Warum glauben Menschen den letzten Quatsch?

Fake Facts – True Facts?! – Wie Verschwörungserzählungen unser Denken bestimmen“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Katharina Nocun.

Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Welche Rolle spielt das Thema in der rechtsextremen SzeneUnd wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene „Wahrheit“ entdeckt zu haben?

Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihren Büchern „Fake Facts“ und „True Facts“ geben sie Tipps, wie man Verschwörungsanhängern im eigenen Umfeld aus dem Kaninchenbau eines geschlossenen Weltbilds helfen kann.

Katharina Nocun ist Publizistin. Sie hat Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Münster und Hamburg studiert. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Spannungsfeld Digitalisierung und Demokratie sowie den Folgen von Desinformation. Ihre Texte erschienen u.a. in der SZ, bei Zeit-Online, Spiegel-Online und dem Handelsblatt. Der von Nocun produzierte Podcast Denkangebot war 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Ihr erstes Buch „Die Daten, die ich rief“ (2018) behandelt das Thema Datenschutz und Digitalisierung.

Die Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen findet statt am Donnerstag, 11. April. Sie wird moderiert Ali Daccour. Beginn ist um 18 Uhr.

https://eventfrog.de/de/p/politik-gemeinde/politik/fake-facts-true-facts-mit-katharina-nocun-7183376825900295617.html

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Steinreich

Heute eine neue Folge in der Serie: Wir beobachten Baustellen. Gestern haben wir uns noch mal an der Lothringerstraße umgesehen. Und zwar auf dem Platz, der – wenn man penibel ist – zum Steffensviertel gehört, gefühlt aber ganz klar zum Frankenberger Viertel. Der Platz (ohne Namen) wird gerade umgebaut, nachdem dort elf gesund aussehende Bäume gefällt wurden.

Nachdem dort jetzt alles einsehbar ist, wundert man sich, wie da überhaupt etwas wachsen konnte.

Ein neuer Platz entsteht, aber zuerst muss im Untergrund massiv aufgeräumt werden. Die ganzen Steine aus dem Grundstück konnte man nicht alle auf ein Foto draufkriegen. So viele sind/waren es.
Kellermauern zeigen sich, darauf sind Bäume gewachsen. Da sieht man mal wieder, wie stark Natur sein kann. Beton, Pflastersteine, Ziegelsteine – alles vorhanden.
Die Platte soll mittlerweile gefunden worden sein. Wobei die Bezeichnung „Platte“ wohl nicht ganz korrekt ist. Es müssen Teile gewesen sein. Wie auch immer: Hier sieht man einen Haufen Pflastersteine, die aus dem Grundstück ebenfalls rausgeholt wurde. Foto: Marc Teuku
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E-Bike-Ausleihe: Velocity erhöht die Preise

Strom und Ersatzteile sind teurer geworden, neue Fahrräder wurden angeschafft und neue Stationen eröffnet. Die Velocity Mobility GmbH, Aachens einziger E-Bike-Verleiher, hat die Preise erhöht.

Kostendeckend hat das Unternehmen ohnehin nie gearbeitet. Etwa 336.000 Euro pro Jahr bekommt Velocity aus der Kasse der Stadt. Eine Erhöhung dieser Förderung ist vorerst nicht geplant.

Die Preise steigen überall. Auch das Ausleihen eines E-Rades in Aachen und in der StädteRegion ist teurer geworden.

Das Unternehmen war für Dennis Brinkmann (damals noch Student) eine Möglichkeit, ein in die Zeit passendes Mobilitätskonzept zu unterstützen. Nach seinem Abschluss an der RWTH ging es ans Gründen. Seitdem setzen zahlreiche Städte und Gemeinden auf Velocity. In Aachen gibt es 100 Stationen mit 330 Rädern.

Auf den Rädern konnte man immer gut ausprobieren, ob man mit einem E-Bike überhaupt klarkommen würde. 30 Minuten kosteten nur 1,50 Euro, und in einer halben Stunde kommt man ganz schön weit und muss keinen Parkplatz suchen. Gerade Älteren wurde klar: „Ein e-Bike ist genau das Richtige für mich.“ Ab ging’s zum Fahrradhändler, wo man sich ein eigenes Rad zulegte.

Neuerdings kosten 30 Minuten 2,69 Euro. Gegenüber einer 30-Minuten-Fahrt mit der ASEAG lohnt sich das immer noch, auf bestimmten Strecken muss im Bus für ein Einzelticket mehr bezahlt werden. Sparfüchse müssen sich das selbst ausrechnen: Es kann auch sein, dass die Fahrt mit einem E-Scooter von Tier preiswerter ist.

