Das ist nicht mehr lustig: Fachkräftemangel in den Kitas. Es wird immer schlimmer.

Die Kindertagesstätten in Aachen sind in einer schwierigen Lage. Es fehlen nicht die Kitas, es fehlen nicht die Kinder, es fehlt das Personal. Das Jugendamt muss den Mangel verwalten bzw. in den Griff bekommen. Und das ist so etwas wie die Quadratur des Kreises, quasi unmöglich.

Nicht nur in den städtischen Kitas sucht man händeringend nach Erzieherinnen und Erziehern, auch in den Kitas der freien Träger (Kath. Kirche, AWO usw). Überall müssen schon Betreuungszeiten reduziert werden. Und: In den Kindergärten verzichtet man auf Ausflüge, Feste, Elternveranstatungen, Mitarbeitertreffen. Das macht manche Eltern wütend.

Personal aus den Kitas machte schon oft auf die prekäre Lage aufmerksam. In den Kitas fehlt es für eine gute Betreuung der Kinder an Personal. Muss das Betreuungsniveau auf den Stand der 80er Jahre runtergefahren werden? Fotos: AachenNews Archiv

In den Kitas von Aachen und Düren gab es 2023 in ganz NRW die meisten Ausfälle. Über 20 Tage. Gezählt wurden nur die Tage, an denen die Kitas komplett zu waren. Kappung von Betreuungszeiten, stundenweise Schließung oder der zeitweise Wegfall einzelner Gruppen wurden nicht erfasst. Hier nachlesen.

Was eine wegen Krankheit der Erzieherinnen plötzlich und immer wieder mal geschlossene Kita für Alleinerziehende bedeutet, was das für die Frauen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen versorgen bedeutet oder für Eltern, die beide berufstätig sind, kann man sich vorstellen. 37 Vollzeitstellen sind in 56 städtischen Kitas nicht besetzt. Und dann kommen noch Ausfälle wegen Krankheiten, Schwangerschaft und Erschöpfung hinzu.

Mit anderen Worten: Die Lage ist wirklich ernst. Schon vor anderthalb Jahren hat man im Jugendamt jede Menge Fantasie entwickelt und sich das „Aachener Modell“ ausgedacht. Demnach sollten nicht-pädagogische Kräfte in den Kitas zum Einsatz kommen und unter Aufsicht und Anleitung der Erzieherinnen die Kinder betreuen helfen. Unbürokratisch und flott.

Das Ministerium muss das erlauben, und das hat es vorerst nicht getan. Jetzt ist die CDU-Ministerin mit einem eigenen Projekt-Vorschlag herausgekommen, wobei – kurz gesagt – ebenfalls nicht-pädagogisch vorgebildetes Personal in der VHS ausgebildet wird und gleichzeitig in den Kitas hilft und lernt. Kosten für Aachen: knapp 600.000 Euro für nur 20 Arbeitsplätze. Aus der Kasse des Ministeriums kommt kein einziger Euro dafür.

Alle Kitas in ganz NRW dürfen sich aber bewerben, nur 3 werden letztlich als Teilnehmer an dem Projekt zugelassen.

Foto: Die Medien berichten umfangreich über die Kita-Krise.

Die Malaise spielt sich so auch in allen anderen Städten und Gemeinden ab. z. B. in Offenburg. Dort hat man sich das „Offenburger Modell“ ausgedacht. Auch nicht schlecht, möchte man sagen:

https://www.offenburg.de/de/leben-in-offenburg/familie/offenburger-modell/das-offenburger-modell-konkret

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Zwei Züge, zwei neue Zugstrecken, keine Pferde.

Ein sog. Großkampftag ist für die Stadtverwaltung, für Polizei und Rettungsdienste immer der Karneval mit seinen beiden Zügen: Kinderzug (114 Zugnummern) und Rosenmontagszug, letzterer mit 170 Zugnummern und Motivwagen.

