Erster vollständig inklusiver Spielplatz geplant. Wie soll der aussehen? Umfrage.

Die Stadt Aachen plant, den Spielplatz im Stadtpark an der Monheimsallee neu zu gestalten. Das Ziel: Auf diesem Modellspielplatz soll die Inklusion im Mittelpunkt stehen. Und damit auch tatsächlich die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen mit Behinderung passgenau umgesetzt werden können, startet der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz eine Umfrage.

Die Stadt interessiert sich für die Gestaltung öffentlicher Spielplätze: Was fehlt? Wo gibt es Hindernisse? Es geht weniger um die konkrete Auswahl von Spielgeräten, sondern wie man auf den Spielplätzen spielen und als Mensch mit Behinderung Kinder begleiten kann.

Auch die Umgebung des Spielplatzes ist wichtig, zum Beispiel Leitsysteme, besondere Sitzgelegenheiten mit Aufstehhilfen oder Rollstuhlplätze.

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Spiel- und Bolzplatz Meerssener Straße

Neue Spielgeräte, neue Bodenbeläge und neuer Bolzplatz: Der Spielplatz an der Meerssener Straße wird in den kommenden Wochen und Monaten umgestaltet und ist für diese Zeit gesperrt. In der kommenden Woche, am Montag, 22. April, beginnen die Arbeiten. Der Umgestaltung war eine Bürgerbeteiligung voraus gegangen. Die Meisten Ideen und Wünsche werden nun umgesetzt.

Nach der Umgestaltung werden auf der Fläche wieder attraktive Spielangebote vorhanden sein. Im zentralen Sandbereich können die Kleinsten rutschen, spielen und buddeln und für die Größeren geht es auf dem neuen Klettergerüst hoch hinaus. Das erneuerte und aufgewertete Spielfeld rundet das Angebot ab.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Im Untergrund niemals aufgeräumt. Das wird jetzt nachgeholt.

Wie (schlecht) unsere Väter und Großväter gebaut haben, das lässt sich zur Zeit in der Lothringerstraße studieren. Sie haben einfach Schicht auf Schicht gelegt, den Untergrund niemals aufgeräumt und gut wars, bzw. nicht wirklich gut z. B. für die Bäume.

Dieses Vorgehen hatte wohl den Vorteil, dass man schnell fertig war (wo hingegen wir Heutigen alles sehr gründlich machen, deshalb niemals fertig werden und so die ansässigen Händler ruinieren, s. Jakobstraße. Die Bauarbeiten in der Jakobstraße sollen angeblich bis zum 30. April abgeschlossen sein. AachenNews hat da vorerst Zweifel!)

Der Fachbereich Kommunikation der Stadtverwaltung schickte unterdessen einige erhellende Fotos zur Lothringerstraße, die zeigen, wie einst ein Platz angelegt wurde. Sagenhaft schlecht.

Unter einem Platz liegt in Aachen erst mal eine Betonplatte. Und dann Pflastersteine und dann noch eine Betonplatte oder zwei. Und trotzdem: Bäume sind auf dem Platz gleichwohl gewachsen. Alle Fotos: Stadt Aachen

Zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße geht es in mehreren Bauphasen zur Sache. Direkt nach Ostern (ab. 2./3. April) ging es los und dauert bis Herbst 2024. Auf dem Straßenabschnitt entstehen ein Premiumfußweg und ein Stück von der Radvorrangroute Brand/Eilendorf.

Man hätte ja mal was aufräumen können. Aber nein. Das war wohl zu aufwendig. Jetzt schauen sich Archäologen die Fundstücke an.

Die bisherigen Bauarbeiten zwischen Friedrich- und Alfonsstraße förderten u. a. Teile einer Wand hervor, die vielleicht zu einem Wohnhaus oder einem Keller gehörten. Überdies stellte sich heraus, dass es unter dem bisherigen Plattenbelag zum einen die 10 bis 40 Zentimeter dicke Betonschicht gab, die bereits bei einer früheren Wurzelsuch-Schachtung entdeckt worden war. Zum anderen gibt es weitere Oberflächen, die niemals weggeräumt worden sind. Dazu gehören zum Beispiel eine gepflasterte Fahrbahndecke und darüber eine asphaltierte. 

Wahnsinn, was hier alles weggeräumt werden mußte. Nicht nur haufenweise Pflastersteine.

