Und plötzlich keimt Hoffnung auf

Das Jahr ist gut einen Monat alt und man hat das Gefühl, als seien schon 3 Monate vergangen. Kann das sein, dass 2024 mal wieder ein einigermaßen gutes Jahr wird? Die vielen Demonstrationen gegen extreme Rechte machen froh. So etwas hat es in Deutschland noch nie gegeben. 

Schade, in Aachen versaute einem zunächst ein idiotischer Spruch („AfDler töten“) auf einem Transparent die Laune und schadete dem Anliegen und bundesweit dem Ansehen der Stadt. 

Bei der 2. Demonstration war es die Alemannia, die sich von der Veranstaltung distanzierte, nicht mitmachen wollte, „weil Politik sowieso nur spaltet“. Da war bei der Alemannia wohl jemand vor den Pfosten gelaufen. Als wenn es schlecht wäre, wenn im Ringen um die beste Lösung eines Problems zwei oder drei verschiedene Lösungsvorschläge aufeinander prallen. Die Oberen bei der Alemannia bevorzugen wohl die einfache Lösung, sie möchten, dass immer der oberster Boss sagt, wo es lang geht und alle anderen müssen folgen. 

Wie auch immer. Wir blicken seit kurzer Zeit recht zuversichtlich auf die politische Entwicklung in 2024. Der EU-Gipfel war – Halleluja – ein Erfolg: Der Ukraine wird weiter geholfen. Der unerträgliche Ungar (Orban) spielte keine Rolle mehr. Die Europäische Union ist vereint und handlungsfähig, man reibt sich die Augen. So etwas hatte man zu Beginn des Überfalls auf die Ukraine nicht zu hoffen gewagt.

Im Oktober wählen die Amerikaner, und Donald Trump wird von Rede zu Rede radikaler und irrlichternder. „Es geht ihm nicht gut“, schreiben besorgt seine Fans auf XTwitter. Seine Anhänger sind sektenmäßig aufgeputscht und zu allem bereit – aber: „Auch der engagierteste MAGA-Mensch hat nur eine Stimme“, schreibt der Journalist Nils Minkmar in seinem Newsletter. Außerdem habe jetzt Taylor Swift mit Trump eine Privatfehde begonnen, sie hat schon mal ihre Millionen Fans gebeten, sich für die Wahl registrieren zu lassen. Tausende sind ihr gefolgt. Wenn sich Tayler Swift von Trumps Anwälten und ihren Drohungen nicht einschüchtern lässt, wird sie ihm Millionen Stimmen abnehmen können. Es wäre ein Wunder: Eine Mädchen Frau (34) ringt einen gefährlichen Despoten nieder. 

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Zurück nach Aachen. Hier arbeitet man mit großem Eifer an der Frage, was aus Aachens Ortsteil Forst einmal werden soll. Es machen viele Leute mit, sie bleiben dran. Die Stadtverwaltung erklärt, was geht und was nicht geht und hilft mit viel Personal wo immer es nötig ist. Man kann jetzt schon etliches verbessern im Stadtteil, und sollten die Millionen Euro aus Düsseldorf erst einmal kommen, dann noch mehr.

In Unterforst (Nähe Rothe Erde, links der Trierer Straße) möchten Bürger*innen aus der demnächst entweihten Kirche St. Bonifatius eine Art Zentrum für kulturelle Aktivitäten machen und den total verwilderten Garten der Kirche wenigstens zum Teil so herrichten, dass sich dort Erwachsene und Kinder gern aufhalten und vielleicht etwas Obst oder Gemüse anbauen (Stichwort: Eßbares Aachen). Für das ehemalige Hutchinson-Firmengelände (Zeppelinstraße) überlegt man sich eine Zwischennutzung. Eines Tages soll dort Produktion stattfinden. (Hier klicken)

Sieht nach viel Arbeit aus und ist es auch.
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Am Inda-Gymnasium werden Bäume gefällt

G9-Erweiterungsbau erforderlich

Das Land Nordrhein-Westfalen hat entschieden, zum Abitur nach 13 Jahren zurückzukehren. Dieser Wechsel von G8 zu G9 führt dazu, „dass die Stadt Aachen zusätzliche Kapazitäten an Aachener Gymnasien schaffen muss“, so wird mitgeteilt. Es sei unter anderem eine Erweiterung des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster vorgesehen.