Bereits seit Oktober hat der Fachbereich Sicherheit und Ordnung mit dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), die Umzüge geplant. In enger Zusammenarbeit mit den städtischen Fachbereichen, Feuerwehr, Polizei, der ASEAG und Sicherheitsfirmen, wurden die ersten Schritte für die beiden großen Karnevalsumzüge der Stadt besprochen.

Neuer Zugverlauf am Sonntag und Montag

Die neuen Zugstrecken gestalten sich wie folgt: Der Kinderkostümzug am heutigen Sonntag, 11. Februar, beginnt mit der Aufstellung in der Oppenhoffallee und bewegt sich dann durch die Innenstadt über Lothringerstraße, Wilhelmstraße, Theaterstraße, Friedrich-Wilhelm-Platz, Ursulinerstraße, Münsterplatz, Schmiedstraße, Rennbahn, Klappergasse, Jakobstraße, Markt, Großkölnstraße und löst sich in der Sandkaulstraße, Höhe Hotmannspief, auf. 

Ein Foto von 2015, da konnte der Kinderzug noch die Jakobstraße hochgehen. Für dieses Jahr wurde umgeplant. Foto: AachenNews Archiv

Der Rosenmontagszug am morgigen Montag, 12. Februar, stellt sich im Bereich Adalbertsteinweg, Stolberger Straße und Viktoriastraße auf. Der Zugverlauf geht dann vom Adalbertsteinweg über Wilhelmstraße, Theaterstraße, Friedrich-Wilhelm-Platz, Ursulinerstraße, Münsterplatz, Schmiedstraße, Rennbahn, Klappergasse, Jakobstraße, Markt, Großkölnstraße. Die Auflösung ist ebenfalls in der Sandkaulstraße, Höhe Hotmannspief. 

Weitere Informationen hier: www.aachenerkarneval.de

Wie immer sind sogenannte „mobile Rückhaltesperren“ mit Fahrzeugen des Stadtbetriebs, der ASEAG, der STAWAG und des Veranstalters geplant, um den Karnevalszug, die Jecken und Narren und die Besucher*innen zu schützen. Bei Stadtverwaltung, Polizei sowie dem Festausschuss Aachener Karneval und den Hilfskräften hat die Sicherheit aller, der Zugteilnehmenden und der Menschen am Straßenrand, Vorrang.

So standen rund 300 Absperrgitter, Standfüße und die dazugehörigen Stangen auf dem Betriebsgelände am Freunder Weg bereit, um damit die Zugstrecke abzusichern. Am Mittwoch, 7. Februar, wurde das gesamte Material punktuell an etwa 100 Standorte in der Innenstadt verteilt. Während der Umzüge wird es entlang der Zugstrecke mehr als 100 Sperrungen geben, um den fließenden Verkehr um die Züge herum zu leiten. Ein Großteil der Halteverbotsschilder ist an wiederkehrenden Punkten, beispielsweise an der Oppenhoffallee, vorinstalliert, die aufgeklappt werden müssen. 100 weitere Verkehrszeichen werden zusätzlich in den Straßen verteilt.

Pferde wird es erst nächstes Jahr wieder im Zug geben. Dieses Jahr bleiben sie im Stall, um nicht zu erkranken. Es grassiert angeblich ein Virus.

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Sind die Züge einmal durch, sehen die Straßen aus wie Sau

Mit insgesamt 16 Klein- und Großkehrmaschinen, zwölf Pritschenfahrzeugen, drei Presswagen, einem Werkstattwagen und natürlich zu Fuß sind an den beiden Karnevalstagen (Sonntag und Rosenmontag) mehr als 130 Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung im Einsatz.

Intensive Vorplanung

Seit Dezember planen Dieter Lennartz, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, und Dieter Bohn, Bereichsleiter Stadtreinigung, beim Stadtbetrieb den Einsatz der „Orangenen Funken“. Dazu gehört weit mehr als die Straßenreinigung nach dem Kinder- und Rosenmontagszug. Etwa viel Abstimmung im Vorfeld bei Sondergenehmigungen: „Wo findet wann welche Veranstaltung statt, und muss der Aachener Stadtbetrieb dort Aufgaben übernehmen?“, ist dabei stets die Fragestellung. Schließlich werden von der Stadtreinigung des Stadtbetriebs alle Veranstaltungsorte betreut.