Nach Abschluss der Bauarbeiten „werden voraussichtlich im Herbst insgesamt 16 neue Bäume im Umfeld des Platzes gepflanzt“, so wird mitgeteilt. Neun davon haben große, sechs haben kleine Kronen. Hinzu kommt ein großkroniger Baum an der Einmündung der Alfonsstraße. Die zukünftigen Baumbeete würden große Wurzelräume erhalten. „Die Bäume bekommen damit einen Lebensraum, der auf das erwartete veränderte Stadtklima mit regenarmen und sehr heißen Witterungsperioden vorbereitet ist.“ 

Weitere Infos: www.aachen.de/lothringer_2ba

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Pkw vor einer Schule, Vermüllung im Umfeld von Altkleidercontainern und die „15-Minuten-Stadt“

Kommenden Dienstag ist es wieder soweit: Das Bürgerforum tagt und nimmt sich der Themen an, die den Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln brennen und mit denen sie sich – weil Anwohner – besser auskennen als Politik und Verwaltung.

Was macht eigentlich das Regiotram-Projekt?, möchte jemand wissen. Der Antragsteller meint, das bisherige Planungsverfahren für die Regiotram lege nicht ausreichend dar, wie sich das neue Mobilitätskonzept ganz konkret auf den Alltag der Bürger*innen auswirkt. Darüber hinaus schlägt der Antragsteller vor, ein Software-Simulationssystem des gesamten Aachener ÖPNV-Netzes einzuführen, in dem der gesamte neue Fahrplan auf allen Strecken abgebildet ist.

Ein anderer Bürger beantragt ein Lösungskonzept für die Vermeidung wilden Mülls am Altkleidercontainer in der Prämienstraße. Er stellt verschiedene Lösungsmöglichkeiten zur Diskussion. Die Vermüllung im Umfeld von Altkleidercontainern sieht er als Problem, das sich über das gesamte Stadtgebiet erstreckt. Insbesondere nach den Wochenenden, an denen keine Leerung der Container stattfindet, sei das Ausmaß der willkürlichen Müllentsorgung zu erkennen.

Als drittes wird die Schulwegsicherung der Grundschule Mataréstraße diskutiert. Die Montessori-Grundschule wird von vielen Eltern mit dem Pkw angefahren. Dadurch entstehen immer wieder gefährliche Situationen. Eine Nachbarschaftsinitiative bittet das Bürgerforum zu beraten, ob die Vorschläge der Antragsteller*innen zeitnah umsetzbar sind.

Foto: AachenNews Archiv, Mataréstraße im Sonnenlicht

Vorgeschlagen werden beispielsweise abgepollerte Bürgersteige, verschiedene Straßenmarkierungen als zusätzliche Warnung für die Autofahrer, aber auch die Durchsetzung der erst kürzlich verabschiedeten Richtlinie, Straßen vor Schulen vor Unterrichtsbeginn sowie nach Unterrichtsende für die Durchfahrt zu sperren. Die Antragsteller*innen bitten dies rund um die Mataréstraße, den Bonifatiusweg und die Zeppelinstraße zu prüfen.

Foto: AachenNews Archiv, Montessori-Grundschule.

Im letzten Tagesordnungspunkt berät das Bürgerforum die Verkehrsberuhigung im westlichen Burtscheid. Obwohl es sich um ein Wohnviertel mit 30er-Zone handelt, sehen die Antragstellenden es durch Durchgangsverkehr mit überhöhter Geschwindigkeit belastet. Bürgerinnen und Bürger sehen in dem Viertel große Potenziale im nachhaltigen innenstadtnahen Wohnen. Die sogenannte „15-Minuten-Stadt“, in der fast alle Wege in 15 Minuten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den ÖPNV erledigt werden können, sei dort keine Illusion.

Die nächste Sitzung des Bürgerforums ist öffentlich, sie findet statt am Dienstag, 23. April, um 18 Uhr im Pfarrsaal St. Katharina, Forster Linde 5.

Quelle: aachen.de

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Israel nachts vom Mullah-Regime beschossen

Iran hat nachts 185 Drohnen, 36 Marschflugkörper und 110 Boden-Boden-Raketen auf Israel gefeuert. Der Angriff dauerte – soweit via Ex-Twitter zu sehen war – mehr als 5 Stunden. 99 Prozent aller Raketen wurden abgefangen. Drei Dutzend Menschen sollen verletzt, ein Kind getötet worden sein.