Die Stadt werde daher noch im Februar 2024 vorbereitende Arbeiten ausführen. Und: „Für die Gebäudeerweiterung müssen mehrere Bäume auf dem Schulgelände gefällt sowie Sträucher gerodet werden.“

Es wird versichert: „Die notwendigen Fällgenehmigungen liegen vor. Die Arbeiten werden von Baumschutzexperten der Verwaltung begleitet.“ Die Fällungen seien aufgrund der Fällverbotszeit im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September vorgezogen im Februar erforderlich, um den Baustart im Sommer 2024 zu ermöglichen.

So möchte die Stadtverwaltung die pünktliche Fertigstellung des Erweiterungsbaus zum Schuljahr 2026/27 gewährleisten. Im Rahmen der Neubaumaßnahme würden, so wird zugesagt, Ersatzpflanzungen erfolgen.

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Oche Alaaf

Närrische Ratssitzung im Krönungssaal

Auch in diesem Jahr lädt die Oberbürgermeisterin mit dem Stadtrat am Vorabend des Fettdonnerstag zur närrischen Ratssitzung in den Krönungssaal des Rathauses ein. Die Sitzung startet am Mittwoch, 7. Februar, um 18.11 Uhr, Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr. 

Bis ungefähr 22 Uhr nehmen sich pratschjecke Ratsleute kreativ und humorvoll gegenseitig, die Verwaltung und auch die Oberbürgermeisterin auf die Schippe. In der närrischen Ratssitzung wird nicht hart diskutiert, sondern gemeinsam gelacht und gefeiert. Natürlich darf der Prinz mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde nicht fehlen.

Der Eintritt ist für alle frei. Närrische Kostümierung ist erwünscht, muss aber nicht sein.

Foto: Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (versteht Spaß) sitzt im Lastenrad und ist in einer Baustelle steckengeblieben. Ein Motiv aus 2023. An Karneval wird die Obrigkeit veräppelt. Wir sind gespannt.

An Fettdonnerstag, 8. Februar, übernehmen dann wieder die Närr*innen das Kommando auf dem Markt. Ab 10 Uhr präsentiert das KK Oecher Storm in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen ein jeckes Programm. Pünktlich um 11 Uhr werden die Oecher Maatwiever das Rathaus stürmen und Prinz Thomas IV. den Stadtschlüssel von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erhalten.

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Veränderte Öffnungszeiten

Zwischen Fettdonnerstag und Veilchendienstag hat die Stadtverwaltung geänderte Öffnungszeiten. Am Fettdonnerstag, 8. Februar, endet die Sprech- und Servicezeit um 10.30 Uhr. Der Rosenmontag, 12. Februar ist dienstfrei; die Stadtverwaltung ist geschlossen. Am Veilchendienstag, 13. Februar, sind die städtischen Service-Bereiche wie sonst an einem Dienstag geöffnet. 

Die Gemeinsame Anlaufstelle von Polizei und Stadt Aachen hat an Fettdonnerstag und Rosenmontag geänderte Öffnungszeiten. Am 8. und 13. Februar ist diese von 9 bis 17 Uhr geöffnet. An allen anderen Tagen sind die Kolleg*innen zu den normalen Öffnungszeiten vor Ort ansprechbar.

Für die städtischen Museen gilt Folgendes: Das Centre Charlemagne und das Rathaus sind in der Karnevalswoche vom 8. bis 12. Februar geschlossen. Am Fettdonnerstag, 8. Februar, sind auch alle anderen städtischen Museen geschlossen. Dies gilt ebenso für Karnevalssonntag und Rosenmontag, 11. und 12. Februar.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Mit vollem Wagen: An welche Kasse gehe ich?

Der Einkaufswagen ist voll, man strebt im Supermarkt der Kasse zu. Da stellt sich z. B. bei REWE in der Bismarckstraße oder bei Netto am Adalbertsteinweg die Frage: Stelle ich mich in die lange Schlange, warte und bezahle bei einem Menschen oder geh ich zu einer der leeren Selbstbedienungskassen? 