Die Aachener Zeitung hat hier mal intensiv gerechnet und verglichen.

E-Scooter: Jetzt kommt RideMovi

Unterdessen kommt zu den beiden E-Tretroller-Verleih-Anbietern (Tier und Voi) noch ein neuer, dritter Anbieter hinzu. Mehr als 2000 E-Roller dürfen es in Aachen nicht sein. Deshalb, weil jetzt ein Dritter hinzukommt, müssen die beiden anderen reduzieren. In der Vorlage der Verwaltung für den Mobilitätsausschuss liest sich das so:

„Derzeit sind die Anbieter VOI und TIER mit jeweils 1.000 E-Tretrollern vor Ort präsent, nachdem Anfang Oktober 2023 der Anbieter Lime seinen Betreib eingestellt hat. Die aktuell festgelegte Obergrenze liegt bei 2.000 E-Tretrollern insgesamt. Die Ankunft eines dritten Anbieters erfordert eine Anpassung der pro Anbieter zugelassenen E-Tretroller. Demnach können je Anbieter zukünftig 666 E-Tretroller im Stadtgebiet Aachen zur Verfügung gestellt werden.“

Der neue E-Tretroller-Verleihanbieter heißt RideMovi, wurde 2017 in Mailand gegründet und wird ab Juni im Stadtbild von Aachen zu sehen sein. Wie dort die Preisgestaltung sein wird, ist AachenNews nicht bekannt. 

s. hier RideMovi

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Gestern im Krönungssaal: Weltberühmter Pianist Igor Levit diskutiert mit Politikern

Sie sagen „Ja zu jüdischem Leben in Europa“. Zum Konzert mit Dialogrunde strömten gestern viele Menschen in den Krönungssaal des Rathauses.

Die Karlspreis-Verleihung mit ihrem Rahmenprogramm beschert Aachen wieder reihenweise prominenten Besuch. Den Beginn machte am gestrigen Sonntag der weltberühmte Pianist und politische Aktivist, der überaus sympathische Künstler Igor Levit.

Es gab ein Konzert und eine Dialogrunde mit vielen klaren Aussagen zum Antisemitismus in Deutschland und in Europa. 800 Anmeldungen zum Konzert waren innerhalb weniger Stunden vergeben, der Krönungssaal war voll, vor dem Rathaus bildete sich schon lange vor Beginn der Veranstaltung eine Schlange.

Mit Igor Levit diskutierten u. a. Bundesminister Cem Özdemir und Ex-Ministerpräsident Armin Laschet. Igor Levit spielte Beethoven und Brahms, er schien die Tasten des Flügels zu streicheln, man hätte ihm noch viel länger zuhören können. Die Diskussion leitete Podcasterin Tanit Koch

Erst zum Schluss wurde erklärt, was man sich während der ganzen Veranstaltung fragte: Warum wurden im Rücken der Diskutanten drei ungerahmte Bilder (auf Staffeleien) aufgestellt? Armin Laschet erklärte, es seien Werke von Hans-Günther Kaufmann und sie stellten dar, was in allen drei abrahamitischen Religionen von Bedeutung sei: Wüste, Wasser und Bäume.

Das Konzert gestört hat leider die Berichterstatterin des WDR, die vor Ort sprach und zwar im Saal während des Konzerts. Die Reporterin wurde hinausgedrängt, was man sich hier (bei 36,07) ansehen kann.

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Uff, es gibt Leute, die nicht wissen, was der Karlspreis ist und wer ihn dieses Jahr bekommt. Machtnix, man kann nicht alles wissen: Hier klicken

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Krasser Fail: Die Produktion von ungeheuer viel Abfall und das dann folgende Einsammeln

Sorry für dieses Foto, muss leider sein sofern man möchte, dass jede/r weiß, wovon hier die Rede ist. Foto: Sedanstraße
Wenn man diese Flaschen sieht, denkt man gleich: „Ups, da wurde aber gut gefeiert“ und muss lachen. Nur wohnen möchte man neben solchen Glascontainern lieber nicht.Eine Windbö – und die Straße ist voller Scherben. Foto: AachenNews Archiv
Am Neumarkt wünschte eine Bürgerin die Entfernung dieser Kisten. Sie richtete sich mit ihrem Anliegen an das Bürgerforum. Doch das konnte nicht weiterhelfen.

