Sie sagen„Ja zu jüdischem Leben in Europa“. Zum Konzert mit Dialogrunde strömten gestern viele Menschen in den Krönungssaal des Rathauses.
Die Karlspreis-Verleihung mit ihrem Rahmenprogramm beschert Aachen wieder reihenweise prominenten Besuch. Den Beginn machte am gestrigen Sonntag der weltberühmte Pianist und politische Aktivist, der überaus sympathische Künstler Igor Levit.
Es gab ein Konzert und eine Dialogrunde mit vielen klaren Aussagen zum Antisemitismus in Deutschland und in Europa. 800 Anmeldungen zum Konzert waren innerhalb weniger Stunden vergeben, der Krönungssaal war voll, vor dem Rathaus bildete sich schon lange vor Beginn der Veranstaltung eine Schlange.
Mit Igor Levit diskutierten u. a. Bundesminister Cem Özdemir und Ex-Ministerpräsident Armin Laschet. Igor Levit spielte Beethoven und Brahms, er schien die Tasten des Flügels zu streicheln, man hätte ihm noch viel länger zuhören können. Die Diskussion leitete Podcasterin Tanit Koch
Erst zum Schluss wurde erklärt, was man sich während der ganzen Veranstaltung fragte: Warum wurden im Rücken der Diskutanten drei ungerahmte Bilder (auf Staffeleien) aufgestellt? Armin Laschet erklärte, es seien Werke von Hans-Günther Kaufmann und sie stellten dar, was in allen drei abrahamitischen Religionen von Bedeutung sei: Wüste, Wasser und Bäume.
Das Konzert gestört hat leider die Berichterstatterin des WDR, die vor Ort sprach und zwar im Saal während des Konzerts. Die Reporterin wurde hinausgedrängt, was man sich hier (bei 36,07) ansehen kann.
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Uff, es gibt Leute, die nicht wissen, was der Karlspreis ist und wer ihn dieses Jahr bekommt. Machtnix, man kann nicht alles wissen: Hier klicken
Sorry für dieses Foto, muss leider sein sofern man möchte, dass jede/r weiß, wovon hier die Rede ist. Foto: SedanstraßeWenn man diese Flaschen sieht, denkt man gleich: „Ups, da wurde aber gut gefeiert“ und muss lachen. Nur wohnen möchte man neben solchen Glascontainern lieber nicht. – Eine Windbö – und die Straße ist voller Scherben. Foto: AachenNews ArchivAm Neumarkt wünschte eine Bürgerin die Entfernung dieser Kisten. Sie richtete sich mit ihrem Anliegen an das Bürgerforum. Doch das konnte nicht weiterhelfen.
Mehr als 200 Glascontainer stehen in den Straßen und Plätzen von Aachen rum, sehr zum Ärger der Menschen, die in der unmittelbaren Nähe wohnen. Die Kisten sind verdreckt und beschmiert, daneben stehen fast immer aufgeplatzte Plastiktüten mit nassen Textilien und vom Regen aufgeweichte Kartons. Der Stadtbetrieb muss alle Nase lang einen der über 200 Glascontainer aufsuchen und für Sauberkeit sorgen.
Foto: „Bitte nehmen Sie Rücksicht . . . “
Im Bürgerforum bat eine Anwohnerin vom Neumarkt neulich um Unterbringung der Container unter die Erde. So genannte Unterflurcontainer gibt es tatsächlich in Holland, in der Schweiz und in Spanien. 40.000 bis 60.000 Euro würde so ein Teil kosten. Zu teuer, musste die Verwaltung mitteilen, obwohl sie sich selbst solche Unterflur-Teile wünscht.
Das Duale System (auch verantwortlich für den Gelben Sack) habe eine Kostenbeteiligung abgelehnt, so wurde mitgeteilt. Dabei: Wenn man bedenkt, was die Reinigung der Container-Umgebung an Personal kostet . . . hat das mal jemand gegengerechnet? Nebenbei: Das Duale System gehört zu den Dingen aus Militär, Technik und Computer, die immer wieder krachend in die Hose gehen. Eine misslungene Erfindung.
Dieses Container-System macht dem Stadtbetrieb viel Arbeit, bis hin zu den Postern, die entworfen werden, um auf den korrekten Gebrauch der Boxen hinzuweisen. Alles weitgehend vergebene Liebesmüh. Mataréstraße: „Hier nicht!“. Händler und Gastwirte laden ihren Abfall ebenfalls an den Glascontainern ab. Beverstraße vorne: lauter Plastik-Kleiderbügel. Klar ist, diese Art der Entsorgung funktioniert einfach nicht.