Sehr beliebt sind sie nicht gerade: Kaum jemand benutzt die SB-Kassen bei Netto. Werden die Händler Kunden verlieren, wenn man in einem Supermarkt ausschließlich SB-Kassen vorfindet?

Vermutlich hat IKEA damit angefangen, und die Supermärkte und Baumärkte ziehen jetzt langsam nach. Kund*innen können ihren Einkauf selbst über die Scanner ziehen, das erspart einem angeblich langes Herumstehen in Warteschlangen vor spärlich besetzten Kassen. Es spart Zeit. 

Tendenz: deutlich steigend

In der Eifel haben sich die Tante-Emma-Läden länger gehalten als in Aachen, gleichwohl sind sie seit Jahrzehnten weg. Verschwinden jetzt auch die Kassierer*innen an den normalen Kassen? Eine Studie ergab, dass die Zahl der Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) stark im Ansteigen begriffen ist. 

Man denkt gleich an den Personalmangel und daran, dass die stets hilfsbereite und humorvolle Kassiererin, wie man sie bei Netto manchmal vorfindet, eigentlich auch ganz gut in einer Aachener Kita helfen könnte. Dort besteht nämlich ein Mangel an Helferinnen, den eine Maschine niemals wird beheben können. Aber das ist ein anderes Thema.

Foto: „Bewirb dich jetzt!“ Derartige Aufforderung sieht man in Aachen recht häufig. Es fehlt überall an Personal. 

Selbst wenn neben den SB-Kassen immer eine Person bereitstehen muss, die beim Bedienen hilft, lohnt sich die Sache für den Arbeitgeber. Für jeweils 4 SB-Kassen brauche man nur einen Menschen, 3 Personen könne man nach Hause schicken. Das haben – laut Studie – die Geschäftsleute erklärt. Soweit bisher z. B. Samstags zu sehen ist, fällt Kundinnen die Umstellung noch schwer. Sogar am Wochenende, wenn die Warteschlangen sehr lang sind.

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Wer an Geschichte und Politik interessiert ist:

Diesmal ganz außerordentlich spannend: der Sicherheitshalber Podcast mit den vier besten Politik-Erklärer*innen, die es in Deutschland gibt. In Folge 80 ist zusätzlich eine prominente amerikanische Professorin und Buchautorin dabei, und es geht um die NATO-Osterweiterung. Es stehen die Fragen an: Was wurde nach dem Fall der Mauer besprochen, was wurde vereinbart, was ist dann geschehen und warum ist alles so gekommen, wie es heute ist? Hier klicken.

Ist die NATO-Osterweiterung Schuld an Russlands Krieg gegen die Ukraine? Es lohnt sich, das in aller Ruhe und gründlich zu durchleuchten. Klar, es gibt zwei „Lager“, mit teils verhärteten Fronten. Aber es ist natürlich so, dass es viele Menschen gibt, die sich in der Sache noch gar keine Meinung gebildet haben.

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Haarbachtal ist jetzt voller Bauschutt

Ein lauter Knall, eine riesige Staubwolke, da war die Brücke Geschichte. Hunderte Menschen sahen sich die Sprengung an.

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/haarbachtalbruecke-vor-sprengung-aachen-100.html

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Heute heißt es: Tschüss Haarbachtalbrücke – WDR überträgt live.

Kaum sind Weihnachten und die Demonstration gegen Rechts vorbei, da steht am Dienstag (30. Jan.) schon das nächste Großereignis an: die Sprengung der Haarbachtalbrücke.

Es ist nur eine Brücke. Wie die Brücke Turmstraße, von der sich gezeigt hat, dass niemand sie vermisst. Die Sprengung der Haarbachtalbrücke wird seit Monaten in Aachen zum Anlass genommen, ohne Ende über die Wichtigkeit von Verkehrsfluss zu reden und zu schreiben. Das Leben ohne Brücke, das werde so schrecklich, heißt es, daran würden haufenweise Firmen zugrunde gehen.

