die Sanierung ist bei weitem noch nicht beschlossen, denn auch sie würde entsetzlich teuer.

Es soll nun überlegt worden sein, den Altbau aufzugeben und gleich neu zu bauen. Das ist bisher nur gerüchteweise zu uns gedrungen. Architekten, die derartiges hören, schlagen die Hände über den Kopf zusammen. Und die Politiker im Aachener Rathaus setzen zur Zeit alles daran, dass der unterirdische Zentral-OP vielleicht doch noch gebaut werden kann. (Wir werden weiter berichten.)

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Heute und morgen Warnstreik. Wird Abfall eine Woche später abgeholt? Nicht kalkulierbar.

Die Mitarbeiter*innen des Stadtbetriebs sind am Montag und Dienstag, 10. und 11. März, zum Warnstreik aufgerufen. Es wird zu Auswirkungen in der Abfallsammlung kommen. Welche Gebiete in den kommenden Tagen dabei wie stark betroffen sein werden, ist nicht kalkulierbar. Der Aachener Stadtbetrieb bittet vorab um Verständnis. 

Am Montag und Dienstag, 10. und 11. März, bleibt der Recyclinghof Eilendorf streikbedingt geschlossen. Der Recyclinghof Brand hat normal geöffnet.

In den Bereichen, in denen die Abfallsammlung ausfällt, werden die Behälter voraussichtlich am nächsten regulären Entsorgungstag geleert. 

Das bedeutet für Montag, 10. März: Die Leerung der wöchentlichen Restabfallbehälter findet am Montag, 17. März, statt. Die Leerung der 2-wöchentlichen Restabfallbehälter und der Biotonnen verschiebt sich auf Montag, 24. März. Die Leerung der 4-wöchentlichen Restabfallbehälter sowie der Papiertonnen ist am Montag, 7. April. 

Überhang beim Restmüll

Überhangmüll, also jener Abfall, der regulär in diesem Zeitraum anfällt, darf in dieser Ausnahmesituation in den vom Streik betroffenen Gebieten zu dem genannten Entsorgungstermin zusätzlich zur Abholung bereitgestellt werden. Die Menge ist dabei limitiert:Es dürfen nur so viele Säcke dazugestellt werden, wie Behältervolumen (Restmüll) vor Ort ist. Beispiel: Bei einer 60-Liter-Tonne Restmüll darf ein Sack dazu gestellt werden, bei einer 240-Liter-Tonne entsprechend bis zu vier Säcken (vierfaches Volumen). Es ist nicht gestattet, die Nachholsituation für Haushaltsauflösungen oder ähnliches zu nutzen.

Wichtig ist, dass der Überhangmüll in reißfesten Säcken zusammengetragen wird; beispielsweise handelsüblichen grauen oder blauen Säcken zwischen 60 und 120 Litern Volumen. Der Stadtbetrieb bittet darum, die Säcke wegen des Arbeitsschutzes nicht zu schwer zu befüllen.

Hinweis: Übliche Haushaltsmüllbeutel sind nicht für das Sammeln größerer Mengen geeignet, da sie leicht reißen und/oder von Tieren beschädigt werden können.

Quelle: Auszüge aus einer Mitteilung der Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Heute (Freitag) wieder Warnstreik. Forderung: Mehr Geld und mehr freie Tage.

Die Gewerkschaftsmitglieder der Stadtverwaltung sind für den heutigen Freitag, 7. März, erneut zum Warnstreik aufgerufen. Dies könne Auswirkungen auf alle Bereiche der Verwaltung und ihrer Einrichtungen haben, so wird mitgeteilt.

Die Forderungen der Gewerkschaft sind bisher noch Maximalforderungen, die erhoben werden, damit am Ende – bei einer Einigung – überhaupt etwas Akzeptables rauskommt. Hintergrund vom ganzen ist also der Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaft verdi will gut eine Woche vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck machen.

Foto: Kehrmännchen-Denkmal in der Judengasse/Ecke Annuntiatenbach. Die Kräfte beim Stadtbetrieb wollen für ihre gute Arbeit verständlicherweise gut bezahlt werden.

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt, in dem bereits zwei Verhandlungsrunden ergebnislos verliefen, unter anderem eine Gehaltssteigerung um acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich sowie höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft mindestens drei zusätzliche freie Tage.

karneval_aachen
Da gerade Karneval war: Nachdem alle anderen gefeiert haben, machen sie sauber. Sie sollten auch auskömmlich bezahlt werden.

Welche Bereiche beim Warnstreik in Aachen wie stark betroffen sein werden, ist nicht kalkulierbar. Deshalb bittet die Stadt Aachen vorab um Verständnis, wenn bestreikte Bereiche und Einrichtungen an dem Tag ohne Ankündigung nicht geöffnet sind oder nur eingeschränkt arbeiten können.