An den Karnevalstagen ist so viel zu tun, da packen die Bereichs- und Abteilungsleiter auch mit an. Der Sonntag gilt dabei noch als Generalprobe. Wegen der zahlreichen kleineren Züge in den Stadtteilen wie Lichtenbusch, Richterich, Eilendorf und Brand teilen sich die Mitarbeiter*innen auf und werden in ihren Aufgaben von den Grünkolonnen des Stadtbetriebs unterstützt

Tonnenweise Abfall bleibt an Karneval auf den Straßen liegen. Foto: AachenNews Archiv

Bis zu 16 Tonnen Abfall sammeln die „Orangenen Funken“ nach den Karnevalszügen. Alles Verpackungsmaterial, das eigentlich kaum etwas wiegt. Neben Verpackungsmaterial sind Glasscherben häufig ein Problem. Unzählige leere Bier- und Sektflaschen stehen oft nach den Zügen an den Straßenrändern.

Anerkennung für das ganze Jahr

Doch bei allem Aufwand – die Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung freuen sich angeblich auf ihren besonderen Einsatz an Karneval. Während alle anderen feiern und sie arbeiten, bekommen sie auch das ein oder andere nette Wort zu hören. „Da bekommen sie die Anerkennung für das ganze Jahr“, sagt Dieter Bohn.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Pontstraße ab sofort Kamera-überwacht

In der Pontstraße kommt es zu später Stunde des öfteren zu Schlägereien. Und zwar nicht zu harmlosen Theken-Schlägereien oder -Handgemengen, sondern zu wirklich massiven Kämpfen mit Ketten und Stangen usw.

Außerdem: Gerade zu Karneval verlieren gewisse Herrschaften im Alkoholrausch regelmäßig die Fassung. Im Nachgang haben dann die Gerichte viel zu tun. Dabei ist nichts schwieriger für Richter*innen, als Monate später eine Schlägerei unter Betrunkenen aufzuklären. Wer schlug zuerst, wer provozierte, wer versuchte zu schlichten? Alles schon wenige Wochen nach der Schlägerei nicht mehr seriös aufzuklären.

Die Polizei greift jetzt zu einer drastischen Maßnahme: Video-Überwachung. Es wird mitgeteilt:

„Seit Anfang Februar wurden der Polizei zwei mobile Geräte zur Videobeobachtung durch das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) zur Verfügung gestellt. Das Aachener Präsidium hatte zuvor einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Geräte werden ab sofort in Aachen und der StädteRegion eingesetzt.“

Ab sofort nicht nur am Bushof und am Kaiserplatz, auch in der Pontstraße überwacht die Polizei die Menschen mit Videokameras. Foto: AachenNews Archiv

Wer zuschlägt, kommt vor Gericht

Um bereits während der Karnevalstage für mehr Sicherheit zu sorgen, wurden die Anlagen schon ab dem gestrigen Fettdonnerstag in der Pontstraße erstmalig eingesetzt. Die Polizei, deren Kernaufgaben u.a. die Verhütung und Verfolgung von Straftaten ist, hält die Videobeobachtung für einen wichtigen Baustein zur Steigerung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung. Einerseits ermögliche diese Überwachung ein schnelles Eingreifen, andererseits „lassen sich vollendete Taten durch die Videoaufnahmen beweissicher verfolgen“.

Neben der Pontstraße hat die Arbeitsgruppe „Videobeobachtung“ weitere relevante Räume in der StädteRegion definiert, in denen die mobilen Geräte zum Einsatz kommen sollen. Welche das sind, wurde bisher nicht mitgeteilt.

Dialog über Aachens Nachtleben

Am kommenden Freitag, 16. Februar, lädt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum Dialog über Aachens Nachtleben in die Pontstraße ein. Im Lokal Sowieso & Ocean, Pontstraße 164, wird sie sich von 21 bis 22.30 Uhr gemeinsam mit dem Nachtbürgermeister Lukas Delvenne und weiteren Akteuren des Aachener Nachtlebens mit Menschen austauschen, die das Thema interessiert.