Wer es sich auch sonst immer einfach macht, sagt nun: Die Leute in Aachen sind einfach Umweltsäue, sie geben nichts auf eine saubere Umwelt, die muss man anzeigen. Der Fehler liegt allerdings nicht bei den Einzelpersonen, sondern im Entsorgungs-System, das ein derartiges Verhalten provoziert. Die Boxen für Abfall aufzustellen und dann zu erwarten, dass nur Glas eingeworfen wird – das funktioniert einfach absolut nicht, wie man seit Jahren und nach allen Info-Kampagnen sieht. Man wird verleitet zu denken: „Das wird schon jemand abholen!“, und stellt seinen Müll neben den Container.
Link korrigiert. Ein Podcast über Sachen, die vollkommen in die Hose gehen/gingen, von Sven Uckermann.
Zu dem Bericht gibt es 2 Leserbriefe, außerdem wurde freundlicherweise dieses Foto zugeschickt:
Unterirdische Glascontainer gibt es offensichtlich in dem kleinen holländischen Dörfchen Oud Lemiers, dort hat man also das Geld dafür. Diese Container wären vor allem an Innenstadt-Standorten eine bessere Lösung. „Das Problem liegt im Dualen System, welches andere Interessen verfolgt, als die Reinhaltung unserer Umwelt“, so teilt der Leserbriefschreiber mit.
In die Räume auf der linken Seite wird bald die Sparkasse Aachen einziehen. Die roten Logos des Geldinstituts sind schon da. Foto: aktuell
Gebrummt hat der Laden in den Aachen Arkaden eigentlich nie. Seit Monaten wird innen umgebaut. Zuletzt wurden die Räume in dem ShoppingCenter an der Trierer Straße – gegenüber vom Bahnhof Rothe Erde – als Pop-up-Store angeboten. Jetzt steht es fest: Das komplette Ausländeramt zieht von der Hackländerstraße in die Arkaden. Und nicht nur das.
Man hätte dort kurzfristig reihenweise provisorische Einzelhandelsgeschäfte (Pop-up-Store) eröffnen können. So ein Store ist ein Marketinginstrument, das vielleicht in Großstädten wie Düsseldorf funktioniert, in Aachen aber lächerlich wirkte. Die Werbung war nicht zu übersehen, kein einziger „Store“ öffnete dort jemals seine Tore. Als Impfzentrum schafften es die Arkaden dann ins Fernsehen, tausende Menschen ließen sich dort in der Coronazeit impfen.
Aber jetzt: Die Räume im Verwaltungsgebäude in der Hackländerstraße sind längst zu klein, der Umzug ist beschlossene Sache. Wie man hört, wird „günstig“ gemietet, eine konkrete Summe wurde AachenNews.org nicht mitgeteilt. Menschen, die Geflüchtete beim Gang zur Behörde begleiten oder seit 2015 begleitet haben, kennen die unendlich langen Wartezeiten und die noch viel längeren Bearbeitungszeiten dieses Amtes. Das soll ab 2025 alles besser werden.
Übrigens: Das Ausländeramt ist zuständig für 120.000 Personen in der StädteRegion Aachen. Auf – alles in allem – 13.400 Quadratmetern werden die Mitarbeiter*innen der StädteRegion dort nach dem Umbau arbeiten können. Jetzt befinden sich in den Arkaden schon das Gesundheitsamt der StädteRegion und das Kommunale Integrationszentrum. Der Publikumsverkehr hält sich aber in Grenzen, wie man dort als Anwohner*in beobachten kann.
Genau vor den Arkaden gibt es eine Bushaltestelle der ASEAG (u.a. Linie 5) und innen bald eine geräumige Filiale der Sparkasse. Dafür werden am Adalbertsteinweg und in Schönforst insgesamt zwei Filialen geschlossen. Die Umbauarbeiten an der Trierer Straße sind nicht zu übersehen. Derzeit gibt es in den Arkaden noch eine Netto-Filiale, einen weiteren Discounter und ein Fitnessstudio.