In den städtischen Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen (OGS) kann eine Betreuung nicht garantiert werden. Das genaue Ausmaß der Streikauswirkungen ist sowohl in der Verwaltung als auch bei den Eigenbetrieben nicht abzusehen.

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Aachener Baustellen im Fokus

Drei Baustellen haben eines gemeinsam: Vor Jahren wurde mit viel Eifer und Zuversicht verkündet, dort würden in Kürze neue Wohnungen entstehen. Tja, seitdem warten wir und warten und warten.

Zunächst die Baustelle in der Roermonderstraße, konkret: zwischen Rütscherstraße und Roermonderstraße gelegen. Knapp 120 Wohnungen werden seit 2019 gebaut, de facto ist dort bis heute (gegenüber von der Arbeitsagentur Aachen) noch nichts hochgewachsen.

Vorrangig Appartements für Studies und geförderter Wohnraum, so hatte es 2019 geheißen, würden entstehen. Dazu vier Stadtvillen und sechs Reihenhäuser. Und natürlich eine Tiefgarage.

Weiter geht es mit der Uralt-Baustelle in der Turpinstraße/Ecke Beverstraße. Seit Mitte 2021 wird dort das Erdreich um- und umgegraben. 64 Wohnungen für Studierende und eine Tiefgarage waren versprochen, dazu kam es bis heute nicht, leider, muss man sagen. Zuvor befand sich auf dem kleinen Grundstück (1100 Quadratmeter) eine Art Hobby-Autowerkstatt.

Blick von der Beverstraße aus in Richtung Turpinstraße: Die Wohnungen sollten eigentlich 2023 fertig sein, so hatte es geheißen. Prognose: Auch 2025 wird dort noch niemand wohnen.

Letzte jetzt hier erwähnte Baustelle ist die in der Franzstraße. Dort befand sich mal die Bischof-Hemmerle-Hauptschule, in der am Ende Flüchtlinge untergebracht waren. Mitte 2022 wurde alles abgerissen.

Das Grundstück liegt zentral und ist sozusagen riesig, 4500 Quadratmeter groß. Zwei unterirdische Sporthallen, eine Kita mit 6 oder 8 Gruppen und etwa 100 Wohnungen waren vorgesehen. Unterirdisch arbeiten (in OP-Sälen, Klinikum) oder unterirdisch Sport treiben, das muss man mögen. Hier ist niemand bekannt, der darauf scharf ist. Aber sei’s drum. Die Politik hat einstimmig entschieden.

Es gab einen Architekten-Wettbewerb, aus dem das Aachener Büro Kadawittfeld Architektur als Sieger hervorging. Hochgezogen wurde noch nichts, nur die Straßenbäume, die wurden gefällt.
Krasse Maßnahme in der Franzstraße: Dort wurden im Vorgriff auf die kommenden Bauarbeiten schon mal die Straßenbäume gefällt.

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Rosenmontag: Zug rundum abgesichert

Die Stadtverwaltung hatte ihre schwersten Lkw aufgefahren, dazu Busse der ASEAG, Feuerwehrwagen und andere mehr um den Rosenmontagszug zu sichern. Außerdem war überraschend viel Polizei unterwegs.

Und weil das letzte Restchen Straße auch noch abgesperrt werden musste, waren zuvor noch Extra-Sperren angeschafft und aufgestellt worden. Mehr als 15 Meter weit, so war zu erfahren, würde ein schwerer Wagen nicht kommen können, ohne dass ihn die Speichen zum Stehen bringen würden. Zum Glück gab es in Aachen, anders als in Mannheim, da nichts auszuprobieren. There is no glory in prevention, wie wir seit ein paar Jahren wissen. Man fühlt sich einfach nur sicher.

In der Lothringer Straße, in Richtung Wilhelmstraße geschaut.
Anderer Teil der Lothringer Straße.

Ein Lkw steckte allerdings wohl fest und kam weder vor noch zurück. Ein Narrenschiff hing bei der Einfahrt in die Ursulienerstraße plötzlich an einem Poller fest. Der Poller musste umständlich abgebaut werden, das hielt den Zug gewaltig auf.

Mit im Zug war wieder ein „Öcher Hummel“ genannter Wagen, Die Alemannia-Fans auf dem Wagen hatten eine Niederlage zu verkraften, der Verein verlor in Mannheim (1:2). Entsprechend war die Stimmung auf dem Wagen „gedämpft“.

Aus dem Polizeibericht

Von den 59 Polizeieinsätzen mit Karnevalsbezug (d.h. Streitereien, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen etc.) gab es die meisten in der Stadt Aachen (26), gefolgt von Eschweiler (10) und Alsdorf (9). 

Beim Aachener Rosenmontagszug waren rund 210.000 Menschen auf den Straßen unterwegs, in Eschweiler rund 220.000. Die Polizei musste unter anderem bei Körperverletzungen, Streitigkeiten und Sachbeschädigungen einschreiten. Insgesamt wurden 27 Strafverfahren eingeleitet, 18 mal mussten Platzverweise ausgesprochen werden. 6 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, eine Person wurde festgenommen. 