Es gingen ungeheuer viele Kurzmeldungen ein, in denen Menschen im Iran erklärten, dass dieser Angriff überhaupt nicht in ihrem Sinne geschieht und dass sie auf der Seite von Israel stehen. Wenn man also schreibt „der Iran hat Israel beschossen“, dann ist das Mullah-Regime gemeint.

Den Beschuss abgewehrt haben US-Streitkräfte, die Briten von Zypern aus, Jordanien (hat sogleich mitgeteilt, es werde alles abschießen, was im jordanischen Luftraum auftaucht), auch Saudi Arabien hat Israel beschützt. Das ist wichtig, natürlich hat vorrangig der Iron Dome in Israel sehr gut funktioniert.

Das Mullah-Regime ist beeindruckt und hat mitgeteilt, es werde vorerst keine weiteren Angriffe starten. Der Iran, aus dem heraus letzte Nacht zum ersten Mal gegen Israel gefeuert wurde, ist heute der engste Partner sowohl von Putins Russland als auch der Hamas. Alle Revolten in Iran hätten von Europa viel deutlicher unterstützt werden müssen. Wer vor 10 Jahren dachte, von Iran gehe keine Kriegsgefahr aus, hatte die Lage falsch eingeschätzt.

Biden muss nun erreichen, dass Israel auf einen Gegenangriff verzichtet.

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In Aachen: Kolleg*innen gesucht

Unter dem Slogan „Zukunft.Sozial.Mitgestalten.“ sucht die Stadt Aachen ab sofort neue Kolleg*innen.

Aachen bietet als familienfreundliche, soziale und integrative Stadt „ein spannendes Arbeitsumfeld für Sozialarbeiter*innen, pädagogisches Fachpersonal und Erzieher*innen, die die Zukunft sozial mitgestalten wollen und Lust auf neue Herausforderungen haben“, sagt Personaldezernent Dr. Markus Kremer. Er betont, dass es bei der Kampagne primär darum gehe, Absolvent*innen und Arbeitskräfte, die neu auf dem Arbeitsmarkt sind, zu akquirieren. Es soll keinesfalls Personal aus anderen Einrichtungen weggenommen werden.

Wer einen neuen Job im sozialen Bericht sucht, ist in Aachen richtig.

Was machen Mitarbeiter*innen in sozialen Berufen?

Im Bereich Wohnen, Soziales und Integration stellen die Mitarbeiter*innen die soziale Grundversorgung sicher und sorgen dafür, dass andere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dazu gehören die Themen bezahlbarer Wohnraum und Sozialhilfe sowie die Integration und Arbeit mit Geflüchteten.

In den Bereichen Jugend und Schule sowie Kindertagesbetreuung dreht sich alles um das Wohl der Kinder und deren Familien: vom Baby bis über das 18. Lebensjahr hinaus. Es geht um Themen wie Prävention, Kinderschutz, Inklusion, Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe im Strafverfahren, Schulentwicklung sowie Offener Ganztag. Aber auch um die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kleinsten sowie Beratung und Begleitung der Familien.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Flaggen vor dem Rathaus. Wo sind sie geblieben?

Vor über zwei Jahren sah man plötzlich vor dem Rathaus von Aachen eine Ukraine-Flagge, danach eine Ukraine-Flagge mit Friedenstaube drauf. Letztere Flagge verschwand anlässlich des Weihnachtsmarktes.

Im Oktober 2023 schockte der grauenhafte Angriff der Hamas auf Israel die Welt. Damals drückte Aachen seine Solidarität mit Israel auch dadurch aus, dass die Flagge vor dem Rathaus gehisst wurde. Nicht ganz Aachen war solidarisch, die Flagge wurde erst beschädigt, dann gestohlen.

Warum wurden die beiden Flaggen nicht wieder aufgehängt? Das möchte nun die Fraktion Die Zukunft von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen wissen. Denn manchmal sind Symbole eben doch wichtig. Hier die Ratsanfrage.

Zwei Nationen sind in fürchterlicher Bedrängnis und hoffen auf unserer Hilfe und Solidarität. Die Flaggen waren Zeichen dafür. Foto: AachenNews Archiv
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In 2023 weniger Räder geklaut. Besser: Immer an einen festen Gegenstand ketten

Fahrräder wurden bis Anfang 2022 in Menge geklaut, dann gründete die Polizei in Aachen die „Ermittlungsgruppe Bike“ und das Blatt wendete sich. Jetzt können die Beamten vermelden: Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist stark rückläufig. Dazu beigetragen hat aber vermutlich auch die Tatsache, dass die Radler*innen ihre Stahlrösser besser sichern und GPS-Tracker verwenden.