Foto: AachenNews Archiv
Wem die Immobilie gehört? Das weiß man nie genau, ziemlich oft wechselten in der Vergangenheit der/die Eigentümer, Konzerne mit Sitz in Zypern, Luxemburg, Lichtenstein oder auf den Malediven kommen infrage. Zur Zeit soll diese Gruppe Eigentümer sein, hat aber niemand bestätigt. 2008 wurde das Gebäude errichtet, angeblich für 70 Millionen Euro. Jetzt wird es ein Dienstleistungszentrum.
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Wo hier gerade vom Ausländeramt die Rede ist: Ein Podcast von ZEIT online: „Schiebt Deutschland die Falschen ab?“ Hier klicken und etwa eine halbe Stunde zuhören.
Der Lothringerstraßen-Platz wird ganz neu gestaltet und sieht derzeit ziemlich übel aus. Auffallend ist ein gelber, länglicher Streifen. Fotos: Marc Teuku
Im Frankenberger Viertel gibt es einen Platz ohne Namen aber mit ziemlich viel Bedeutung: der Platz an der Lothringerstraße. Seit Jahren schon wird hin und her geplant mit dem Ziel, diese Freifläche zwischen Friedrich- und Alfonsstraße attraktiver zu gestalten. Direkt nach Ostern haben die Arbeiten begonnen.
Zuletzt wurde unter Kommunalpolitiker*innen und im Viertel über den Platz diskutiert, weil auf ihm Ende Februar ein Dutzend gesund aussehende Bäume gefällt wurden. Es gab viel Unverständnis und Proteste (wir berichteten). Im Vorfeld der Fällungen war nicht klar geworden, warum die Ahornbäume überhaupt niedergelegt werden mussten. Lange hatte es geheißen, die Bäume blieben erhalten.
Den Grund teilte die Stadtverwaltung seinerzeit mit: Man habe im Boden eine Betonplatte entdeckt, die letztlich die Wurzeln und den Bestand von elf Bäumen gefährde. Der Platz werde bei der Umgestaltung durchaus schöne, neue Bäume (16 Stück) bekommen, so wurde zugesagt. Auch welche mit großer Krone. Bezüglich Platte fragte sich manche/r, warum einst solch eine Platte installiert wurde und was sich wohl unter der Platte befinden könnte.
Nun wird also gebuddelt, und zwar ziemlich tief wie man sehen konnte, als die Wurzeln der Bäume aus dem Boden gehoben wurden. Es entstanden große Löcher. Eine Platte in der Mitte des Platzes wurde aber noch nicht freigelegt.
Das gelb Glänzende ist Lehm, der sich auf einer roten Backsteinmauer befindet. Möglicherweise standen vor dem Krieg Häuser auf der jetzigen Freifläche, die Mauer könnte dann der Rest eines Kellers sein.
Mehr Platz und Komfort für Fußgänger und Radfahrer verspricht man sich von der Umgestaltung, 16 Parkplätze fallen weg. Der Platz soll einmal Teil eines „Premiumfußweg“ sein, der von der Innenstadt in den Frankenberger Park führt.
Überhaupt sind in dem Viertel noch diverse verkehrliche Veränderungen geplant. Das wird sich alles noch lange hinziehen. Von der Regionetz werden 2029 alle Versorgungsleitungen erneuert, erst dann können die neuen Bäume gepflanzt werden.
Wird umgebaut: die Klappergasse in Aachen. Dort und in der Rennbahn wird einmal ein Minibach plätschern. Foto: AachenNews Archiv
Das war eine Zitterpartie: Die Stadt Aachen hat in Berlin einen Förderbescheid über exakt 1.966.410 Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen erhalten. Das Geld fließt in die Umgestaltung der Rennbahn und der Klappergasse. Mit viel Grün und einem offengelegten Bachlauf soll die Aufenthaltsqualität in der Stadt weiter steigen.
Die frohe Kunde verbreitete die Pressestelle der Stadt heute. Zwischenzeitlich stand die Befürchtung im Raum, dass die bereits im vergangenen Jahr zugesagten Gelder doch nicht freigegeben werden können. Das Bundesverfassungsgericht hatte nämlich im November 2023 den Nachtragshaushalt der Bundesregierung für verfassungswidrig erklärt. Dies betraf vor allem den 60 Milliarden schweren „Klima- und Transformationsfonds“. Aus diesem Topf sollte auch das Aachener Projekt gefördert werden.