Man kann die Zeitung nicht mehr aufschlagen, die Lokalzeit im WDR nicht mehr anschauen, kein Schweifen durch die sozialen Netzwerke, ohne dass von der Bedeutung der Brücke für Leben und Arbeiten in Aachen die Rede ist, von der Bedeutung des reibungslosen Verkehrsflusses, von Pkw, Lkw und Bussen. Überhaupt ist anscheinend „freie Fahrt“ auf Autobahnen immer und überall das Allerwichtigste im Leben von menschlichen Gemeinschaften.

Der WDR wird die Sprengung am 30. Januar in seiner Sendung „WDR aktuell“ live ab 12.45 Uhr übertragen. Der Einsatz nicht genehmigter Drohnen ist untersagt. 

Wer die Brückensprengung aus sicherer Entfernung beobachten möchte, kann zur Haarener Gracht kommen oder sich auf den Haarberg begeben. Gute Aussicht bieten die Aussichtsplattform am Haarener Kreuz und der Vorplatz der Friedenskapelle. Die Stadt weist darauf hin, dass der Haarberg nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden kann und bittet darum, wegen fehlender Parkmöglichkeiten möglichst nicht mit dem Fahrzeug anzureisen. 

Nach dem Ende der Sprengung wird der Schutt wieder für den Straßenbau eingesetzt. Nach 22 Monaten soll der erste Teil der neuen Brücke fertig gestellt und über jeweils eine Spur in beide Richtungen wieder befahrbar sein.

Mehr Infos: hier www.aachen.de/a544

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Montagmorgen: 9 Tipps für einen guten Start in die Woche. Hier klicken.

13 Tipps, um den Digitalpakt (in der Schule) zu versieben. Hier klicken.

10 Tipps zur Cyber-Sicherheit für Unternehmen. Hier klicken.

Alle Tipps von https://d-64.org bzw. von deren newsletter übernommen

Ab Donnerstag, 8. FEBRUAR, heißt es: in Aachen ist Party Time

Bei Nobis am Münsterplatz im Schaufenster gesehen. Donnerstag, 8. Februar, (da solltet ihr die Tränen über den Verlust der wichtigsten Brücke von Aachen getrocknet haben) geht die mehrtägige Massenparty los. Viel Spaß.
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So sah das am 27. Jan. 2024 in Aachen aus . . .

Video. https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/20.000-aachener-zeigen-flagge.-alemannia-raeumt-fehler-ein./7632958.html

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„Es ist, als seien hundert Jahre vorüber und aus dem Kyffhäuser reitet Kaiser Barbarossa mit seinen Getreuen. Die guten Geister Deutschlands haben lange geschlafen, nun sind sie wach.“ (Nils Minkmar)

Die Menschen wissen: Die Deportationen wären erst der Anfang.

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Die Polizei teilt mit, „mehrere tausend Menschen“ haben in Aachen und Eschweiler friedlich demonstriert. An der Großdemonstration in der Aachener Innenstadt hätten sich etwa 20.000 Menschen beteiligt. In Eschweiler versammelten sich etwa 5000.

Während der Versammlung in Aachen seien insgesamt sechs Plakate aufgrund des Anfangsverdachts der Beleidigung, der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und Volksverhetzung sichergestellt worden. „Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.“

Darüber hinaus verliefen die Versammlungen ohne weitere Vorkommnisse, schreibt die Polizei.

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Eine idiotische Stellungnahme anlässlich der Demo in Aachen veröffentlichte unterdessen die Alemannia auf Facebook. Eigentlich drei Stellungnahmen (innerhalb von 24 Stunden).

Man möchte jetzt doch gern wissen, wes Geistes Kind der Trainer eigentlich ist, der vor einigen Monaten aus Berlin nach Aachen geholt wurde. Die Stellungnahme hat viele Fans irritiert. Es gab aber auch viele Likes, also positive Bewertungen.

Zum Inhalt der ersten Alemannia-Stellungnahme, unterzeichnet von Aufsichtsrat, Präsidium und Geschäftsführung: Man werde sich an dieser Demonstration nicht beteiligen, weil Politik nur spalten würde und ähnliches steht da. – Es hat in Deutschland Tradition, bestimmten Bevölkerungsschichten einzureden, Politik sei etwas Miserables, würde nur spalten, sei „ein schmutziges Geschäft“ und die Menschen sollten sich lieber mit anderen Dingen beschäftigen. Die das sagen, machen dann Politik in ihrem sehr eigenen Interesse. Wen wundert’s?