Mehr als 200 Glascontainer stehen in den Straßen und Plätzen von Aachen rum, sehr zum Ärger der Menschen, die in der unmittelbaren Nähe wohnen. Die Kisten sind verdreckt und beschmiert, daneben stehen fast immer aufgeplatzte Plastiktüten mit nassen Textilien und vom Regen aufgeweichte Kartons. Der Stadtbetrieb muss alle Nase lang einen der über 200 Glascontainer aufsuchen und für Sauberkeit sorgen.

Foto: „Bitte nehmen Sie Rücksicht . . . “

Im Bürgerforum bat eine Anwohnerin vom Neumarkt neulich um Unterbringung der Container unter die Erde. So genannte Unterflurcontainer gibt es tatsächlich in Holland, in der Schweiz und in Spanien. 40.000 bis 60.000 Euro würde so ein Teil kosten. Zu teuer, musste die Verwaltung mitteilen, obwohl sie sich selbst solche Unterflur-Teile wünscht.

Das Duale System (auch verantwortlich für den Gelben Sack) habe eine Kostenbeteiligung abgelehnt, so wurde mitgeteilt. Dabei: Wenn man bedenkt, was die Reinigung der Container-Umgebung an Personal kostet . . . hat das mal jemand gegengerechnet? Nebenbei: Das Duale System gehört zu den Dingen aus Militär, Technik und Computer, die immer wieder krachend in die Hose gehen. Eine misslungene Erfindung.

Dieses Container-System macht dem Stadtbetrieb viel Arbeit, bis hin zu den Postern, die entworfen werden, um auf den korrekten Gebrauch der Boxen hinzuweisen. Alles weitgehend vergebene Liebesmüh. Mataréstraße: „Hier nicht!“.
Händler und Gastwirte laden ihren Abfall ebenfalls an den Glascontainern ab. Beverstraße vorne: lauter Plastik-Kleiderbügel. Klar ist, diese Art der Entsorgung funktioniert einfach nicht.

Wer es sich auch sonst immer einfach macht, sagt nun: Die Leute in Aachen sind einfach Umweltsäue, sie geben nichts auf eine saubere Umwelt, die muss man anzeigen. Der Fehler liegt allerdings nicht bei den Einzelpersonen, sondern im Entsorgungs-System, das ein derartiges Verhalten provoziert. Die Boxen für Abfall aufzustellen und dann zu erwarten, dass nur Glas eingeworfen wird – das funktioniert einfach absolut nicht, wie man seit Jahren und nach allen Info-Kampagnen sieht. Man wird verleitet zu denken: „Das wird schon jemand abholen!“, und stellt seinen Müll neben den Container.

Wir halten fest:

Gelber Sack funktioniert nicht, der Inhalt verteilt sich über die Straßen.

Biotonne funktioniert nicht, der Inhalt ist zu über 90 Prozent nicht bio.

Glascontainer funktionieren nicht, sie ziehen Müll an, versauen die Optik.

***

Link korrigiert. Ein Podcast über Sachen, die vollkommen in die Hose gehen/gingen, von Sven Uckermann.

Zu dem Bericht gibt es 2 Leserbriefe, außerdem wurde freundlicherweise dieses Foto zugeschickt:

Unterirdische Glascontainer gibt es offensichtlich in dem kleinen holländischen Dörfchen Oud Lemiers, dort hat man also das Geld dafür. Diese Container wären vor allem an Innenstadt-Standorten eine bessere Lösung. „Das Problem liegt im Dualen System, welches andere Interessen verfolgt, als die Reinhaltung unserer Umwelt“, so teilt der Leserbriefschreiber mit. 

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Vom ShoppingCenter zum Behördenbau, eine Filiale der Sparkasse zieht ebenfalls ein

In die Räume auf der linken Seite wird bald die Sparkasse Aachen einziehen. Die roten Logos des Geldinstituts sind schon da. Foto: aktuell

Gebrummt hat der Laden in den Aachen Arkaden eigentlich nie. Seit Monaten wird innen umgebaut. Zuletzt wurden die Räume in dem ShoppingCenter an der Trierer Straße – gegenüber vom Bahnhof Rothe Erde – als Pop-up-Store angeboten. Jetzt steht es fest: Das komplette Ausländeramt zieht von der Hackländerstraße in die Arkaden. Und nicht nur das.

Man hätte dort kurzfristig reihenweise provisorische Einzelhandelsgeschäfte (Pop-up-Store) eröffnen können. So ein Store ist ein Marketinginstrument, das vielleicht in Großstädten wie Düsseldorf funktioniert, in Aachen aber lächerlich wirkte. Die Werbung war nicht zu übersehen, kein einziger „Store“ öffnete dort jemals seine Tore. Als Impfzentrum schafften es die Arkaden dann ins Fernsehen, tausende Menschen ließen sich dort in der Coronazeit impfen.