Foto: man sieht viel Grün und offenes Wasser
Doch mittlerweile steht fest, dass das Fördergeld zur Verfügung steht.
„Grün-blaues Band – vom Verkehrsraum zum Lebensraum“ nennt sich das Projekt des Fachbereichs Stadtentwicklung und Stadtplanung in Kooperation mit dem Fachbereich Klima und Umwelt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Innenstadt klimafest zu machen.
Die nächsten Schritte
Ab Mai dieses Jahres wird die Planung der Stadtverwaltung durch Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner weitergeführt. Der Baubeginn ist zurzeit für den Herbst 2025 vorgesehen. Begleitet wird die Maßnahme übrigens von einer engagierten Bürgerinitiative, die sich für die Offenlegung von Aachener Bächen einsetzt.
Eine gut besuchte Veranstaltung. In Aachen sind immer mehr Menschen daran interessiert, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.
Um den Radverkehr speziell in Aachen und das Zufußgehen im Allgemeinen ging es kürzlich bei einer Veranstaltung der Stadtverwaltung. Hier kann man die komplette Veranstaltung, die fast 3 Stunden dauerte, aufrufen: www.aachen.de/jahresdialog2023
Professor Helge Hillnhütter von der Universität Trondheim erklärte zunächst in seinem Vortrag, was eigentlich alles eine Rolle spielt, wenn man eine Stadt zu Fuß durchquert und wie die Fußgänger*innen beim Gehen von ihrer Umgebung beeinflußt werden. Auch wie der ÖPNV und das Gehen zusammen funktionieren, stellte er dar.
Die Verwaltung hat sich an dem Abend im Depot (Talstraße) selbstbewusst selbst gelobt, besonders für den speziell für diesen Abend produzierten Kurzfilm. Mit der Radverkehrskultur tut sich Aachen indes schwer, obwohl sich die Verwaltung große Mühe gibt, die Vorgaben des Radentscheids umzusetzen. Aber alles geht noch viel langsamer vonstatten, als man sich das vorgestellt hatte.
Warum da nicht zügig Radwege gebaut werden? Man versteht es nicht. Schlecht auch, dass Isabel Stehle (Verantwortliche auf Seiten der Stadtverwaltung) bald Aachen in Richtung München verlassen wird. Da verzögert sich die Umsetzung der Ziele des Radentscheids weiter. Wenn eine Firma (wie zum Bespiel gerade bei der Haarbachtalbrücke) ein Angebot abgibt, muss sie Kosten und Endterminverbindlich nennen. Warum geht das im öffentlichen Raum nicht? Warum geht das nicht beim Bau mehrerer Radwege?
Bietet sich an für einen Ausflug in den Osterferien: Das Fotografie-Forum (früher KuK) in Monschau. Innen ist fotografieren nicht erlaubt.
Wieder ist eine geradezu sensationelle Ausstellung in Monschau zu sehen, wo man sich ganz dem Medium Fotografie verschrieben hat. Ein Konzentration, die genau richtig war und ist.
160 Fotografien sind bis zum 7. April zu sehen, der Titel lautet: „Wieder-Entdeckt, Fotografie der 1930er-Jahre“. Fast 100 Jahre alte schwarz/weiß Fotos zeigen das Leben von Menschen, die unsere Vorfahren sein könnten. Diese Menschen sind teils sehr arm und durch schwere Arbeit geschwächt und angegriffen. Niemand lacht.
Die Schau zeigt auf drei Etagen aber auch, wie es in den 30er Jahren losging mit der Fotografie, mit der besonderen Ästhetik jener Jahre. Was später formal dominierte und geschätzt wurde, war damals alles schon angelegt.
Als „Erfinder der Dokumentarfotografie“ beeindruckt die Sicht von Walker Evans (1903–1975) auf die amerikanische Landbevölkerung. Soziale Ungleichheit und moderne Architektur führt uns Edith Tudor-Hart (1908–1973) vor Augen.
Welche experimentellen Ansätze bereits in den 1930er-Jahren existierten, demonstrieren besonders die Aufnahmen von Anton Stankowskis (1906–1998). „Unerwartete Perspektiven, Bildausschnitte und Details zeigen, wie vielseitig der später gefeierte Künstler und Grafiker, der aus dem Ruhrgebiet stammt, aus dem Medium der Fotografie zu schöpfen wusste“, steht in einem Text zur Ausstellung. Einen Katalog gibt es leider nicht.