Man muss annehmen, dass vermutlich die Sponsoren dem Verein die Hölle heiß gemacht haben nach den ersten beiden Stellungnahmen. Dann haben sie noch eine dritte Mitteilung hinterher geschoben, sie wollten sich entschuldigen und alles „aufarbeiten“.

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10.000 werden zur Kundgebung erwartet

Wie in der rechten Spalte schon zu lesen ist, wird am heutigen Samstag, 27. Januar,  wieder das linksgrün-versiffte Volk in Aachen auf die Straße gehen, die Oberbürgermeisterin hat dazu aufgerufen. (Nebenbei: Versifft bedeutet schmutzig. Dass jemand nur Dreck ist, das ist es, was Ultrarechte immer von anderen Menschen behaupten).

Zum Thema. Es gibt heute eine Kundgebung mitten in der Stadt. Katschhof, Markt und der Büchel werden ab 14 Uhr voller Menschen sein. 10.000 werden erwartet. Bringt bitte wieder eure Transparente mit, da waren neulich einige coole Sprüche dabei. Hier runterscrollen.

Wo grad von Transparenten die Rede ist: Bei der ersten großen Demo seit Jahren am 20. Januar in Aachen (richtete sich gegen die AfD) liefen die Organisatoren (junge Antifaschisten) mit dem Spruch „AfDler töten. Nazis abschieben!“ vorneweg. Das war keine gute Idee, diverse Leute haben Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft wurde aktiv und es gab/gibt noch immer eine Riesenaufregung. 

Sind diese jungen Antifaschisten überhaupt volljährig? Keine Ahnung. Auch dieser Sturm wird sich legen. Wen wir aber nicht mehr loswerden, das sind Leute, die sich an Hitler orientieren, die z. B. von Deportationen fantasieren und konkrete Pläne schmieden. Sind sie einmal gewählt, kriegt man sie nicht mehr weg. 

So muss man die AfD-Vertreter, Neonazis, (extrem) rechte „Alternativmedien“, „Querdenker“, Impfgegner, erzreaktionäre Christen, „Reichsbürger“ und Verschwörungsideologen samt Daniele Ganser (der wieder mal im städtischen Kongresszentrum Eurogress den Menschen Angst machen darf) genau beobachten und darf ihnen das Feld nicht überlassen.

Ganser bekommt z.B. den großen Eurogress-Saal voll, aber „Wir sind mehr“. Wenn ihr alle heute zu der Kundgebung kommt, wird man es sehen.

Die Kundgebung am 27. Januar findet am internationalen Holocaust-Tag statt. Heute vor 79 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Arme befreit. Seit 1996 ist der 27. Januar daher der Tag, an dem in Deutschland der Opfer des Holocaust gedacht wird. Wie steht es heute um das „Nie wieder“? – Wie eine lebendige Erinnerungskultur aussehen kann, das zeigen jetzt die großen Demonstrationen gegen Rechts in deutschen Städten, sie sind ermutigende Zeichen.

Es erscheint nicht jedem/jeder passend, dass die Kundgebung auf dem Katschhof von Fun-und Karnevalbands wie den „4 Amigos“ und dem „Lagerfeuer-Trio“ begleitet werden soll. Weitere Bedenken sind hier nachzulesen: Seebrücke Aachen.

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Am 25. Januar gab es einen Bericht in der Lokalzeit (WDR) über die Organisatoren der Kundgebung. Hier klicken

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Burtscheid wird sich verändern

Botsched bovver Oche (Burtscheid) steht vor großen Veränderungen. Nicht ganz Burtscheid, sondern der Kern dieses Aachener Stadtteils. Ein Investor aus Hamburg hat dort das Kloster samt Klostergarten gekauft, hat das Marienhospital gekauft und weitere Grundstücke. Was hat die Alexianer GmbH (30.000 Mitarbeiter*innen, 1,83 Mrd Euro Umsatz) vor? Man weiß es nicht! Und sie scheinen es selbst auch noch nicht so ganz zu wissen.