Aber jetzt: Die Räume im Verwaltungsgebäude in der Hackländerstraße sind längst zu klein, der Umzug ist beschlossene Sache. Wie man hört, wird „günstig“ gemietet, eine konkrete Summe wurde AachenNews.org nicht mitgeteilt. Menschen, die Geflüchtete beim Gang zur Behörde begleiten oder seit 2015 begleitet haben, kennen die unendlich langen Wartezeiten und die noch viel längeren Bearbeitungszeiten dieses Amtes. Das soll ab 2025 alles besser werden.

Übrigens: Das Ausländeramt ist zuständig für 120.000 Personen in der StädteRegion Aachen. Auf – alles in allem – 13.400 Quadratmetern werden die Mitarbeiter*innen der StädteRegion dort nach dem Umbau arbeiten können. Jetzt befinden sich in den Arkaden schon das Gesundheitsamt der StädteRegion und das Kommunale Integrationszentrum. Der Publikumsverkehr hält sich aber in Grenzen, wie man dort als Anwohner*in beobachten kann.

Genau vor den Arkaden gibt es eine Bushaltestelle der ASEAG (u.a. Linie 5) und innen bald eine geräumige Filiale der Sparkasse. Dafür werden am Adalbertsteinweg und in Schönforst insgesamt zwei Filialen geschlossen. Die Umbauarbeiten an der Trierer Straße sind nicht zu übersehen. Derzeit gibt es in den Arkaden noch eine Netto-Filiale, einen weiteren Discounter und ein Fitnessstudio.

Foto: AachenNews Archiv

Wem die Immobilie gehört? Das weiß man nie genau, ziemlich oft wechselten in der Vergangenheit der/die Eigentümer, Konzerne mit Sitz in Zypern, Luxemburg, Lichtenstein oder auf den Malediven kommen infrage. Zur Zeit soll diese Gruppe Eigentümer sein, hat aber niemand bestätigt. 2008 wurde das Gebäude errichtet, angeblich für 70 Millionen Euro. Jetzt wird es ein Dienstleistungszentrum.

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Wo hier gerade vom Ausländeramt die Rede ist: Ein Podcast von ZEIT online: „Schiebt Deutschland die Falschen ab?“ Hier klicken und etwa eine halbe Stunde zuhören.

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Es geht los: Lothringerstraßen-Platz total zerwühlt

Der Lothringerstraßen-Platz wird ganz neu gestaltet und sieht derzeit ziemlich übel aus. Auffallend ist ein gelber, länglicher Streifen. Fotos: Marc Teuku

Im Frankenberger Viertel gibt es einen Platz ohne Namen aber mit ziemlich viel Bedeutung: der Platz an der Lothringerstraße. Seit Jahren schon wird hin und her geplant mit dem Ziel, diese Freifläche zwischen Friedrich- und Alfonsstraße attraktiver zu gestalten. Direkt nach Ostern haben die Arbeiten begonnen.

Zuletzt wurde unter Kommunalpolitiker*innen und im Viertel über den Platz diskutiert, weil auf ihm Ende Februar ein Dutzend gesund aussehende Bäume gefällt wurden. Es gab viel Unverständnis und Proteste (wir berichteten). Im Vorfeld der Fällungen war nicht klar geworden, warum die Ahornbäume überhaupt niedergelegt werden mussten. Lange hatte es geheißen, die Bäume blieben erhalten.

Den Grund teilte die Stadtverwaltung seinerzeit mit: Man habe im Boden eine Betonplatte entdeckt, die letztlich die Wurzeln und den Bestand von elf Bäumen gefährde. Der Platz werde bei der Umgestaltung durchaus schöne, neue Bäume (16 Stück) bekommen, so wurde zugesagt. Auch welche mit großer Krone. Bezüglich Platte fragte sich manche/r, warum einst solch eine Platte installiert wurde und was sich wohl unter der Platte befinden könnte.

Nun wird also gebuddelt, und zwar ziemlich tief wie man sehen konnte, als die Wurzeln der Bäume aus dem Boden gehoben wurden. Es entstanden große Löcher. Eine Platte in der Mitte des Platzes wurde aber noch nicht freigelegt.

Das gelb Glänzende ist Lehm, der sich auf einer roten Backsteinmauer befindet. Möglicherweise standen vor dem Krieg Häuser auf der jetzigen Freifläche, die Mauer könnte dann der Rest eines Kellers sein.