Thema Messerkontrollen: Insgesamt wurden 120 Menschen kontrolliert. In Eschweiler wurden zwei Messer gefunden, sichergestellt und entsprechende Ordnungswidrigkeits-Anzeigen gefertigt. (sk)

Stadt fast wieder sauber

Voller Einsatz der Stadtreinigung: Mehr als 130 Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung haben in Aachen wieder für saubere und sichere Straßen, Plätze und Gehwege gesorgt. Für die „Orangenen Funken“, die traditionell als letzte Gruppe unterwegs sind, ist „alles gut gelaufen“, wie Dieter Bohn, Bereichsleiter Stadtreinigung, betont.

Bilanz: Mit insgesamt 12 Klein- und Großkehrmaschinen, 9 Pritschenfahrzeugen, 3 Presswagen, einem Werkstattwagen und natürlich zu Fuß waren die Männer und Frauen unterwegs. 25,3 Tonnen Abfall sind nach den Umzügen am Sonntag und Montag gesammelt worden – zum Vergleich: im vergangenen Jahr waren es 22,3 Tonnen Abfall, im Jahr 2023 noch 13 Tonnen.

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Wird bald auch Merz gedemütigt?

Was, wenn bald Friedrich Merz auf dem Sessel im Oval Office sitzt und von Trump und Vance vorgeführt und dann einem möglichen Angriff von Russland ausgeliefert wird?

Dem US-Präsident und seinem Stellvertreter würde es so oder so bestimmt gefallen, den deutschen Bundeskanzler zu demütigen. Ob sie es wagen werden? Oder machen sie das nur mit ohnehin durch einen Angriffskrieg stark geschwächten Staatspräsidenten? Wer weiß?

Hoffentlich vergisst Merz bei der Gelegenheit nicht, sich umfassend und ausschweifend zu bedanken. Die gewünschte Uniform bzw. Arbeitskleidung für solche Männer (dunkler Anzug mit Krawatte) wird Merz ganz sicher haben, aber was ist mit diesen Herrschaften?

Und wenn Merz dann aus dem White House fliegt, wird er danach auch von König Charles empfangen? Bestimmt. Vermutlich sogar zusammen mit dem schwedischen König, dem norwegischen, spanischen und dem niederländischen König. Auf jeden Fall von Leuten, die sich benehmen können.

Was ist mit Vance, der in Vermont in Jeans auf Ski gesehen wurde, in JEANS? Hallo? Kann man unpassender gekleidet sein? Vance und Trump, zwei Würstchen, die die Welt beherrschen wollen. Ihnen geht es allein um totale Macht. Mit nicht mal einem einzigen Gramm Grandezza treten sie auf. Wenn Fashion in der Politik eine Rolle spielt, dann weiß man, wo man dran ist.

Ich denke, wenn sich ein derartiges Betragen durch die beiden US-Witzfiguren noch einmal wiederholen sollte, dann kaufen wir uns (in Deutschland) richtige Atombomben. Und dann schaumermal.

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Weiberfastnacht in Aachen: Bunt und laut

Jede Menge los im Hof in Aachen. Dort schunkeln an Fettdonnstag erst Hunderte zu den Auftritten der Tropi-Garde und tanzen nachmittags zum Trommelwirbel von zwei niederländischen Bands. Bunte Kostüme gibt es in Hülle und Fülle. Da haben sich welche viel Mühe gegeben.
Jecke treffen sich traditionell an Weiberfastnacht vor dem Domkeller, in Burtscheid am Jonastor, auf dem Katschhof im Zelt der Oecher Pen und auf Markt und Rathaus-Balkon.
Ganz neu angeschafft: Spezial-Sperren, die für den Kinderzug und den Rosenmontagszug gebraucht werden. Sie stehen seit Tagen parat, ergänzen die mobilen Sperren und sollen Sicherheit vor Anschlägen bringen.

Die Aachener Polizei teilt mit, sie hatte an Fettdonnerstag erfreulich wenig zu tun: Insgesamt seien alle Karnevalsveranstaltungen, wie zum Beispiel im Pennzelt mit ca. 2000 Besuchern, am Burtscheider Markt mit ca. 3000 Feiernden oder in den Kurparkterrassen mit etwa 1800 Personen, „friedlich und ohne nennenswerte Störungen“ verlaufen.

Lediglich 15 Strafverfahren mussten die Beamten einleiten, die meisten wegen einfachen Körperverletzungsdelikten. 13 Platzverweise wurden erteilt und eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Im Zuge der verstärkten Kontrollen wurden auch ein Messer und ein Pfefferspray sichergestellt. Darüber hinaus mussten hier und da verbale Streitigkeiten geschlichtet werden.

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