Die Stadt Aachen mit Politik und Verwaltung hat natürlich einen gewissen Einfluss. Man sieht vor allem die Notwendigkeit, dem Ortsteil ein Update zu verpassen. Da muss einiges modernisiert werden, das ist klar. Am besten sofort: das Pflaster in der Kapellenstraße. Die Bürgerinnen und Bürger sollen mitbestimmen. Deshalb wurde jetzt mal wieder zu einem Treffen eingeladen.

Volles Haus in den Kurpark-Terrassen in Burtscheid. Es ging um die Zukunft dieses Aachener Stadtteils. Durch den Abend führte Dipl.-Ing. Isabel Strehle.

In den Kurpark-Terrassen, Dammstraße 40, stellte die Verwaltung den ersten Baustein „Ziele“ der „Perspektive Kurstandort“ vor. Man kam mit den Einwohner*innen ins Gespräch über die Frage, was denn die wichtigsten Ziele sind, wenn es um Burtscheid und seine behutsame Neu-Gestaltung geht. Entlang von Stellwänden konnten sich die wohl 200 Menschen an dem Abend (an mehreren Stationen) zu unterschiedlichen Themenfeldern informieren und austauschen.

Es spielten städtebauliche, freiraumplanerische, mobilitäts-, denkmal- und umweltfachliche, ebenso wie kulturelle und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Die Verwaltung war mit sachkundigem Personal stark vertreten.

Wie erkennbar, waren nur wenige junge Menschen dabei. Die Bedürfnisse und Ideen, die geäußert wurden, lauteten entsprechend. Die Vertreterin der Bürgerinitiative (BI) machte klar, dass von der BI generell Neubauten nicht erwünscht seien. Etliche Burtscheider wollen wieder im warmen Thermalwasser schwimmen können, einigen waren die Parkmöglichkeiten oder die Bäume oder die Kaltluftströme wichtig.

Es wurde vor den Stellwänden und danach im Plenum munter diskutiert. Weitere Infos zum Kurstandort Burtscheid gibt es auf der Homepage der Stadt Aachen: www.aachen.de/kurstandort (rechte Spalte).

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Neues gastronomisches Highlight: „La Fabrik“

Nach 3-jähriger Umbauzeit endlich fertig und eröffnet: das Restaurant „La Fabrik“ im Frankenberger Viertel direkt neben dem Viadukt. Dort fährt gerade ein Zug vorbei, rechts oben zu sehen.

Was einst die Maschinenfabrik Fritz Scheibler (Nachkomme der Monschauer Unternehmerfamilie Scheibler) war, dann unter anderem eine Werkstatt der Deutschen Bahn ist jetzt ein Restaurant im sog. Industrial Style. Ein Besuch lohnt sich. Es gibt leckeres Essen (Speisekarte) und freundlichen Service.

Sehr eindrucksvoll ist der 800 Quadratmeter große, hohe Raum, in dem Tische und Stühle stehen für derzeit 50 Gäste. Sollte sich das passende Personal noch finden lassen, können in der Bachstraße auch 100 Gäste bewirtet werden. In der Mitte gibt es eine quadratische Theke, die Küche mit Küchenchef Felix Leibold ist seitlich und einsehbar. Geschäftsführer von „La Fabrik“ ist Jan Estor-Freyaldenhoven.

„La Fabrik“ ist als hundertjähriges Backsteingebäude mit seinen alten Eisentoren allein schon sehenswert. Es ist ein Teil der industriellen Vergangenheit Aachens und so geschmackvoll restauriert, dass man sich sogleich wohlfühlt. Es ist zwar eine Halle, aber es wirkt doch gemütlich und nicht riesig. Im Sommer wird man auch draußen sitzen können.

Der Restaurantkritiker der örtlichen Tageszeitung hat sich dort bereits umgesehen. Hier nachzulesen. Tische müssen reserviert werden, Tel.-Nr. von „La Fabrik“ ist in Aachen 400 46424 oder hier nachschauen. Geöffnet ist dienstags bis samstags ab 17 Uhr, mittwochs und donnerstags gibt es von 12 bis 15 Uhr auch einen Mittagstisch.

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