In der zweiten Etage des Fotografie-Forums sind wiedergefundene Aufnahmen des Hamburgers Fide Struck (1901–1985) zu sehen. Atemberaubend. Dieser Künstler zeigt uns unter anderem Arbeiterinnen und Arbeiter, den Hamburger Fischmarkt, Straßenszenen und die Börse.
Öffnungszeiten: Di.–Fr. von 14 bis 17 Uhr / Sa.+So. von 11 bis 17 Uhr, Mo. geschlossen. Es handelt sich um eine Einrichtung der StädteRegion Aachen.
Seit es Windräder in der hiesigen Landschaft gibt, gibt es auch den Konflikt: Sollen wir Windräder aufstellen und saubere Energie erzeugen oder sollen wir Wald und Flur frei von Eingriffen belassen? Windräder sind schließlich auch industrielle Anlagen, deren Bau riesige Stücke Natur zerstören.
Letzte Woche gab es mal wieder eine umfangreiche Bürgerinfo zum Thema Windkraftanlagen, diesmal im Raerener Teil des Münsterwaldausläufers. Die Veranstaltung hat der belgische Lokalsender brf begleitet und einen kurzen Beitrag verfasst. Man erkennt: Auch jenseits der Grenze fürchtet man die starken Eingriffe in die Natur und eine gewisse Geräuschkulisse, die von den Anlagen ausgeht.
Aus Aachen war Hans Falk vom Baumschutzbund zugegen und hatte Gelegenheit, seine Kritik in der Sache (leider in verkürzter Version wiedergegeben) vorzutragen. In der Reportage, die hier verlinkt wird, werden persönliche Bedenken und Befindlichkeiten geäußert. Wie bei Windkraftanlagen üblich, sieht es wieder so aus, als stünden die Interessen Einzelner dem „Allgemeinwohl“ und dem „Klimaschutz“ entgegen. https://m.brf.be/beitraege/936095/
Wie zu erfahren war, ist auch die Gemeinde Roetgen, die überwiegend gegen den Windpark Münsterwald war, nun eingeknickt und will nicht als „Klimafeind“ dastehen. Und sie möchte natürlich an den Profiten teilhaben so wie Aachen, Lammersdorf, Simmerath, Monschau, Schleiden, Hellenthal und viele andere.
Es ist also davon auszugehen, dass in der weiteren Nachbarschaft von Aachen neue Windkraftanlagen entstehen – und zwar wieder in den sensiblen Waldgebieten. Hans Falk dazu: „Insgesamt kann man sagen, dass ein gewisser Druck auf jede Eifel-Gemeinde, die zögerlich ist, entsteht. Bald wird es nur noch sehr wenige unverbaute Landschaften geben.“
Ein von Baustellen und Bauwerken unbelassener Wald ist ein großer Wert. Ob wald- und landschaftszerstörende Baumaßnahmen, die mittels Sonderbaurechten ermöglicht werden, mittel- und langfristig wirklich förderlich für Umwelt und Klima sind, das darf bezweifelt werden.
Eine Weile ruhte der Baubetrieb im Landschaftsschutzgebiet am Gemmenicher Weg. Und man fragte sich schon, warum die Wiese überhaupt großflächig betonversiegelt wurde. Aktuell wird aber weiter in die Höhe gebaut.
Aachen hat viele Baustellen, die sind sogar vom Weltraum aus zu sehen, wie Spaßvögel auf Facebook und auf Instagram vor einiger Zeit dokumentiert haben. Eine bestimmte Baustelle gibt es, die hat unsere besondere Aufmerksamkeit erlangt. Sie befindet sich am Gemmenicher Weg, der wiederum ist – wenn man aus Aachen raus nach Vaals fährt – auf der linken Seite.
Am Gemmenicher Weg darf ein Landwirt im Naturschutzgebiet (auf der Beekwiese, am oberen Dorbach) ein ziemlich großes Gebäude errichten und unter zwei Monster-Plastikhüllen auch Gemüse anbauen.