Die Polizei blickte dieser Tage auf 2023 zurück und registrierte gegenüber dem Vorjahr nur noch 1251 Fälle von Radklau, das sind 26,5 Prozent weniger als 2022. Die Zahlen haben sich im Vergleich zu 2013 sogar halbiert. Räder werden überall gestohlen, nicht selten sogar aus Garagen sowie um Haltestellen herum und um Bahnhöfe.

Riskant ist es, sein Rad – nur weil man ganz kurz was einkaufen möchte – unabgeschlossen vor einem Laden abzustellen. Wie folgender Fall zeigt:

Das Rad abstellen und mal eben in den Laden reinspringen, das ist keine gute Idee. Tipp der Polizei: Fahrrad unbedingt immer an einen festen Gegenstand anschließen. Foto: AachenNews Archiv

Diesen Dienstag gegen 17 Uhr stellte ein Aachener sein Pedelec vor einem Geschäft in der Kleinmarschierstraße ab. Weil das Rad nur wenige Minuten unbeaufsichtigt sein sollte, lies er es unverschlossen vor dem Laden stehen. Nur eine Minute später sah er einen Unbekannten auf seinem Fahrrad davonfahren. Er rief die Polizei.

Mittels GPS-Tracker konnte das Pedelec samt Sporttasche im Bereich Kaiserplatz gefunden und dem Eigentümer zurückgegeben werden. Von dem Täter gab es jedoch keine Spur. „Dank der Videobeobachtung am Kaiserplatz wurde allerdings videografisch festgehalten, wie der Täter das Rad dort abstellte und davonging“, so teilt die Polizei mit. Man erkannte den Täter, er hatte nicht zum ersten Mal zugeschlagen. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungsgruppe Bike ist auch 2024 aktiv, neuerdings sogar in der ganzen StädteRegion. Die Polizei will die Zahlen weiter drücken und arbeitet daran, Strukturen zu zerschlagen. Räder werden in der hiesigen Region oft von Gruppen bzw. Banden gestohlen, die z. B. gezielt Schulen abfahren und von da Räder mitnehmen. Der Schaden geht in die Millionen, obwohl auch in der StädteRegion immer öfter Räder an die Eigentümer zurückgegeben werden können.

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Warum glauben Menschen den letzten Quatsch?

Fake Facts – True Facts?! – Wie Verschwörungserzählungen unser Denken bestimmen“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Katharina Nocun.

Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Welche Rolle spielt das Thema in der rechtsextremen SzeneUnd wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene „Wahrheit“ entdeckt zu haben?

Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihren Büchern „Fake Facts“ und „True Facts“ geben sie Tipps, wie man Verschwörungsanhängern im eigenen Umfeld aus dem Kaninchenbau eines geschlossenen Weltbilds helfen kann.

Katharina Nocun ist Publizistin. Sie hat Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Münster und Hamburg studiert. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Spannungsfeld Digitalisierung und Demokratie sowie den Folgen von Desinformation. Ihre Texte erschienen u.a. in der SZ, bei Zeit-Online, Spiegel-Online und dem Handelsblatt. Der von Nocun produzierte Podcast Denkangebot war 2020 für den Grimme Online Award nominiert. Ihr erstes Buch „Die Daten, die ich rief“ (2018) behandelt das Thema Datenschutz und Digitalisierung.

Die Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Aachen findet statt am Donnerstag, 11. April. Sie wird moderiert Ali Daccour. Beginn ist um 18 Uhr.

https://eventfrog.de/de/p/politik-gemeinde/politik/fake-facts-true-facts-mit-katharina-nocun-7183376825900295617.html

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Steinreich

Heute eine neue Folge in der Serie: Wir beobachten Baustellen. Gestern haben wir uns noch mal an der Lothringerstraße umgesehen. Und zwar auf dem Platz, der – wenn man penibel ist – zum Steffensviertel gehört, gefühlt aber ganz klar zum Frankenberger Viertel. Der Platz (ohne Namen) wird gerade umgebaut, nachdem dort elf gesund aussehende Bäume gefällt wurden.

