3 Glascontainer, die keiner haben will

An diesen 3 Glascontainern in der Zeppelinstraße/Ecke Mataréstraße scheiden sich die Geister.

Wer in der Mataréstraße wohnt (u. a. die Autorin dieser Zeilen) verfolgt mit Spannung die Entwicklung des Quartiers, das außergewöhnlich dicht besiedelt ist. Es ist der untere Teil von Forst, in dem es in den letzten Jahren eine relativ große Bautätigkeit gegeben hat.

Problem: Man ist sich nicht einig, wo die 3 oben abgebildeten Container aufgestellt werden sollen. Den einen sind die Container ein Dorn im Auge. Es sammelt sich drumherum angeblich ständig Müll. Die anderen finden die Container richtig aufgestellt aber sonst das Viertel bis vor kurzem noch nicht ausreichend beachtet vom Stadtbetrieb. Das hat sich in den letzten 3 bis 4 Monaten geändert/verbessert. Der Stadtbetrieb will jetzt aber die Container woanders aufstellen.

Die Anwohner trieb das jüngst in die Sitzung der Bezirksvertretung-Mitte. Denn es steht tatsächlich die Frage im Raum: Wo sollen die 3 Glascontainer hingestellt werden? In die Zeppelinstraße oder – ganz zentral und prominent – quasi auf die Kreuzung Eisenbahnweg/Freunder Weg/Mataréstraße, mehr oder weniger vor die Einfahrt einer Tiefgarage?

Wo jetzt noch 4 Autos parken, sollen demnächst 3 Clascontainer stehen. Die Anwohner sind nicht begeistert. An der vielbefahrenen Ecke könnten Fremde ganz schnell ihren Abfall loswerden ohne erwischt zu werden, so wird befürchtet.

Die Menschen, die die Container an ihrem Platz in der Zeppelinstraße belassen wollen, überreichten den Politiker*innen eine Liste mit 54 Unterschriften (in 48 Stunden gesammelt) und stellten ihren Standpunkt in mehreren Redebeiträgen dar. Die Gegenseite hatte zwar keine Unterschriften, stellte aber auch ihren Standpunkt dar.

Entschieden wurde im Rathaus noch nichts. Aber es wäre schon ein Gewinn, wenn Stadtbetrieb und Politik verstanden hätten, dass in dichtbebauten Vierteln in puncto Sauberkeit mehr getan werden muss, als zum Bespiel da, wo viel weniger Menschen wohnen.

***

Die Mataréstraße. Links befindet sich die Montessori-Grundschule, rechts (nicht zu sehen) die berühmte Kirche St. Bonifatius von Architekt Rudolf Schwarz (s. auch hier).

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2 Antworten zu 3 Glascontainer, die keiner haben will

  1. Gitta schreibt:

    Schön, dass es in diesem Forum die Möglichkeit gibt, auch als „Gegenseite“ zu Wort zu kommen.
    Allerdings verstehen wir uns nicht als solche und wünschen uns eine Verständigung mit allen, die sich für unser Viertel einsetzen.
    Die regelmäßige Ablage wilden Mülls bei den Containern am Bunker ist eine Tatsache, die sowohl Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung als auch Anwohner*innen der oberen Mataré- und Zeppelinstraße fast täglich beobachten. Diese Situation wurde übrigens auch von der Autorin beklagt: https://aachennews.org/2020/02/04/rund-um-die-container-sammelt-sich-der-mull/

    Bei sauberer Recherche wäre ihr und Anwohner*innen der VILIS- Häuser nicht entgangen, dass diese „Einige Beschwerdeführer*innen“ im Januar einen Bürgerantrag mit 25 Unterschriften beim Bürgerforum gestellt haben. Die Umsetzung der Glascontainer ist dabei nur ein Punkt. In dem Bürgerantrag geht es unter anderem auch um die Sicherung des Schulweges durch Straßenmarkierungen, um die Wiederbepflanzung der Baumscheiben, um den Wunsch nach Begegnungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche und eben auch um die Sauberkeit im Quartier.
    Unsere Unterschriften stammen auch nicht alle aus dem gleichen Wohnkomplex, sondern sind aus der ganzen Mataréstraße und weiten Teilen der Zeppelinstraße.

    Die Stellungnahme der Verwaltung, die in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 21.9.2022 vorgestellt wurde, bezieht sich nicht auf unseren Bürgerantrag, sondern auf einen Antrag der SPD vom 9.1.2022.
    https://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=25840

    Unterstellungen und Abgrenzungen bringen uns nicht weiter. Gerne setzen wir uns mit Ihnen an einen Tisch und schauen, ob wir mit demokratischen Mitteln -auch bei manchmal unterschiedlichen Perspektiven- an einem Strang ziehen können.
    Auch unseren Bürgerantrag können wir dann besprechen.
    Sie erreichen uns unter der im Absender angegebenen e-Mail-Adresse.

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  2. Tobias schreibt:

    „Denn es steht tatsächlich die Frage im Raum: Wo sollen die 3 Glascontainer hingestellt werden? In die Zeppelinstraße oder – ganz zentral und prominent – quasi auf die Kreuzung Eisenbahnweg/Freunder Weg/Mataréstraße, mehr oder weniger vor die Einfahrt einer Tiefgarage?“

    – Die Glascontainer werden auf einem Stück Parkstreifen abgestellt. Die Breite der Straße bleibt vollständig erhalten.
    – Am derzeitigen Standort stehen die Container teils auf dem Gehweg, teils auf der Straße.
    – Die Einfahrt in die Tiefgarage wird nicht beeinträchtigt.

    „Wo jetzt noch 4 Autos parken, sollen demnächst 3 Clascontainer stehen. Die Anwohner sind nicht begeistert. An der vielbefahrenen Ecke könnten Fremde ganz schnell ihren Abfall loswerden ohne erwischt zu werden, so wird befürchtet.“

    – Anwohner*innen sind meistens nicht begeistert, wenn ihnen PKW-Fläche im öffentlichen Raum genommen wird. Ganz gleich, ob für neue Geh- und Radwege oder eben Container.
    – Es geht darum, dass diese Stelle viel besser einsehbar ist als die enge und dunkle Stelle am Musikbunker. Noch einmal: es soll geschaut werden, ob sich das massive Müllproblem (was hier immer wieder kleingeschrieben wird) bessert, wenn die Fläche am Musikbunker beispielsweise begrünt wird und die Container dort nicht mehr stehen.
    – In der Regel suchen sich Menschen, die Müll illegal entsorgen, genau solche dunklen und schlecht beobachtbare Stellen wie eben die am Musikbunker.
    – Nicht zu vergessen: der Gehweg am Musikbunker wird immer wieder verschmutzt und mit Müll vollgestellt. Dies beeinträchtigt viele Fußgänger*innen, Kinder, Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Am neuen Standort würde lediglich PKW-Stellfläche wegfallen.

    Insgesamt ist das hier leider ein Fall von aktiv gewordenen Bewohner*innen eines Hauses, die nun ganz nach NIMBY-Mentalität (Not In My Backyard) bzw. dem St.-Florians-Prinzip agieren.

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