Wie clever muss man sein, um dort eine Baugenehmigung zu bekommen? Alle Achtung. Warum ist der Landwirt (ein sog. Biobauer mit Demeter-Zertifizierung) mit Familie nicht in einen schon leerstehenden Hof in der Eifel gezogen? Warum mussten es ca. 4200 Quadratmeter im Landschaftsschutzgebiet sein? AachenNews.org berichtete und auch die örtliche Presse ging der Sache nach. Nur: So richtig blicken wir nicht durch, stehen vor der Baustelle. Und verweisen auf den Rundbrief des Aachener Ökologie Zentrums von Februar 2024 (ab Seite 15). Dort gibt es Fotos und einen längeren Text zu dem Casus.
Die Anwohner vom Gemmenicher Weg sollen sauer sein und von Klüngel geredet haben, was sie am besten unverzüglich unterlassen. Klüngel gibt es in Aachen gar nicht!!! Ein positives Umweltgutachten liegt bestimmt vor, oder? Schutz einer Kaltluftschneise, Gewässerschutz, Schutz eines Erholungsgebietes – alles bestimmt bedacht und schön geprüft.
Sieht nach einer Plastiklandschaft aus. Spaziergänger*innen wundern sich, Nachbarn sind sauer, und allen anderen ist es vermutlich egal, wer was am Gemmenicher Weg errichtet.
Vielleicht interessiert in diesem Zusammenhang, dass der Rat der Stadt mit großer Mehrheit erst Mittwoch dieser Woche (13. März) einen Beschluss zur Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) gefasst hat. Man will 2030 unbedingt klimaneutral sein und entwickelt enorme Anstrengungen. Hier lesen, es berichtet die örtliche Presse.
Aufgrund der hohen Temperaturen, die für das kommende Wochenende u.a. für die StädteRegion Aachen angekündigt sind, wird die PoliTour der Polizei Aachen vorerst abgesagt. Die begleitete Motorradtour war ursprünglich für kommenden Samstag, 27. Juni, geplant.
Aachen wächst
In einem feierlichen Rahmen fand in diesem Jahr wieder die Einbürgerungsfeier der Stadt Aachen im Europasaal des Eurogress statt. Damit ehrte die Stadt Aachen traditionell diejenigen Menschen, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben. Es erhielten 2025 genau 2015 Personen aus den unterschiedlichsten Nationalitäten in Aachen die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie sind willkommen und werden Aachen bereichern.
Gehackt in Aachen
Cyberangriffe betreffen längst nicht mehr nur Großkonzerne, sondern zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen, die oft mit Phishing, betrügerischen Zahlungsaufforderungen oder Angriffen über Zulieferer konfrontiert sind. Am Freitag, 25. Juni, gibt es eine Veranstaltung, die einen praxisnahen Überblick zu aktuellen Cyberrisiken bietet. Von 16 bis18.30 Uhr, Oecher Lab, Kapuzinergraben. Anmeldung erforderlich: https://beteiligung.nrw.de/portal/aachen/beteiligung/themen/1026542
Musikschule lädt ein
Am Samstag, 11. Juli, von 11 bis 18 Uhr verwandelt die Musikschule den Blücherplatz und seine Umgebung in einen offenen Klangraum. Unter dem Motto „mitspielen – zuhören – entdecken“ lädt das neue Klangfest Menschen aller Generationen dazu ein, Musik nicht nur zu hören, sondern aktiv zu erleben. Der Eintritt ist frei. Das vollständige rogramm: www.aachen.de/musikschule Auf mehreren Bühnen im Gebäude, auf der „Klanginsel“ im Hof und im nahegelegenen Depot gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Chören, Orchestern, Bands, Ensembles.
Wasser-Risiko-Check
Wer sich schon mal gefragt hat „wo kann ich das Hochwasserrisiko für meine Adresse prüfen?“, dem kann geholfen werden: Für Nordrhein-Westfalen gibt es jetzt die hochwasser-app.nrw, die eine Bewertung des Überflutungsschutzes für das eigene Zuhause ermöglicht.
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Jetzt sind es schon über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values. 10 Länder wollen der EU beitreten und würden dafür sogar auf ihr Veto-Recht verzichten. Das Veto-Recht lähmt den ganzen Laden, Deutschland sollte mit gutem Beispiel vorangehen und auf dieses Recht verzichten. Die ganze EU machte bisher sowieso immer ziemlich genau das, was Deutschland möchte. Das wird auch in Zukunft so sein. Wie auch anders? Die Präsidentin der Europäischen Kommission ist eine Deutsche, der Vorsitzende der größten Fraktion im Europäischen Parlament ist ein Deutscher und die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament ist eine Deutsche.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.