Nachdem dort jetzt alles einsehbar ist, wundert man sich, wie da überhaupt etwas wachsen konnte.

Ein neuer Platz entsteht, aber zuerst muss im Untergrund massiv aufgeräumt werden. Die ganzen Steine aus dem Grundstück konnte man nicht alle auf ein Foto draufkriegen. So viele sind/waren es.
Kellermauern zeigen sich, darauf sind Bäume gewachsen. Da sieht man mal wieder, wie stark Natur sein kann. Beton, Pflastersteine, Ziegelsteine – alles vorhanden.
Die Platte soll mittlerweile gefunden worden sein. Wobei die Bezeichnung „Platte“ wohl nicht ganz korrekt ist. Es müssen Teile gewesen sein. Wie auch immer: Hier sieht man einen Haufen Pflastersteine, die aus dem Grundstück ebenfalls rausgeholt wurde. Foto: Marc Teuku
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E-Bike-Ausleihe: Velocity erhöht die Preise

Strom und Ersatzteile sind teurer geworden, neue Fahrräder wurden angeschafft und neue Stationen eröffnet. Die Velocity Mobility GmbH, Aachens einziger E-Bike-Verleiher, hat die Preise erhöht.

Kostendeckend hat das Unternehmen ohnehin nie gearbeitet. Etwa 336.000 Euro pro Jahr bekommt Velocity aus der Kasse der Stadt. Eine Erhöhung dieser Förderung ist vorerst nicht geplant.

Die Preise steigen überall. Auch das Ausleihen eines E-Rades in Aachen und in der StädteRegion ist teurer geworden.

Das Unternehmen war für Dennis Brinkmann (damals noch Student) eine Möglichkeit, ein in die Zeit passendes Mobilitätskonzept zu unterstützen. Nach seinem Abschluss an der RWTH ging es ans Gründen. Seitdem setzen zahlreiche Städte und Gemeinden auf Velocity. In Aachen gibt es 100 Stationen mit 330 Rädern.

Auf den Rädern konnte man immer gut ausprobieren, ob man mit einem E-Bike überhaupt klarkommen würde. 30 Minuten kosteten nur 1,50 Euro, und in einer halben Stunde kommt man ganz schön weit und muss keinen Parkplatz suchen. Gerade Älteren wurde klar: „Ein e-Bike ist genau das Richtige für mich.“ Ab ging’s zum Fahrradhändler, wo man sich ein eigenes Rad zulegte.

Neuerdings kosten 30 Minuten 2,69 Euro. Gegenüber einer 30-Minuten-Fahrt mit der ASEAG lohnt sich das immer noch, auf bestimmten Strecken muss im Bus für ein Einzelticket mehr bezahlt werden. Sparfüchse müssen sich das selbst ausrechnen: Es kann auch sein, dass die Fahrt mit einem E-Scooter von Tier preiswerter ist.

Die Aachener Zeitung hat hier mal intensiv gerechnet und verglichen.

E-Scooter: Jetzt kommt RideMovi

Unterdessen kommt zu den beiden E-Tretroller-Verleih-Anbietern (Tier und Voi) noch ein neuer, dritter Anbieter hinzu. Mehr als 2000 E-Roller dürfen es in Aachen nicht sein. Deshalb, weil jetzt ein Dritter hinzukommt, müssen die beiden anderen reduzieren. In der Vorlage der Verwaltung für den Mobilitätsausschuss liest sich das so:

„Derzeit sind die Anbieter VOI und TIER mit jeweils 1.000 E-Tretrollern vor Ort präsent, nachdem Anfang Oktober 2023 der Anbieter Lime seinen Betreib eingestellt hat. Die aktuell festgelegte Obergrenze liegt bei 2.000 E-Tretrollern insgesamt. Die Ankunft eines dritten Anbieters erfordert eine Anpassung der pro Anbieter zugelassenen E-Tretroller. Demnach können je Anbieter zukünftig 666 E-Tretroller im Stadtgebiet Aachen zur Verfügung gestellt werden.“

Der neue E-Tretroller-Verleihanbieter heißt RideMovi, wurde 2017 in Mailand gegründet und wird ab Juni im Stadtbild von Aachen zu sehen sein. Wie dort die Preisgestaltung sein wird, ist AachenNews nicht bekannt. 

s. hier RideMovi

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