Mehr Platz und Komfort für Fußgänger und Radfahrer verspricht man sich von der Umgestaltung, 16 Parkplätze fallen weg. Der Platz soll einmal Teil eines „Premiumfußweg“ sein, der von der Innenstadt in den Frankenberger Park führt.

Überhaupt sind in dem Viertel noch diverse verkehrliche Veränderungen geplant. Das wird sich alles noch lange hinziehen. Von der Regionetz werden 2029 alle Versorgungsleitungen erneuert, erst dann können die neuen Bäume gepflanzt werden.

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Osterpause

Im Tierpark ist Hochbetrieb, AachenNews macht Osterpause. Und übrigens, wie man sehen kann: Ohne Bäume kein Ostern.
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Nicht schlecht: Ministerium schiebt doch noch 1.966.410 Euro rüber

Wird umgebaut: die Klappergasse in Aachen. Dort und in der Rennbahn wird einmal ein Minibach plätschern. Foto: AachenNews Archiv

Das war eine Zitterpartie: Die Stadt Aachen hat in Berlin einen Förderbescheid über exakt 1.966.410 Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen erhalten. Das Geld fließt in die Umgestaltung der Rennbahn und der Klappergasse. Mit viel Grün und einem offengelegten Bachlauf soll die Aufenthaltsqualität in der Stadt weiter steigen.

Die frohe Kunde verbreitete die Pressestelle der Stadt heute. Zwischenzeitlich stand die Befürchtung im Raum, dass die bereits im vergangenen Jahr zugesagten Gelder doch nicht freigegeben werden können. Das Bundesverfassungsgericht hatte nämlich im November 2023 den Nachtragshaushalt der Bundesregierung für verfassungswidrig erklärt. Dies betraf vor allem den 60 Milliarden schweren „Klima- und Transformationsfonds“. Aus diesem Topf sollte auch das Aachener Projekt gefördert werden.

Foto: man sieht viel Grün und offenes Wasser

Doch mittlerweile steht fest, dass das Fördergeld zur Verfügung steht.

Grün-blaues Band – vom Verkehrsraum zum Lebensraum“ nennt sich das Projekt des Fachbereichs Stadtentwicklung und Stadtplanung in Kooperation mit dem Fachbereich Klima und Umwelt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Innenstadt klimafest zu machen. 

Die nächsten Schritte

Ab Mai dieses Jahres wird die Planung der Stadtverwaltung durch Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner weitergeführt. Der Baubeginn ist zurzeit für den Herbst 2025 vorgesehen. Begleitet wird die Maßnahme übrigens von einer engagierten Bürgerinitiative, die sich für die Offenlegung von Aachener Bächen einsetzt. 

Zahlreiche weitere aktuelle Projekte und Infos sind auf www.innenstadt-morgen.de zu finden.

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Fahrradfreundlich wird Aachen nur ganz langsam

Eine gut besuchte Veranstaltung. In Aachen sind immer mehr Menschen daran interessiert, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

Um den Radverkehr speziell in Aachen und das Zufußgehen im Allgemeinen ging es kürzlich bei einer Veranstaltung der Stadtverwaltung. Hier kann man die komplette Veranstaltung, die fast 3 Stunden dauerte, aufrufen: www.aachen.de/jahresdialog2023

Professor Helge Hillnhütter von der Universität Trondheim erklärte zunächst in seinem Vortrag, was eigentlich alles eine Rolle spielt, wenn man eine Stadt zu Fuß durchquert und wie die Fußgänger*innen beim Gehen von ihrer Umgebung beeinflußt werden. Auch wie der ÖPNV und das Gehen zusammen funktionieren, stellte er dar.

Die Verwaltung hat sich an dem Abend im Depot (Talstraße) selbstbewusst selbst gelobt, besonders für den speziell für diesen Abend produzierten Kurzfilm. Mit der Radverkehrskultur tut sich Aachen indes schwer, obwohl sich die Verwaltung große Mühe gibt, die Vorgaben des Radentscheids umzusetzen. Aber alles geht noch viel langsamer vonstatten, als man sich das vorgestellt hatte.

Warum da nicht zügig Radwege gebaut werden? Man versteht es nicht. Schlecht auch, dass Isabel Stehle (Verantwortliche auf Seiten der Stadtverwaltung) bald Aachen in Richtung München verlassen wird. Da verzögert sich die Umsetzung der Ziele des Radentscheids weiter. Wenn eine Firma (wie zum Bespiel gerade bei der Haarbachtalbrücke) ein Angebot abgibt, muss sie Kosten und Endtermin verbindlich nennen. Warum geht das im öffentlichen Raum nicht? Warum geht das nicht beim Bau mehrerer Radwege?

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