„Jede und jeder ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen und die Gelegenheit zum offenen Gespräch zu nutzen“, das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

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Presse-Ente von Anneliese Casteel kommt ins Zeitungsmuseum

Von 1966 bis 2011 verlieh der Bezirksverein Aachener Presse im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) Jahr für Jahr eine Presse-Ente – gestaltet von der Aachener Künstlerin Anneliese Casteel (1924 – 2022) und gefertigt in einer Auflage von 100 Stück. Die Ente wurde an herausragende Journalist*innen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für Verdienste um die Region vergeben.

Jede Ente der Serie trägt die Aufschrift „n.t.“, was sich auf eine Tradition aus dem 18. Jahrhundert bezieht, als Journalist*innen diese Buchstaben unter noch nicht bestätigte Berichte setzten. Die Abkürzung aus dem Lateinischen steht für „non testatum“, übersetzt „nicht bestätigt“. 

Das letzte Exemplar der Serie, Symbol für journalistische Integrität und regionales Engagement, überreichte der Vorstand des Bezirksvereins Aachener Presse jetzt im Zeitungsmuseum als Schenkung an die städtischen Sammlungen. Die Presse-Ente wird in Würdigung des künstlerischen Erbes von Anneliese Casteel und als bedeutende regionale Auszeichnung dauerhaft das Zeitungsmuseum bereichern. 

Anneliese Casteel war eine Schülerin des Bildhauers Matthias Corr und Absolventin der Werkkunstschule Aachen.

Der Vorstand des Bezirksvereins Aachener Presse schenkt den städtischen 
Museen die letzte von Anneliese Casteel gestaltete Presse-Ente. (v.l.n.r.) Museumschef Andreas Düspohl, Stefanie Tyroller, Museumschef Frank Pohle, Heike Eisenmenger, Frank Fäller, Michael Klarmann, Andrea Thomas, Katharina Isabel Franke und der 1. Vorsitzende Hubert vom Venn.
Foto: Stadt Aachen/Nina Krüsmann

Bis heute vergibt der Bezirksverein Aachener Presse eine Presse-Ente. Seit 2012 gestalten den Preis allerdings andere Künstler. Zuletzt wurden mit der Ente im Jahr 2023 der Journalist Christian Esser und der Rap-Musiker Mohamed El Moussaoui, besser bekannt als MoTrip geehrt.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Paris erhöht die Parkgebühren für Autos, groß wie ein Tiny House

Mit dem Auto über Karneval nach Paris, mit einem großen Auto. Herrrrrrrlisch. Mit einem SUV. Was man da nicht alles mitnehmen kann!!! Wunderbar.

Aber stopp. Die Panzer-Pkw der Touristen wollen die Pariser*innen nicht mehr in ihren Straßen stehen sehen. Sie haben für höherer Parkgebühren gestimmt: 18 Euro pro Stunde und 225 Euro für sechs Stunden.

Von Paris kann man lernen, wie Verkehrspolitik wirklich geht: In Paris hat sich die Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Rückgabe des öffentlichen Raums an die Fußgänger*innen vorgenommen, und sie versucht diese Rückgabe mit unzähligen kleinen Maßnahmen zu erreichen.

Sie hat schon viele Straßen in autofreien Zonen verwandeln lassen. Widerstand gab es zuerst, nachher waren alle froh und zufrieden. Die Lebensqualität steigt, nachdem die Autos verbannt wurden. Zuletzt hörte man von Hidalgo, als sie die Bürger*innen über die Verbannung der kleinen E-Roller aus der Stadt abstimmen ließ. Die Wahlbeteiligung war gering, denjenigen die nicht zur Abstimmung gingen, war es egal.

Das Erscheinungsbild ist eine Botschaft

„Kampfwagen gegen das Weltklima“ so wurden neulich irgendwo die SUV genannt. Sie sehen häßlich aus, wie Panzer. Sie signalisieren durch ihr Erscheinungsbild: „Hau ab, hier komm ICH, ich bin so fett und breit und mach dich platt, ich will mehr Platz, den kriege ich auch.“ Sie nehmen sich einfach den Platz, der der Allgemeinheit gehört. Sehr zeitgeistig.

Die Stadt an die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben! Mal sehen, wie lange Hidalgo daran noch arbeiten darf.

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Hier darf man lachen. Anmerkung eines Kritikers: „Allerdings sollte man bedenken, dass SUVs in den meisten Fällen gar nicht wirklich geländegängig sind, sondern nur das Gefühl und Image von Freizeit und Freiheit transportieren sollen“. Wer sich also vorgestellt hatte, dass man mit diesen Fahrzeugen immerhin hervorragend und sicher auf unbefestigten Wegen in der Eifel unterwegs sein könnte, wird enttäuscht.

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Mal was anderes: Podcast zur Lage in der Ukraine

Mal wieder eine Podcast-Folge, die einiges erklärt. Diesmal vom NDR.

Präsident Selenskyj sucht zwei Jahre nach dem russischen Einmarsch neues Führungspersonal. „Sicherlich ist ein Reset, ein Neuanfang notwendig“, sagte er in einem italienischen Fernseh-Interview. Armeechef Saluschnyj steht weiter in der Kritik. Ein Fehler bei der Gegenoffensive sei es gewesen, die russischen Truppen an der stärksten und nicht an der schwächsten Stelle anzugreifen. So analysiert es der ehemalige Viersterne-General Hans-Lothar Domröse im Gespräch mit Carsten Schmiester.

Machtkampf in der Ukraine (Tag 713 mit Hans-Lothar Domröse)
Streitkräfte und Strategien

Interview, hier klicken: http://www.ndr.de/audio1566510.html 

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Dazu eine Reportage mit dem Titel: Warten auf Munition – von Rebecca Barth https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-munition-nachschub-100.html

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Bendplatz: Bombe sicher entschärft. 2500 können wieder in ihre Wohnungen zurück

(Dieser Bericht wurde aktualisiert!)

Bei Arbeiten wurde gestern, 5. Februar, auf Höhe der Henricistraße 30 auf einem Baugrundstück (Lindt) eine britische Kampfbombe mit einem Gewicht von 250 Kilogramm gefunden. In Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde der Bereich im Radius von 300 Metern um die Bombe herum geräumt. Lindt stellte die Schokoladenproduktion ein.

Im Anschluss an die Evakuierung wird die Bombe entschärft. Betroffen sind rund 2500 Personen. Diese werden persönlich informiert. Sobald die Bombe entschärft ist, wird die Stadt Aachen alle Bewohner*innen informieren. Jedoch ist damit nicht vor Mitternacht zu rechnen. –

Die Evakuierung von rund 2500 Personen hatte um 18.25 Uhr begonnen. Für Evakuierte, die keine andere Möglichkeit der Unterbringung hatten, war als Notunterkunft die Mensa Academica der RWTH, Pontwall 3, geöffnet worden.

Die Stadt Aachen bittet Anwohner*innen, die Fragen zur Evakuierung haben, sich auf aachen.de über den Bombenfund zu informieren.

***

s auch https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/bombe-entschaerft-2700-evakuierte-kehren-in-ihre-wohnungen-zurueck/8056903.html

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Häßliche Ruine: Was wird aus der Burg in Schönforst?

Die sogenannte Burg in Forst sieht von Ferne noch ganz passabel aus, ist aber total verrottet und baufällig. Innen bröckelt alles. Die Burg steht nicht unter Denkmalschutz, könnte abgerissen werden.

Ortsbegehungen und Bürgerdialoge befassten sich mit der Burg in Schönforst, Fachleute bei der Stadtverwaltung, eine Architekturstudentin und Kommunalpolitiker*innen überlegten, was mit ihr zu machen sei. Allein: Die Ruine steht noch immer und besetzt seit über 15 Jahre im Drosselweg ein schönes Grundstück, auf dem man auch Wohnungen errichten könnte.

Niemand weiß, was aus dem Fabrikgebäude einmal werden soll, jedenfalls ist AachenNews nichts bekannt. Im Mittelalter soll an der Stelle tatsächlich mal eine echte Burg gestanden haben, doch davon ist nichts mehr zu sehen. 30.000 Quadratmeter groß ist das Gelände, das sie umgibt. Es gehört einem türkischen Textilunternehmer, der einst in Aachen einen Textilgroßhandel (Santex) betrieb, jetzt aber von Istanbul aus seine Firmen leitet.

Der Mann aus Istanbul hätte dort gern 300 Wohnungen errichtet. Dafür stritt er sogar vor Gericht. Doch der Bau von so vielen Wohnungen wurde ihm untersagt, in dem Grundstück befindet sich nämlich ein Bodendenkmal. Das ist ein Denkmal, von dem niemand was sieht, das aber vorhanden ist. Es sollen die Fundamente einer Burg und einer Vorburg sein. Jetzt stehen dort reihenweise Autos.

Die Pkw eines benachbarten Autohauses warten auf Käufer. Dort müsste bei Bauarbeiten auf ein Bodendenkmal besondere Rücksicht genommen werden. Dabei könnten dort auch in Aachen fehlende Wohnungen errichtet werden. Dass dem Denkmalschutz so viel Bedeutung beigemessen wird, ist schwer zu verstehen.

Sind Bodendenkmäler ist Aachen – das sowieso reich ist an Altertümern – wichtiger als Menschen? Eine Gruppe von Bürger*innen könnte sich dort vorstellen, die fehlende Mitte von Schönforst zu errichten. Ein zentraler Platz mit einem Bürgerzentrum – das fehlt in dem Quartier. Oder: Vielleicht könnte die Stadt das Gelände samt Burg von dem Unternehmer kaufen und ihrerseits Wohnungen errichten – allerdings mit Rücksicht auf das Bodendenkmal deutlich weniger als 300.

Eine Brache, die nach Gestaltung schreit. In Aachen gibt es sowohl Mangel an Gewerbeflächen als auch Mangel an Wohnraum. Auf den 30.000 Quadratmetern in Schönforst ließe sich beides realisieren. Doch das Gelände ist in Privatbesitz, gehört nicht der Stadt.

ISEK ist die Abkürzung für einen Arbeitsprozess, an dem sich Bürgerinnen und Bürger aus Forst sowie Verwaltung und Politik beteiligen. Eine spannende Sache, man kann auf die Gestaltung seines eigenen Wohnquartiers Einfluss nehmen. ISEK bedeutet Integrierter Stadtentwicklungsprozess. Auch in diesen Arbeitsgruppen befasst man sich mit der zerfallenden Fabrikanlage und hofft auf gute Ideen. Hier bitte nachschauen.

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Müll: Viel versucht, nichts erreicht.

Freunder Weg in Aachen. Sogar der WDR informierte vor einigen Wochen an diesem Beispiel über korrekte Entsorgung. Ohne Erfolg.

Auf dieser Baumscheibe wurden von den zuständigen Mitarbeitern bei der Stadtverwaltung freundlicherweise 6 Sträucher gepflanzt. Warum? Die Stelle war zur (illegalen) Müll-Ablade-Halde geworden und das wollten die Nachbarn ändern.

Was machen irgendwelche Leute jetzt? Die legen ihre gelben Säcke zwischen die Sträucher. Und ihre Kartons noch dazu. – Diese Baumscheibe wird hier nur exemplarisch präsentiert. Man hätte auch eine andere nehmen können.

Es zeigt sich: Das Problem ist stadtweit noch nicht gelöst. Und zwar seit Jahren nicht. Der Grund: Das ganze Verfahren, Lebensmittel in Plastik-Verpackungen anzubieten, diese Verpackungen dann in hauchdünnen Plastiksäcken sammeln und an die Straßen stellen zu lassen und das Plastik in den Säcken danach irgendwo zu lagern und später nach Brasilien oder sonstwohin außerhalb Europas zu bringen usw. usw. – dieses System ist von vorne bis hinten ganz falsch.

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